Ich stehe nun auf den Scherben eines durch Enttäuschungen geprägten Erwerbslebens. Buhuuuh! Meine letzte Arbeit wäre schön gewesen, hätte meine Kollegin auch nur Ansatzweise kollegiales Verhalten gezeigt. Stattdessen Ellbogen und Konkurrenzdenken. Nun bin ich zurück aus der Hölle wie einst Orpheus, der endlich gemerkt hat, dass seine Euridike eigentlich eine doofe Zimtzicke ist. Zeit also, sich was Neues zu überlegen. Doch der Berufe Vielfalt ist groß, nur wenig aber wirklich interessant. Da muss es doch was geben? Vielleicht werde ich Hund!
Doch wer will schon Hund werden? Ein Hund ist bekanntlich der beste Freund des Menschen. Das ist perspektivisch ein bisschen wenig, sieht man einmal von der Vollverpflegung und Verhätschel- bis Vermenschlichung des Hundes ab. Hunde haben damit eine Konsumhaltung verinnerlicht, die ihresgleichen sucht. Hund sein ist vielleicht bequem, aber auch irgendwie doof: Die Leine nervt, die Bude von Frauchen ist viel zu klein und wenn man mit dem Schwanz wedelt, räumt man das Teeservice vom Tisch. Außerdem riecht ein Hund nicht besonders gut. Mit der hundseigenen, sensiblen Nase würde mich mein Eigengeruch sehr stören. Ich könnte mich selbst nicht mehr riechen.
Vielleicht wende ich mich daher lieber dem Beruf des Polizisten zu. Er hat erheblich mehr Vorteile gegenüber dem Hundestand: Ein Polizist verdient Respekt. Er darf eine Uniform tragen. Er hat keine Leine um den Hals. Wenn er mit dem Schwanz wedelt, dann bekommen seine "Kunden" es mit der Angst zu tun. Er ist nicht nur Freund, sondern auch Helfer des Menschen. Außerdem kackt ein Polizist nicht auf den Bürgersteig. Vermutlich. Vielmehr gibt er auf brave Bürgerlein fein acht, damit ihnen nichts passiert. Zumindest theoretisch. Doch wie kann man einen Polizisten vor Ungemach durch subversive Elemente bewahren?
Sind nicht auch Polizisten schutzbedüftige Wesen, die vor unehrlichem Gesocks wie Ausländern, Drogenkriminellen und Homosexuellen beschützt werden müssen? Wie das sächsische Innenministerium zu wissen vorgibt, haben all diese Menschen AIDS oder wenigstens Hepatitis. Und wenn dann so einer abgeführt werden muss, weil er vielleicht undeutsch (synonym mit Drogenkurier) oder einfach schwul (synomým mit dekadent) aussieht und sich dabei rechtswidrig zur Wehr setzt, vielleicht kratzt oder sogar beißt, dann steckt er die Polizisten ganz automatisch mit AIDS oder Hepatitis an. Daher sollen sogenannte Risikogruppen nun auf diese Krankheiten zwangsgetestet werden.
Polizisten haben sich bis dahin sicherlich längst schon infiziert. Man muss als so ein perverser kranker Ausländer einen Polizisten ja nur kurz anhusten und schwupps: schon hat er AIDS. Doch mittels Zwangstest wissen die Polizisten zukünftig wenigstens von wem und können Ansprüche geltend machen. Das aber reicht alleine noch nicht aus. Vor der Infektion kommt die Prävention! Daher sollte das sächsische Innenministerium auf eine Kennzeichnungspflicht Hepatitis- bzw. HIV- Infizierter beharren, weil: so geht es nun auch nicht! Wenn diese Risikogruppen gekennzeichnet sind, dann kann man sich ja vorher schon überlegen, ob man das subversive Element festnimmt oder besser gleich erschießt. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, tut man dem Todgeweihten damit einen großen Gefallen. Und man muss schließlich auch an die Kosten für das Gesundheitssystem denken.
Polizisten ist es nicht zuzumuten, einfach Gummihandschuhe zu benutzen. Schon Gummigeschosse sind eine Zumutung. Wer das Gesetz vertritt, braucht scharfe Waffen. Aber wenn Polizisten schon nicht auf den Bürgersteig kacken dürfen, muss der braune Brei halt woanders raus. Polizeiapparat und Verfassungsschutz sind strukturell
bekanntlich auf dem rechten Auge blind (besonders der sächsische). Man sollte Polizisten, Verfassungsschützern und Innenministern daher Lätzchen um den Hals binden, damit sie sich gelegentlich den Mund damit wischen können. Aber die widersetzen sich ja auch erfolgreich dem Wunsch nach personeller Kennzeichnung vermummter Beamter. So ein Lätzchen kommt da auch nicht durch.
Und da kommt die Frage auf: Wer schützt zu verhaftende Menschen (Ausländer, linke Demonstranten, Radfahrer) vor Ansteckung durch Hepatitis- bzw. HIV- infizierte Polizisten? Sollte es da nicht einen Zwangstest für Beamte geben? Man könnte neben das Namensschild mit Dienststellennummer eine Gesundheitsampel anbringen. Da weiß der kriminelle Demonstrant oder Ausländer, dass er sich bei Verhaftung besser nicht wehrt, wenn der Beamte einen gelben (HIV- infiziert) oder gar einen roten Punkt (AIDS) auf dem Namensschild hat. Das könnte die Polizeiarbeit erheblich erleichtern und würde die bislang für den Staatsdienst diskriminierten Personengruppen in den Beamtenstatus verhelfen. Deeskalation durch biologische Einschüchterung - dass man darauf noch nicht gekommen ist?
Vielleicht sollte das Bundesland Sachsen jedoch lieber in die Entwicklung eines Wirkstoffes gegen ADIS investieren, anstatt den Menschen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf informelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit zu verwehren. Dass man in Sachsen nicht einmal auf die Idee kommt, dass der Vorschlag mit dem Zwangstest für sogenannte Riskogruppen üble Erinnerungen an die großdeutsche Vergangenheit weckt, zeugt von Geschichtsvergessenheit oder, schlimmer noch, von böswilligem Revisionismus. Auf jeden Fall legt er nahe, dass die Nazis nicht vom Verfassungsschutz unterwandert sind, sondern umgekehrt der Verfassungsschutz von Nazis.
Dann doch lieber Hund werden! Da wartet nur der Maulkorb auf mich.
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Samstag, 1. Dezember 2012
Berufe, die unter die Haut gehen #1: Hund
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Dienstag, 10. November 2009
Stinkefinger zeigen! Womöglich zurecht!
Ist ja gut, ich gebe es zu: Wenn ich in großer Eile bin und ich zum Überqueren eines banalen Platzes amidst 2er Straßen circa 5 Minuten zu brauchen drohe, da jeder meiner Schritte von einer roten Fußgängerampel durchkreuzt wird, dann gehe ich schon auch mal über die Straße, ohne auf die StVO zu achten. Dabei verschaffe ich mir stets einen Überblick über die Verkehrsverhältnisse. Selbstmord ist mein Ding nicht!
Ich sehe es schlicht und einfach nicht ein, warum ich wegen eines roten Lichtreizes doof an einer Straße stehen bleiben soll, wenn sowieso kein Auto kommt. Wenn es regnet, wird man nur länger nass, und wenn die Sonne brezelt, dann nur länger Kirre. Auf jeden x-beliebigen Autofahrer muss gewartet werden, die ja gerade dann erst anrasen und nochmal schnell bei rot über die Ampel müssen, wenn der gemeine Fußgänger gerade grün hat.
Ampeln sind eine Plage und gehören einfach abgeschafft. Ich habe Augen im Kopf, und die müssen genügen. Schön wäre es, wenn Autofahrer auch Augen im Kopf hätten, doch stattdessen haben sie lediglich Rezeptoren, die durch Lichtsignale zwar optisch gereizt werden, aber diese nicht immer dem Recht- und Sicherheitsempfinden der Allgemeinheit entsprechend interpretiert werden. Und damit bringt der gemeine Autofahrer andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
Gehe ich aber blickenden Auges über einen berotlichteten Fußgängerüberweg, dann bringe ich nur mich selbst in Gefahr, wobei ich ob der plumpen Fahrtaktik anderer Verkehrsteilnehmer nicht wirklich sicher bin, ob die Methode des "bei Rot stehen, bei Grün gehen" mein Leben sicherer macht als das Motto "den Verkehr sehen und lebendig über die Straße gehen".
Bin ich deswegen ein schlechtes Beispiel für Kinder? Ich glaube kaum! Ich bin der Überzeugung, dass jedes Kind sicherer über eine Straße gelangt, wenn es mir affektiv hinterher läuft, als wenn es sich darauf verlässt, dass die lieben Autofahrer schon halten, wenn ihre Ampel rot ist. Wer sich blind an irgendwelche Regeln hält, der glaubt auch, dass es zum Kapitalismus keine Alternative gibt und dass sein Geld bei einer Bank gut angelegt ist. Oder das Atomkraftwerke sicher sind und umweltfreundlich.
Motorisierte Verkehrsteilnehmer fühlen sich stets im Recht. Wie bei den Affenhorden, die in der kürzeren Vergangenheit der Menschheitsgeschichte ihr Unwesen trieben, wähnt sich jene im Vorteil, deren technisches Arsenal ausgereift ist. Wer nun schon mal bei der IAA in Frankfurt war, der weiß: Menschen, deren Selbstwertgefühl schon allein beim Betrachten eines PKW größer wird, neigen zum Größenwahnsinn. Dem niederen Fußgänger oder Radfahrer werden sie nie den gehörigen Respekt erweisen. Sie belehren ihn, aber sie achten ihn nicht!
In den Quadraten Mannheims gibt es nun seit Monaten eine feine Regelung, welche es den Radfahrern erlaubt, sich entgegengesetzt zur Einbahnstraße fort zu bewegen. Nun gibt es dort beinahe täglich Auseinanderstetzungen zwischen motorisierten und pedalisierten Verkehrsteilnehmern, die nicht selten damit anfangen, als dass der geplagte PKW-Führer nochmal extra auf das Gaspedal tritt und entgegenlenkt, weil er glaubt, der Pedaltreter übertrete die Verkehrsregeln.
Das wahre Schwein im Straßenverkehr ist aber jener, der andere in Gefahr bringt, nur weil er im Recht ist oder es zu sein glaubt! Dumm ist das auf jeden Fall. Man darf ja auf keinen Fall auf etwaige Verfehlungen dieser Fußgänger und Radfahrer verweisen, weil diese sich ausschließlich SELBST in Gefahr bringen. Das ist ein kleiner, aber qualitativ erheblicher Unterschied zum aggressiven KFZ-Führer. Außerdem sollte man niemals jemanden für die Fehler anderer Menschen verantwortlich machen! Ich kann schließlich nichts dafür, wenn irgendjemand zuvor dem Autofahrer seinen Stinkefinger entgegen gereckt hat oder dieser ein verpfuschtes Leben führt.
Womöglich zurecht! Denn die Straßen sind viel zu schade, als dass man sie größenwahnsinnigen Autofahrern alleine überlassen sollte. Wer sich einmal mit dem Zweck einer Straße auseinandergesetzt hat, der weiß ohnehin, dass diese ursprünglich gar nicht nur für Fahrzeuge gedacht, sondern eher für Fußvolk und Handwägen. Damals war es ein friedliches Nebeneinander, Tote gab es nur wegen der Maut. Seit der erste pferdestärkengetriebene Wagen gebaut wurde, ist dieser Frieden zerstört! Regeln mussten her, zum Schutze des Fußvolkes.
Dass es eine StVO gibt, ist alleine der Tatsache geschuldet, dass Menschen zwar psychisch in der Lage sind, sich über andere zu erheben, aber physisch nicht in der Lage sind, ihre Fahrzeuge sicher zu führen. Ich kann mich noch erinnern, als in der Kreisstadt in der Nähe meines Geburtsortes die erste Fußgängerampel aufgestellt wurde: Nicht, weil die Fußgänger zu doof waren, eine Straße zu überqueren, sondern weil die Autofahrer zu dumm waren, ganz selbstverständlich auf ihre Mitmenschen zu achten.
Doch nun ist das Schutzprinzip einer Zwangsverpflichtung zum angeblichen Selbstschutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer gewichen. Die Straßen aber, sie gehören allen. Sie werden nicht unterhalten durch die im Umfang lächerliche KFZ-Steuer, und auch nicht durch Benzinsteuer. Diese Besteuerungen gehen drauf, um Schäden an Mensch und Umwelt zu bezahlen. Den größten Batzen macht die Mehrwertsteuer aus, und die bezahlen wir alle reichlich. Man soll jedoch nicht glauben, dass der Erwerb eines PKW den persönlichen MwSt-Beitrag erhöht, bei den Subventionen (die wiederum wir alle zahlen), welche die Automobilbranche erhält.
Umdenken heißt: Die Straße mit allen teilen und Umsicht walten lassen. Da braucht man am Ende keine Ampel mehr und auch keine 100 Verkehrszeichen pro Einmündung. Selber denken ist immer besser als bedacht zu werden. Das ist das Konzept des Shared Space, und es ist gut! Unbedingt nachlesen. Und nachmachen! Am Ende emanzipiert sich der Mensch noch von seinem stupiden Dasein und kann nach etlichen Tausend Jahren endlich das sein, was er zu sein glaubt: Die Krone der Schöpfung.
So aber, ist er nur ein beinahe unbehaarter Hominide, dessen höchste zivilisatorische Errungenschaft die Zahnbürste ist.
Ich sehe es schlicht und einfach nicht ein, warum ich wegen eines roten Lichtreizes doof an einer Straße stehen bleiben soll, wenn sowieso kein Auto kommt. Wenn es regnet, wird man nur länger nass, und wenn die Sonne brezelt, dann nur länger Kirre. Auf jeden x-beliebigen Autofahrer muss gewartet werden, die ja gerade dann erst anrasen und nochmal schnell bei rot über die Ampel müssen, wenn der gemeine Fußgänger gerade grün hat.
Ampeln sind eine Plage und gehören einfach abgeschafft. Ich habe Augen im Kopf, und die müssen genügen. Schön wäre es, wenn Autofahrer auch Augen im Kopf hätten, doch stattdessen haben sie lediglich Rezeptoren, die durch Lichtsignale zwar optisch gereizt werden, aber diese nicht immer dem Recht- und Sicherheitsempfinden der Allgemeinheit entsprechend interpretiert werden. Und damit bringt der gemeine Autofahrer andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr.
Gehe ich aber blickenden Auges über einen berotlichteten Fußgängerüberweg, dann bringe ich nur mich selbst in Gefahr, wobei ich ob der plumpen Fahrtaktik anderer Verkehrsteilnehmer nicht wirklich sicher bin, ob die Methode des "bei Rot stehen, bei Grün gehen" mein Leben sicherer macht als das Motto "den Verkehr sehen und lebendig über die Straße gehen".
Bin ich deswegen ein schlechtes Beispiel für Kinder? Ich glaube kaum! Ich bin der Überzeugung, dass jedes Kind sicherer über eine Straße gelangt, wenn es mir affektiv hinterher läuft, als wenn es sich darauf verlässt, dass die lieben Autofahrer schon halten, wenn ihre Ampel rot ist. Wer sich blind an irgendwelche Regeln hält, der glaubt auch, dass es zum Kapitalismus keine Alternative gibt und dass sein Geld bei einer Bank gut angelegt ist. Oder das Atomkraftwerke sicher sind und umweltfreundlich.
Motorisierte Verkehrsteilnehmer fühlen sich stets im Recht. Wie bei den Affenhorden, die in der kürzeren Vergangenheit der Menschheitsgeschichte ihr Unwesen trieben, wähnt sich jene im Vorteil, deren technisches Arsenal ausgereift ist. Wer nun schon mal bei der IAA in Frankfurt war, der weiß: Menschen, deren Selbstwertgefühl schon allein beim Betrachten eines PKW größer wird, neigen zum Größenwahnsinn. Dem niederen Fußgänger oder Radfahrer werden sie nie den gehörigen Respekt erweisen. Sie belehren ihn, aber sie achten ihn nicht!
In den Quadraten Mannheims gibt es nun seit Monaten eine feine Regelung, welche es den Radfahrern erlaubt, sich entgegengesetzt zur Einbahnstraße fort zu bewegen. Nun gibt es dort beinahe täglich Auseinanderstetzungen zwischen motorisierten und pedalisierten Verkehrsteilnehmern, die nicht selten damit anfangen, als dass der geplagte PKW-Führer nochmal extra auf das Gaspedal tritt und entgegenlenkt, weil er glaubt, der Pedaltreter übertrete die Verkehrsregeln.
Das wahre Schwein im Straßenverkehr ist aber jener, der andere in Gefahr bringt, nur weil er im Recht ist oder es zu sein glaubt! Dumm ist das auf jeden Fall. Man darf ja auf keinen Fall auf etwaige Verfehlungen dieser Fußgänger und Radfahrer verweisen, weil diese sich ausschließlich SELBST in Gefahr bringen. Das ist ein kleiner, aber qualitativ erheblicher Unterschied zum aggressiven KFZ-Führer. Außerdem sollte man niemals jemanden für die Fehler anderer Menschen verantwortlich machen! Ich kann schließlich nichts dafür, wenn irgendjemand zuvor dem Autofahrer seinen Stinkefinger entgegen gereckt hat oder dieser ein verpfuschtes Leben führt.
Womöglich zurecht! Denn die Straßen sind viel zu schade, als dass man sie größenwahnsinnigen Autofahrern alleine überlassen sollte. Wer sich einmal mit dem Zweck einer Straße auseinandergesetzt hat, der weiß ohnehin, dass diese ursprünglich gar nicht nur für Fahrzeuge gedacht, sondern eher für Fußvolk und Handwägen. Damals war es ein friedliches Nebeneinander, Tote gab es nur wegen der Maut. Seit der erste pferdestärkengetriebene Wagen gebaut wurde, ist dieser Frieden zerstört! Regeln mussten her, zum Schutze des Fußvolkes.
Dass es eine StVO gibt, ist alleine der Tatsache geschuldet, dass Menschen zwar psychisch in der Lage sind, sich über andere zu erheben, aber physisch nicht in der Lage sind, ihre Fahrzeuge sicher zu führen. Ich kann mich noch erinnern, als in der Kreisstadt in der Nähe meines Geburtsortes die erste Fußgängerampel aufgestellt wurde: Nicht, weil die Fußgänger zu doof waren, eine Straße zu überqueren, sondern weil die Autofahrer zu dumm waren, ganz selbstverständlich auf ihre Mitmenschen zu achten.
Doch nun ist das Schutzprinzip einer Zwangsverpflichtung zum angeblichen Selbstschutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer gewichen. Die Straßen aber, sie gehören allen. Sie werden nicht unterhalten durch die im Umfang lächerliche KFZ-Steuer, und auch nicht durch Benzinsteuer. Diese Besteuerungen gehen drauf, um Schäden an Mensch und Umwelt zu bezahlen. Den größten Batzen macht die Mehrwertsteuer aus, und die bezahlen wir alle reichlich. Man soll jedoch nicht glauben, dass der Erwerb eines PKW den persönlichen MwSt-Beitrag erhöht, bei den Subventionen (die wiederum wir alle zahlen), welche die Automobilbranche erhält.
Umdenken heißt: Die Straße mit allen teilen und Umsicht walten lassen. Da braucht man am Ende keine Ampel mehr und auch keine 100 Verkehrszeichen pro Einmündung. Selber denken ist immer besser als bedacht zu werden. Das ist das Konzept des Shared Space, und es ist gut! Unbedingt nachlesen. Und nachmachen! Am Ende emanzipiert sich der Mensch noch von seinem stupiden Dasein und kann nach etlichen Tausend Jahren endlich das sein, was er zu sein glaubt: Die Krone der Schöpfung.
So aber, ist er nur ein beinahe unbehaarter Hominide, dessen höchste zivilisatorische Errungenschaft die Zahnbürste ist.
Montag, 26. Mai 2008
Freies Gehen für freie Menschen! Weg mit den Autos!
Verkehrsampeln gibt es ja eigentlich bloß, weil die Menschen viel zu dumm zum Auto fahren sind. Sollte die viel gepriesene, dem Menschen allerdings zu Unrecht angedichtete Vernunft tatsächlich einmal einsetzen, sämtliche Automobile würden abgeschafft. Aber dem ist nicht so, und deshalb kauft der AverageMan immer noch protzige Vorzeigeautos mit viel zu viel Spritverbrauch pro 100Kilometer.
Und jammert lieber ob der hohen Benzinpreise. Was nützt es schließlich, ein sparsames Auto zu fahren, das übrigens viel zu klein ist, um den Zweithund nebst Minifamilie gemeinsam zu einem Ort zu verbringen, wenn das Benzin immer teurer wird. Man kommt ja mit einem 3Liter- Auto heute zum gleichen Preis so weit, wie man in den 80ern mit seinem 10Liter- Wagen gekommen wäre.
Tatsächlich sehen Menschen an Tankstellen selten glücklich aus, und seit dem Verkaufsverbot von Alkoholika nach 20Uhr sieht man noch nicht mal mehr fröhliche Jugendliche. Tristesse ist nun angesagt, wo vorher wenigstens Trunkenheit herrschte. Wie öde muss das Leben eines Tankwarts nun sein, wie nah' steht er am Abgrund? Man weiß es nicht, und man müsste ihn befragen.
Doch alles jammern hilft nicht. Ohne Automobil geht es einfach nicht. Die Tochter will zum Tennis, der Sohn zum illegalen Sprayen gefahren werden. Es gibt so viele Gründe, das Fahrzeug zu benutzen. Aber denkt auch einmal jemand an die Schattenseiten? Ich zum Beispiel fühle mich von jedem motorisierten Fahrzeug geradezu belästigt. Seit ich mit dem Rauchen aufgehört habe, ist mir der Gestank von Abgasen nahezu unerträglich.
Hinzu kommt, dass man ja kaum noch vorwärts kommt, wenn man sich auf den Drahtesel schwingt oder zu Fuß gehen möchte. Überall muss man warten, überall muss man geduldig sein und langweiligen Autofahrern den Vortritt lassen. Und muss zudem noch lästigen Feinstaub einatmen (Gibt es eigentlich Studien über die Zusammenhänge zwischen Straßenverkehr und Krebsbefall?).
Und da wundert man sich, dass immer mehr Radler und Fußgänger gerade mal auf Ampelsignale sch***** und sich ihren Weg durch die Unbill der Stadt in voller Selbstverantwortung bahnen. Denn Sicherheit fängt mit gegenseitiger Aufmerksamkeit an, und nicht mit irgendwelchen Reizsignalen, die ein Verhaltensschema einleiten sollen, ganz so wie es bei Einzellern üblich ist.
Doch dem mit seinem KFZ verwachsenen Bioorganismus so called Mensch fällt dazu nichts weiter ein als: Hupen! Und extra Gas geben! Als wäre es damit getan. Hallo? Bremsen, nicht Hupen, das wäre vernünftiges Handeln. Doch möchte man lieber die der Straßenverkehrsordnung abholden Menschen zu adäquatem Verhalten erziehen. Und nimmt damit in kauf, sie nicht nur zu erschrecken, sondern auch zu überfahren. Selber schuld, denkt sich der Biomechanismus und braust weiter in den feinstaubverseuchten Abendhimmel.
Besonders auffällig und geradezu vernunftsabstinent verhält sich der Mannheimer KFZ-Bequemer. Wo er sonst in den Fußgängerzonen dieser Welt so arg schlendert, dass er beinahe umfallen möchte, so möchte er die verlorene Zeit automobil aufholen. Hier wird die im Alltag erfahrene Ohnmacht kompensiert, im Auto ist halt jeder der ganz große Käse. Selten habe ich dermaßen aggressive VerkehrsteilnehmerInnen erlebt.
Deswegen ergeht folgende Forderung: Alle Autos sofort raus aus der Stadt! Sie stinken, nehmen einem nur den Platz weg und sind außerdem schmutzig. Wie oft musste ich meine Hose reinigen lassen, nur weil ich versehentlich ein Fahrzeug gestreift habe. Autos gehören auf die Autobahnen, dafür hat A. Hitler sie schließlich bauen lassen. Dort können sie parken und fahren, sich gegenseitig auf die Nerven gehen, soviel Hupen wie sie möchten und ihre Abgase dorthin blasen, wo sie hingehören.
Und jammert lieber ob der hohen Benzinpreise. Was nützt es schließlich, ein sparsames Auto zu fahren, das übrigens viel zu klein ist, um den Zweithund nebst Minifamilie gemeinsam zu einem Ort zu verbringen, wenn das Benzin immer teurer wird. Man kommt ja mit einem 3Liter- Auto heute zum gleichen Preis so weit, wie man in den 80ern mit seinem 10Liter- Wagen gekommen wäre.
Tatsächlich sehen Menschen an Tankstellen selten glücklich aus, und seit dem Verkaufsverbot von Alkoholika nach 20Uhr sieht man noch nicht mal mehr fröhliche Jugendliche. Tristesse ist nun angesagt, wo vorher wenigstens Trunkenheit herrschte. Wie öde muss das Leben eines Tankwarts nun sein, wie nah' steht er am Abgrund? Man weiß es nicht, und man müsste ihn befragen.
Doch alles jammern hilft nicht. Ohne Automobil geht es einfach nicht. Die Tochter will zum Tennis, der Sohn zum illegalen Sprayen gefahren werden. Es gibt so viele Gründe, das Fahrzeug zu benutzen. Aber denkt auch einmal jemand an die Schattenseiten? Ich zum Beispiel fühle mich von jedem motorisierten Fahrzeug geradezu belästigt. Seit ich mit dem Rauchen aufgehört habe, ist mir der Gestank von Abgasen nahezu unerträglich.
Hinzu kommt, dass man ja kaum noch vorwärts kommt, wenn man sich auf den Drahtesel schwingt oder zu Fuß gehen möchte. Überall muss man warten, überall muss man geduldig sein und langweiligen Autofahrern den Vortritt lassen. Und muss zudem noch lästigen Feinstaub einatmen (Gibt es eigentlich Studien über die Zusammenhänge zwischen Straßenverkehr und Krebsbefall?).
Und da wundert man sich, dass immer mehr Radler und Fußgänger gerade mal auf Ampelsignale sch***** und sich ihren Weg durch die Unbill der Stadt in voller Selbstverantwortung bahnen. Denn Sicherheit fängt mit gegenseitiger Aufmerksamkeit an, und nicht mit irgendwelchen Reizsignalen, die ein Verhaltensschema einleiten sollen, ganz so wie es bei Einzellern üblich ist.
Doch dem mit seinem KFZ verwachsenen Bioorganismus so called Mensch fällt dazu nichts weiter ein als: Hupen! Und extra Gas geben! Als wäre es damit getan. Hallo? Bremsen, nicht Hupen, das wäre vernünftiges Handeln. Doch möchte man lieber die der Straßenverkehrsordnung abholden Menschen zu adäquatem Verhalten erziehen. Und nimmt damit in kauf, sie nicht nur zu erschrecken, sondern auch zu überfahren. Selber schuld, denkt sich der Biomechanismus und braust weiter in den feinstaubverseuchten Abendhimmel.
Besonders auffällig und geradezu vernunftsabstinent verhält sich der Mannheimer KFZ-Bequemer. Wo er sonst in den Fußgängerzonen dieser Welt so arg schlendert, dass er beinahe umfallen möchte, so möchte er die verlorene Zeit automobil aufholen. Hier wird die im Alltag erfahrene Ohnmacht kompensiert, im Auto ist halt jeder der ganz große Käse. Selten habe ich dermaßen aggressive VerkehrsteilnehmerInnen erlebt.
Deswegen ergeht folgende Forderung: Alle Autos sofort raus aus der Stadt! Sie stinken, nehmen einem nur den Platz weg und sind außerdem schmutzig. Wie oft musste ich meine Hose reinigen lassen, nur weil ich versehentlich ein Fahrzeug gestreift habe. Autos gehören auf die Autobahnen, dafür hat A. Hitler sie schließlich bauen lassen. Dort können sie parken und fahren, sich gegenseitig auf die Nerven gehen, soviel Hupen wie sie möchten und ihre Abgase dorthin blasen, wo sie hingehören.
Samstag, 28. Juli 2007
Der bewegte Mensch fordert was! Ampeln auf den Müllhaufen der Geschichte!
es ist ja nicht so, dass die strassen schon immer ganz alleine den kfz gehörten. wer das glaubt, ist selten dämlich: in meinen theoriestunden zur fahrprüfung gehörte der "mann mit handwagen" noch fest zum repertoire des strassenverkehrs.
in der geschichte der strasse werden fahrzeuge erst spät erwähnt. zuvor wurden strassen wandertechnisch erschlossen und dienten dem freundlichen warenhandel. per pedes war man unterwegs, der pökler genoss die natur und lüpfte kurz den hut, wenn der fassbinder ihm seine fässer entgegenrollte. heute ist das unvorstellbar!
es wurde nämlich schlimmer: später wurden die strassen für militärische massnahmen strategisch wertvoll, um kriegsgerät und heer schnell transportieren zu können. hitler baute viel später auch seine autobahn quer durch deutschland, er hatte das prinzip verstanden.
auch heute findet auf und über strassen krieg statt, doch sind die kombattanten die einfachen bürgerInnen, die sich über die staatliche gewalt hinwegsetzen und einen bruderkrieg "jeder gegen jeden" inszenieren. nur der gemeinsame feind kann sie einen: der fahrradfahrer und der fussgänger.
letzterem gehörte die strasse früher ganz allein, und der wagenlenker musste ihm den vorrang lassen. doch rücksichtslosigkeit und ignoranz sowie die unfähigkeit des menschen, ein fahrzeug sicher zu führen, setzten dem ein ende.
nach etlichen toten fussgängern erfand man verkehrsregeln. da diese äusserst interpretativ (gibt es dieses wort?) umgesetzt wurden, handelte es sich wohl nur um wohlmeinende vorschläge. als aber keine besserung eintrat, baute man die ampel!
sie ist die gefährlichste unter allen waffen, da sie den menschen in den ursprung seiner keimzellen zurückversetzen und aus einem denkenden ein auf reize unmittelbar reagierendes wesen machen, ähnlich einer amöbe.
tote gibt es dennoch, deswegen erkläre ich das projekt "ampel" als gescheitert. ich selbst reagiere höchst emanzipativ und achte als fussgänger oder radler nicht mehr auf lichtsignale. gesunder menschenverstand geleitet mich sicher durch den irrsinn der strassen und ihrer bewohnerInnen. viel, viel sicherer als je zuvor!
somit nehme ich mir stück für stück zurück, was man mir und meinen ahnen genommen! die zeit der "unmotorisierten" ist gekommen, und ihre protagonisten erkennen keine regeln an, die wegen anderen gemacht sind!
und autofahrer, denkt daran: eure geliebte autobahn war ein mittel zum völkermord! mit diesem wissen sollt ihr heute nacht einschlafen und schlecht träumen!
in der geschichte der strasse werden fahrzeuge erst spät erwähnt. zuvor wurden strassen wandertechnisch erschlossen und dienten dem freundlichen warenhandel. per pedes war man unterwegs, der pökler genoss die natur und lüpfte kurz den hut, wenn der fassbinder ihm seine fässer entgegenrollte. heute ist das unvorstellbar!
es wurde nämlich schlimmer: später wurden die strassen für militärische massnahmen strategisch wertvoll, um kriegsgerät und heer schnell transportieren zu können. hitler baute viel später auch seine autobahn quer durch deutschland, er hatte das prinzip verstanden.
auch heute findet auf und über strassen krieg statt, doch sind die kombattanten die einfachen bürgerInnen, die sich über die staatliche gewalt hinwegsetzen und einen bruderkrieg "jeder gegen jeden" inszenieren. nur der gemeinsame feind kann sie einen: der fahrradfahrer und der fussgänger.
letzterem gehörte die strasse früher ganz allein, und der wagenlenker musste ihm den vorrang lassen. doch rücksichtslosigkeit und ignoranz sowie die unfähigkeit des menschen, ein fahrzeug sicher zu führen, setzten dem ein ende.
nach etlichen toten fussgängern erfand man verkehrsregeln. da diese äusserst interpretativ (gibt es dieses wort?) umgesetzt wurden, handelte es sich wohl nur um wohlmeinende vorschläge. als aber keine besserung eintrat, baute man die ampel!
sie ist die gefährlichste unter allen waffen, da sie den menschen in den ursprung seiner keimzellen zurückversetzen und aus einem denkenden ein auf reize unmittelbar reagierendes wesen machen, ähnlich einer amöbe.
tote gibt es dennoch, deswegen erkläre ich das projekt "ampel" als gescheitert. ich selbst reagiere höchst emanzipativ und achte als fussgänger oder radler nicht mehr auf lichtsignale. gesunder menschenverstand geleitet mich sicher durch den irrsinn der strassen und ihrer bewohnerInnen. viel, viel sicherer als je zuvor!
somit nehme ich mir stück für stück zurück, was man mir und meinen ahnen genommen! die zeit der "unmotorisierten" ist gekommen, und ihre protagonisten erkennen keine regeln an, die wegen anderen gemacht sind!
und autofahrer, denkt daran: eure geliebte autobahn war ein mittel zum völkermord! mit diesem wissen sollt ihr heute nacht einschlafen und schlecht träumen!
Mittwoch, 9. Mai 2007
Bitte nicht anrufen! Dies ist eine Wiederholungssendung!
tolle überschrift, wie ich meine, hat aber wieder mal nicht viel mit dem unten stehenden text zu tun. manchmal muss man einfach schöne sentenzen benutzen, vor allem, wenn man sie gerade im bermudafunk gehört hat.
dieser sender ist eine goldgrube. praktisch jeder kann dort sein programm zusammenstellen. wenn nicht gerade von studentInnen der universitäten mannheim oder heidelberg tröge das heutige mensaessen vorgelesen wird, dann kann man auch eine sendung eines vogelkundlers bewundern. dieser klärt auf, welche vögel es in mannheim noch gibt und welche er vermisst, dann kann man die einzigartigen stimmchen der tierchen hören. in diese stimmchen wird sehr experimentelle musik eingeblendet, und somit entsteht ein kunstwerk! vielen dank dafür!
es gibt auch grässliches: menschen, die ihren text ablesen als bestünde das papier aus purem valium, absolut gekünstelte dialoge und unlustige comedy. teilweise haben redebeiträge in musiksendungen einen höheren anteil als die musik selbst. die musik ist dabei oft sehr retro, und wenn es mal tatsächlich musik von 2006/ 2007 gibt, dann ist es oft solche, die es auch schon 1967 hätte geben können.
so ist das beim bermudafunk! wie gesagt, jeder darf, jeder hat das recht darauf, die hörenInnen entweder einzuschläfern oder zu fesseln. andere sender der region sind ehrlich gesagt auch nicht besser. etwas dudelfunk, das war's.
es gibt gottseidank keinen verkehrsfunk beim bermudafunk. dieser ist anderswo hauptbestandteil, weil man seine hörerInnen kennt: man sitzt ja hier in der gegend sozusagen ständig im auto und muss deshalb über blitzer und stau genau aufgeklärt werden. sonst kommt man ja nicht weiter.
ich bevorzuge das fahrrad: man fährt locker an stehenden autos vorbei und schlängelt sich so durch. in einer kleinstadt wie mannheim kommt man mit dem fahrrad überallhin, und zwar: sehr schnell und ohne parkplatzproblem. ich bin ein sogenannter sicherer fahrer, d.h. ich fahre dann, wenn ich mich sicher fühle und nicht dann, wann man es mir erlaubt. ich habe auch als radfahrer ein recht auf körperliche unversehrtheit und deshalb gestatte ich mir, mich nicht an eigens für autofahrer gemachte regeln zu halten.
tatsächlich gibt es eine verkehrsordnung, die verkehrsteilnehmer schützen soll. die ersten fussgängerampeln wurden aufgestellt, weil autofahrer fussgänger umgefahren haben. fahrradwege gibt es nur, weil autofahrer fahrradfahrer umgefahren haben. nur zwei beispiele unter vielen. aber hilft das alles? ich würde sagen: nein!
der strassenverkehr ist viel zu komplex, um ihn überschauen zu können. deswegen habe ich am meisten angst vor leuten, die ihr "auto 100%ig im griff haben" und schon "100 jahre unfallfrei" fahren. dass ist selbstbetrug, aber man merkt es nicht. wer unfallfrei fährt, hat möglicherweise das glück, vorbildlichen anderen verkehrsteilnehmern zu begegnen?
der radfahrer ist der regenwurm der strasse. er durchlöchert den strassenverkehr, zwingt auch mal zum langsam fahren und lockert somit das verkehraufkommen auf. er ist ein nützliches tier und sollte deshalb geachtet und geschützt werden. man sollte sich darüber freuen ihnen zu begegnen und sich entspannt zurücklehnen, denn: wo radfahrer sind, gibt es selten stau! stauverursacher sind und bleiben: autofahrer!
natürlich gibt es auch schwarze schafe unter den radfahrern, rücksichtslose ekel, die vor nichts zurückschrecken und auch mal bei rot über die ampel fahren, so wie ich zum beispiel. aber: bitte nicht aggressiv werden, liebe autofahrer denn: nicht jeder mag eure abgase einatmen oder bei strömendem regen ewig warten müssen. wir werden nass und krank. ihr dagegen sitzt im warmen und es kostet euch keine mühe, mal auf die bremse zu treten oder sich ausnahmsweise nicht aufzuregen. man sollte uns zugestehen, unsere sicherheit selbst in die hand zu nehmen und zu radeln, wie es uns beliebt.
denn merke: ein auto kann töten, ein fahrrad ist nur unter aufwendung vieler gleichzeitiger unwahrscheinlichkeiten dazu in der lage. wer fahrrad fährt, fährt auf eigenes risiko, wer auto fährt, riskiert das leben anderer! dieser kleine aber feine unterschied soll an dieser stelle mal zum nachdenken und zur mässigung anregen.
eine frage bleibt dennoch: wozu braucht man in einer kleinstadt ein auto? könnte ein thema für morgen sein!
dieser sender ist eine goldgrube. praktisch jeder kann dort sein programm zusammenstellen. wenn nicht gerade von studentInnen der universitäten mannheim oder heidelberg tröge das heutige mensaessen vorgelesen wird, dann kann man auch eine sendung eines vogelkundlers bewundern. dieser klärt auf, welche vögel es in mannheim noch gibt und welche er vermisst, dann kann man die einzigartigen stimmchen der tierchen hören. in diese stimmchen wird sehr experimentelle musik eingeblendet, und somit entsteht ein kunstwerk! vielen dank dafür!
es gibt auch grässliches: menschen, die ihren text ablesen als bestünde das papier aus purem valium, absolut gekünstelte dialoge und unlustige comedy. teilweise haben redebeiträge in musiksendungen einen höheren anteil als die musik selbst. die musik ist dabei oft sehr retro, und wenn es mal tatsächlich musik von 2006/ 2007 gibt, dann ist es oft solche, die es auch schon 1967 hätte geben können.
so ist das beim bermudafunk! wie gesagt, jeder darf, jeder hat das recht darauf, die hörenInnen entweder einzuschläfern oder zu fesseln. andere sender der region sind ehrlich gesagt auch nicht besser. etwas dudelfunk, das war's.
es gibt gottseidank keinen verkehrsfunk beim bermudafunk. dieser ist anderswo hauptbestandteil, weil man seine hörerInnen kennt: man sitzt ja hier in der gegend sozusagen ständig im auto und muss deshalb über blitzer und stau genau aufgeklärt werden. sonst kommt man ja nicht weiter.
ich bevorzuge das fahrrad: man fährt locker an stehenden autos vorbei und schlängelt sich so durch. in einer kleinstadt wie mannheim kommt man mit dem fahrrad überallhin, und zwar: sehr schnell und ohne parkplatzproblem. ich bin ein sogenannter sicherer fahrer, d.h. ich fahre dann, wenn ich mich sicher fühle und nicht dann, wann man es mir erlaubt. ich habe auch als radfahrer ein recht auf körperliche unversehrtheit und deshalb gestatte ich mir, mich nicht an eigens für autofahrer gemachte regeln zu halten.
tatsächlich gibt es eine verkehrsordnung, die verkehrsteilnehmer schützen soll. die ersten fussgängerampeln wurden aufgestellt, weil autofahrer fussgänger umgefahren haben. fahrradwege gibt es nur, weil autofahrer fahrradfahrer umgefahren haben. nur zwei beispiele unter vielen. aber hilft das alles? ich würde sagen: nein!
der strassenverkehr ist viel zu komplex, um ihn überschauen zu können. deswegen habe ich am meisten angst vor leuten, die ihr "auto 100%ig im griff haben" und schon "100 jahre unfallfrei" fahren. dass ist selbstbetrug, aber man merkt es nicht. wer unfallfrei fährt, hat möglicherweise das glück, vorbildlichen anderen verkehrsteilnehmern zu begegnen?
der radfahrer ist der regenwurm der strasse. er durchlöchert den strassenverkehr, zwingt auch mal zum langsam fahren und lockert somit das verkehraufkommen auf. er ist ein nützliches tier und sollte deshalb geachtet und geschützt werden. man sollte sich darüber freuen ihnen zu begegnen und sich entspannt zurücklehnen, denn: wo radfahrer sind, gibt es selten stau! stauverursacher sind und bleiben: autofahrer!
natürlich gibt es auch schwarze schafe unter den radfahrern, rücksichtslose ekel, die vor nichts zurückschrecken und auch mal bei rot über die ampel fahren, so wie ich zum beispiel. aber: bitte nicht aggressiv werden, liebe autofahrer denn: nicht jeder mag eure abgase einatmen oder bei strömendem regen ewig warten müssen. wir werden nass und krank. ihr dagegen sitzt im warmen und es kostet euch keine mühe, mal auf die bremse zu treten oder sich ausnahmsweise nicht aufzuregen. man sollte uns zugestehen, unsere sicherheit selbst in die hand zu nehmen und zu radeln, wie es uns beliebt.
denn merke: ein auto kann töten, ein fahrrad ist nur unter aufwendung vieler gleichzeitiger unwahrscheinlichkeiten dazu in der lage. wer fahrrad fährt, fährt auf eigenes risiko, wer auto fährt, riskiert das leben anderer! dieser kleine aber feine unterschied soll an dieser stelle mal zum nachdenken und zur mässigung anregen.
eine frage bleibt dennoch: wozu braucht man in einer kleinstadt ein auto? könnte ein thema für morgen sein!
worte die fallen
Ampel,
Autonnome,
Bermudafunk,
Fahrrad,
Universität,
Verkehr
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