Na dann feiern wir mal. Weltradiotag der UNESCO [hier...]. Schön. Radio. Hm! Da war doch was? Ach so: Informationen, Kulturauftrag, Musik. Zumindest in der Bunzreplik. Mag sein, dass in der freien und unfreien Welt Radio wirklich eine wichtige Bedeutung hat. Hier definitiv nicht! Entschuldigung: Dumpfbackenradio mit Idiotenappeal, Zufallsgeneratorenmusik mit Nervtötcharakter und ModeratorInnen, die laut mit lustig verwechseln... soll ich weitermachen?
Okayes Radio ist fast nur über das Internet zu empfangen. Okay: Okay finde ich Radio, wenn interessante Inhalte moderiert werden und Musik noch selbst ausgewählt wird. Auch da will ich Expertenkenntnisse. Byte.fm geht da klar, allerdings fehlt der informative Charakter. Flux.fm neigt zu Mainstreamalternative, hat dafür aber ein erweitertes Themenspektrum und ironiefähige, erwachsene ModeratorInnen.
Radio1 verwechselt "erwachsen" mit "langweilig", zumindest was die Musik betrifft. Aufgeregt unaufgeregtes Moderatorentheater mit etwas altbackenen Themen. Diese Dauerberieselung mit jeweiligen Großereignissen (Berlinale, 100. Bruce Springsteen Konzert, Fashion Week etc., alles mit dem Ü-Wagen), lässt feuchte Mittvierzigerhöschen vermuten, deren TrägerInnen nochmal etwas erleben möchten, bevor sie einsargen. Sportübertragungen und Automobilsendungen sollen auch den letzten Idioten hinter dem Ofen hervorlocken. Igitt!
Ach was: Da bleibt nur Nostalgie! Nun also der Teil für Digital Natives, die quasi mit dem iPhone im Arsch geboren sind:
Ich bin ja eher ein Analog Native. In meiner Jugend hat man noch mit Taschenrechnern geprahlt. Nerds hatten klobige Walkmen. Die waren mit Kassetten bestückt. Das waren die damaligen Tonträger. Ich besitze sie heute noch. Die Kassetten wurden mit Musik in langwierigen Verfahren aufgenommen. Nerds konnten bereits mit doppelter Abspielgeschwindigkeit aufnehmen. Ich bin Arbeiterkind und musste eins zu eins überspielen.
Das hieß: Platte aus der Hülle, auf den Plattenteller legen und die Nadel an der passenden Stelle ansetzen, das Tapedeck (Kassettenabspiel- und aufnahmegerät) in den Aufnahmemodus versetzen und den Tonarm herunter lassen. Wenn das Stück zu Ende war, musste man die Stopptaste des Tapedecks bedienen, den Tonarm des Plattenspielers in die Ausgangslage zurückbringen, die Platte in die Hülle stecken und eine weitere Platte herausnehmen usw. usf.
Die Kassetten hatten zwei bespielbare Seiten. Die Seiten waren entweder 30 Minuten oder 45 Minuten lang. Das hat die Sache mit dem Aufnehmen verkompliziert. Zum Schluss galt es Stücke zu finden, die den Rest des Bandes in passender (Rest-)Länge befüllten. Leider stimmten die Zeitangaben auf den Platten nicht immer. Das war dann Mist. Aber Mist, der mit Liebe gemacht wurde.
Ganz früher hatte ich kein Geld für Platten. Da habe ich aus dem Radio aufgenommen. Damals gab es noch keine Privatsender. Die öffentlich-rechtlichen Anstalten haben damals noch geahnt, dass nicht alle Jugendlichen grenzdebil sind und haben ihnen mitunter ordentliche Musik vorgesetzt. Dann kamen die Privaten und plötzlich glaubte jeder, Radio müsse entweder total knallig, laut und lustig sein oder eben total staatstragend, von Menschen moderiert, die Ohrstöppsel tragen müssen, damit sie sich nicht selber in den Selbstmord schwafeln.
Vom Radio aufnehmen war mühsam: Dauernd wurde in die Songs hinein- und wieder hinausmoderiert. Dann galt es rechtzeitig Aufnahme- und Stopptaste zu drücken. Das gelang selten, daher musste man oft die Kassette aus dem Kassettenrekorder herausnehmen und das Band mit der Hand etwas zurückspulen. Damit waren die Songs zwar etwas abgehackt, aber die zerschnippelten Stimmen der ModeratorInnen waren weg. Manchmal war man nicht schnell genug und hat die Kassette nicht rechtzeitig im Tapedeck gehabt, bevor der nächste tolle Song lief.
Dann kam der C64 und alles ging den Bach hinunter. Obwohl ich an Musik immer noch Freude habe, ist es irgendwie nicht mehr dasselbe. Nun tauscht man Daten, nicht Platten. Niemand stellt einem mehr Musikkassetten zusammen. Man wartet auch nicht mal mehr gebannt auf das neue Album von ... und wenn man es dann hat, hört man es nicht mehr rauf und runter, sondern 3 - 4mal (wenn es hochkommt) so nebenbei, während man Mails schreibt oder die Wäsche aufhängt.
Die Omnipräsenz von nackten Körpern in der Werbung macht die Menschen sexuell ja eher faul als libidinös, und die ständige Abrufbarkeit von Musik macht phonetisch wahrscheinlich impotent. Oder auch frigide. Empfinde ich beim Hören von Musik noch Genuss oder beruhigt sie mich nur noch? Tja: Quantität ist eben nicht Qualität! Dafür ist der Wein heutzutage um Längen besser als Früher! Prost!
Posts mit dem Label Radio werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Radio werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 13. Februar 2014
Mittwoch, 25. Mai 2011
The Unincredible Holz: Töten! Abschaffen! Vernichten!
![]() |
| Kurz vor der Verwandlung |
Nun befinde ich mich in einem Einzelzimmer der Station 8 in der Radiologie des Stadtklinikums Neukölln. Eben habe ich die radioaktive Tablette bekommen. Sie soll den heißen Knoten eliminieren. Deshalb strahle ich nun über das ganze Gesicht. Meine Ausscheidungen werden extra aufgesammelt und wahrscheinlich zur Versuchsasse transportiert, womöglich auch nach Gorleben. Genauso die Bettwäsche und alles, was ich derzeit an mir trage.
Ich trage ein sexy Netzhöschen und darüber die übliche Patientenkluft, bestehend aus einem Leinenhemd und einer passenden Hose, ganz legere im rosa-ocker Farbton, der mir gar nicht steht. Auch ein Bademantel wurde mir gegeben. Mein einziges persönliches Kleidungsstück sind meine Che- Badelatschen. Die darf ich dann ca. 8 Wochen nach meinem Aufenthalt hier wieder abholen.
Bis das Radiojod sich auf ein für die Menschheit erträgliches Maß reduziert hat, vergehen wohl 4 bis 5 Tage. Dann erst darf ich das Krankenhaus verlassen. Überhaupt: Ich muss die nächsten 3 Tage ausschließlich in meinem Zimmer verbringen. Erst am dritten Tag darf ich auch auf den Flur. Oder auch einmal duschen. Bis dahin ist Katzenwäsche angesagt. Die Zahnbürsten sind sofort zu entsorgen, weil: kontaminiert, und deshalb Einwegzahnbürsten. Es gibt keine Toilettenbürste, sondern einen Dampfstrahler. Der gut erzogene Patient pinkelt im Sitzen, da die Spritzer sonst den Boden und das Personal kontaminieren. Ich bin ab sofort eine Gefahr für Leib und Leben anderer!
In meinem Zimmer gibt es: ein höhenverstellbares Bett, einen Stuhl zum Sitzen, einen Tisch, den üblichen Nachttisch, eine Nachttischlampe, ein Fernsehgerät, ein CD-Radiogerät, zwei Lynn-Walker (?) Gemälde namens „Autumn Memory“ und „Heartland“, einen zweiten Stuhl für abgelegte Zeitungen und kein Internet. Ich habe mitgebracht: ein Netbook (mit Musik und den letzten beiden PDF-Ausgaben der Zeit sowie zwei Stellenanzeigen und das Manifest „Der kommende Aufstand“), zwei dicke Bücher (DeLillos „Unterwelt“ und Pynchons „Mason&Dixon), Eine Dschungle World Ausgabe, zwei Mobilfunktelefone, ein Notizbuch, und einen Kopfhörer, Ladegerät und USB-Gerätekabel. Nur für die vermerkt, die meinen Nachlass verwalten müssen.
Warum ausgerechnet Radioaktivität mein Gebrechen lindern soll, ist und bleibt mir ein Rätsel. Eine Überfunktion der Schilddrüse bewirkt eine innere Unruhe und damit auch leidenschaftliches Aufbrausen des Temperaments. Es ist so als verspürte man den unbändigen Drang, genau durchdachte Dinge unbedingt und sofort erledigen zu müssen, rutscht quasi schon auf dem Stuhl herum, ist aber leider doch zu träge zur Umsetzung. Es bleibt die Unruhe, dass etwas hätte getan werden müssen. Doch wenn man es dann doch noch schafft, sich aufzuraffen, dann rollt der Stein und ich bin nicht mehr zu bremsen. Hyperaktiv. Strukturiert.
Wie wir jedoch wissen, wurde der besonnene Wissenschaftler David Banner durch Bestrahlung mit Gammastrahlen, erst zum unkontrollierten und unkontrollierbaren Hulk. Die Kundigen des Marvel-Universums ist er auch bekannt als der „Incredible Hulk“. Was nun, wenn sich bei mir durch die Verabreichung des Radiojods, durch das ja durchaus Gammastrahlen freigesetzt werden, eine ähnliche Verwandlung vollzieht? Wenn die Therapie anschlägt, wird doch mein Temperament deutlich geringer, womöglich hänge ich dann sabbernd in einem Rollstuhl und Fliegen kriechen in meine Nasenlöcher und wieder heraus.
Doch wehe, mich ärgert ein Pfleger! Dann schlägt mein Metabolismus um in eine gewalttätige Natur, die weder Freund noch Feind kennt und jedem in meinem Umfeld an die Gurgel geht. Meine Muskeln schwellen an und zerstören das feine, rosa-ocker Patientenhemd im Ärmelbereich, und das satte Grün meiner Haut wird noch weniger dazu passen als meine gesunde Farbe derzeit. Töten! Zerstören! Zermalmen! Abschaffen! Das wird mein Schicksal sein, bald!
Bis dahin bin ich aber der durch ein radioaktives Unglück stark verstrahlte Dr. Atom, der im Arkham Asylum unter strenger Quarantäne auf seine Chance zur Flucht wartet, um die Menschheit endlich von ihrer jämmerlichen Existenz zu befreien. Außerdem gilt es, seine größten Widersacher zu vernichten: EnBW und Tepco, mutierte Riesenechsen, die angetreten sind, den Ruhm des großen Dr. Atom zu mindern. So geht das aber nicht: Wenigstens das Verbrechen muss konkurrenzlos bleiben!
worte die fallen
Arkham,
Atom,
EnBW,
Hulk,
Krankenhaus,
Radio,
Schilddrüse,
Tepco
Freitag, 6. August 2010
Neue CD von WirSindHelden!? Privatwege in die Freiheit!
![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Privatbesitz am Freiheitsweg: In Brandenburg kein Widerspruch! |
Gibt es womöglich eine neue CD von WirSindHelden!? Hört man dem Erwachsenen- Dudelfunk Radio1 zu, dann spielt man dort so ein unsäglich langweiliges Stückchen Popmusik hoch und runter, und das könnte von der o.g., unsäglich langweiligen Popband stammen.
Wenn man mit einem derart niedrigen Spannungspotenzial einsteigt, kann das Niveau ja nur noch steigen. So zumindest die Rechnung. Mal schauen ob sie aufgeht: Mein Leben zur Zeit ist spannender als die Popband WirSindHelden! Wer sich erinnert: Nachdem meine liebe Frau C. mich verlassen hat, habe ich die "Stadt" Mannheim fluchtartig und wie ich finde völlig zurecht verlassen. Nur um dann die liebe C. aus Mannheim kennenzulernen, in die ich mich etwas verliebt habe, aber sie sich irgendwie nicht so richtig in mich.
Blödes Mannheim! Nun ist aber alles gut, da ich jetzt C. aus Berlin kennen und lieben gelernt habe, mit der ich derzeit in der Stadt Brandenburg an der Havel einen Urlaub verbringe. (Ich will an dieser Stelle ausdrücklich S. danken: Ohne ihren Support wäre ich wohl leidlich untergegangen.) Die Stadt Brandenburg ist hübsch, die Bewohnerinnen und Bewohner allerdings sind unglaublich mürrisch und unfreundlich. Lächelt hier jemals einer? Brandenburg/ Stadt jedenfalls beweist, dass Eigentum mit Glück überhaupt nichts zu tun hat. Laut C. sind die Brandenburger nämlich verhältnismäßig reich.
Weswegen ihnen der Kapitalismus wohl etwas zu Kopf gestiegen ist. Alles ist hier irgendwie privat und deswegen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich: Wege, Grundstücke, Badestellen etc. Die Umgegend ist dermaßen parzelliert, dass Fußgänger und Radfahrer unnötige Wege zurücklegen müssen, um von A nach B zu gelangen, statt einfach zwischendurch zu gehen. Nirgendwo scheint der Griff zum KFZ zwingender als in solch einer Gegend.
Dabei langweilt Eigentum, vor allen Dingen privates, ungemein. Ständig muss man sich fürchten, Unbefugte könnten ungeachtet der Verbotsschilder trotzdem baden oder mit dem Fahrrad über einen Privatweg stauben, dass es nur so kracht. Die Bewohnerinnen und Bewohner der neuen Bundesländer haben die riesige Chance verpasst, die ihnen der Sozialismus einst geboten hatte. Dessen eigentliche Message lautete: Privatbesitz ist Pfui und Öffentlichkeit ist Hui! Wo das Eigentum herrscht, herrscht geistige Dürre!
Leider hat man in Brandenburg/ Stadt die erzlangweiligen Glücksversprechungen aus dem Westen verinnerlicht und jagt nun dem Glück nach, indem man Besitzungen anhäuft. Besitz allerdings ist so fad wie seine Eigner, und zudem macht er unfrei. So unfrei, dass man jede Offenheit und Herzlichkeit vermissen lässt - zumindest in Brandenburg an der Havel und Umgegend. Mitleiderregend, das... Hoffentlich wird Besitz bald verboten!
Es ist ohnehin absurd, für das Anrecht zu wohnen überhaupt etwas zu zahlen. Zumal Grundbesitz irgendwie unseriös ist. Wer kann sich anmaßen, über Grund und Boden zu verfügen? Wisset Ihr denn nicht. dass unsere Erde nur geliehen ist? Dass wir nur Gäste darauf sind, die keinerlei Besitzanspruch halten dürfen? Wo soll sich dieser Anspruch herleiten? Da könnte ja auch wer kommen und sagen: Der Atlantik gehört jetzt mir, und den Himalaya, den kauf' ich mir für'n Appel und ein Ei. Von WEM? Von GOTT?
Miete bzw. Pacht, liebe Freunde und Kupferstecher, gibt es erst, seit irgendwelche Wegelagerer sich überlegt haben, wie man ohne Arbeit zu Geld kommen könnte. Die haben dann arglosen Siedlern Schutzgeld abgepresst, sich daraufhin von denselben Siedlern Burgen bauen lassen und sie hinterher in die Knechtschaft getrieben, die ihre neuen Herren nun "Souverän" nennen mussten - diese selbstverständlich von Gott eingesetzt. Landbesitz war sozusagen von Gottes Gnaden. Spätestens seit der Adel seine Macht abgeben musste und deren Bestallung durch Gott allgemein angezweifelt wird, sollten doch auch die Besitzungen an die Öffentlichkeit zurückgehen. In Great Britain heißt der Vermieter jedoch heute noch "Landlord". Soviel zur Selbstverständlichkeit von Vermietungen.
Welch' vernünftiger Mensch will denn heutzutage noch mehr besitzen als Bücher und Schallplatten, Kleidung für jeden Anlass und eine funktionale Kücheneinrichtung? Mehr Besitz belastet doch nur die Seele, die so gerne baumelt in der Leere des Verzichts! Niemand würde auf die Idee kommen, so einfache Sachen ganz ordinär anzuzünden. Carlofts und Autos brennen auch viel länger als ein gutes Buch. Die Bibel (als Buch gar nicht so schlecht) spricht doch auch ganz gerne von Schwertern und von Feuer. Warum zündeln die Popen nicht mit Inbrunst den Wahn von den angeblich selig machenden Besitztümern weg? Aber mit den Christen ließ sich ja noch nie ein Blumentopf gewinnen.
worte die fallen
1. Mai,
Berlin,
Besitz,
Brandenburg,
Geld,
Havel,
liebe Frau C.,
Mannheim,
Miete,
Radio,
wir sind helden
Mittwoch, 26. März 2008
2 Watt Höchstleistung! Wofür man früher verdroschen wurde!
krz krrr krz krz krrr, pffft pffft pffft pffft... Wer hat es noch nicht gehört? Das Kratzen zzgl. Stimmgefiepe aus fluffigen Lautsprecherlein, 2Watt Höchstleistung, embedded in top- chique Mobilfunktelefone, mit denen man gleichzeitig fotografieren, telefonieren und um die Wette chatten kann. Ein Wunder der Technik, gemacht für die Arbeitslosen von morgen: Unsere Jugendlichen!In meiner Zeit als Praktikumsvermittler war Handyverkäufer der Top- Berufswunsch neben einer Karriere als Model oder Fußballspieler. Leute, pflegte ich ihnen zu sagen, die Fußballvereine sind verstopft, Models müssen berufsmäßig kotzen (das war noch vor der Dove- Werbung), und wer soll noch Mobilfunktelefone kaufen, wenn alle potentiellen Kunden in der Branche arbeiten? Doch schöne Berufe wie Blattgoldverzierer oder Badewannen-Einbau-Assistent waren nicht en vogue. Sei's drum!
Deswegen wird das auch nichts mit der Ausbildung und dem Job! Mein dringender Tipp an alle Pubertierenden: Lernt lesen und schreiben! Quatschen und technische Versiertheit allein reichen als Schlüsselqualifikationen nicht aus! Aber man ahnt bereits die Perspektivlosigkeit, und es wird deutlich, dass nicht alleine die fehlenden Soft- und Hardskills dafür verantwortlich sind. Schmücken wir uns also wie coole Säue, und überlassen die Zukunft denen, die sich damit auskennen: Unseren Politikern!
Also sitzt der Pubertierende bräsig in der Sitzschale, sein MP3- fähiges Mobiles ist auf Sendehöhe mit dem Hosenschlitz, und heraus perlt lupenreiner HipHop bzw. R'n'B. Wäre an sich eine schnafte Sache und cool wie Sau, wenn der Sound nicht eher an die Symptome eines kurz vor dem Infarkt stehenden Getriebes erinnern würde. Diese Musik, liebe Leute, wird von Menschen gemacht, die den Bass (!) lieben (!!!) und für die HiFi ein Glaubensbekenntnis ist! Diese Musik muss röhren und den Unterleib automatisch frizzeln lassen. Manche Liebende nutzen den Effekt für ihr wisst schon was!
Aber der Sound, der aus den von den Kids favorisierten Geräten rinnt, wird ja schon vom einfachen Abrollen eines glitschigen Kondoms übertönt. Wie soll man denn da in Stimmung kommen, wenn die Musik sich anhört wie eine schlecht geöffnete Bierflasche und etwa drei Schlucke danach? Kommt schon, Verhütung geht noch viel besser!
In meiner Jugend wäre man für eine solche Soundsauerei richtig verdroschen worden. Wir (einige der weniger konsumverwöhnten Kids) hatten nämlich ähnliche Dinger: Mickrige Radioempfänger mit dem spermaweißen Mono- Ohrstöppsel, deren Klangcharakteristik nur eine Karikatur der eigentlichen Musik echote. Wer sich mit so einem Teil in der Öffentlichkeit zeigte, war so durch wie ein nasses Papierhandtuch.
Der Radioempfänger landete auf der Straße und sein Besitzer in der Mülltonne! Immer! Beide sollten zerbrechen an der Häme der GhettoBlaster- Gangs. Und die Folge? Eine sexfreie Jugend dank schlechtem Sound, das war die Folge! Nehmt dies zur Kenntnis und lernt daraus!
Abonnieren
Posts (Atom)

