Wenn es darum geht, aus vormals schönen Orten Ödland zu machen, ist Mannheim immer ganz vorne mit dabei. Ich weine gerade ein paar Tränen um den zukünftigen Ex-Alter-Bahnhof am Neckarufer, wo der der Autor nebst Angetrauter unter den Bäumen saß, und die Schiffe hat hinunter fahren sehen. Dies bei einem feinen Weizenbier, wenn es auch hier einfach nur Eichbaum sein musste. Eichbaum ist zwar ein aktenkundiger Bierverbrecher, aber beim Hefeweizen hat sich die Firma ausnahmsweise mal nicht verhoben, dies sei hier angemerkt.
Nun ist der Alte Bahnhof extremst sanierungsbedürftig, und das wohl schon seit Jahren. Dies hat Eichbaum in seiner Rolle als Grundstücksverweser offenbar nicht sonderlich interessiert. Doch jetzt müsste man halt mal dringend, und möchte das angeblich auch, aber: Das Grundstück gehört wie so vieles dem Lebensmittel- und Gehaltsdiscounter Lidl, in dessen Besitz ja ohnehin das ganze Neckarufer zu sein scheint und der die Anwohner mit seinen Parkplätzen und Discountern zu Tode langweilt, und der will nun nicht mehr weiter Eigentümer sein, sondern lieber... ach, lesen Sie bitte unten weiter.
Lidl möchte das Grundstück mit dem "Außen Hui, Innen Pfui" -Problem am liebsten verkaufen, womöglich an ähnliche Langweiler wie der Konzern selbst. Man ist ja so gerne unter sich. Deswegen kann Eichbaum leider nicht sanieren. Deswegen können die Pächter leider nicht weitermachen, nur noch bis zum Ende des Sommers. Deswegen kann ich im nächsten Jahr leider nicht mehr im hiesigen Biergarten sitzen und mit meiner Angetrauten bei einem Hefeweizen die Schiffe den Neckar hinunter fahren sehen und so weiter und so fort, Sie wissen schon.
Die Mannheimer Gastronomie ist ohnehin nur im Sommer zu ertragen, wenn man draußen sitzen kann. Innen hat man sich offenbar dazu verschworen, jeglichen Charakter aus den Bars und Kneipen zu vertreiben. Entsprechend sieht es da auch aus: Gerne hat man dunkles Interieur, einfache Holztische und noch einfachere Stühle. Damit man sich bloß nicht die Augen entzündet, verwendet man gedeckte Farben für die Wände, und die Ohren schützt man durch belanglose Musik.
Der Kinobesucher und der Theaterfreund trinkt dort ein Gläschen Wein, vielleicht auch zwei, und geht dann wieder. Unvorstellbar scheint es, dort die Nacht durchzechen zu wollen. Seltsamerweise hat man es nicht geschafft, Gastronomie direkt an einem der beiden Flüsse zu etablieren. Hallo! Sie, liebe MannheimerInnen! Ich sage nur: Zwei Flüsse! Klingelt da etwas? Manche Städte wären froh, wenn sie auch nur ein Gewässer hätten. Doch Mannheim ist es schlicht egal. Da helfen auch so Pseudo-Karibik-Bars wie die OEG-Station oder das andere Ding weiter unten nichts. Wieso zur Hölle meinen eigentlich alle Gastronomen mit Wasserbezug, dass aufwändig angekarrter Sand schon Konzept genug sei?
Weil Mannheim also auch die Stadt der Ideen ist, wird ein weiterer schöner Ort eliminiert. Es ist zu befürchten, dass an seine Stelle etwas ganz Ordinäres hingeklotzt wird. Man dachte ja schon an Bildungszentren und Zeug. Erst wird das Gebäude wie üblich ein paar Jahre weiter vor sich hin bröckeln, und dann wird es abgerissen und was Neues hingestellt. Das dauert Jahre, und während der ganzen Zeit wird der Zugang zum Neckar versperrt sein, die Sicherheit und die Verletzungsgefahr, you know? Und bei der kreativen Energie in Mannheim wird man am Ende das bauen, was die Bevölkerung am Nötigsten hat: Einen weiteren Parkplatz nämlich! Damit man sein Auto dort hinstellen kann. Man wird es dringend brauchen, wenn man mal wohin will, wo es schön ist!
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Mittwoch, 27. August 2008
Donnerstag, 10. Juli 2008
Servicewüste Mannheim! Wir können alles außer freundlich!
Eigentlich fanden ja alle meine FreundInnen Berlin ganz furchtbar, da dort eine "Servicewüste" sei, man würde ganz unfreundlich bedient, wenn überhaupt, und man hätte stets den Eindruck, die VerkäuferInnen wollten gar nichts verkaufen. Sie waren damals alle einer Medienkampagne ausgesetzt, die den Osten der Republik - aus welchen Gründen auch immer - schlecht machen wollte. Keiner meiner damaligen FreundInnen hatte jemals in Berlin was anderes als einen Döner gekauft, weil ja alles andere so sauteuer sei.
Wunder über Wunder! Keine Ahnung, wo sie sich aufgehalten haben, in meinem Berlin war das jedenfalls nicht. Wer die ganze Zeit nur blöde Sehenswürdigkeiten abtourt wie den "Checkpoint Charlie" und ähnlichem Gedöns, muss sich jedoch nicht wundern, wenn er in einem fort geneppt und gedemütigt wird. In F'Hain, Mitte und Kreuzkölln (wie man das so nennt dort), herrscht die reinste Form der Kundenzentriertheit, und teure Sachen gibt nur vereinzelt in doofen Abzockerläden, die auf noch doofere Kundschaft aus den Provinzen der Republik warten.
Man lernt: Es lohnt sich, FreundInnen in Berlin zu haben, die wissen, wo es lang geht. In Mannheim hingegen können einem selbst sehr gute FreundInnen kaum weiterhelfen. Grundsätzlich ist hier ja alles teuer, und wenn man nicht mit Händen und Füßen zappelt, wird man noch nicht einmal wahr-, geschweige denn ernstgenommen. Es ist so, als würden sämtliche Angestellten in der Stadt an ihrer eigenen, zukünftigen Arbeitslosigkeit arbeiten. Selten habe ich so bocklose Menschen erlebt.
Ich bin ja ein sehr einfacher Kunde, habe genaue Vorstellungen von dem was ich möchte und kann sie knapp und präzise formulieren. Genau so eine knappe, präzise Frage hatte ich an eine namensbeschilderte Dame in einem innerstädtischen Baumarkt gerichtet, wo mir prompt und schnippisch entgegnet wurde, sie sei nicht zuständig, ich solle jemand anders fragen. Und außerdem wolle sie mal wissen, ob ich wohl die Arbeit anderer tätigen würde, hmmm?
Drei offene Briefe an wenig motivierte Kundenabfertiger:
Liebe Servicefachkraft der gehobenen Einräum- und Sortiertätigkeit, sicher übernehme ich auch mal die Arbeit anderer, denn ich bin ja kein herzloser Mensch. Selbstverständlich hat auch das seine Grenzen, zum Beispiel würde Möbelpackern auf Anfrage meine Arbeitskraft verweigern, das ist schließlich schwere Arbeit. Aber grundsätzlich bin ich hilfsbereit und jederzeit in der Lage, eine freundlich gestellte Frage zu beantworten bzw. weiterzuleiten. Das hat rein gar nichts mit Selbstausbeutung zu tun, sondern mit den Grundprinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Außerdem kann ich nicht wissen, wer mir helfen oder doch nur Regale einräumen darf.
Liebe Servicekräfte der Bewirtschaftung in Gaststätten: Ich habe gar nichts dagegen, wenn man ab und an mal nachfragt, ob ich etwas bestellen möchte. Und nach einer gewissen Zeit kann man mal wieder schauen, ob ich noch etwas benötige. Es ist allerdings sehr unfreundlich, so zu tun als existierte ich gar nicht. Ich weiß, ihr habt manchmal viel zu tun, aber nicht immer. Manchmal sitze ich auch beinahe alleine, und ich frage mich dann, ob ich zu alt, zu jung, zu dick oder zu dünn für eine Bestellung bin. Bitte sagt es mir, denn das macht mich traurig und belastet meine Selbstwahrnehmung.
Lieber Fachverkäufer des Elektrokaufhauses neben Karstadt: Es kann mal sein, das eine Kundin Stunden braucht, um sich für eine Waschmaschine zu entscheiden. Ebenso klar ist, dass Sie für die Unterbesetzung des Geschäfts nicht verantwortlich sind. Aber bitte: Man kann doch einem Kunden, der seit 30 Minuten um Sie herumscharwenzelt und hin und wieder provokativ neben einem bestimmten Kühlschrank stehen bleibt, doch mal kurz eben signalisieren, dass Sie ihn gesehen haben und so bald wie möglich kommen werden. Und lieber Kollege im oberen Stockwerk: Vielleicht ist es doch nicht so aufwendig, eben mal nachzuschauen, ob unten gefundenes Modell auch in silber verfügbar ist. Aber Sie sagen ja lieber: "Machen Sie etwa auch die Arbeit anderer Leute?"
Wunder über Wunder! Keine Ahnung, wo sie sich aufgehalten haben, in meinem Berlin war das jedenfalls nicht. Wer die ganze Zeit nur blöde Sehenswürdigkeiten abtourt wie den "Checkpoint Charlie" und ähnlichem Gedöns, muss sich jedoch nicht wundern, wenn er in einem fort geneppt und gedemütigt wird. In F'Hain, Mitte und Kreuzkölln (wie man das so nennt dort), herrscht die reinste Form der Kundenzentriertheit, und teure Sachen gibt nur vereinzelt in doofen Abzockerläden, die auf noch doofere Kundschaft aus den Provinzen der Republik warten.
Man lernt: Es lohnt sich, FreundInnen in Berlin zu haben, die wissen, wo es lang geht. In Mannheim hingegen können einem selbst sehr gute FreundInnen kaum weiterhelfen. Grundsätzlich ist hier ja alles teuer, und wenn man nicht mit Händen und Füßen zappelt, wird man noch nicht einmal wahr-, geschweige denn ernstgenommen. Es ist so, als würden sämtliche Angestellten in der Stadt an ihrer eigenen, zukünftigen Arbeitslosigkeit arbeiten. Selten habe ich so bocklose Menschen erlebt.
Ich bin ja ein sehr einfacher Kunde, habe genaue Vorstellungen von dem was ich möchte und kann sie knapp und präzise formulieren. Genau so eine knappe, präzise Frage hatte ich an eine namensbeschilderte Dame in einem innerstädtischen Baumarkt gerichtet, wo mir prompt und schnippisch entgegnet wurde, sie sei nicht zuständig, ich solle jemand anders fragen. Und außerdem wolle sie mal wissen, ob ich wohl die Arbeit anderer tätigen würde, hmmm?
Drei offene Briefe an wenig motivierte Kundenabfertiger:
Liebe Servicefachkraft der gehobenen Einräum- und Sortiertätigkeit, sicher übernehme ich auch mal die Arbeit anderer, denn ich bin ja kein herzloser Mensch. Selbstverständlich hat auch das seine Grenzen, zum Beispiel würde Möbelpackern auf Anfrage meine Arbeitskraft verweigern, das ist schließlich schwere Arbeit. Aber grundsätzlich bin ich hilfsbereit und jederzeit in der Lage, eine freundlich gestellte Frage zu beantworten bzw. weiterzuleiten. Das hat rein gar nichts mit Selbstausbeutung zu tun, sondern mit den Grundprinzipien des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Außerdem kann ich nicht wissen, wer mir helfen oder doch nur Regale einräumen darf.
Liebe Servicekräfte der Bewirtschaftung in Gaststätten: Ich habe gar nichts dagegen, wenn man ab und an mal nachfragt, ob ich etwas bestellen möchte. Und nach einer gewissen Zeit kann man mal wieder schauen, ob ich noch etwas benötige. Es ist allerdings sehr unfreundlich, so zu tun als existierte ich gar nicht. Ich weiß, ihr habt manchmal viel zu tun, aber nicht immer. Manchmal sitze ich auch beinahe alleine, und ich frage mich dann, ob ich zu alt, zu jung, zu dick oder zu dünn für eine Bestellung bin. Bitte sagt es mir, denn das macht mich traurig und belastet meine Selbstwahrnehmung.
Lieber Fachverkäufer des Elektrokaufhauses neben Karstadt: Es kann mal sein, das eine Kundin Stunden braucht, um sich für eine Waschmaschine zu entscheiden. Ebenso klar ist, dass Sie für die Unterbesetzung des Geschäfts nicht verantwortlich sind. Aber bitte: Man kann doch einem Kunden, der seit 30 Minuten um Sie herumscharwenzelt und hin und wieder provokativ neben einem bestimmten Kühlschrank stehen bleibt, doch mal kurz eben signalisieren, dass Sie ihn gesehen haben und so bald wie möglich kommen werden. Und lieber Kollege im oberen Stockwerk: Vielleicht ist es doch nicht so aufwendig, eben mal nachzuschauen, ob unten gefundenes Modell auch in silber verfügbar ist. Aber Sie sagen ja lieber: "Machen Sie etwa auch die Arbeit anderer Leute?"
Montag, 13. August 2007
Ohhh Yeah! Die alte Oma Berlin vs. Wucher- Mannheim! [Teil 1]
ohhh yeah, meine lieben leserInnen: ich bin nicht hier, ich bin da! mannheim brauchte eine pause von mir, das habe ich schlieslich eingesehen. deshalb weile ich seit freitag bei der alten oma berlin und lasse es mir schmecken - im wahrsten (sic!) sinne des wortes.
denn wahrer als wahr sind die unschlagbaren preise in mitte, auf'm prenzlauer berg, in kreuzbeg und im friedrichshain. man isst und trinkt für weniger als 10,- euro und ist hinterher sogar satt. anders in mannheim, in dem habgierige gastronomen die faulheit des konsumenten schamlos ausnutzen.
"ja, aber..." höre ich sie verzweifelt klagen. "...die pacht ist doch so teuer und auch das personal! it's my own price my dear. i'm hungry and i'm also tired!" liebe gastronomen: macht euch bitte nicht ärmer als ihr seid. ausserdem nehme ich euch immer noch die 1:1 preisübernahme zur währungsunion 2002 übel.
aber der gourmet ist auch selber schuld, denn er könnte sich ja verweigern: stell dir vor, es gibt essen, aber keiner geht hin! da schaut er dann dumm aus der nicht mehr so weissen wäsche, der herr gastronom! und frau gastronomin ist schlau und sagt: "hier gibt es bald tipp-topp preise, da schlackern dem schlemmer die schwabbelarme vor lauter glück!"
der wucherer macht also dicht, und der dienstleister leistet weiter frohen dienst. da trifft es sich gut, dass das personal in der küche und an der theke in der stunde weit weniger kostet als ein essen. denn selbst die "besser- bezahlten" liegen unterhalb der aktuellen (und lachhaften) mindestlohnforderung von 7,50 €.
ich mache einen aberwitzigen vorschlag für restaurantbetreiber: der durchschnittspreis aller hauptgerichte soll nicht höher sein als der stundenlohn des personals. wenn das personal mehr verdient, zahle ich dann auch gerne etwas mehr. aber dem ach so sehr vom risiko gebeugten wirt die matratze mit geld vollzustopfen, nein! das sehe ich nicht ein!
ein hoch hingegen auf die berliner selbstausbeuter! sie machen mich satt und glücklich! und es gibt dort gott sei dank noch anderes bier als die widerliche plörre von eichbaum und becks! ohhhh yeah, ich bin da. und am donnerstag bin ich wieder hier. es ist mir eine ehre!
denn wahrer als wahr sind die unschlagbaren preise in mitte, auf'm prenzlauer berg, in kreuzbeg und im friedrichshain. man isst und trinkt für weniger als 10,- euro und ist hinterher sogar satt. anders in mannheim, in dem habgierige gastronomen die faulheit des konsumenten schamlos ausnutzen.
"ja, aber..." höre ich sie verzweifelt klagen. "...die pacht ist doch so teuer und auch das personal! it's my own price my dear. i'm hungry and i'm also tired!" liebe gastronomen: macht euch bitte nicht ärmer als ihr seid. ausserdem nehme ich euch immer noch die 1:1 preisübernahme zur währungsunion 2002 übel.
aber der gourmet ist auch selber schuld, denn er könnte sich ja verweigern: stell dir vor, es gibt essen, aber keiner geht hin! da schaut er dann dumm aus der nicht mehr so weissen wäsche, der herr gastronom! und frau gastronomin ist schlau und sagt: "hier gibt es bald tipp-topp preise, da schlackern dem schlemmer die schwabbelarme vor lauter glück!"
der wucherer macht also dicht, und der dienstleister leistet weiter frohen dienst. da trifft es sich gut, dass das personal in der küche und an der theke in der stunde weit weniger kostet als ein essen. denn selbst die "besser- bezahlten" liegen unterhalb der aktuellen (und lachhaften) mindestlohnforderung von 7,50 €.
ich mache einen aberwitzigen vorschlag für restaurantbetreiber: der durchschnittspreis aller hauptgerichte soll nicht höher sein als der stundenlohn des personals. wenn das personal mehr verdient, zahle ich dann auch gerne etwas mehr. aber dem ach so sehr vom risiko gebeugten wirt die matratze mit geld vollzustopfen, nein! das sehe ich nicht ein!
ein hoch hingegen auf die berliner selbstausbeuter! sie machen mich satt und glücklich! und es gibt dort gott sei dank noch anderes bier als die widerliche plörre von eichbaum und becks! ohhhh yeah, ich bin da. und am donnerstag bin ich wieder hier. es ist mir eine ehre!
worte die fallen
Berlin,
Essen,
Gastronomie,
Konsum,
Mannheim,
Restaurant
Freitag, 20. April 2007
Probleme mit Maßstäben und Raumkrümmungen
sicher, wenn das wetter gut ist, ist es auch schön in mannheim. ich erfahre gerade die gnade eines frühen sommers und kann mich mittags in ein cafè setzen. es ist nicht mannheim- spezifisch, das der latte kaum zu geniessen ist: kaum ein getränk wird so lieblos zubereitet wie ein kaffee, und ausser vielleicht noch beim mineralwasser ist die gewinnspanne für die gastronomen hoch. tatsächlich bin ich diesbezüglich etwas verwöhnt, ich kenne bundesweit nur einen betreiber, der es versteht, einen kaffee zuzubereiten. er befindet sich nicht in mannheim.
schade ist, dass die gastronomen offensichtlich keinen zugang zu den flüssen in der stadt haben - ersäuft es, das pack? - nein! ich meine: es gibt hier kaum kneipen in unmittelbarer wassernähe. dies bleibt wohl der vorbehalt der ansässigen industrie, und da fällt mir auf, dass mannheim ja tatsächlich industrie hat und ich das blos nicht kenne, weil ich eigentlich nur industriefreie, aber dafür gastronomiestarke städte bewohnt habe. da gibt es einen zusammenhang, meine ich.
die gastronomie befindet sich also überwiegend in den sogenannten "quadraten", deren aufstellung mir schon viel kopfzerbrechen bereitet hat: es handelt sich dabei um eine seitenverkehrte spiegelachse, die diametral zu meinem intelektuellen fassungsvermögen in einer horizontalen liegt, umgeben von einem stadtring, dessen inneres also eine quadratur der kreises beschreibt und: wer kann die heute eigentlich noch erklären?
auch merkwürdig: ich wohne in einer strasse in neckarstadt-ost, die paralell zum neckarufer verläuft. wenn ich am ende der strasse angekommen bin, laufe ich über den neckar! wie geht das? ich kann es nur so erklären: es handelt sich um eine räumliche paradoxie, eine raumkrümmung verursacht durch irgendsoeine kosmische magnetstrahlung, was weis ich?
etwas ähnliches kenne ich nur auf der autobahn von kaiserslautern nach trier: irgendwann kommt man an einem schild vorbei, auf dem eine restkilometerangabe zu trier steht. ca. 10minuten später kommt man an einem weiteren schild vorbei, auf dem der exakt gleiche abstand vermerkt ist. man durchfährt also offensichtlich ein stück land, in dem die zeit stehengeblieben ist bzw. gar nicht stattfindet.
das mannheimer finanzamt übrigens befindet sich ebenfalls in einer zeitschleife, allerding mit sporadischen hypersprüngen in die realzeit, nur um gleich wieder abzutauchen. jedenfalls hatte ich mit einer sachbearbeiterin 3 mal das exakt gleiche gespräch. irgendwann allerdings gab es eine koinzidenz der ereignisse: exakt 2monate nach beantragung einer steuernummer bekam ich diese endlich und kann jetzt jedem menschen, der mir unangenehm auffällt, eine rechnung schreiben.
mittlerweile kenne ich mich hier aus, auch wenn mich doch noch einiges verwirrt. meine freundin gab mir mal eine stadtkarte, da ich zu eben diesem finanzamt musste. es sah nach einem weiten weg aus, zu weit, um schnell mal zu fuss zu gehen: meine strasse den neckar entlang, um ihn dann doch zu überqueren (?) und des kreises quadratur entlang usw usf. ich setzte mich auf das fahhrad und stieg im scheibar selben moment wieder ab: ich war angekommen. der verfluchte massstab, sagte ich zu mir und seitdem laufe ich selbst viel zu weite strecken. in berlin ging es mir genau anders herum: och, das sind ja nur 2cm auf der karte, da geh ich zu fuss hin!
man könnte jetzt fragen: warum fährt dieser nörgler nicht überallhin mit seinem vermaledeiten fahrrad? ganz einfach: die zeit des aufschliessens und am ende wieder abschliessens des fahrradschlosses darf nicht länger dauern als die fahrt selbst. ihn dieser zeit kann man locker schon 100m gelaufen sein.
es gilt folgende faustregel:
fb = (0,5min*2)*n
das fahrradbedürfnis (fb) ergibt sich also aus der zeit des auf- und wieder abschliessens des fahrrads (0,5min*2) und der anzahl der zu fahrenden oder zu laufenden kilometer (n). ist der faktor fb kleiner als 2, wird gelaufen. ist er grösser oder exakt, wird gefahren.
schade ist, dass die gastronomen offensichtlich keinen zugang zu den flüssen in der stadt haben - ersäuft es, das pack? - nein! ich meine: es gibt hier kaum kneipen in unmittelbarer wassernähe. dies bleibt wohl der vorbehalt der ansässigen industrie, und da fällt mir auf, dass mannheim ja tatsächlich industrie hat und ich das blos nicht kenne, weil ich eigentlich nur industriefreie, aber dafür gastronomiestarke städte bewohnt habe. da gibt es einen zusammenhang, meine ich.
die gastronomie befindet sich also überwiegend in den sogenannten "quadraten", deren aufstellung mir schon viel kopfzerbrechen bereitet hat: es handelt sich dabei um eine seitenverkehrte spiegelachse, die diametral zu meinem intelektuellen fassungsvermögen in einer horizontalen liegt, umgeben von einem stadtring, dessen inneres also eine quadratur der kreises beschreibt und: wer kann die heute eigentlich noch erklären?
auch merkwürdig: ich wohne in einer strasse in neckarstadt-ost, die paralell zum neckarufer verläuft. wenn ich am ende der strasse angekommen bin, laufe ich über den neckar! wie geht das? ich kann es nur so erklären: es handelt sich um eine räumliche paradoxie, eine raumkrümmung verursacht durch irgendsoeine kosmische magnetstrahlung, was weis ich?
etwas ähnliches kenne ich nur auf der autobahn von kaiserslautern nach trier: irgendwann kommt man an einem schild vorbei, auf dem eine restkilometerangabe zu trier steht. ca. 10minuten später kommt man an einem weiteren schild vorbei, auf dem der exakt gleiche abstand vermerkt ist. man durchfährt also offensichtlich ein stück land, in dem die zeit stehengeblieben ist bzw. gar nicht stattfindet.
das mannheimer finanzamt übrigens befindet sich ebenfalls in einer zeitschleife, allerding mit sporadischen hypersprüngen in die realzeit, nur um gleich wieder abzutauchen. jedenfalls hatte ich mit einer sachbearbeiterin 3 mal das exakt gleiche gespräch. irgendwann allerdings gab es eine koinzidenz der ereignisse: exakt 2monate nach beantragung einer steuernummer bekam ich diese endlich und kann jetzt jedem menschen, der mir unangenehm auffällt, eine rechnung schreiben.
mittlerweile kenne ich mich hier aus, auch wenn mich doch noch einiges verwirrt. meine freundin gab mir mal eine stadtkarte, da ich zu eben diesem finanzamt musste. es sah nach einem weiten weg aus, zu weit, um schnell mal zu fuss zu gehen: meine strasse den neckar entlang, um ihn dann doch zu überqueren (?) und des kreises quadratur entlang usw usf. ich setzte mich auf das fahhrad und stieg im scheibar selben moment wieder ab: ich war angekommen. der verfluchte massstab, sagte ich zu mir und seitdem laufe ich selbst viel zu weite strecken. in berlin ging es mir genau anders herum: och, das sind ja nur 2cm auf der karte, da geh ich zu fuss hin!
man könnte jetzt fragen: warum fährt dieser nörgler nicht überallhin mit seinem vermaledeiten fahrrad? ganz einfach: die zeit des aufschliessens und am ende wieder abschliessens des fahrradschlosses darf nicht länger dauern als die fahrt selbst. ihn dieser zeit kann man locker schon 100m gelaufen sein.
es gilt folgende faustregel:
fb = (0,5min*2)*n
das fahrradbedürfnis (fb) ergibt sich also aus der zeit des auf- und wieder abschliessens des fahrrads (0,5min*2) und der anzahl der zu fahrenden oder zu laufenden kilometer (n). ist der faktor fb kleiner als 2, wird gelaufen. ist er grösser oder exakt, wird gefahren.
worte die fallen
Cafe,
Fahrrad,
Finanzamt,
Gastronomie,
Kaffee,
Mannheim,
Maßstab,
Neckarstadt- Ost,
Quadrate,
Raumkrümmung,
Spiegelachse
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