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Mittwoch, 8. Mai 2013
Montag, 17. Dezember 2012
Berufe die unter die Haut gehen #2: Politiker vs. Münzautomat
Eines muss ich meiner ehemaligen Kollegin lassen: Sie hat von mir längst vergessene Begrifflichkeiten reaktiviert. Die Dame mit dem spröden Charakter ist eine große Anhängerin des Wortes: Lügen. Nicht, dass sie selbst gelogen hat (das weiß ich nicht). Nein, sie hat andere Leute der Lüge bezichtigt. Ein junger Mensch ist sparsam im Umgang mit der Wahrheit? Der lügt doch! Oder er versteht den Inhalt von vorangegangener Gesprächen nicht völlig und formuliert ihn frei nach eigener Interpretation? Der lügt!
Ich habe lange überlegen müssen, wann und in welchem Zusammenhang ich das Wort "lügen" zuletzt gehört habe. Ich hatte es nämlich fast vergessen. In meiner Welt gibt es Missverständnisse, aneinander vorbei reden und selbstverständlich die Wahrheit zu eigenen Gunsten verdrehen. Das trifft nicht ganz den Tatbestand der Lüge. Und da ist es mir eingefallen: Lügen, das entspringt dem Sprachschatz von Kleinkindern und Grundschülern. Oberstufenschüler gehen schon gewitzter mit der Wahrheit um. Die lügen selbst nicht und bezichtigen andere eher der üblen Nachrede.
Dann ist mir eingefallen, dass besonders einfältige Erwachsene aus einer bestimmten Berufsgruppe auch gerne das Wort "Lüge" benutzen, um Konkurrenten in Verruf zu bringen: Politiker! Die Vorstufe des Politikers ist bekanntlich der Stand des Klassensprechers, dann folgt der Jahrgangssprecher und in Akademikerkreisen der AstA- Beirat oder die Mitgliedschaft im StuPa: Alles völlig stupide Ämter, die das kindlich naive Denken in den Adelsstand einer Berufung erheben.
Ich selbst war einmal Mitglied in der StuPa, und wenn es nur war, um die Beschlussfähigkeit zu sichern. Dann habe ich gemeinsam mit Gleichgesinnten auf einer studentischen Party den DJ gefesselt, geknebelt und in den Geräteraum verbracht. Um bei der Wahrheit zu bleiben habe ich ihm auch noch Sekt über den Kopf gegossen. Daraufhin durfte ich meine Ämter endlich abgeben und wir bekamen alle Partyverbot. Indes nahm man uns den Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung mittels schlechter Musik nicht ab und bezeichnete die Verteidigung an den Haaren herbeigezogen. Wir hatten uns schließlich nur in Notwehr verteidigt.
Was soll ich sagen? Politik ist mir in der militanten APO eben am Liebsten. Ich will nicht in die gut-böse- Rhetorik verfallen müssen, die Politiker so sehr mögen. Ich will guerillamäßig zuschlagen. Viele Politiker hingegen scheinen zu glauben, dass der Wahlpöbel ohne die gemeingefährliche Zuspitzung von Tatsachen die Zusammhänge und die zu verbreitende Botschaft nicht versteht. Hinzu kommen völlige Unfähigkeit und mangelnde Empathie. Anders sind solche politischen Ungetüme wie die Lebensleistungsrente, das Betreuungsgeld, geänderte Mietrechtsgesetze etc. doch nicht zu erklären. Und man hüte sich davor, solcherlei Schwachsinn nur einer Partei anzurechnen: Dämlichkeit ist keine Frage der Parteienzugehörigkeit. Sie ist eine Frage des Systems.
Wenn Sie mich fragen, sollte Politkermord deshalb eine legitime Form der Ausübung echter sozialer Verantwortung sein. Aber leider macht man sich damit immer noch strafbar. Man tötet außerdem nicht nur den Politiker, sondern auch den Menschen dahinter. Politiker wachsen stark nach, doch der Mensch hinterlässt bei anderen eine Lücke. Wahrscheinlich. Am Besten wäre es doch, wenn Politik von Münzautomaten gemacht würde. Lobbyisten könnten vorne Geld einwerfen und hinten käme das passende Gesetz raus. Das wäre ungemein ehrlich und Transparency International würde sein Gütesiegel draufpappen. Alle vier Jahre kommt dann der Wahlpöbel, der den am wenigsten schlimmen Münzautomat wählt. Dazu wirft er einen Euro in den Automaten seiner Wahl ein und lässt sich einen Kaffee mit oder ohne Zucker spendieren. Der mit dem beliebtesten Kaffee gewinnt die Wahl.
Wenn ein Protestwähler mit der Axt zum Münzautomaten kommt, weil der wieder so doofe Gesetze gemacht hat, von denen man bestenfalls schon wieder nicht profitiert, und schlimmstenfalls dem verlorenen Geld hinterherheult, wenn die Wirtschaftsbosse wegen dem dummen Automaten nach außen grienen müssen, damit sie nach innen schmatzen können, wenn er also endlich zu Klump gehauen ist, der Apparatschik, damit er nicht weiter Unfug treiben kann, dann trauert niemand um ihn. Da wird einfach ein neuer Automat hingestellt, und wenn man Glück hat, dann gibt er wenigstens einen guten Kaffee aus. Die Anklage lautete dann auf Vandalismus, und das macht sich vor Gericht viel besser als Mord. Glaube ich. Man hört schon den Boulevard greinen: So sinnlos, die Tat! Und er hätte damit wohl recht!
Wenn ich nun zwischen den Berufen wählen müsste, würde ich lieber ein ehrlicher Automat sein als so ein formloser Haufen Politiker. Ein Automat hat kein Gewissen, das ihn morgens vom Spiegel her anschreit. Auch kennt er keine Dialektik, mit der er seine Wähler quält. Er kann nicht lügen und es wäre absurd, wenn er einen anderen Automaten der Lüge bezichtigen würde. Er könnte nur behaupten: Was man beim Automaten X vorne reintut, das kommt hinten aber nicht so exakt lecker wieder raus. Steckt Eure Münzen also lieber bei mir vorne rein. Aber wahrscheinlich wären sie eh alle gleich, diese Automaten: Dämlichkeit ist nämlich keine Frage der Herstellers. Sie ist eine Frage der Bauart.
Ich habe lange überlegen müssen, wann und in welchem Zusammenhang ich das Wort "lügen" zuletzt gehört habe. Ich hatte es nämlich fast vergessen. In meiner Welt gibt es Missverständnisse, aneinander vorbei reden und selbstverständlich die Wahrheit zu eigenen Gunsten verdrehen. Das trifft nicht ganz den Tatbestand der Lüge. Und da ist es mir eingefallen: Lügen, das entspringt dem Sprachschatz von Kleinkindern und Grundschülern. Oberstufenschüler gehen schon gewitzter mit der Wahrheit um. Die lügen selbst nicht und bezichtigen andere eher der üblen Nachrede.
Dann ist mir eingefallen, dass besonders einfältige Erwachsene aus einer bestimmten Berufsgruppe auch gerne das Wort "Lüge" benutzen, um Konkurrenten in Verruf zu bringen: Politiker! Die Vorstufe des Politikers ist bekanntlich der Stand des Klassensprechers, dann folgt der Jahrgangssprecher und in Akademikerkreisen der AstA- Beirat oder die Mitgliedschaft im StuPa: Alles völlig stupide Ämter, die das kindlich naive Denken in den Adelsstand einer Berufung erheben.
Ich selbst war einmal Mitglied in der StuPa, und wenn es nur war, um die Beschlussfähigkeit zu sichern. Dann habe ich gemeinsam mit Gleichgesinnten auf einer studentischen Party den DJ gefesselt, geknebelt und in den Geräteraum verbracht. Um bei der Wahrheit zu bleiben habe ich ihm auch noch Sekt über den Kopf gegossen. Daraufhin durfte ich meine Ämter endlich abgeben und wir bekamen alle Partyverbot. Indes nahm man uns den Vorwurf der vorsätzlichen Körperverletzung mittels schlechter Musik nicht ab und bezeichnete die Verteidigung an den Haaren herbeigezogen. Wir hatten uns schließlich nur in Notwehr verteidigt.
Was soll ich sagen? Politik ist mir in der militanten APO eben am Liebsten. Ich will nicht in die gut-böse- Rhetorik verfallen müssen, die Politiker so sehr mögen. Ich will guerillamäßig zuschlagen. Viele Politiker hingegen scheinen zu glauben, dass der Wahlpöbel ohne die gemeingefährliche Zuspitzung von Tatsachen die Zusammhänge und die zu verbreitende Botschaft nicht versteht. Hinzu kommen völlige Unfähigkeit und mangelnde Empathie. Anders sind solche politischen Ungetüme wie die Lebensleistungsrente, das Betreuungsgeld, geänderte Mietrechtsgesetze etc. doch nicht zu erklären. Und man hüte sich davor, solcherlei Schwachsinn nur einer Partei anzurechnen: Dämlichkeit ist keine Frage der Parteienzugehörigkeit. Sie ist eine Frage des Systems.
Wenn Sie mich fragen, sollte Politkermord deshalb eine legitime Form der Ausübung echter sozialer Verantwortung sein. Aber leider macht man sich damit immer noch strafbar. Man tötet außerdem nicht nur den Politiker, sondern auch den Menschen dahinter. Politiker wachsen stark nach, doch der Mensch hinterlässt bei anderen eine Lücke. Wahrscheinlich. Am Besten wäre es doch, wenn Politik von Münzautomaten gemacht würde. Lobbyisten könnten vorne Geld einwerfen und hinten käme das passende Gesetz raus. Das wäre ungemein ehrlich und Transparency International würde sein Gütesiegel draufpappen. Alle vier Jahre kommt dann der Wahlpöbel, der den am wenigsten schlimmen Münzautomat wählt. Dazu wirft er einen Euro in den Automaten seiner Wahl ein und lässt sich einen Kaffee mit oder ohne Zucker spendieren. Der mit dem beliebtesten Kaffee gewinnt die Wahl.
Wenn ein Protestwähler mit der Axt zum Münzautomaten kommt, weil der wieder so doofe Gesetze gemacht hat, von denen man bestenfalls schon wieder nicht profitiert, und schlimmstenfalls dem verlorenen Geld hinterherheult, wenn die Wirtschaftsbosse wegen dem dummen Automaten nach außen grienen müssen, damit sie nach innen schmatzen können, wenn er also endlich zu Klump gehauen ist, der Apparatschik, damit er nicht weiter Unfug treiben kann, dann trauert niemand um ihn. Da wird einfach ein neuer Automat hingestellt, und wenn man Glück hat, dann gibt er wenigstens einen guten Kaffee aus. Die Anklage lautete dann auf Vandalismus, und das macht sich vor Gericht viel besser als Mord. Glaube ich. Man hört schon den Boulevard greinen: So sinnlos, die Tat! Und er hätte damit wohl recht!
Wenn ich nun zwischen den Berufen wählen müsste, würde ich lieber ein ehrlicher Automat sein als so ein formloser Haufen Politiker. Ein Automat hat kein Gewissen, das ihn morgens vom Spiegel her anschreit. Auch kennt er keine Dialektik, mit der er seine Wähler quält. Er kann nicht lügen und es wäre absurd, wenn er einen anderen Automaten der Lüge bezichtigen würde. Er könnte nur behaupten: Was man beim Automaten X vorne reintut, das kommt hinten aber nicht so exakt lecker wieder raus. Steckt Eure Münzen also lieber bei mir vorne rein. Aber wahrscheinlich wären sie eh alle gleich, diese Automaten: Dämlichkeit ist nämlich keine Frage der Herstellers. Sie ist eine Frage der Bauart.
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Freitag, 20. April 2007
Probleme mit Maßstäben und Raumkrümmungen
sicher, wenn das wetter gut ist, ist es auch schön in mannheim. ich erfahre gerade die gnade eines frühen sommers und kann mich mittags in ein cafè setzen. es ist nicht mannheim- spezifisch, das der latte kaum zu geniessen ist: kaum ein getränk wird so lieblos zubereitet wie ein kaffee, und ausser vielleicht noch beim mineralwasser ist die gewinnspanne für die gastronomen hoch. tatsächlich bin ich diesbezüglich etwas verwöhnt, ich kenne bundesweit nur einen betreiber, der es versteht, einen kaffee zuzubereiten. er befindet sich nicht in mannheim.
schade ist, dass die gastronomen offensichtlich keinen zugang zu den flüssen in der stadt haben - ersäuft es, das pack? - nein! ich meine: es gibt hier kaum kneipen in unmittelbarer wassernähe. dies bleibt wohl der vorbehalt der ansässigen industrie, und da fällt mir auf, dass mannheim ja tatsächlich industrie hat und ich das blos nicht kenne, weil ich eigentlich nur industriefreie, aber dafür gastronomiestarke städte bewohnt habe. da gibt es einen zusammenhang, meine ich.
die gastronomie befindet sich also überwiegend in den sogenannten "quadraten", deren aufstellung mir schon viel kopfzerbrechen bereitet hat: es handelt sich dabei um eine seitenverkehrte spiegelachse, die diametral zu meinem intelektuellen fassungsvermögen in einer horizontalen liegt, umgeben von einem stadtring, dessen inneres also eine quadratur der kreises beschreibt und: wer kann die heute eigentlich noch erklären?
auch merkwürdig: ich wohne in einer strasse in neckarstadt-ost, die paralell zum neckarufer verläuft. wenn ich am ende der strasse angekommen bin, laufe ich über den neckar! wie geht das? ich kann es nur so erklären: es handelt sich um eine räumliche paradoxie, eine raumkrümmung verursacht durch irgendsoeine kosmische magnetstrahlung, was weis ich?
etwas ähnliches kenne ich nur auf der autobahn von kaiserslautern nach trier: irgendwann kommt man an einem schild vorbei, auf dem eine restkilometerangabe zu trier steht. ca. 10minuten später kommt man an einem weiteren schild vorbei, auf dem der exakt gleiche abstand vermerkt ist. man durchfährt also offensichtlich ein stück land, in dem die zeit stehengeblieben ist bzw. gar nicht stattfindet.
das mannheimer finanzamt übrigens befindet sich ebenfalls in einer zeitschleife, allerding mit sporadischen hypersprüngen in die realzeit, nur um gleich wieder abzutauchen. jedenfalls hatte ich mit einer sachbearbeiterin 3 mal das exakt gleiche gespräch. irgendwann allerdings gab es eine koinzidenz der ereignisse: exakt 2monate nach beantragung einer steuernummer bekam ich diese endlich und kann jetzt jedem menschen, der mir unangenehm auffällt, eine rechnung schreiben.
mittlerweile kenne ich mich hier aus, auch wenn mich doch noch einiges verwirrt. meine freundin gab mir mal eine stadtkarte, da ich zu eben diesem finanzamt musste. es sah nach einem weiten weg aus, zu weit, um schnell mal zu fuss zu gehen: meine strasse den neckar entlang, um ihn dann doch zu überqueren (?) und des kreises quadratur entlang usw usf. ich setzte mich auf das fahhrad und stieg im scheibar selben moment wieder ab: ich war angekommen. der verfluchte massstab, sagte ich zu mir und seitdem laufe ich selbst viel zu weite strecken. in berlin ging es mir genau anders herum: och, das sind ja nur 2cm auf der karte, da geh ich zu fuss hin!
man könnte jetzt fragen: warum fährt dieser nörgler nicht überallhin mit seinem vermaledeiten fahrrad? ganz einfach: die zeit des aufschliessens und am ende wieder abschliessens des fahrradschlosses darf nicht länger dauern als die fahrt selbst. ihn dieser zeit kann man locker schon 100m gelaufen sein.
es gilt folgende faustregel:
fb = (0,5min*2)*n
das fahrradbedürfnis (fb) ergibt sich also aus der zeit des auf- und wieder abschliessens des fahrrads (0,5min*2) und der anzahl der zu fahrenden oder zu laufenden kilometer (n). ist der faktor fb kleiner als 2, wird gelaufen. ist er grösser oder exakt, wird gefahren.
schade ist, dass die gastronomen offensichtlich keinen zugang zu den flüssen in der stadt haben - ersäuft es, das pack? - nein! ich meine: es gibt hier kaum kneipen in unmittelbarer wassernähe. dies bleibt wohl der vorbehalt der ansässigen industrie, und da fällt mir auf, dass mannheim ja tatsächlich industrie hat und ich das blos nicht kenne, weil ich eigentlich nur industriefreie, aber dafür gastronomiestarke städte bewohnt habe. da gibt es einen zusammenhang, meine ich.
die gastronomie befindet sich also überwiegend in den sogenannten "quadraten", deren aufstellung mir schon viel kopfzerbrechen bereitet hat: es handelt sich dabei um eine seitenverkehrte spiegelachse, die diametral zu meinem intelektuellen fassungsvermögen in einer horizontalen liegt, umgeben von einem stadtring, dessen inneres also eine quadratur der kreises beschreibt und: wer kann die heute eigentlich noch erklären?
auch merkwürdig: ich wohne in einer strasse in neckarstadt-ost, die paralell zum neckarufer verläuft. wenn ich am ende der strasse angekommen bin, laufe ich über den neckar! wie geht das? ich kann es nur so erklären: es handelt sich um eine räumliche paradoxie, eine raumkrümmung verursacht durch irgendsoeine kosmische magnetstrahlung, was weis ich?
etwas ähnliches kenne ich nur auf der autobahn von kaiserslautern nach trier: irgendwann kommt man an einem schild vorbei, auf dem eine restkilometerangabe zu trier steht. ca. 10minuten später kommt man an einem weiteren schild vorbei, auf dem der exakt gleiche abstand vermerkt ist. man durchfährt also offensichtlich ein stück land, in dem die zeit stehengeblieben ist bzw. gar nicht stattfindet.
das mannheimer finanzamt übrigens befindet sich ebenfalls in einer zeitschleife, allerding mit sporadischen hypersprüngen in die realzeit, nur um gleich wieder abzutauchen. jedenfalls hatte ich mit einer sachbearbeiterin 3 mal das exakt gleiche gespräch. irgendwann allerdings gab es eine koinzidenz der ereignisse: exakt 2monate nach beantragung einer steuernummer bekam ich diese endlich und kann jetzt jedem menschen, der mir unangenehm auffällt, eine rechnung schreiben.
mittlerweile kenne ich mich hier aus, auch wenn mich doch noch einiges verwirrt. meine freundin gab mir mal eine stadtkarte, da ich zu eben diesem finanzamt musste. es sah nach einem weiten weg aus, zu weit, um schnell mal zu fuss zu gehen: meine strasse den neckar entlang, um ihn dann doch zu überqueren (?) und des kreises quadratur entlang usw usf. ich setzte mich auf das fahhrad und stieg im scheibar selben moment wieder ab: ich war angekommen. der verfluchte massstab, sagte ich zu mir und seitdem laufe ich selbst viel zu weite strecken. in berlin ging es mir genau anders herum: och, das sind ja nur 2cm auf der karte, da geh ich zu fuss hin!
man könnte jetzt fragen: warum fährt dieser nörgler nicht überallhin mit seinem vermaledeiten fahrrad? ganz einfach: die zeit des aufschliessens und am ende wieder abschliessens des fahrradschlosses darf nicht länger dauern als die fahrt selbst. ihn dieser zeit kann man locker schon 100m gelaufen sein.
es gilt folgende faustregel:
fb = (0,5min*2)*n
das fahrradbedürfnis (fb) ergibt sich also aus der zeit des auf- und wieder abschliessens des fahrrads (0,5min*2) und der anzahl der zu fahrenden oder zu laufenden kilometer (n). ist der faktor fb kleiner als 2, wird gelaufen. ist er grösser oder exakt, wird gefahren.
worte die fallen
Cafe,
Fahrrad,
Finanzamt,
Gastronomie,
Kaffee,
Mannheim,
Maßstab,
Neckarstadt- Ost,
Quadrate,
Raumkrümmung,
Spiegelachse
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