Posts mit dem Label Quote werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Quote werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 23. September 2012

It's the system, not the sex, stupid! Ich will die 50%- Quote!

Wo genau liegt das Problem? Das statistische Mittel besagt, dass Männer und Frauen durchschnittlich begabt sind. Daher sollten beide Geschlechter zu gleichen Teilen am Gelingen einer Gesellschaft (wirtschaftlich und sozial) beteiligt werden. Es ist doch völlig egal, ob die Wirtschaft von durchschnittlich begabten Männern oder von durchschnittlich begabten Frauen gelenkt wird. Es soll schließlich keiner behaupten, dass ausgerechntet die Vorstandsetagen von irgendwie begabten Menschen bevölkert sind.

Unsere Gesellschaft fördert das Mittelmaß. Exzellenzen sind lediglich bürokratische Konstrukte, die das Mittelmaß dadurch inkludieren, indem sie sie zur Exzellenz stilisieren und mit reichlich Etat versehen. Versuchen Sie es selbst: Machen Sie Politik mit einer originellen Idee oder stellen Sie etwas her, was die Menschen wirklich brauchen! Sie werden scheitern! Denn die Mittel vergeben immer noch die durchschnittlich Begabten. Und die Wähler_innen vertrauen schließlich niemandem, der großkopfert daherkommt. Es regiert das: Mittelmaß!

Also weg mit der Forderung von 10, 20 oder 40 Prozent Frauenanteil in den Vorständen. Ich will die 50 Prozent. Statistisch gesehen kann es gar nicht schlechter werden. Auch mit Frauen bleibt alles, wie es ist. Das ist meine Prognose! Denn die Wirtschaft ist kein Problem des Geschlechtes, sondern ein Problem der Verteilung. Ich möchte, dass Frauen endlich in der Mitte der Gesellschaft ankommen und beweisen dürfen, dass sie genauso unfähig und unverantwortlich agieren wie Männer. Der einzige Unterschied: Ein Mann im Vorstand ist ein Platzhirsch. Eine Frau ist geschlechtlich eine Platzhirschkuh, sozial aber genauso ein Dummbatz wie Jedermann.

It's the system, not the sex, stupid! Politikerinnen wie die von der Leyen, die Merkel oder die Schröder beweisen, dass sich nichts verbessert, bloß weil Frauen den Job machen. Sie treten ja noch nicht mal für ihre Geschlechtsgenossinnen ein. Im Gegenteil: Letztere schreibt mit einem einzigen Buch 40 Jahre Emanzipation nieder (ohne die sie hätte niemals Ministerin werden können - Fluch oder Segen?). Wäre dennoch schön, wenn sich der Bundesrat zusätzlich zur Quote auch einmal dazu entschließen könnte, die Gehälter von Männern und Frauen anzugleichen und andere strukturellen Ungleichheiten abzuschaffen.

Für die Lohnungerechtigkeit wurde vor einigen Jahren übrigens immer die Möglichkeit einer Schwangerschaft während der Beschäftigungszeit angeführt. Dies koste den Betrieb Unsummen, daher müsse kompensiert werden. Da aber die meisten Jobs mittlerweile ohnehin befristet sind, dürfte dieses Argument wohl keine Rolle mehr spielen.

Sonntag, 27. Mai 2007

Ein Kreuz für die Geliebte! Die Demokratie ist ein Geschenk Amors!

man hat es inzwischen bestimmt bemerkt: ich schweige mich über meine kandidatur zum oberbürgermeister von mannheim aus! es ist mir aber auch peinlich! ich habe es nicht ins viertelfinale geschafft, bin gescheitert mit dem werben von unterstützerInnen. ich habe nur insgesamt 34 stimmen von 250 benötigten zusammenbekommen.

natürlich möchte ich mich bei allen meinen unterstützerInnen bedanken, dass sie mir eine unterschrift gegeben haben - und das, obwohl ich ihnen keinerlei auskunft über mein wahlprogramm geben konnte. ich habe ja auch schlicht keines gehabt. und jetzt brauche ich auchwohl keines mehr. oder doch?

es gibt bei der wahl am 17. juni die möglichkeit, ganz unten am ende der liste eine wählbare person einzutragen, und bei dieser nach gutdünken ein kreuzchen zu machen. wenn mich der mannheimer morgen nicht äusserst perfide angelogen hat oder ich nicht mal wieder alles ganz falsch verstanden habe, dann sieht das kommunalwahlrecht dieses vor.

ist das nicht toll? man könnte mich wählen, und sollten genug wählerInnen für mich stimmen, dann erfahren sie später, was ich so vorhabe mit mannheim. das würde eine überraschung geben! viel charmanter wäre es allerdings, seinen geliebten oder den besten freund zum geburtstag seine stimme zu schenken. man trägt den namen der betreffenden person ein, macht sein kreuzchen, fotografiert das ganze ab und schickt es dem geburtstagskind zu. ein schöneres geschenk kann man einem menschen doch kaum noch machen!

natürlich sollte man von seinem wahlrecht gewissenhaft gebrauch machen. andererseits wählen die meisten menschen eh nur nach sympathie. dann sollte es aber korrekt sein, jemanden zu wählen, den man nicht nur von bildern her kennt, sondern mit dem man auch das bett teilt oder öfter gemeinsam sturzbetrunken aus der kneipe torkelt. das ist wahre demokratie! meine freundin C. zumindest bewegt sich zum beispiel weit ausserhalb der kategorie "kleineres übel" und ist für mich die top- kandidatin!

p.s. ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass nicht eine einzige frau zur oberbürgermeisterwahl angetreten ist? das ist schlecht für die quote, finde ich!