Habe ich meinen Humor verloren? RonJustice merkte diese Möglichkeit bezüglich der letzten Posts an. Ich hatte allerdings gedacht, die letzten Post seien sehr lustig. Diese Einschätzung jedoch scheint ein sicheres Anzeichen fehlenden Humors zu sein. Gut. Dann bin ich halt bösartig und nicht lustig. Es gibt auch nicht viel zu lachen.
Ein Teil von mir bedauert aufrichtig, dass die Welt am 21.12.2012 nicht untergegangen ist. Sicher, sterben möchte niemand, der sich lustvoll im relativen Wohlstand der Gesellschaft räkelt und von sozialen Geflechten unterschiedlichster Natur profitiert. Häuserbau, Kultur, Warenverkehr: Alles wunderbare Segnungen, die uns das Leben erträglich machen. Da sitzt man schön im warmen Zuhause, ob gemietet oder nicht. Wenn man was auf die Birne will, geht man ins Theater und die Wurst muss ja auch einer machen und dann verkaufen.
Wenn nur die Arbeit nicht wäre. Also die Lohnarbeit. Die Sorte Arbeit, die man glaubt, tun zu müssen um finanziell irgendwie über die Runden zu kommen. Um ein Zuhause haben zu können und auch die Wurst auf dem Brot. Um sich im Theater Stücke darüber anschauen zu können, wie doof das alles auch irgendwie ist. Da lässt sich ein Kulturbetrieb, der sich durch Selbst- und Fremdausbeutung über Wasser hält, über die Ausbeutung im Allgemeinen aus. Das ist, als äße der Bäcker sein Brot alleine auf und wäre selbst sein schärfster Kritiker. Das ist, als schlüge sich ein Zahnarzt selbst alle Zähne aus, um über die Anfertigung eines Gebisses seinen Swimmingpool finanzieren zu können. Das ist, als... ach, lassen wir das.
Das ist, als würde ein Sozialpädagoge (Diplom FH, staatlich anerkannt) dabei helfen, sich selbst überflüssig zu machen. Sozialpädagogen sind bessere Menschen, weil sie anderen Menschen dabei helfen, so zu werden wie der angenommene Durchschnitt der Gesellschaft. Deshalb sind Sozialpädagogen auch so furchtbar langweilige Leute. Das wäre weiter nicht schlimm, wenn sie nicht selbst davon überzeugt wären, so unglaublich unangepasst und flippig zu sein. Stellen Sie sich vor, Sie treffen an einer Theke einen sehr langweiligen Menschen, der von sich selbst glaubt, er sei witzig und verfüge über einen interessanten Charakter, total kritisch und unheimlich querdenkerisch sei er natürlich auch.
Wenn Sie nun das dringende Bedürfnis haben, Ihr Bier auszutrinken und schnell zu verschwinden, dann handelt es sich unter Garantie um einen Sozialpädagogen. Das sind Menschen, die jeden ihrer Sätze auf ihre pädagogische Wirkung hin abwägen müssen und niemals einen Witz über Minderheiten machen würden, es sei denn, man mache damit die Rohheit der Gesellschaft unter den furchtbar turbokapitalistischen Umständen deutlich, in denen SOLCHE Witze gedeihen können, pfui!
Sozialpädagogen sind Menschen, die anderen Menschen bei der Bewältigung ihres Alltags helfen sollen, z.B. indem sie mit ihnen gemeinsam Anträge oder andere Formulare ausfüllen. Selber können Sozialpädagogen das selbstredend nicht, geschweige denn eine Rechnung oder einen Sachbericht schreiben. Für so einen im Sinne der Berufsausübung unnötigen Quatsch hat man nicht studiert. Das Studium diente freilich dem Zotteln eigener Rastalocken und dem Üben des bedächtigen Teetrinkens, bei dem man im Schneidersitz die Schale mit beiden Händen hält und mit zu schmalen Schlitzen verengten Augen sanft, aber total kritisch und auch irgendwie aufmerksam über den Teeschalenrand blickt. Dieser Blick soll sagen: Ey, Du, das ist alles eine Sache der Wahrnehmung, weißt Du? Du musst da drüberstehen, so in echt, Du! Das ist zwar krass anstrengend, aber ey, weißt Du, das muss echt sein, ey!
Niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, sollte Sozialpädagoge werden. Wer schlecht bezahlt werden möchte und nichts lieber tut, als sich bis zur Verrentung mit dem unteren Rand der Gesellschaft abgeben zu müssen, braucht vielleicht selbst Hilfe. Dabei steht er vor der Wahl, entweder wirksam zu helfen und sich selbst überflüssig zu machen oder sein Klientel gerade so am Funktionieren zu halten, dass es nicht in Agonie verfällt und völlig wegknickt. Letzteres ist zwar sehr zynisch, ist aber bei den Ärzten abgeguckt: Völlige Heilung ist der Tod des eigenen Berufsstandes.
Sicher kann man auch als Sozialpädagoge Karriere machen: Man kann mehrere Fortbildungen machen und sich damit hoch verschulden. So eine Fortbildung kostet denn auch gleich mehrere tausend Euro. Das kann man machen, wenn man den Bildungskredit abbezahlt hat. Froh ist, wer Eltern hat, die ihr Geld nicht für den Aufenthalt im Pflegeheim verballern müssen. Man kann sich fortbilden in:
a.) Sich selber die Schuhe zubinden, ohne dabei umzufallen
b.) Sich solange selbst reflektieren, bis man nicht mehr weiß, wer man ist
c.) Wie man Gemüse unter den Aspekten des Gender-Mainstreamings anbaut
d.) Antisemitismus pflegen unter dem Deckmantel des Völkerrechts bei zeitgleicher Verdrängung der Tatsache, dass es im Grunde gar keine Palästinenser gibt
und
e.) Was tun, wenn das Haar unter den Rastalocken dünn wird?
Sozialpädagogen sind die Aasfresser der Gesellschaft. Sie leben vom geschaffenen Elend und müssen es erhalten, damit sie sich auch nächstes Jahr ernähren können. Erklärtes Ziel ist es, ihre Klienten an den Rest der Gesellschaft anzupassen und genau so fad und öd wie sie zu machen. Sie sind das Ketchup der sozialen Milieus, das gesellschaftlichem Leberkäs und Filetstücken einen identischen Geschmack zu verpassen trachtet. Was an sich nicht schlecht sein muss. Doch leider glauben Sozialpädogogen, damit die Welt zu verändern und zu verbessern.
Damit fällt auch dieser Beruf nicht in die engere Wahl.
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Dienstag, 25. Dezember 2012
Montag, 2. Juli 2007
Die Marder des Gesundheitswesens! Die Mörder des Rundstabbesens!
ich misstraue ärzten sehr! ich fürchte mich nicht, aber ich meide den umgang mit ihnen, soweit es mir möglich ist. dieser berufsstand rangiert meiner meinung nach auf einer ebene mit wohnungsmaklern, drückern, gebrauchtwagenverkäufern und versicherungsvertretern.ärzte haben ihre patientInnen vollkommen in der hand: mandeln entzündet? raus damit! bein entzündet? weg damit! wer ist denn in der lage, die entscheidung eines arztes fachkundig in frage zu stellen? man lamentiert "ach herr doktor, tut das denn nötig?", doch der arzt zieht kalt lächelnd die gummihandschuhe über und greift zur motorsäge.
danach zückt er die rechnung und sagt: "die apotheke ist gleich unten links, holen sie sich da ihre krücken ab! aber meistens gibt es dort keine apotheke. und wenn der arzt dann mit einer seiner praxisgehilfinnen im bett liegt, dann macht er zur auflockerung "witzchen" über seine ach so dummen patientInnen.
zahnärzte sind auch keine richtigen ärzte: sie klappen einem den kiefer auf und spateln im mund herum, sagen mal "ach" und mal "hmmm!", bis sie dann mit einem "herrje!" schliessen und den kopf dabei schütteln. dann sagen sie: "oben rechts ist einer, den muss man beobachten. aber sonst ist alles
in ordnung. ABER WENN SIE WOLLEN: dann kann ich ihnen den zahn gleich herausreissen mitsamt aller nerven, dann brauchen sie nicht zu warten, bis er wirklich weh tut!"kann man solchen menschen vertrauen? sie verdienen geld mit dem elend anderer leute. wenn keiner krank wäre, müssten sie elend verhungern! deswegen lassen sie es erst gar nicht soweit kommen: wer zu einer routine- untersuchung geht, kann sich sicher sein DASS DA WAS IST! weil da was SEIN MUSS!
als ich mal mein altes auto in die reparatur geben wollte, dann lachte der kfz- meister nur und sagte: "jooo, ich kann das schon reparieren, verstehen sie? aber besser wär's, sie kaufen sich gleich ein neues, ne?" und so sind ärzte auch. genau so!
ich halte es da mit dem gesundheitssystem der alten chinesen: man bezahlte seinen arzt, solange man gesund und munter war. wurde man krank, setzte die bezahlung aus. der arzt musste sein möglichstes tun, um seinen patienten wieder heilen oder ihm seine gesundheit solange einzureden, bis er dran glauben musste. mit dieser kleinen doppeldeutigkeit möchte ich für heute schliessen.
worte die fallen
Apotheke,
Arzt,
China,
Gesundheitswesen,
Zahnarzt
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