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Montag, 23. Juni 2014

Endlich geafdelt, gehermant und sarraziniert: Opportunismus ist so easy, ey!

Lustig: Der Papst hat die Mitglieder der Mafia exkommuniziert! Da dürfte er ja bald alleine sein im Vatikan. Es sei denn, Häretiker werden nicht ausgewiesen im römischen Kalifat.

Ebenfalls gehören Radfahrer exkommuniziert. Dieses Gesindel auf zwei Rädern verdient es nicht besser. Radfahrer wird keine Mitschuld am sonst unverschuldeten Unfall gegeben, auch wenn sie keinen dieser ultra-schnittigen Helme aufhaben. Ja wo leben wir denn?

Ich finde, dass Radfahrer immer schuld sein sollten. Die Leistungsträger unserer Gesellschaft, das sind die Autofahrer. Und die sollten erst gar nicht belangt werden dürfen, wenn sie diese Maden aus dem Weg räumen. Viel eher sollten sie mit Orden behängt werden.

Radfahrer halten sich nie an Regeln. Sie fahren, wie es ihnen gerade passt, und das passt mir nicht. Straßen, liebe Leute, sind nicht für Radfahrer gemacht. Die ersten Straßen beherbergten dementsprechend auch keine Radfahrer! Die Lyker, Phönizier und Römer: Sie kannten überhaupt keine Radfahrer! Ergo: Die Straßen gehören den Pferde(stärke)n. Immer schon!

Dieses Mistkroppzeugvolk aber behindert den Verkehr, verursacht lange Staus, stinkt bis zum Himmel und gefährdet Lack und Leben! Weg damit! Wer mit dem Rad auf der Straße weilt, hat es nicht anders verdient, als unter unsere Räder zu kommen. Aber dass der Autofahrer dann voll zur Verantwortung gezogen wird, selbst wenn er den Unfall verursacht hat, ist völlig unlogisch und widerspricht sozialem Darwinismus.

Als nächstes werden echte Männer noch verurteilt, nur weil sie ohnehin leicht bekleidete Frauen vergewaltigt haben. Diese Täter-Opfer-Umkehrung ist mir ein Graus: Wenn ein Schwarzer oder ein Asiate in den Osten gehen und dann zu Tode geprügelt werden; kann man da den Schlägern einen Vorwurf machen? Wären sie doch nur daheim geblieben, dann wäre auch nichts passiert. Beim Versucher ist die Schuld zu suchen, nicht beim Versuchten.

Nun mag sich mancher Leser denken: Was ist denn mit dem los? Knappe Antwort: Ich werde mich ab sofort der Mehrheitsmeinung anpassen. Ich will auch endlich sagen dürfen, was gesagt sein muss! Ich bin sarraziniert, gehermant und geafdelt. Ich will ab sofort folgende Widersprüche leben:
  • die FIFA als jüdische Naziweltverschwörung bezeichnen und die WM trotzdem irre geil finden
  • Fähnchen schwingen, Vuvuzela blasen, Schland bejubeln, Gemeinschaft beschwören und sich selber der Nächste sein, wenn's nur ein wenig ernst wird
  • mit dem SUV im Biosupermarkt einkaufen 
  • mich mit irren Islamisten verbrüdern, weil sie gegen Amerika sind und gegen die Zionisten, also die Juden
  • ein irrer Islamist werden und sich einer islamistischen Gruppe anschließen, die sich wie eine altägyptische Göttin nennt
  • mit dem IPhone gegen den Konsum twittern
  • via facebook gegen die NSA und andere Datenkraken wettern
  • (vernünftig) regiert werden wollen und trotzdem CDU (Merkel) oder SPD wählen
  • gegen Banken und Märkte wettern und keine Gelegenheit verpassen, schnelles Geld zu machen
  • ein Haus bauen und wegen ungerechter Steuerbelastung jammern
  • Fleisch abschwören und Soja-Erzeungnisse mit Fleischgeschmack konsumieren
  • Rauchern das Rauchen verbieten, mit laufendem Motor ewig in unmittelbarer Nähe zu Cafégästen halten und währenddessen über hohen Benzinkosten beschweren
  • Mafiosi exkommunizieren

Sonntag, 25. Mai 2014

Next Stop Friedrichshain #14: Rednecks kullern im Kragenweit!

Ich sehe ja ganz gut aus. Das bestätigt mir jeden Morgen mein Spiegelbild. Selbst in der Frühe mit zerknittertem Gesicht sehe ich noch einigermaßen aus, dann eben würdevoll zerknittert. Was soll ich machen? Das liegt mir eben im Blut, ebenso wie ein guter Geschmack und ein nicht an Kurzlebigkeiten anbiederndes Modeverständnis.

Dies macht mich zum Modexperten in eigener Sache. Zumal ich als junger Mann, der ich vor 30 Jahren noch war, unsägliche Mode-Verbrechen an mir selbst begangen habe. Stichworte: Batik-T-Shirts, Latzhosen, lange Haare. Daher darf ich nun auch richten über andere, genauso wie Ex-Raucher überall ungestraft Raucher verprügeln und Veganer Tiere ausbeutende Menschen öffentlich kreuzigen dürfen.

Mein Modeverbrechen begann Mitte der 80er Jahre mit dem Aufkommen der Serie "Miami Vice". Kurz vor dem mittleren Schulabschluss begannen wir plötzlich mit pastellfarbenen Sakkos, Polo-Shirts und Bundfaltenhosen in Klassenzimmern herumzusitzen, den Lederaktenkoffer (schwarz mit goldenen Beschlägen) auf unseren Knien. Das hat zwar schön geschnappt beim Öffnen des Koffers und fein geklickt beim Schließen desselben.

Doch beim kilometerlangen Fußmarsch nach Hause wurden schnell die Arme lahm! Und die Mädchen haben es nicht goutiert. Es hätte aber auch schlimmer kommen können, z.B. wenn wir uns einige Zeit davor an Magnum orientiert hätten: Hawaiihemden, Shorts und OLiBa - im Grunde das Outfit eines durchschnittlichen Hipsters in Neukölln. Nun lebe ich aber in Friedrichshain und möchte daher ein modisches Sittenbild hierzuorte beschreiben:

Das Polo-Shirt ist zurück. Ich weiß, schon seit Jahren ist es wieder da. Kurz war ich versucht, mir selbst einige zuzulegen, erinnerte mich dann aber schlagartig an die Schrecken meiner eigenen Jugend. Wie es kommt, dass das Polo-Shirt jetzt erst schlagartig überhand nimmt in Friedrichshain, mag daran liegen, dass Modetrends, gute wie schlechte, immer ein paar Jahre brauchen, bis sie in der Provinz ankommen.

Und da Friedrichshain vor allem aus Zugezogenen aus der Restrepublik und den etwas biedereren, weil geschäftsreisenden oder enkelbesuchenden Touristen (Böblingen, Cochem, Heidelberg, Ostdeutschland) besteht, muss ich, wie ich meine, auch hierüber berichten, als sei der Ortsteil tiefe Provinz: In Friedrichshain also ist nun das Polo-Shirt angekommen!

Als wäre das aber nicht schon schlimm genug, muss auch noch der Kragen hochgestellt werden. Ich wiederhole: DER KRAGEN HOCHGESTELLT WERDEN! Was soll das denn? Der hochstehende Kragen ist ein Relikt aus dem hanseatischen, von mir aus auch französischem Bürgertum. Er war gesteift und lag eng am Hals an. Das hatte Chic und gab dem Körper eine etwas steife Haltung, hat aber den Bürger vom Hafenarbeiter unterschieden. Der war um einiges legerer.

Doch beim Polo-Shirt-Träger schaut der hochgestellte Kragen aus wie bei einem Hund, dem man frisch die Ohren kupiert hat und nun einen Kratzschutz am Hals trägt: Der Kopf wackelt lustig im Trichter herum! Das liegt beim Polo-Shirt daran, dass der Halsausschnitt viel weiter ist als zum Beispiel beim Hemd und der Kragen somit erst vom Schlüsselbein ab hochgestellt werden kann. Damit hat er einen relativ großen Durchmesser im Verhältnis zum Kopf. Ergebnis: Rednecks kullern im Kragenweit!

Wer so etwas trägt, schaut sich entweder bei der Anprobe nie von hinten an oder ist ästhetisch bereits so deformiert, dass er glaubt, Hässlich sei das neue Schön! Da kann er heute auch getrost CDU wählen und für die Randbebauung des Tempelhofer Flugfeldes stimmen. Seine Freundin macht das sowieso schon, wenn sie diesen Look bei ihrem Kerl noch toleriert oder gar fördert.

Ich darf mich nicht so aufregen! Das tut mir nicht gut! Aber wenn ich derart herausgefordert werde...

Sonntag, 27. April 2014

Locked in Friedrichshain #2: And now to something completely different!

Ja, lustig geht es zu in Friedrichshain. Mein letzter Ausfall war sehr grantig. Aber relativer Reichtum scheint einher zu gehen mit sozialer Verrohung und Bullying. Die schönsten Wörter, die ich dazu (im Editorial der JungleWorld) las: Ganzkörperellbogen und Vorfahrtabonnenten. Ich füge Soziallegastheniker, Spätmuttis und Rollkofferrüpel hinzu.

Es wird noch mehr zu berichten sein, doch heute möchte ich mich den Europawahlen widmen. Ja, genau: Politik! Wer bei diesen Wörtern generell gähnen muss und hernach ins Wachkoma fällt, dem ist es bereits passiert und kann nicht mehr geholfen werden. Wer aber noch bei mir ist bekommt folgendes zu lesen:

Die Plakate sind durchweg großer Mist, und die darauf formulierten Agenden sind zumindest bei den Koalitionsparteien auf Wachstum ausgelegt: Wachstum hier und Wachstum da, besser als Stillstand sei es, das Wachstum, Berlin sei auch besser als Stillstand, weswegen man besser Berlin wähle und nicht so Gutmenschen, die für Spekulanten nix übrig haben. Und so weiter und so fort. Die Linke fällt dabei wohltuend aus dem Rahmen.

War da nicht mal was? Bankenkrise? Finanzkrise? Später umbenannt in Staatsschuldenkrise, damit besser verdeutlicht werden kann, wer die hochriskanten Geldgeschäfte der Banken zahlen muss? Hätte es dann aber nicht gleich Staatsbürgerkrise heißen sollen? Wir sind Bank!

Irgendwie hatte ich noch in Erinnerung, dass beinahe alle Parteien dem Wachstumsgedanken urplötzlich ihr Misstrauen aussprachen. Das ging sogar so weit, dass sich die FDP (wer sich noch erinnert: die Partei von Westerwelle, Göbbels und Hussein) eigens wieder für das Wachstum aussprechen musste, um wieder so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal zu haben.

Und nun? Alle (berechtigte) Kritik beiseite geräumt. Wachstum ist wieder wer. Als habe man die Bevölkerung demagogisch auf einen wirtschaftlichen Wachstumsstillstand vorbereiten wollen, indem man ihr sagt: Och jo, dat mit dem Wachstum. Das wird sowas von überbewertet, brauchen wir gar nicht. Ist ganz dolle böse, pfui, weg damit!

Kaum glaubt man die Krise überwunden, holt man das einzige Rezept aus der Schublade, das man kennt und schwupps: Wachstum ist King! Wachtum Wachstum Wachstum. Man hatte ja schon gezweifelt: Sollten unsere PolitikerInnen einen ganz kurzen, lichten Moment gehabt haben? Sollten sie eine 10tel Sekunde lang begriffen haben, dass sie nicht den Märkten, sondern allein der Bevölkerung gegenüber verantwortlich sind?

Wachstum, liebe Leute, ist nicht anderes als Raubbau an den Ressourcen unserer Welt. Das durch Wachstum entstandene Geld ist eine Anleihe auf die Zukunft, dass noch keinen sachlichen Gegenwert hat und ist daher nur fiktives, also gar nicht vorhandenes Geld. Gäbe es dieses Geld heute schon, befänden wir uns in einer schlimmen Inflation. Würde der sachliche Gegenwert in der Zukunft nicht hergestellt werden, würde das meiner Meinung nach nur für jene schlimm sein, die in die Zukunft investiert haben.

Für solche Hungerkünstler wie mich wäre das nicht weiter von Belang, womöglich würde ich sogar davon profitieren. Vom Wachstumsgedanken profitiere ich aber auf keinen Fall, und so ist mir Stillstand allemal lieber als der fortgesetzte Wahnsinn. Die Gleichung für mich lautet: Wachstum verhält sich zu böse wie Stillstand zu gut! Also muss wirtschaftliches Wachstum abgeschafft werden.

Um das zu vermeiden, soll ein Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) in Kraft treten. Damit soll es Konzernen aus aller Welt möglich sein, gegen so'n Quatsch wie Umweltschutzbestimmungen oder Arbeitnehmerrechte in Europa zu klagen. Nicht vor einem Gericht, sondern durch Schiedsgerichte, die keiner demokratischen Kontrolle unterworfen wären. Versteht sich von selbst, dass dieses Abkommen auch auf völlig undemokratischem Weg zustande kommen wird.

Schon allein deshalb sollte man sich an der Europawahl beteiligen. Dieses mal aber mal ausnahmsweise nicht SPD, CDU oder AfD wählen, sondern partiell mal das linke Spektrum in Betracht ziehen. Parallel kann bei campact.de gegen das Abkommen unterzeichnet werden (hier...). Bitte vorher selbst informieren! Hinterher bin ich wieder schuld, wenn Ihr was falsch macht!

Montag, 23. September 2013

Die bettnässende Mätresse der Kanzlerin ist weg! Jetzt aber den Heimvorteil nutzen!

Nochmal Schwein gehabt: Merkel wird doch nicht Königin! Es sei denn, sie bekommt einen Hofnarren dazu, der die FDP ersetzt. Die SPD steht Gewehr bei Fuß. Sie kann es sich vorstellen, sich von Merkel endgültig zerpflücken zu lassen. Die Grünen zieren sich noch: Sie sind beleidigt wegen des unterirdischen Wahlkampfs seitens der CDU.

Tja, liebe CDU, das ist eine alte Weisheit aus dem Fachgebiet der Sexualität: Man sollte  mögliche Partner nicht mit alter Scheiße beschmeissen. Denn dann wird's nach der Wahl schwer, jemanden zu für gemeinsame Stunden zu finden. Vor allem, wenn die FDP, die bettnässende Mätresse Merkels, nicht mehr in ihr Schlafzimmer darf.

Außer schwarz-grün und schwarz-rot gibt es ja noch eine dritte Lösung. Von der hat sich die SPD aber voreilig distanziert. Gibt es eigentlich noch einen echten Grund, DIE LINKE nicht an einer Regierung zu beteiligen? Der Sozialismusvorwurf ist doch nun wirklich nur noch ein Reflex, dem jede Grundlage fehlt. Im Grunde sind DIE LINKEN die besseren Sozialdemokraten.

Eine rot-rot-grüne Koalition ist die einzige Möglichkeit, Merkel auf lange Sicht loszuwerden. Was soll der SPD denn noch groß passieren? Eine weitere Koalition mit der CDU würde sie völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen. Und eine schwarzgrüne Koalition schweißt die Opposition SPD und LINKE ohnehin zusammen.

Jetzt etwas Arsch in der Hose, mit Grünen und LINKEN eine Koalition bilden und schuften bis zur nächsten Landtagswahl. Wenn diese Koalition bis dahin etwas halbwegs brauchbares zusammenkriegt, dann muss sie sich vor nichts mehr fürchten. Sie hat sogar bis zum Sommer 2014 Zeit. Dann haben DIE LINKEN sogar einen Heimvorteil: Die nächsten Wahlen finden in Sachsen und in Thüringen statt.

Samstag, 21. September 2013

Und morgen wählen? BILD und Deutsche Bank sagen ja!

Wenn die BILD und die Deutsche Bank zur Wahl bitten, dann muss was faul sein? Die moralische Frage lautet, ob man ob solcher Fürredner überhaupt Wählen gehen darf. Die Interessen von Friede Springer und den Lebensmittelspekulanten der Deutschen Bank sind mir persönlich etwas zu einseitig. 

Nur für's Protokoll:
Die BILD habe ich mir nicht etwa gekauft. Sie lag bei mir heute Morgen im Briefkasten. Ich habe nicht darum gebettelt, aber auch nichts dagegen getan. Bitteschön, mein Briefkasten ist voll mit Aufklebern, was alles nicht rein soll!

Meine Aufkleber:
Keine Reklame!
Keine werbegestützten Wochenblätter
Keine Wahlwerbung der NPD!
Keine Wahlwerbung der SPD! (in Neukölln ein und dasselbe)

und nun auch noch:
Keine BILD!

Nun gibt sich BILD sehr neutral und will nur dazu aufrufen, morgen wählen zu gehen. Tatsächlich ist nichts an der heutigen BILD tendenziös. Vielmehr beschwört sie die unrichtige These, dass mehr Stimmen mehr Prozente ergeben. Entweder sind die BILD-Redakteure selbst keine großen Leuchten oder sie trauen ihrer Kundschaft wenig zu: Mehr als 100% kann es bei Wahlen nicht geben (OK, in der Ukraine schon)!

Hofberichtserstattung:
Was die BILD aber schon seit Monaten veranstaltet, kann man nicht anders als Hofberichtserstattung von der königlich-kanzlerischen Regierungskoalition aus CDU/CSU und der FDP nennen. Und dabei alle möglichen Gegner zu mobben, mit allen zur Verfügung stehenden schäbigen Mitteln. Da kann sie heute ja mal auf alle Tendenzen verzichten, nicht wahr? Wenn man seine Leserschaft zuvor schon dermaßen präpariert hat? Euch den Mittelfinger zeigen geht hier leider nicht. Aber ich kann ihn Euch schreiben, Ihr ver.... W... Schw...!

Denn ich kann auch tendenziös, meine Lieben!
Natürlich gebe ich hier keinerlei Wahlempfehlung. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, so viel Liberalität muss sein. Und damit kann auch ein jeder für sich entscheiden, ob er ein blöder Dummbatz  ist oder ein angenehm aufsässiger Mensch, mit dem man auch mal gerne ein Bier abends trinkt.

Also: Wer wird gewählt?
Bei der CDU weiß man ohnehin nicht, ob man Merkel, Deutsche Bank oder Friede Springer wählt. Merkel wäre gerne systemrelevant, die Deutsche Bank ist es. Frau Springer hingegen ist das Furunkel am Knie der Demokratie. Wenn sie das Furnkel am Arsch wäre, wäre die Demokratie wenigsten gezwungen aufzustehen. Aber so kann sie nicht mal mehr laufen.

Wer die Deutsche Bank will, muss Merkel wählen!
So könnte ein Schuh draus werden. Doch wie kann die CDU in den Umfragen nur so weit vorne liegen? Im Grunde geht es vielen Menschen doch zunehmend schlechter bzw. abnehmend gut. Ausschließlich die Wirtschaft bzw. die "Märkte" profitieren von der Agenda 2010, welche die SPD verursacht hat. Dies wird der CDU nun gutgeschrieben, weil die Auswirkungen sich in dieser Legislaturperiode gezeigt haben. Der Großteil der Bevölkerung hat vom "Aufschwung" hingegen nichts.

Im Gegenzug wird die SPD für Sozialabbau, steigende Mieten und sinkende Löhne verantwortlich gemacht (was zwar stimmt, aber auch irgendwie ungerecht ist) und von der CDU deshalb vorgeführt. Daher scheint vielen WählerInnen die SPD unwählbar. Aber mal ehrlich: Die Union hätte die Hartz IV- Reformen ohne weiteres rückgängig machen können! Zeit genug war vorhanden. Warum nur hat sie es nicht getan? Hmmmm? Das sollte sich alle ärmer gewordenen Schlucker mal überlegen, bevor sie ihr Kreuzchen mal wieder im schwarzen Urschleim versenken!

Wenn die Union der SPD verbietet, mit der Linken zu koalieren, dann sollte man als WählerIn mit Trotz reagieren und sie trotzdem wählen oder zumindest nicht die CDU oder gar die FDP. Merkel steckt ihre Energie ohnehin eher in den Machterhalt als ins Regieren. Sie scheint Schland vor Schaden bewahren zu wollen und sagt stets Nein zu Mehrausgaben, um dann wenige Tage später das genaue Gegenteil zu tun. Ihre Fans jedoch schenken ihrer Intention mehr Aufmerksamkeit als ihrem tatsächlichen Handel. Ist das schon Dialektik oder schreit das nach der allseits beliebten Zwangspychiatrisierung einer ganzen Wählergruppe? Die zudem mehr an der boulevardesken Seite der Politik interessiert ist als am Schaden, den sie anrichten kann?

DIE LINKE ist übrigens die einzige der im Bundestag vertretenen Parteien, die keine Großspenden von Konzernen, Banken, Versicherungen und Lobbyisten erhält.
Damit ist sie auch weniger käuflich als die anderen Parteien. Deshalb: Wer die echte alte Tante SPD will, muss DIE LINKE wählen. Die SPD hat es nicht mehr drauf. DIE LINKE ist die letzte Antikriegspartei der BRD, befürwortet die Bankenregulierung und will einen echten Mindestlohn. Sie vertritt die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitslosen und nicht die der "Märkte".

Sie sehen: Ich will unbedingt, dass SPD und DIE LINKE koalieren, notfalls auch mit den Grünen. (Was kann der SPD denn noch passieren? Wovor hat sie Angst? Etwa dass sie unter die 30%-Marke fällt? Haha!)

Die Piraten wurden von den etablierten Parteien und Medien nicht ernst genommen bzw. verlacht, weil sie mitunter etwas naiv versucht haben, den Politikbetrieb aufzumischen. Heute haben sie ein richtiges Programm und treten professioneller auf, was ihnen prompt zur Last gelegt wird: Nun sind sie ja genauso (bl)öde wie alle anderen Parteien. Na und? Dann sind sie ja auch genauso wählbar! Das Wahlprogramm der Piraten ist zumindest weit weniger eine Zumutung als das vieler anderer Parteien. Und: Wer eine Partei im Bundestag haben will, für die das Internet kein Neuland ist, sollte die Piraten wählen. Deren Experten scheinen zumindest nicht direkt von Lobbyisten entsendet worden zu sein.

Die FDP hingegen muss endlich weg! In der FDP sitzen gefährliche Wirrköpfe, deren einziger echter Programmpunkt die Beteiligung im Bundestag ohne jede Gegenleistung ist. Selbsthilfe geht vor, das ist der liberale Urgedanke. Die FDP lebt ihn. Dieser Gedanke ist leider verkürzt auf Wirtschaftliberalität. Als Garant für Bürgerrechte gilt vielleicht noch die parteiintern ungeliebte Frau Leutheusser-Schnarrenberger, das war's aber auch schon. Möglich, dass in der ein der anderen Kommune noch ein guter Liberaler sitzt. Aber Entschuldigung: Wer FDP auf Bundesebene wählt, ist entweder gefährlich dumm oder selbst Mitglied der Partei. Oft läuft das auf's selbe hinaus.

Die NPD muss auch weg! Aber werden dann nicht die ganzen V-Leute arbeitslos? Und würde der Verfassungsschutz dann nicht überflüssig? Und das will scheinbar niemand, also wollen wir es dann auch nicht? Ob deren WählerInnen auch vom Verfassungsschutz bezahlt werden? Bitte eine kleine Anfrage durch DIE LINKE oder demnächst durch die Piraten.

Und die AfD soll bitte dahin gehen, wo ihr Geld liegt! Das ist bestimmt nicht in der BRD, jede Wette!

Und ach, oh weh, die Grünen! ...
Die bewaffneten Pazifisten schaffen es ja noch nicht einmal mehr, ihr ureigenstes Themengebiet für sich zu nutzen. Dass die CDU bzw. die FDP die Energierwende nicht ansprechen, ist nur logisch: Die Regierungskoalition hat es geschafft, die gesamte Bevölkerung gegen den Umbau der Energieherstellung aufzubringen.
Die denkt nun zur Freude von CDU und FDP, dass Umwelt- und Klimaschutz teuer sei und Atomenergie sowie Kohle- und Gaskraftwerke wieder gebraucht würden.
Die Grünen hätten darauf hinweisen müssen, dass die Verteuerung des Stroms nur für Privatkunden und mittelständische Betriebe gilt, nicht aber für die energieintensive Industrie: Ein Geschenk der Koalition an ihre Kumpels, die herkömmlichen Stromerzeuger (hier...).
Eine faire Umverteilung der Kosten wäre möglich. Das hätte Programm sein können. Stattdessen verirren sich diese Vollpfosten in Steuer- und Ernährungsdebatten.

Sonntag, 8. September 2013

Tolle Typen #5: WahlkämpferInnen und ihre Skandale! Update!

Deutlich zu sehen: Steinbrück hat einen Mittelfinger!
Ja geht's noch? Ist denn schon Ẁahlkampf oder lebst Du noch? Ein Skandal nach dem anderen erschüttert die Bunzreplik!

Ein nicht chronologischer Überblick:

 Skandal #1: Kristina Schröder (CDU)
Lässt sich ein Kind machen. Setzt danach das Betreuungsgeld durch. Tritt zur nächsten Legislaturperiode nicht mehr an. 
Eigentlicher Skandal: Nimmt danach das Betreuungsgeld in Anspruch. Und damit: Vorteilnahme im Amt!

Skandal #2: Horst Seehofer (CSU)
Macht anderen ungefragt Kinder. Fremde sollen eine Maut für deutsche Autobahnen zahlen. Deutsche hingegen nicht. Diesbezüglich politisch und strategisch auf einer Linie mit dem GröFaZ. Unterschied: Die Autobahn diente damals indirekt der Feindabwehr. 
Eigentlicher Skandal: Solche Debatten dienen ihm lediglich der Stimmungsmache an den Stammtischen der Stimmtaschen!

Skandal #3: Angela Merkel (CDU)
Weiß von nichts (NSA). Nennt das Internet "Neuland". Hat einen Kanzleramtsminister, der die Geheimdienste nicht kennt. Außer den amerikanischen und britischen. Weiß von nichts (NSU). 
Eigentlicher Skandal: Hat nichts vom Betreuungsgeld.

Skandal #4: Bürgerinnen und Bürger der Bimbesrepublik (CDU)
Wissen von nichts (NSA, NSU, Demokratie). Lieben Politikerinnen und Politiker, die von nichts etwas wissen und von nichts eine Ahnung haben. Denken, dass dies die neue Ehrlichkeit ist. Haben selbst nichts zu verbergen. 
Eigentlicher Skandal: Wissen auch nichts über sich. Überlassen das gerne den Geheimdiensten und den Social Media. Erwirken nach 40 Jahren Akteneinsicht für ihre Enkel, damit sie ihnen was zu erzählen haben.

Skandal #5: Die Grünen (CDU)
Wollen einer fleischfressenden Nation unter anderem Fleischverzicht an einem Wochentag verordnen (Veggieday). Wissen offenbar nicht, dass das in vielen christlich-konservativ geführten Bimbesländern längst Usus ist (besonders bei Katholen und CDU-Mitgliedern).
Eigentlicher Skandal: Ihre Wählerinnen und Wähler fahren mit dem Auto zum Biomarkt.

Skandal #6: Peer Steinbrück (CDU)
Tritt als Bundeskanzlerkandidat an und bereitet der ersten Staatsratsvorsitzenden (CDU) damit ein paar unnötige Schwierigkeiten. Hat zudem vor 14 Jahren für wenige Wochen eine philipinische Haushaltskraft ohne Arbeitsvertrag beschäftigt. 
Eigentlicher Skandal: Zeigt damit der bunzdeutschen Gesamtbevölkerung, dass Politiker mindestens genau so korrupt sind wie sie selbst. Und damit nicht wählbar.

Skandal #7: Christian Wulff (BILD)
Vermutlich echte Freunde leihen ihm große Geldsummen zu einem besonders niedrigen Zins. Baut davon ein Haus, noch dazu ein äußerst hässliches. Lässt sich von Filmproduzenten ins Hotel einladen und vergibt dafür großzügige Filmfördermittel. 
Eigentlicher Skandal: Hat keine Freunde (nicht einmal mehr Kai oder Bettina)

Skandal #8: FDP (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband)
Kennt kaum einer. Keiner weiß, für welche Interessen außer ihren eigenen sie steht. Einzelne MdB verwechseln orientale Teppiche mit Bombenteppichen und schmuggeln schon mal versehentlich Wertsachen durch den Zoll.
Eigentlicher Skandal: Wird aus unerfindlichen Gründen trotzdem wieder gewählt. 

Skandal #9: Alternative fremdschämen Deutschland (BDI/NPD)
Tut so, als wären Währung und "Ausländer" schuld an der Ungleichverteilung des Reichtums. Schuld sind jedenfalls nicht die Ausbeuter oder die Banken. Will die armen Bevölkerungsschichten davon überzeugen, dass sie auf deren Seite stehen. Mag ganz Südeuropa entschieden nicht leiden. Verbringt dort aber gerne ihren Urlaub. Trinkt der Bevölkerung den ganzen Wein weg. Verputzt dabei soviel Grana Padano, Oliven und Chorizo wie sie nur kann. Deren Mitglieder wohnen in exklusiven Wohngegenden und pappen sich Parteiaufkleber auf ihre SUV, Benz- und BMW- Karossen. Verachten ihre schlechtbezahlten, nichtdeutschen Poolreiniger und im allgemeinen Menschen ohne Aktiendepots. Verwechseln Wertpapiere mit Literatur und Vermögensbildung mit Bildung. 
Eigentlicher Skandal: Teile der armen Bevölkerungsschichten glauben sogar, dass die AfD ihnen helfen will. Obwohl die Partei von Ökonomen unterstützt wird, die entweder selbst die Bankenkrise herbeigeführt haben oder sie nicht haben kommen sehen. Und die mit Hans-Olaf Henkel einen Unterstützer hat, zu dem man als denkender und sozialer Mensch reflexhaft eine gegenteilige Position einnehmen muss.

Skandal #10: Jürgen Trittin (CDU)
Der grüne Kriegstreiber, einst mit kinderfreundlichem OLiBa, hat vor 50 Jahren ein Grundsatzprogramm unterschrieben, dass pädophile Wirrköpfe da reingefriemelt hatten. Das ging etwa so: einvernehmlicher Sex mit Kindern und Kinderinnen soll straffrei sein. Also kein Lolliverbot mehr, wenn die kleine Susi mal wieder mit Onkel Daniel rummacht oder was? Nun fliegt's dem Trittin um die Ohren. Recht so!
Eigentlicher Skandal: So etwas fordert man nicht öffentlich ein, sondern treibt's wie die Schwarzen (CDU! nicht DIE Schwarzen). Wozu gibt's denn schließlich einen Babystrich, bitteschön? Oder dunkle Hinterzimmer bzw. geräumige Keller? Stichwort Vollbeschäftigung! Hallo?

Skandal #11: Peer Gynt  Steinbrück (CDU)
Peer zeigt der "Nation" den Stinkefinger, nachdem er in der SZ nonverbal auf die von der Konkurrenz gegen ihn angezettelten Kampagnen antworten soll. Bitteschön: So jemand ist nicht für den Kanzlerposten geeignet, sagen alle, die lieber weiter Leyhmutter Merkel mit der Fotzengebärde behalten möchten. Seriöser sind demnach Kanzler mit NSDAP-Parteibuch wie Connie Adenauer oder Kanzleramtsminister-Ich-kann-Deine-Fresse-nicht-mehr-sehen-Pofalla. Aber was soll's?
Eigentlicher Skandal: Peer geht auf lange Reisen, lässt dabei nichts aus, wird erst reich, dann wieder arm. Als er geläutert zurückkehrt und zu seiner geliebten Solvejg findet, rettet die ihm das Leben und stirbt dabei. Alte Tante SPD, where are you?
 Ja, liebe Bückerinnen und Bücker der Bunzreplik Schland: Sucht Euch Euren Lieblingsskandal aus und setzt am 22.9.2013 Euer Kreuzchen. Auch wenn man dabei nichts richtig machen kann... Verkehrt ist es deshalb noch lange nicht!

Sonntag, 11. August 2013

Tolle Typen #2: Personalmangel: Angela Merkel (CDU) geht für Brandenburg an den Start!

Personalmangel in der CDU: Merkel springt in BraBu ein
Sie hat es nicht leicht: Die Wirtschaftskrise ist noch nicht überwunden, und ganz gegen ihre Gewohnheit gibt es sowas wie eine lästige Opposition, die mindestens so tut, als wolle sie ihr ans Leder. Trotz guter Umfragewerte muss die Kanzlerin umsichtig sein.

Doch wie soll das Land flächendeckend durch die CDU regiert werden? Es herrscht Personalmangel allenthalben. Viele mussten gehen oder ihr Ressort wechseln: Mappus, von und zu Guttenberg, Röttgen, F. J. Jung, Anette Schavan und Helmut Kohl sind schon weg, HP "Baxter" Friedrich wackelt bereits mit dem Hintern und auch sonst zittern alle vor der Grand Dame. Es wird eng. Und Nachwuchs ist nicht in Sicht.

Da muss sie wohl selber ran. Einen großen Coup hat Merkel nun in Brandenburg gelandet. Weil dort die Listenplätze nicht vollständig besetzt werden konnten, springt sie nun unter dem Pseudonym Andrea Voßhoff (MdB) in die Bresche. Das obige Foto zeigt sie links (ohne Brille) auf dem Kanzlerinnen-Wahlkampfplakat und rechts bei der Verleihung eines Bundesverdienstgedöns (ohne Brille) an irgendwen im Bundestag als: Andrea Voßhoff.

So kennen wir sie, ganz praktisch veranlagt und mit viel Gespür für die Logisitk: Merkel kann gleichzeitig als Bundeskanzlerin für das Vaterland und für Brandenburg im Bundestag als Andrea "Booty la" Voßhoff die Seele baumeln lassen. Den Spitznamen hat sie weg: In ihrer Vita gibt sich Voßhoff/Merkel als Bootfahrerin und leidenschaftliche französische-Vokabeln-Lernerin aus. Sowas kann man nur erfinden und ist daher der Beweis für das doppelte Spiel von Merkel/Voßhoff.

Ob die beiden auch gemeinsam in Urlaub fahren, ist frühestens nach den Wahlen im September abzusehen. Keine Sorge: Bei doppeltem Gehalt als Bundekanzlerin und einfachem MdB für Brandenburg ist der ein oder andere Griechenlandaufenthalt drin. Und fällt wohl auch nicht auf. "Wo ist die Bundeskanzlerin/ Frau Voßhoff" ist eine recht selten benutzte Formel im Bundestag.

Nur eine Frage der Zeit, bis Merkel ihr eigenes Kabinett komplett selbst stellt. Bis dahin heißt es allerdings: üben, üben, üben! Und sich nicht erwischen lassen. Wenigstens optisch sollten sich die beiden Kunstfiguren voneinander unterscheiden. Doch Chapeau, Frau Merkel/Voßhoff: Ein Team in (Personal-)Union! Das muss man Ihnen erstmal nachmachen. Gemeinsam erfolgreich eben!

Freitag, 5. April 2013

Eine Definitionshilfe für Herrn Gröhe: Links ist da, wo der Daumen rechts ist!

Um dem Herrn Gröhe von der CDU mal grob den Unterschied zwischen links- und rechtsextremistischer Gewalt zu erklären, da er ja schon wieder einmal gegen Extremismus belfert, aber allein den Linksextremismus meint (hier...)

Hypothese: Linke wie rechte Extremisten zünden Autos und Häuser an. Das ist wohl richtig. Nun der kleine, aber feine Unterschied:

Linksextremisten zünden Häuser und Autos an, wenn sich NIEMAND darinnen befindet!
Die Tat ist eine Kritik an Eigentum und am Kapitalismus! Die Folge: Der Schaden ist materiell. Eigentümer weinen und die Polizisten, die das Eigentum beschützen sollen, bekommen höchstens einen Stein an den Schutzhelm geworfen. Dafür sind Polizisten aber besser bewaffnet und kloppen in deeskalierender Weise auf alles ein, was sich auch nur zufällig in ihrer Nähe befindet.

Rechtsextremisten zünden Häuser und Autos an, WEIL sich jemand darinnen aufhält! 
Die Tat ist eine Kritik an der multikulturellen Gesellschaft! Die Folge: Menschen sterben (vgl. NSU) und Sachschaden tritt kollateral ein. Das ist aber nicht so schlimm, weil Multikulti ja ohnehin gescheitert ist (vgl. Buschkowsky, Sarrazin etc.). Und wer an Ausländer vermietet, hat es ja nicht anders verdient, als dass ihm die Bude abgefackelt wird. So'ne Vaterlandsverräter!

Jetzt, Herr Gröhe, dürfen Sie erklären, warum linker und rechter Extremismus miteinander gleichgesetzt werden sollte und welche Opfer linksextremer Gewalt verhöhnt werden, wenn die LINKE und die Grünen eine (satirische) Kampagne ins Leben rufen, in der Linksextremisten zum Outing aufgerufen werden? Vollkaskoversicherte Eigentümer?

Ich finde jedenfalls, dass gerade Sie mit Ihrer politisch rechts motivierten Sichtweise die Opfer rechtsextremer Gewalt verhöhnen, INDEM sie alle Extremisten in einen Topf werfen. Vielen Dank für Ihren wertvollen Beitrag zur Diskussion, Herr Gröhe von der CDU!

Montag, 28. Januar 2013

Democracy for Dummies! Lesson 1: The principles of Democracy

Demokratie: noch ein langer Weg
Ursula vdL, Ihres Zeichens Bundesministerin für Arbeit und Soziales, hat (wie so viele Ihrer KollegInnen) eine merkwürdige Auffassung über das Prinzip der Demokratie. Angesichts der für die Regierungskoalition ungünstige Zusammensetzung des Bundesrates stellt sie die "Gretchenfrage", ob die Opposition SPD/Grüne die irrwitzigen Gesetzesvorhaben der Koalition mithilfe der "Linkspartei" (sic!) zu verhindern sucht. Und das obwohl die SPD ja gesagt habe, dass sie nicht mit der Linken paktieren mag.

Seit wann ist es denn ehrenrührig, bescheuerte Gesetze (Lebensleistungsrente, Betreuungsgeld etc.) verhindern zu wollen und dagegen Mehrheiten zu beschaffen? Das ist Demokratie! Und dafür werden ja schließlich die Landtage gewählt, als Korrektiv von Entscheidungen auf Bundesebene. Aber nein: Wenn die Linken jenes nicht wollen und solches gern möchten, dann muss die SPD immer das Gegenteil davon tun. Und zwar, weil es Frau vdL gerne so hätte. Wuff wuff, brav mein Hündchen.

Lustigerweise hat es bis jetzt immer funktioniert, wenn CDU/CSU/FDP das linke (sozialistische) "Gespenst" herbeizitiert hatten: Die SPD spurt im vorauseilenden Gehorsam, und man fragt sich, ob sie nicht vielleicht eine Art "gelbe Partei" (in Analogie zur gelben Gewerkschaft) ist, deren Abgeordnete auf den Gehaltslisten der Regierungsskoalition stehen und die eine eigene politische Ausrichtung nur simuliert. Peer Steinbrücks Geldgeber mag wohl die FDP sein (die ja selbigerweise wegen des geringen Gehalts auf eine Kanzlerschaft verzichtet).

Wenn nun behauptet wird, die Bevölkerung sei politikverdrossen und schätze die Demokratie nicht, dann ist das schlicht gelogen. Allenfalls sind die WählerInnen politikerverdrossen, und sie murren auch nicht wegen einem Zuviel an Demokratie, sondern wegen einem Defizit daran. Am Stammtisch mag sich das so anhören: Wenn "die da oben" sowieso nur machen, was ihnen (und ihren Sponsoren) recht und billig ist, und ich nichts dagegen tun kann, warum soll's mich dann noch interessieren? Wen soll ich wählen, wenn sich die Opposition auch noch vorschreiben lässt, mit wem sie paktiert?

Ausgerechnet der konservative, britische Premier Cameron benennt das tatsächliche Problem in Europa und seinen Mitgliedsstaaten: Es herrscht tatsächlich ein Demokratiedefizit. Und wenn selbst PolitikerInnen (noch dazu Politikertöchter) allmählich die Bedeutung des Wortes "Demokratie" vergessen oder fehlinterpretieren, dann wird die Zustimmung der Bevölkerung weiter sinken. Und hinterher wird wieder geschrien und gezetert. Die nächsten Aufstände finden vielleicht in den westlichen Industrienationen statt, wer weiß?

Dienstag, 8. Januar 2013

2013 darf nicht sterben! 2012: Das war Mord!

still starb 2012 vor sich hin...
So! Ein neues Jahr! Hat sich was geändert? Nichts hat sich geändert. Niemand ist schlauer aus dem Vorjahr hervorgegangen. 2012 hat also zu rein gar nichts geführt. Warum sollte 2013 besser sein?

Dieselben Kriege in verschiedenen Ländern, derselbe blöde Schwachsinn, den die "führenden Köpfe" verzapfen: Waffenhandel, Klimaterrorismus, Ressourcenklau, Arbeitermissbrauch, Verdummungsgebot, Humanverschlampung, Zukunftswürgschaften, Gottesbeteuerungen allerorten.

Lustig: BioCompany verkauft nun Fastenpakete für das furzdumme Christenpack, das mit ihren SVUs zum Einkaufen fährt und fastet, während anderswo die Leut' verhungern und verdursten dürfen, solange sie noch nicht von deutschen Panzern plattgefahren worden sind. Wann gibt es eigentlich endlich ausreichend Parkplätze vor den Bioläden?

Nicht lustig: Ex-BuPrä-Scheidungsinszenierung (Wulff: immer für eine Schlagzeile gut), Mursi (immer für die Sharia gut), Putin (kauft sich seinen Demokratentitel bei reichen Steuerflüchtlingen), Depardieu (der dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln...), Bardot (der beste Beweis dafür, dass Dummheit nichts mit Schönheit zu tun hat, sondern erst mit dem Alter kommt), BILD (stimmt einfach immer), Steinbrück (stimmt eigentlich immer), CSU (die Dummheit kann aber auch mit dem C im Namen zu tun haben)...

Apropos Steinbrück: Du alter Depp! Nicht das Kanzlergehalt ist wichtig! Die Gehälter der Arbeitnehmer sind's! Da hilft auch die Ankündigung eines Mindestlohns nicht. Zumindest nicht solange Du ohnehin nicht vorhast, Kanzler zu werden, Du Vizekanzleranwärter, Du... Du... Du... BUCHHALTER! Geh' doch zur Kreissparkasse Holzminden. Da haben'se vielleicht 'n Job für Dich. Als Kanzler? Niente, Nada. Never. Oder auf deutsch: bitte nicht!

Wahl 2013: Was soll man denn wählen, wenn es dieses Mal noch nicht einmal ein kleineres Übel gibt? Die Antizionisten von den Linken vielleicht? Den grünen Bausparverein vielleicht? Die FDP (ach hör' mir doch auf mit diesen dummen Wachstumsnasen!) vielleicht? Die Piraten (war da mal was?) vielleicht? Die CDU (wenn ich Stillstand will, kauf ich mir ein Auto, aber wähl doch die nicht!) vielleicht?

Andererseits: Anderswo verbrennen sich die Leut', damit's überhaupt erst Wahlen geben darf. Oder sie machen gleich Revolution. Hinterher kommen dann die Gottesfürchtigen und machen alles wieder kaputt. Wie in Berlin. Da sind die Mieten jetzt auch teurer, seit die reichen Leut' vom BRD-Bible-Belt (Baden-Württemberg, Bayern) daherkommen. Lauter Bs, ist das schon aufgefallen? B-kloppt!

Apropos B: Bildungsnotstand! Ich halluziniere mal. Dieses Jahr darf nicht dümmer werden! Ich will Bildungspakete, ganz ganz viele. Ich miet' mir den Rosinenbomber und werf' sie über'm Regierungsviertel ab. Ach was, ich werf' sie über der ganzen Republik ab. Kann nicht schaden. In einem Paket ist ganz viel Herz drin. In einem anderen sind zum Beispiel Umweltlobbyisten drin. In den restlichen Paketen ist nichts Dummes drin. Vielleicht ein bisserl Gips und ein R (Pssst! Hey Du! Willst Du ein R kaufen? Herzlichen Glückwunsch, Sesamstraße!). Wer weiß, wer weiß, was noch kommt...

Montag, 22. Oktober 2012

Lindner auf Koks? SPD eine Gefahr für Deutschland?

Die FDP, die wohl kleinste anzunehmende Gefahr (klaG) für das Nationalkonstrukt "Deutschland", insbesondere der Herr Lindner, die zweitgrößte Gefahr für die FDP neben Herrn "langsam abkochen" Rösler, befindet, dass die SPD unter Sigmar Gabriel als Parteivorsitzenden nach links gerückt sei und deshalb eine Gefahr für die Bunzreplik darstelle hier... Daher scheide eine mögliche Koalition der FDP mit der SPD von vornherein aus.

Ausgerechnet! Was die FDP so alles unter links versteht? Somit rückt sie in die geistige Nähe der amerikanischen Republikaner, für die eine gammelige, gesetzliche Krankenversicherung den Endsieg des Kommunismus darstellt. Jeder klar denkende Mensch weiß, dass sich die SPD schon vor Jahrzehnten aller linken Positionen entledigt hat, mitsamt ihrer Wählerschaft. Die einzige linke Position, die Herr Gabriel noch vertritt, ist der in pseudolinken Kreisen leider weit verbreitete, ungehemmte Antizionismus. Dies allerdings ist auch die Domäne der "alten" FDP (vgl. Möllemanns Rettungsschirm) und sollte daher eigentlich zum verbindlichen Handshake zwischen S- und FDP führen.

Ach ja... Wenn die SPD doch wenigstens eine "linke" Gefahr darstellen würde. Dann wäre sie doch wenigstens noch wählbar. Doch leider geht sie ja weitgehend konform mit dem derzeitigen Regierungskurs, möchte vielleicht hie und da noch etwas "ergänzen" oder "korrigieren", jedenfalls aber hündisch an den selben Baum pinkeln wie die CDU und sich das Revier teilen. Die SPD schnuppert und jault ja eher schwanzwedelnd am Hosenbein der CDU, als dass sie ihr einmal ordentlich in die Wade beißen würde.

Vielleicht kann man Lindners sehr lachhafte Äußerung jedoch so interpretieren: Die SPD ist einfach nur eine Gefahr für die FDP, die sich ja bekanntermaßen für den alleinigen Repräsentanten der Bunzreplik hält. Der sogenannte Volkswille zeigt, wie recht sie damit hat! Also keine Angst, Herr Lindner: Wenn die Wahlbeteiligung weiter sinkt, wird die FDP vielleicht auch 2013 wieder in den Bundestag einziehen. Vorausgesetzt, die Stammwählerschaft (Bruhahaha!) bleibt ihr treu und die Fünf-Prozent-Hürde fällt endlich.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Verheerende Talibanisierung! Gott von Versicherungsgesellschaft getötet!

Engel mögen Eis, der Papst Limo und Schoki!
Der Gottesglaube basiert im Grunde auf drei als ungünstig zu bezeichnenden Charaktereigenheiten der Menschen: 1. dem Wunsch, das Unerklärliche schnellstmöglich und einfach erklärbar zu machen, 2. dem Drang, die persönliche Freiheit zu veräußern, indem man sie einer Gemeinschaft samt ihrer unververrückbaren Ritualen unterordnet und 3. dem Unwillen, persönliche Verantwortung bzw. Haftung für sein Handeln bzw. Eigentum übernehmen zu wollen.

Im Grunde wurde Gott längst von den Versicherungsgesellschaften ersetzt: Kaum ein gläubiger Christ, Jude, Muslim, der nicht irgendwie gegen die Unwägbarkeiten des Lebens versichert ist. Unwägbarkeiten, Unerklärliches, Katastrophen, Schadenshaftung, Vertragsausschlüsse, Klauseln, Mitwirkungspflicht: Das war früher God's own domain! Eigentlich ist das Abschließen einer Police blasphemisch: Mit richtig echtem Gottesglauben ausgerüstet, würde man dem Schöpfer sonst doch bis in die Ewigkeit hinein vertrauen. Man würde sogar dessen biblische Plagen ertragen und doch extra doll an ihn glauben. Haus kaputt? Bau' ich mir halt ein neues, besseres. Sohn tot (ich hab' ihn erschlagen sollen)? Egal, Gott ist trotzdem super! Mach' ich mir halt 'nen neuen Sohn! Für dies alles sorgt jetzt Ihre Versicherung!

Glaube und Versicherung sind jedoch zwei sich gegenseitig ausschließende
Prinzipien. Würde Gott zu den Menschen sprechen und ihnen einen Glaubensbeweis abverlangen, die Prüfung wäre, ohne Haftpflicht- , KFZ- Vollkasko- und Hochwasserschutzversicherung auszukommen. Dann folgten die göttlichen Katastrophen ohne Schutz und doppelten Boden. Doch was würde Noah heute dazu sagen? Hoffentlich Allianz versichert? Was denken Christen heute über Gott, wenn dessen Schadensregulierungsstelle nicht gerade die Bestnote erhält und sämtliche Policen in den Kellern des Vatikans vor sich hin modern? Er hat ja noch nicht einmal einen Briefkasten, und ans Telefon geht niemand ran.

Wäre ich Gott, ich wäre angesichts der professionellen Konkurrenz eingeschüchtert und würde von allen Ämtern zurücktreten, weil ja noch nicht einmal mein Vorstand mir das Vertrauen ausspricht. Wie würde sich das in, sagen wir mal, der Deutschen Bank ausnehmen? "Herr Ackermann, wir glauben zwar an Sie, aber sicherheitshalber... Sie wissen schon... okay: Wir vertrauen Ihnen nicht! Eigentlich bräuchten wir nun jemanden mit moderneren Ideen"

Gut, Ackermann ist mittlerweile passé, während der Vorstandsvorsitzende der heiligen katholischen Kirche vor allem dadurch auffällt, dass er seine schützende Hand über die ins Trockene gebrachten Schäfchen hält. Transparenz, das ist nicht nur der Leitgedanke der Deutschen Bank. Päpstliche Unfehlbarkeit setzt jedoch Vertrauen voraus. Und das ist so dermaßen groß, dafür gibt's dann sogar vorauseilenden Gehorsam, weil ein Satireblatt den Papst von vorne mit ausgeschütteter Limo und von hinten mit draufgesessener Schokolade zeigt.

Nun die Überraschung: Selbst der Papst überlässt es nicht Gott, das Blatt zu rügen und eine Katastrophe biblischen Ausmaßes über es zu schicken, sondern erwirkt eine einstweilige Verfügung. Ganz weltlich, wo man doch sonst gerne ausschließlich intern ermittelt. Zumindest, solange es um Geldwäsche und Kindesmissbrauch geht. Doch bei einer solchen Verunglimpfung erhält der Papst auch Schützenhilfe von den üblichen Verdächtigen aus Presse und Politik. Die sind ja irgendwie auch alle Papst, jetzt wo's dieses Mal endlich ein deutscher Hitlerjunge geworden ist.

Unvergessen ist noch der spitze Aufschrei der Gerechten wegen der Fatwa gegen die Zeichner und Publizisten der Mohammed- Karikaturen. Was wurde da geschimpft gegen unlustige Muslime und Zensur. Es kommt halt doch a bisserl drauf an, wer da "verunglimpft" wird, nicht wahr? Und der Papst ist ja nicht irgendwer, er ist schon was Besonderes. Da ist sich der Herr Goppel von der CSU sicher: "So geht man mit Menschen nicht um, mit dem Papst schon gar nicht".

Alle sind gleich, nur manche sind halt noch a bisserl gleicher, nicht wahr? Die Obszönitäten, die der Boulevard tagtäglich absondert, ficht die feinen Herrschaften nicht an. Dessen Häme richtet sich doch nur gegen den Bodensatz der Gesellschaft: Erwerbslose, Alleinerziehende, Minderheiten, Asylbewerber, verschuldete Euro- Staaten mitsamt ihren Bürger_innen, kleinkarierte Bundespräsidenten, Gestrauchelte sowieso. Jene also, die noch weniger gleich sind als die Gleichen. Kann man ruhig drauf rumtreten. Liegen ja ohnehin schon im Dreck.

Die Talibanisierung der Gesellschaft schreitet indes munter voran: Die Berliner Zeitung schließt sich nun im Allgemeinen der tollen CDU- Idee an, feierlustigen Jugendlichen das Bier zukünftig von der Getränkekarte zu streichen. Diesbezüglich geht man auch die Spätis an, die ja so heißen, weil man dort auch spät noch was kaufen kann. Die Berliner CDU hat dieses einfache Prinzip noch nicht so ganz verstanden und möchte daher die Öffnungszeiten einschränken. Ausgerechnet sonntags sollen die Spätverkäufe dicht gemacht werden. Wenn's um den Konsum geht, zeigt man sich sonst ja nicht so katholisch. Aber hier geht's nicht um Designer- Toaster und Kühlschränke, sondern um volksverderbendes Gebräu!

Als grandioses Beispiel hält Baden- Württemberg her. Genau: Das ist das saubere und strunzlangweilige Bundesland, in dem das Kapital der Politik gerne die Hand zur Unterschrift führt und aus dem die Scharen nach Berlin strömen, um der Hauptstadt Blockwartmentalität, Gottgefälligkeit und Prüderie einzubleuen. Wenn es BW nicht gäbe, Joachim Gauck müsste es erfinden. Dort gilt seit 2010 ein generelles Verkaufsverbot von Alkoholika ab 22 Uhr an Tankstellen und Kiosks. Freilich kann man sich vorher schon eindecken. Doch werden zunehmend private Freiheiten zugunsten einer kommerziellen Nutzung eingeschränkt: Es ist nicht verboten, sich in Kneipen, auf Volksfesten oder bei Sportveranstaltungen zu besaufen. Wohl dem, der über ausreichend Geld verfügt.

Aber es war ja klar, dass es nach den Rauchern den Trinkern an den Kragen gehen soll. Man richtet durch Verbote eine (im Grunde sogar gotteslästerliche) Vollkaskogesellschaft ein, in der alles, was sich außerhalb der Norm bewegt und gegebenenfalls eine Gefahr für Kinder, Erwachsene und Wirtschaft darstellen könnte, reguliert und drangsaliert wird. An so einem Bundesland braucht man sich nicht zu orientieren, liebe Berliner Zeitung. Heißt es nicht so: Lieber bunt als braun? Aber was kommt eigentlich dabei heraus, wenn man die Farbe Rot mit Schwarz mischt?

Freitag, 20. April 2012

Die Armut beschießen! Freibeuter Ahoi!

kriegswichtig: "Waffenhandel"
Großes Piraten- Bashing dieser Tage: Unter Ihnen soll es rechte Umtriebe geben. Ausgerechnet die CDU und die FDP, beide mit jeweils großem Erfahrungsschatz, was Neo- Nazis, SS- Schergen und NSDAP- Mitglieder in der eigenen Partei betrifft, schützen nun das Abendland. Klar: Eine Partei ohne klare Positionen und Strategien kann man ja nicht politisch angreifen. Dies erfolgt nun durch eine "Schmutzkampagne". Der Piraten Maximo Leader Nerz reagiert leider so wie es viele Gemeindebürgermeister innerhalb der BRD tun, indem er behauptet: "Wir haben kein rechtes Problem!" Klar! Ich habe auch kein Problem mit Alkohol. Nur ohne.

Da trifft es sich gut, dass es nun ein erweitertes Bundeswehrmandat zum Einsatz gegen die Piraten, vorerst allerdings nur in Somalia, gibt. Dann darf die Bundeswehr vermeintliche Piraten auch an Land beschießen und erhält dabei Unterstützung von islamistischen Milizen. Karl Ernst Thomas de Maiziére (CDU) will halt unbedingt sein eigenes Afghanistan. Ja, das können sie, die Deutschen: Die Armut beschießen. Diesbezüglich kann man so auch schon mal den Ernstfall proben für den Einsatz zu Hause: Wenn die Piraten in der BRD noch zulegen, kann Margot Honeckers "Waffengebrauchsgesetz" wahre Wunder wirken.

So wie die somalischen Fischer wegen den Fangflotten der ersten Welt zur Piraterie gezwungen wurden, so mögen die unsrigen Piraten sich die Fischgründe nicht von der Industrie abfischen lassen. Was Wunder, dass ausgerechnet die FDP in Gestalt von "Schnarre" Widerstand leistet, genauso wie auch gegen die Vorratsdatenspeicherung. Wie schade, dass die neue Regelung für Redebeiträge im Bundestag gescheitert ist, nach der all jenen, die da unbequemes, parteischädigendes Zeug daherreden, das Maul verboten werden kann. 

Im Falle der Weigerung der BRD, den Vorgaben der EU zu folgen, wird übrigens eine Strafe in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe fällig. Tja: Demokratie sollte man sich schon was kosten lassen. Blöd nur, wenn keiner mehr so richtig weiß, was das eigentlich ist: Demokratie! Ist das nicht das, wo einer sagt wo's langgeht und die anderen folgen? Jedenfalls bekommen die WählerInnen schon heute von SPD und CDU gesagt, was sie wählen sollen und was nicht. Und da hat unser aller Verkehrsminister Ramsauer (CSU) der Berliner SPD geholfen, nicht mit den Grünen koalieren zu müssen, indem er eine Umwidmung der 410 Millionen Euro für den Autobahnring kategorisch abgelehnt hatte? Und da will der Herr Friedrich den Salafisten verbieten, den Koran zu verschenken? Dann müsste er auch den Hoteliers verbieten, die Bibel im Nachttisch neben dem Bett zu verstecken. Aber Hotels sind das Hoheitsgebiet der FDP, da hat der Herr Friedrich nichts zu suchen.

Lupenreine Demokraten gibt es schließlich auch in der Berliner Landespolitik: Einige Bezirke wollen am 1. Mai die "Spätis" schließen lassen. Der Grund: Gefährliches Sortiment! Flaschen und Dosen könnten den Polizisten an den Kopf geworfen werden. Was sagt Frank "Pinhead" Henkel (CDU) als Innensenator dazu? "Wir werden auch Rollkommandos in die Wohnungen derer schicken, die ihre Blumentöpfe nicht von den Fensterbänken nehmen." Habe nur ich den Eindruck, dass sich alle Seiten mal wieder richtig Randale wünschen? Nach Jahren der friedlichen Mai- Revolution ohne jedes Chaos? Welcher Innensenator träumt nicht davon, mal so richtig auf die Kacke zu hauen und den Notstand auszurufen? Schäuble, der würde selber ein paar Autos abfackeln, wenn er dafür auf einen Teil der Bevölkerung schießen dürfte. Aber Schäuble hasst global und ist für so'n Schnickschnack nicht zu haben. 

Wird man am 1. Mai eigentlich verhaftet, wenn man öffentlich eine Cola oder einen Latte Molotow trinkt? Müssen Tankstellen auch schließen? Weil die ja auch Getränke verkaufen. Und was ist eine leere Flasche ohne Benzin und Wischtuch? Es bleibt eine leere Flasche! Und es wäre so schön: Keiner dürfte tanken, ein paar Autos mehr stünden still. Benzin ist sowieso viel zu teuer. Da will der Herr Rösler (FDP) zwar was gegen unternehmen, aber man muss sich schon fragen, was das eigentlich soll. Ausgerechnet die "man darf die Wirtschaft nicht überregulieren"- FDP will hier mehr Transparenz durch Regulierung schaffen. Wer's glaubt! Der Herr Rösler, dieser Streber, kämpft ja mittlerweile wohl um jede Stimme. Ich darf zitieren:
“Wenn Sie einen Frosch in heißes Wasser werfen, dann hüpft er sofort heraus. Wenn Sie einen Frosch in kaltes Wasser setzen und langsam die Temperatur erhöhen, wird er zuerst nichts merken und nichts machen. Und wenn er etwas merkt, dann ist es zu spät für den Frosch. So viel zum netten Herrn Rösler.“
Also obacht! Wir haben's nämlich schon immer gewusst: Hinter dem Blick dieser grenzdebilen Schildkröte verbirgt sich ein Mad Scientist. Allemal besser als Röslers transparente Benzinpreise ist es jedenfalls, die olle Karre zu Hause lassen und ersatzweise Füße, Beine oder Bahn zu benutzen. Benzin wird ohnehin rar werden, und damit auch immer teurer. Bis dann gar nichts mehr für den Individualverkehr übrig ist. Und wenn BMW wie angedroht den indischen Markt erobern möchte, dann geht's halt noch etwas schneller. Ist doch eigentlich ganz prima: Eine sich selbst erledigende Wirtschaft! Das ist fast so gut wie eine sich selbst erledigende FDP.

Sonntag, 19. Februar 2012

Hinterrrücks geholfen! Ich bin doch nicht Griechenland!

kriegswichtig: neue Einsichten!
Vor einigen Jahren war ich, nun ja, mit einer etwas schwierigen Frau verbändelt. Dieses Verhältnis hat meine vorübergehende Flucht aus Berlin vorbereitet. Obwohl U. ganz offensichtlich selbst etwas Paranoides an sich hatte, empfahl sie jedermann (nicht nur mir), sich doch endlich in eine Therapie zu begeben. Denn so könne es ja nicht weitergehen. Sie hatte ganz offensichtlich vor, die Welt heilen zu lassen, so dass sie besser zu ihr passt.

Außerdem hatte U. die Angewohnheit, meinen Mitmenschen und mir hinterrücks zu helfen. Sie erkannte ein Problem, von dem der betreffende Mensch oft gar nichts wusste, und versuchte dieses Problem unter Einbezug ihres gesamten Bekanntenkreises zu lösen. Hinterher war der Betreffende überrascht und gelegentlich auch empört, was wiederum U. als Affront betrachtete: Sie wollte ja nur helfen, und in der Weigerung der Annahme dieser Hilfe zeige sich auch, wie wichtig eine Therapie sei. Wenn man U. allerdings um ganz konkrete Hilfe bat, verweigerte sie diese: Man habe sich ja bislang immer als völlig undankbar erwiesen.

Wolfgang Schäuble (CDU) bedauert es, dass Griechenland nicht bereit ist, Hilfsangebote aus Deutschland anzunehmen. Man wolle ja nur helfen. Genau genommen sei man dazu bereit, den griechischen Steuerbeamten Effizienz einzubläuen. Aus irgendwelchen Gründen will die griechische Regierung diese Hilfe nicht annehmen. Vielleicht aus diesem blöden Gedanken einer staatlichen Souveränität heraus, wer weiß das schon? Jedenfalls gibt sich die griechische Regierung noch dazu beleidigt. Man fühlt sich verhöhnt. Wie soll man da, bei so mimosenhaften Verhalten, bitteschön helfen?

Ein Gastkommentator im ARD- Forum hat einmal wunderbar erörtert: Rechne man die Finanzhilfen für Griechenland auf die Bevölkerung um, dann sei nun jeder Grieche um 24.000 Euro reicher. Ob man angesichts eines solchen Geldgeschenkes auf die Straße gehe? fragt er noch hinterher und befindet sinngemäß: Nein! Unverschämtheit. Nun sieht es aber nicht danach aus, als bekämen die Griechen dieses Geld cash auf die Hand. Vielmehr wird es dazu benutzt, die Kredite bei, ganz genau: unseren Banken! zu bedienen.

Wir wissen ja genau, dass Eltern, die Sozialleistungen erhalten, stets das Büchergeld ihrer Kinder für Sauferei und Zigaretten verprassen. Das liegt in der Natur des ALG II- Empfängers. Hinterher, wenn die Zeugnisse ausgegeben werden, werfen die Lehrer den Kindern vor, dass sie nicht haben lernen wollen und prognostizieren ihnen eine ganz schlimme Zukunft. Willst du einmal von Hartz IV leben, hmm? Dann bieten sie ihnen einen Bildungsgutschein an, der noch nicht einmal die Mitgliedschaftsbeiträge in einem Sportverein in voller Höhe erstattet. Dass solche Kinder hernach lieber auf der Straße spielen gehen, ist meiner Meinung nach ganz klar.

Doch wer wären in der "Causa Griechenland" die saufenden Eltern, die Kinder und wer wären die Lehrer? Diese Frage zu beantworten überlasse ich der Phantasie der geneigten Leserin oder des Lesers. Ich liefere ja nur die Bilder dazu. Zum Schluss noch ein paar originale Worte des bundesdeutschen Finanzpräfekten Wolfgang Schäuble (CDU), gefunden im heurigen Tagesspiegel: "Zur Hilfe gehört immer jemand, der sich helfen lassen will!" (hier..) Vielleicht findet er ja jemand, der diese Hilfe haben will. Ich wünsche es ihm so sehr... U.! Übernehmen Sie!

Freitag, 3. Februar 2012

Extrem schwul: Hitlers rote Socken!

kriegswichtig: Chaos und Verwirrung
Ja, auch ich arbeite. Oder ich tue etwas, was man landläufig als Arbeit bezeichnet: Ich gehe irgendwo hin, um irgendwas zu tun und bekomme irgendwie Geld dafür. Leider ist meine Arbeitsstelle etwas chaotisch organisiert. Ich kann nichts dafür. Ich versuche von Zeit zu Zeit etwas Struktur in meine Arbeitsstelle zu schmuggeln. Aber dafür werde ich eigentlich nicht bezahlt, und Kolleginnen wie Kollegen sowie meine Vorgesetzten boykottieren meine Versuche charmant, aber vehement.

Ich brauche die Struktur. Nicht so eine Struktur wie: immer zur selben Zeit aufstehen, immer dasselbe am selben Ort tun und den lieben langen Tag in fein säuberlich aufgeteilte Zeiteinheiten eingeteilt zu wissen. Da fehlt es mir an den Freiheiten, an meinen ganz persönlichen, inneren Chaostagen und imaginiertem Linksterrorismus. Meine Strukturreformen verlangen eher nach einigen allgemein gültigen und anerkannten Verhaltensparadigmen innerhalb einer Gesellschaft.

Leider sind die Menschen mittlerweile dermaßen individualisiert, dass es nur noch ganz persönliche Werte zu geben scheint (jene, die einem Individuum einen Vorteil garantieren), und weniger gesellschaftlich verbindliche Werte (damit's mir besser geht). Aus diesem Umstand generiert sich ein Verhalten, das ich euphemistisch als "das Problem anderer Leute, das plötzlich zu meinem wird" benennen möchte.

Hier einige der gemeinten Kalamitäten:
  • Jemand hat es besonders eilig und verknappt den Passanten die ohnehin kurze Grün-Phase mittels auf dem Fußgängerüberweg stehendem KFZ, damit er (oder sie) nicht noch ein weiteres Mal an dieser beschissenen Ampel stehen bleiben muss. Wer bezahlt denn hier die KFZ- Steuer?
  • Ein anderer braucht dringend eine Bescheinigung, die ihm jetzt sofort ausgefertigt werden muss, weil er diese in einer Viertelstunde abgeben muss. Und nein, früher konnte er damit nicht kommen, da er keine Zeit hatte, weil er a.) die Enten im Park füttern musste b.) gerade Beziehungsprobleme hat oder c.) das Telefon kaputt ist.
  • Jemand möchte gerne aus einer WG ausziehen und verhindern, deshalb doppelte Miete zu zahlen. Verständlich, möchte man meinen. Daher bittet er die Mitbewohnerin, ggf. einen Nachmieter zu akzeptieren. Da er es aber irgendwie lästig findet, selbst nach einem passenden Nachmieter zu suchen, möchte er das lieber gleich der Mitbewohnerin in Auftrag geben. Schließlich muss sie mit seinem Nachmieter leben, nicht er, so die Begründung.
  • Jemand bekommt ein Kind und danach vielleicht noch ein zweites. Nun wollte der Rest des Hauses gerade diese Kinder eigentlich gar nicht wirklich haben, muss es aber wohl akzeptieren. Dennoch hat plötzlich das ganze Haus besonders viel Rücksicht zu nehmen. Da darf man sich ab 20Uhr nicht mehr in der Küche unterhalten, und die Schuhe zieht man am Besten erst vor dem Haus an und auch dort wieder aus. Von wegen dem Getrampel.
  • Jemand will unbedingt einen Hund in einer Stadt halten. Geschenkt! Nun findet dieser Jemand es leider extrem schwul, die Scheiße des Hundes zu entsorgen. Ein anderer tritt hinein. Glück personalisieren, Ungemach sozialisieren, nennt man das.
  • Banken bauen großen Bockmist und verursachen die sogenannte Staatsschuldenkrise (mein Vorschlag als Unwort des Jahres 2012). Obwohl die meisten Menschen gar nichts dafür können, müssen sie dafür bezahlen. In den Banken schäumen derweil die Champagnerflaschen. Gewinn personalisieren, Verlust sozialisieren, nennt man das.
  • Jemand fällt kein weiteres Beispiel mehr ein und bittet die LeserInnen, im Kommentarfeld geeignete zu beschreiben.
Andere Leute haben da ganz andere Probleme, die sie völlig Unbeteiligten wie mir aufhalsen. Leute wie zum Beispiel Erika Steinbach (CDU). Wer es nicht weiß: Frau Steinbach (CDU) ist MdB, Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU- Bundestagsfraktion sowie Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV). Letzterer ist ein durch und durch geschichtsrevisionistischer, vielleicht sogar rechtsextremistischer Verein, der die Vertriebenen allein als Opfer des Bolschewismus stilisiert.

Wir erinnern uns: Die bösen Bolschewisten haben in der Nachkriegszeit die armen, osteuropäischen Deutschen aus ihren Ländereien gejagt, nachdem Hitler erfolglos versucht hat, seine Auffassung von Sozialismus dort zu implementieren. Die ansässigen Deutschen waren indes und eigentlich allesamt große Humanisten und somit eine wertvolle Stütze für die osteuropäischen Staaten. Die Deutschen haben Russland und Polen ja geradezu erfunden, und sie für die sozialistischen Untaten Hitlers verantwortlich zu machen, war und bleibt ungerecht.

Diesbezüglich ist es laut Frau Steinbach (CDU) auch unverschämt, wenn die Rückgewinnung ehemaliger Besitztümer, vom "Tätervolk" Polen kritisiert wird. Jeder (also Frau Steinbach) weiß, dass die Polen damals aufgerüstet hatten, um Deutschland zu überfallen. Diese Pläne hat Hitler allerdings vereitelt. Sonst wären wir heute allesamt lethargische Arbeitnehmer mit Hang zu Kraftfahrzeugen in einem großpolnischen Reich. Dank Hitler ist es anders gekommen. Ist es nicht? Egal!

Hitlers war indes ein Sozialist. Und da ein Sozialist, noch dazu einer, der sich um die Arbeiter kümmert (wie, hat man ja gesehen), IMMER auch ein Linker ist, war die NSDAP eben auch eine linke Partei. So twitterte Frau Steinbach (CDU) zumindest munter drauf los, wie es so ihre Art ist: "Die NAZIS waren eine linke Partei. Vergessen? NationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITERPARTEI". (hier...) Soweit alles klar, Frau Steinbach (CDU): Wie wenn die CDU oder die CSU Christen und soziale Demokraten wären, nur weil es in deren Namen steht.

Wir lernen daraus: Wenn rechtskonservative Politikerinnen und Politiker "moderne" Mediendienste wie Twitter benutzen, bedeutet das noch lange nicht, dass sich diese technische Kehrtwende auf ihr Verhältnis zur Realität auswirkt und vielleicht sogar Progressives aus ihnen hervorbringt. Wir lernen aber noch etwas: Wenn die NSDAP eine linke Partei war, dann muss es die CDU ebenfalls sein. Denn in keiner anderen Nachkriegspartei sind so viele "ehemalige" Nationalsozialisten (also Linke) politisch aktiv gewesen wie in der CDU. Hier nur die bekanntesten Namen:
  • Kurt Georg Kiesinger
  • Walther Leisler Kiep
  • Hanns Martin Schleyer
  • Carl Carstens
  • Hans Filbinger u.v.a. 
Um nicht zu vergessen, die derzeit aktiven Linksextremisten innerhalb der CDU/CSU. Eigentlich müsste der Verfassungsschutz hier mal ein Auge oder zwei darauf werfen. Sonst passieren vielleicht noch ein paar "Bratwurst"- Morde.

Mittwoch, 30. November 2011

Stilllstand und gepflegte Langeweile! Auch Träume können eine Zeitverschwendung sein!

kriegswichtig: ein Freund
Da gibt es so schöne Dinge zu träumen in der Nacht und auch am Tage, und ich Depp träume von Klaus Wowereit. Da sitzt er in so einem Tagungsraum am Tisch, ob andere dabei sind, weiß ich nicht, er sieht mich, schaut erst weg, verdreht die Augen und blickt mir ins Gesicht. "Also schön, was haben Sie dieses Mal auf dem Herzen?" spricht er mich an und lässt dabei heraushören, dass ich heute nicht zum ersten Mal anwesend bin und was auf dem Herzen habe, obwohl ich mir gar nicht so ganz im Klaren darüber bin, was ich hier mache und warum ich Klaus Wowereit begegnen muss. Klaus Wowereit muss mich mit jemandem verwechseln, soviel ist klar.

Ich zucke mit der Schulter, weil mir nicht einfällt, was ich dieses Mal auf dem Herzen habe. Im Gegensatz zu Klaus Wowereit bin ich nämlich gänzlich überrascht von diesem Zusammentreffen. Mehr aus Verlegenheit bringe ich die Sache mit der Autobahn und den misslungenen Koalitionsgesprächen mit den Grünen vor. Sonst gibt es nämlich gar nichts, was mir nicht passt. Selbst die Autobahn und all das Zeug ist mir egal. Ich habe, im Traum wie in der Realität, längst resigniert. Sagt man das so: Ich habe resigniert? Seit ich weiß, das Politik dumm macht, bin ich sprachlich nicht mehr richtig sattelfest.

Ich begegne also Klaus Wowereit im Traum und habe ihm gar nichts zu sagen. Was soll ich ihm auch mitteilen? Klaus Wowereit steht für Stillstand und gepflegte Langeweile, und wenn ich ehrlich bin, finde ich Stillstand und gepflegte Langeweile bisweilen ganz gut. Es ist so erholsam im Gegensatz zu dem ewigen Gehechel und Gerenne dieser Zeit. Und politisch betrachtet: Wer braucht schon die Grünen? Wer braucht die FDP und wer braucht die CDU? Vermisst jemand die Linken? Vermisst jemand die SPD? Alle sind so unnötig, dass ich mich noch nicht einmal mehr über sie aufregen kann, so öd ist das alles.

Das geht mir jetzt, nach meinem Traum durch den Kopf. Der Traum endet eigentlich sofort, nachdem mir bewusst wird, dass mir Autobahn und Koalition mit wem auch immer, im Grunde völlig egal ist, sogar egal sein kann, weil: es kommt sowieso so wie es kommt, und gegen die Langeweile kommt man überhaupt nicht an. Ich wurde also wach, und vor mir lag ein Tag voll von ebenso unwichtigen Dingen wie Arbeit. Der Alltag ist Tristesse pur, wenn man ihn sich nicht anreichert mit schönen Dingen. Das ist wie mit dem Träumen. Ach, was bin ich froh, dass es die Liebe gibt und die Kunst.

Eigentlich hatte ich diesen Traum auch sofort wieder vergessen, so wie die Berliner Regierung wohl bald vergessen sein wird und auch das, was sie getan hat, tut und tun wird. Bis mich mein Freund RonJustice angerufen hatte und sich nach meinem Befinden erkundigte, und ich ihm sagte, dass es mir eigentlich gar nicht geht. "...also mir geht es so egal..." sagte ich zu ihm. Ich hatte mich in diesem Augenblick so leer und öd gefühlt, und genau in diesem Augenblick musste ich an Klaus Wowereit denken, und dann ist mir der Traum auch wieder eingefallen, der ja so völlig bedeutungslos gewesen ist, dass ich ihn sofort wieder vergessen hatte, nachdem ich ihn geträumt hatte, und der mir ja nichts, aber auch rein gar nichts gebracht hatte, außer der Einsicht, dass man seine Zeit auch noch während des Schlafens vergeuden kann. Aber gründlich!

Und das hat mir zu Denken gegeben.

Montag, 14. November 2011

Herr Steffel, übernehmen Sie! Jetzt geht's den Abzockern an den Kragen!

kriegswichtig: Geschlossenheit und Mobilität
Es ist mal wieder so weit! Die Finanzen krachen, viel Mist wird gebaut, haaah, da brauchen wir mal wieder einen Sündenbock, besser noch, ein Opfertier, das zur Schlachtbank geführt wird. Herr Steffel, der Teppichhändler der Berliner CDU, der einmal versucht hatte, Oberbürgermeister zu werden und leider die falsche Stadt über den Klee gelobt hatte, schlägt vor, die ALGII- Empfänger in der Stadt härter anzufassen und mehr zu sanktionieren bei jedwelchem Fehlverhalten.

Das setzt natürlich auch voraus, dass die Jobcenter tatsächlich überprüfen, ob wirklich ein Grund zur Sanktionierung vorliegt. Und nicht, wie vor einigen Jahren in Rheinland-Pfalz, ein ganz offensichtlich psychisch kranker Mann wegen Nichteinhaltung von Terminen auf Null herabsanktioniert wurde, keine Rechtsmittel eingelegt hatte und in seiner Wohnung verhungert aufgefunden wurde. Dies ist die andere Seite, und ich behaupte mal ganz salopp, dass der gewöhnliche Sachbearbeiter der Jobcenter nicht in der Lage sind, zu erkennen, wer aufgrund psychischer und physischer Absonderlichkeiten eigentlich gar nicht im Bezug von ALGII sein sollte, sondern ein Fall für's Sozialamt ist.

Die Cleveren werden ohnehin nie sanktioniert. Alleine aus meinem Bekanntenkreis gibt es viele, die nebenher schwarz arbeiten. Am Unwillen zur Arbeit kann es also nicht liegen. Viel eher liegt es am Unwillen, für wenig Geld arbeiten gehen zu müssen. Da würde ich mir mein ALGII auch lieber selber steuerfrei aufstocken, als für irgendeinen Pfennigfuchser zu schuften. Aber das ist alles Augenwischerei.

Denn wenn es darum geht, dem "lieb' Vaterland" (Nachkriegsfloskel meines Opas, NSDAP- und anschließend CDU-Mitglied) das Geld aus der Tasche zu ziehen, sind ja wohl unsere Banken die ungeschlagenen Spitzenreiter. Gleich danach kommen jene Unternehmen, die ihren Arbeitnehmern Löhne weit unterhalb der Armutsgrenze zahlen und sie die Differenz vom Jobcenter aufstocken lassen. Niemand redet davon, diese Schnorrer härter anzupacken und früher zu sanktionieren. Ein Unternehmen, das keine existenzsichernden Löhne zahlen kann, soll gefälligst Insolvenz anmelden.

Wirtschaftlichkeit auf Kosten der Arbeitnehmer, das erinnert doch stark an die Zeiten der Feudalherrschaft, die wir mit unserer sogenannten Demokratie doch eigentlich längst überwunden glaubten. Hoffentlich zahlt wenigstens der Herr Steffel all seinen Angestellten ausreichend Lohn, wenn auch die zu verkaufenden Teppiche unter Garantie zu Hungerlöhnen hergestellt werden.

Und die halbherzigen, anbiedernden, schleimigen Bemühungen der Bundesregierung, sowas wie einen Mindestlohn zu etablieren, können als gescheitert gelten: Es läge einzig bei den Tarifpartnern, einen branchenspezifischen Mindestlohn festzulegen, da wolle man keine Zahlen vorschreiben. Das klingt noch nicht einmal mehr nach freiwilliger Selbstverpflichtung, das klingt vor Allem nach: das kennen wir doch schon von Kohls "Rundem Tisch"! I

Ich finde jedenfalls, dass man auch jene von Transferleistungen Abhängigen härter anpacken und gegebenenfalls Sanktionieren sollte: Politikerinnen und Politiker ohne jeden Gestaltungswillen und Vision, die nur den sogenannten Märkten hinterher rennen und darüber ihre eigentlichen Aufgaben vergessen. Doch wie finde ich heraus, wer sanktioniert werden soll und wer nicht? Ein Dilemma... Herr Steffel, übernehmen Sie! Vielleicht sind Sie ja doch für irgendetwas zu gebrauchen. Jedem seine Chance!

Sonntag, 6. November 2011

Vollidioten ohne Format! Für die Währung verkoof ick meine Demokratie!

kriegswichtig: die richtige Perspektive
Seit es in der Politik ganz offenkundig nicht mehr direkt um das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger eines bestimmten Landes geht, sondern ganz unverhohlen um die sogenannten Märkte, kann die Demokratie im Grunde völlig abgeschafft werden. Anders ist es kaum verständlich, dass die europäische Bagage (Deutschland, Frankreich und die sogenannten Märkte) laut aufheulen, nur weil sich Griechenland zwischendurch etwas Demokratie erlauben wollte.

Früher hätte man vielleicht noch gesagt: wird auch mal Zeit, dass einer die Bevölkerung befragt! Heute jedoch, wo es doch um das große Geld, um die Währung geht, sagt man: sieh einer an, die Griechen - sind pleite, aber machen noch einen auf Demokratie... als ob die sich sowas noch erlauben könnten... ein Referendum? Pffffft!

Jetzt sage ich mal ganz dreist: Demokratie sollte man sich immer erlauben dürfen. Sie sollte sogar den finanziellen Ruin ganzer Wirtschaftsbündnisse in Kauf nehmen können.Die Alternative zur Demokratie in heiklen Zeiten ist die Diktatur. Und wer will schon von den "Märkten", die noch unsteter sind als unsere Politikmanager, regiert werden? Diese Diktatur wird zu nichts Gutem führen. Verzicht und Schimpf auf Demokratie, nur einer Währung willen, ist mehr als zynisch. Wann durchleuchtet der Verfassungsschutz endlich die antidemokratischen Umtriebe innerhalb der CDU und FDP (nehmen wir die SPD gleich noch mit)?

Unsere Dumpfbacken aus Politik und Wirtschaft haben es nun geschafft, das Referendum in Griechenland abzuwenden. Auf lange Sicht werden Sachzwänge das Land regieren. Warum soll man da eigentlich noch wählen gehen? Man hat ja ohnehin schon das Gefühl, dass unsere Politikerinnen und Politiker Vollidioten ohne Format sind. Das unterscheidet sie von jenen PolitikerInnen, deren demokratische Sozialisation direkt nach dem Krieg begonnen hatte: das waren Vollidioten, aber MIT Format und wenigstens noch einer Grundüberzeugung.

Brandt, Wehner, von mir aus auch Kohl: Wer hätte gedacht, dass ich mir die noch einmal zurückwünsche? Stattdessen haben wir hier die Staatsratvorsitzende Merkel und den Politkdebütanten Rösler. Na danke auch! Den letzten Rest Demokratie sollten wir uns auf jeden Fall leisten, auch wenn's halt den Euro kostet: Viel verlieren können ohnehin nur die, die viel besitzen. Allen anderen sei gesagt: Schulden machen wird bald so günstig sein wie schon lange nicht mehr.

Samstag, 22. Oktober 2011

Wachstumswichtig! Meine Mutter baut kein Schloss!

kriegswichtig: die Liebe
Sollen sie doch! Sollen sie doch ihren Schwachsinn verzapfen, ist mir doch egal. Jeden Tag verzapfen unzählige Menschen irgendwelchen Schwachsinn, da soll es doch auf den einen oder anderen Schwachsinn nicht mehr ankommen! Baut Eure scheiß' Autobahn! Macht den Ring rund! Macht die Leute sagen: Es war nicht alles schlecht unter Wowereit! Immerhin hat er uns eine Autobahn gebaut und Arbeit nach Berlin gebracht!

Ein Vorschlag, der als Kompromiss gedacht ist: Baut Eure blöde Autobahn. Vergrößert die Auffahrten und mauert die Ausfahrten einfach zu. Dann wären die Autos alle da, wo sie hin gehören: Auf der Autobahn. Dort können sie vor sich hinstinken, bis auch der letzte Blödian kapiert hat, dass man Autos nicht essen kann, zu Fuß gehen gesund ist und der allmählich ausgehende Sprit in zehn Jahren ohnehin für andere Dinge gebraucht wird als für den Individualverkehr! Früher hieß das "kriegswichtig". Morgen heißt es "wachstumswichtig", wer weiß? Krieg. Wachstum. Was bitte ist der Unterschied?

Sicher ist: Es gibt kein "Recht auf Auto", genauso wenig wie es überhaupt irgendwelches Recht zu geben scheint. Meine Mutter ist schier verzweifelt, weil mein Bruder gerade torpedoschnell an Krebs stirbt. Der Krebs folgt lediglich der Idee des unendlichen Wachstums, dem bundesdeutschen Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Meine Mutter findet das ungerecht, es gibt doch so viele böse Menschen auf der Welt, und ausgerechnet ihr Sohn soll sterben. Jetzt haben "die guten" lybischen Revolutionäre den bösen lybischen Revolutionär Gaddafi erschossen. In den Kopf. Das spart die Kosten einer Gerichtsverhandlung, wo doch am Ende sowieso nur der Strang wartet.

Aber mein Bruder stirbt immer noch, obwohl Oberst Gaddafi tot ist. Das ist nicht ungerecht, das ist einfach nur saudämliches, scheiß' Pech. Mein Bruder weiß das. Seine Familie weiß das auch. Meine Mutter ahnt es. Immerhin: Als ich ihr den teuflischen Deal vorschlug, dass sie die Krankheit dann eben auf einen "bösen" Menschen übertragen solle, damit ihr Sohn gesund wird, schlug sie aus. Es gibt auf dieser Welt genug Menschen, die diesen Deal annehmen würden. Ach was, sie tun es jeden Tag. Täglich sterben Menschen, weil mächtigere Menschen auf deren Gerippen ein Schloss bauen, und noch eines, und noch eines. Meiner Mutter fehlt jegliche Neigung zur Niedertracht. Meine Mutter baut kein Schloss.

Wie klein doch alles scheint und übertrieben! Leute kommen zu spät zur Arbeit, weil Brandstifter sich an Kabeln zu schaffen machen: Na und? Leute sind krank, gehen trotzdem zur Arbeit und machen dort andere krank, die dann ebenfalls krank zur Arbeit gehen: Na und? Arbeit generell und überhaupt: Na und? Machtgierige Politiker beschließen Koalitionen, die die Bevölkerung nicht wollte: Na und? Es gibt rund 3,5 Mio. Arbeitslose: Na und? Gaddafi ist tot: Na und? Wir werden alle sterben, und die meisten von uns an Krebs: Na und? Eben!

Freitag, 10. Juni 2011

Der Boy vom Boot! Luxusprobleme und anderes Zeug!

Quellen: mietenstopp.blogsport.de/ NSDAP
Vor vielen vielen Jahren, als die Welt noch jung und der Grunge noch nicht einmal erfunden war, tat ich eine Reise nach Indien, von wo es mich nach Srinagar im fruchtbaren Kashmir-Tal verschlug. Dort lebte ich zwei Wochen auf einem Hausboot und unternahm allerlei Dinge, die man in der militärisch besetzten Hauptstadt der Provinz so tun konnte. Eines abends roch aber der Mülleimer in meinem Zimmer bestialisch nach verrottenden Bananenschalen, und so trachtete ich danach, den Müll zu entsorgen. Allein, ich konnte keinen Container am Hausboot finden. Da fragte ich den Boy vom Boot, und der schaute mich nur kurz an, schnappte den Mülleimer, nickte auffordernd in Richtung Hinterausgang und ich folgte ihm, wo ich einigermaßen verdattert zusehen konnte, wie er den Müll einfach im Wasser verklappte.

Der Boy vom Boot mag sich augenzwinkernd gedacht haben: Typisch Tourist, immer so kompliziert, wo es doch auch einfach geht. Ich habe aber bei mir gedacht: Umweltschutz und Ökologie ist ein Tätigkeitsfeld, dem sich der wohlhabende Teil der Erdenbevölkerung widmet, weil er keine Versorgungsprobleme mehr kennt. Ein verschwindend geringer Teil der Erdenbevölkerung ist übrigens wohlhabend.

Am 18. September findet in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt. Ernsthafte Konkurrenz für den brummenden Luxus-Problembär Wowereit dürfte das knautschige Uhuweibchen Künast von den Grünen sein. Die Grünen sind die noch echtere FDP, gerade weil zu einem gewissen Bildungshintergrund auch Umweltschutz und ich nenne sie mal "erneuerbare" Technologien gehören.

Der urwüchsige Berliner mit erweiterten Hauptschulabschluss bzw. mit Abgangszeugnis (also Taxifahrer) geht gar nicht wählen oder er wählt Stuss (SPD, CDU, oder noch schlimmer, die FWG) zusammen. Man kann nur der original- FDP danken, dass sie sich überall von selber erledigt hat, noch bevor die ehemals großen "Volksparteien" ihr ins Nirwana nachfolgen werden.

Es dürfte ebenso klar sein, dass ökologisch bewegte Gentrifizierungsgegner vor einem Problem stehen: Einerseits will man ja die dummen Autos aus der Stadt haben, die Häuser sollen auch nicht mehr so nach Kohleofen stinken und neue Straßen will man ja auch nicht. Leider werten all diese Vorhaben die Wohnungen dermaßen auf, dass man dann ganz schön viel Geld verdienen muss, um auch wohnen zu können. Und dann kommen die ganzen Bonzen und versauen nicht nur die Mieten, sondern machen auch das Bier teurer und überall entstehen so Boutiquen, in denen Dinge verkauft werden, die der Normalbürger nicht mehr versteht.

Es ist sympathisch, dass radikale Gentrifizierungsgegner teure Autos anzünden. Doch leider beißt sich die Rauchentwicklung mit dem Umweltschutz. Und wer in letzter Zeit die internationale Presse verfolgt hat, der hat mitbekommen, dass dies alles nicht ausschließlich ein Phänomen linker Gesinnung ist, sondern auch mit fremdenfeindlichen Tendenzen daherkommt: Da pissen die Touristen aus aller Welt in die Hauseingänge und machen bis spät in die Nacht Krach. Das sollen nun nur noch echte Berliner dürfen! Wo kommen wir denn da hin, wenn hier jeder Aussie, Ami oder Brasi denkt, Berlin wäre Ballermann?

Schlimm ist zumindest nicht die Kritik an fehlenden Mietobergrenzen, raffgierigen Vermietern und der Politik, die sich nicht mehr um sozialen Wohnungsbau kümmern mag und auch ansonsten untätig ist, wenn es um die tatsächlich steigenden Mietkosten geht, so dass ärmere und nicht so reiche Menschen aus ihrem gemieteten Zuhause vertrieben werden. Schlimm ist auch nicht, dass man vor den Grünen Angst hat, weil ihre weitgehend umweltfreundliche Politik tatsächlich die Aufwertung von Immobilien forciert und ihr Klientel nun mal begütert ist.

Schlimm ist nur die Art und Weise der Kritik: Derzeit sieht man überall Plakate mit den überzeichneten Konterfeis von diversen PolitikerInnen. Als würde der Plakatinhalt der Initiative "steigende Mieten stoppen" [hier...] nicht genügen, reißt man den Portraitierten das Maul gehörig auf. Das alles erinnert leider sehr an die Nazipropaganda vergangener Tage, welche sich auch nie damit begnügte, die Bevölkerung mit "Inhalten" "aufzuklären" (man weiß gar nicht, wo man da die Gänsefüßchen hinsetzen soll), sondern die Opfer ihrer Kampagnen auch noch wenig subtil überzeichnen mussten, der Effekthascherei wegen.

Kurz gesagt: Diskreditierung, die nur durch Überzeichnung von Konterfeis funktioniert, ist ein absolutes NoGo. Dies ist eine Botschaft, die sich an den infantilen Teil der Bevölkerung wendet und diesen belustigen, vielleicht sogar korrumpieren soll. Im wahrsten Sinne des Wortes werden Feindbilder gezeichnet. In der Sache mag die Initiative "steigende Mieten stoppen" ja richtig liegen, aber die Mittel sind unseriös, sogar latent faschistisch. Bleibt bitte bei den Fakten, liebe Initiatoren. Die reichen vollkommen aus. Und übrigens: Propaganda kann ich auch, wie man an der Fotomontage oben erkennen kann.