Die Minister Schäuble und Dobrindt haben dem früheren Kanzleramtschef Pofalla in der Debatte um seinen möglichen Wechsel zur Bahn den Rücken gestärkt. Pofalla sei "herausragend qualifiziert". Es gebe zu wenig Austausch zwischen Wirtschaft und Politik. [hier...]Und wir beschweren uns, dass die Kabarettisten heuer nur Comedy machen. Aber was bleibt ihnen anderes übrig, wenn Politiker nun mal das bessere Kabarett liefern?
Posts mit dem Label Bahn AG werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bahn AG werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 11. Januar 2014
Neues aus der Anstalt! Kabarettsendung offenbar doch nicht abgesetzt!
Wollen mer se neilasse?
Samstag, 17. August 2013
Tolle Typen #3: Trink, Brüderle! Trink!
Na, wer kennt sie nicht? Trink, Brüderchen! Trink! Die Werbung mit dem frech das R rollenden Kosaken, der die fernsehschauende Nation (brrrrr!) zum Trinken eines pseudorussischen Getränkes aufforderte, nicht ohne das Ü zu einem IE zu machen? Na, alle die jünger sind als ich, können sich wohl nicht erinnern.
Ich selbst bin wiederum nicht so alt wie der Herr Brüderle von der antifaschistischen, nicht- sexistischen sowie linksliberalen FDP. In his bloody old ages hat man noch gelernt, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Krieg wurde in den 40er Jahren glücklicherweise noch mit Krieg bekämpft, danach wurde er mit Waffenlieferungen bekämpft und siehe da: heute gibt es keine Kriege mehr, sondern nur noch robuste Auslandseinsätze.
Aus eben dieser Zeit stammt auch die Einsicht, dass Alkoholsucht nur mit Alkohol bekämpft werden kann. Droht der Alkoholisierte so viel Quatsch zu reden, wie der Tag lang ist, dann empfielt es sich, ihm noch etwas Trollinger nachzuschenken und dafür Sorge zu tragen, dass er ihn auch wirklich trinkt. Wer trinkt, hält wenigstens die Sabbel und legt sich seinen möglicherweise sexistischen oder urst wirtschaftsliberalen Unsinn nur noch im Kopf zurecht. Um danach herrlich im Suff einzuschlafen.
Dieser Logik folgend weiß man heute noch, dass die Unzulänglichkeiten, mit der die Bahn die Bevölkerung derzeit gegen sich aufbringt, nur mit einem Börsengang zu beheben ist (hier...). Das ist genial und bringt sicher Wählerstimmen auf dem Restpostenmarkt der Demokratie (auch Bundestagswahl genannt):
Die Folgen des unter Mehdorf geplanten, vorbereiteten und abgesagten Börsengangs der Bahn AG, nämlich Personal- und Investitionsmangel, mittels eines Börsengangs zu beheben. Feuer mit Feuer bekämpfen. Danke! Und: Prost, Herr Brüderle!
Ich weiß nicht woher, mir ist jetzt aber irgendwie nach Singen:
Jetzt trink mer noch a Flascherl Wein, hollariaho.
Es muss ja nicht die letzte sein. Hollariaho.
Jetzt trink mer noch a Flascherl Wein, hollariaho.
Es muss ja nicht die letzte sein. Hollariaho.
(Endless Repeat)
Ich selbst bin wiederum nicht so alt wie der Herr Brüderle von der antifaschistischen, nicht- sexistischen sowie linksliberalen FDP. In his bloody old ages hat man noch gelernt, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Krieg wurde in den 40er Jahren glücklicherweise noch mit Krieg bekämpft, danach wurde er mit Waffenlieferungen bekämpft und siehe da: heute gibt es keine Kriege mehr, sondern nur noch robuste Auslandseinsätze.
Aus eben dieser Zeit stammt auch die Einsicht, dass Alkoholsucht nur mit Alkohol bekämpft werden kann. Droht der Alkoholisierte so viel Quatsch zu reden, wie der Tag lang ist, dann empfielt es sich, ihm noch etwas Trollinger nachzuschenken und dafür Sorge zu tragen, dass er ihn auch wirklich trinkt. Wer trinkt, hält wenigstens die Sabbel und legt sich seinen möglicherweise sexistischen oder urst wirtschaftsliberalen Unsinn nur noch im Kopf zurecht. Um danach herrlich im Suff einzuschlafen.
Dieser Logik folgend weiß man heute noch, dass die Unzulänglichkeiten, mit der die Bahn die Bevölkerung derzeit gegen sich aufbringt, nur mit einem Börsengang zu beheben ist (hier...). Das ist genial und bringt sicher Wählerstimmen auf dem Restpostenmarkt der Demokratie (auch Bundestagswahl genannt):
Die Folgen des unter Mehdorf geplanten, vorbereiteten und abgesagten Börsengangs der Bahn AG, nämlich Personal- und Investitionsmangel, mittels eines Börsengangs zu beheben. Feuer mit Feuer bekämpfen. Danke! Und: Prost, Herr Brüderle!
Ich weiß nicht woher, mir ist jetzt aber irgendwie nach Singen:
Jetzt trink mer noch a Flascherl Wein, hollariaho.
Es muss ja nicht die letzte sein. Hollariaho.
Jetzt trink mer noch a Flascherl Wein, hollariaho.
Es muss ja nicht die letzte sein. Hollariaho.
(Endless Repeat)
Freitag, 21. März 2008
Rücksichtslose BVG-Fahrer! Töten Mädchen!
Die Bildzeitung in Berlin ist die "B.Z."! Sie hält uns mit genauso differenzierten Berichten in Laune wie die Bundesausgabe, doch beschäftigt sie sich überwiegend mit lokalen Geschehnissen. Man kann aber so oder so kaum glauben, dass erwachsene Menschen solche Zeitungen kaufen, doch die Auflagen zeigen uns ein anderes "Bild" (sic!).
Die Springerpresse ist generell gegen Streiks, außer denen, die sie selber organisiert. Wer erinnert sich nicht schmunzelnd an den "Warnstreik" der PIN AG- MitarbeiterInnen, der sich gegen Mindestlöhne in der Zustellungsbranche richtet? Arbeitgeber und Gewerkschaft in einem, das kriegt sonst nur Siemens hin. Bravo!
Streiken hingegen andere Berufsgruppen, sieht man 'tschland gerne dem Zerfall entgegensteuern. Die Streiks der Bahn waren ein Riesenthema, nun waren die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dran: Das geht ja gar nicht! Überall war Chaos!
Busse, Straßen- und U-Bahnen verweigerten ihren Dienst, die BVG musste Privatunternehmen anheuern, um den Anschein von Mobilität zu wahren. Da dies nicht im Ansatz funktionierte, waren die Straßen voller KFZ und FahrradfahrerInnen. Manchen sah man förmlich an, dass sie es sonst gewohnt waren, mit der Bahn zu fahren, so schlingernd war ihr Pfad.
Nun musste man ja trotzdem in die Schule oder zur Arbeit kommen. Und nun kommen wir zur großen Schuld des BVG- Streiks: Ein 14jähriges Mädchen fuhr nur deswegen mit dem Fahrrad zur Schule, weil kein Bus fahren mochte. Und prompt wurde sie überfahren! Von einem KFZ. Und wer ist der Logik der "B.Z." entsprechend schuld daran?
Die streikenden Busfahrer natürlich! Nicht etwa der unfallverursachende KFZ- Führer oder die überaus beknackten Fahrradwege in der Stadt. Oder die Eltern, die ihr zartes Pflänzchen doch hätten zur Schule bringen können. Oder die BVG selber, die ihren FahrerInnen ein lächerliches Einstiegsgehalt von lächerlichen 1400 Euro brutto entrichten. Oder oder oder... Die Welt ist doch so einfach, wenn man einen Schuldigen hat!
Die Springerpresse ist generell gegen Streiks, außer denen, die sie selber organisiert. Wer erinnert sich nicht schmunzelnd an den "Warnstreik" der PIN AG- MitarbeiterInnen, der sich gegen Mindestlöhne in der Zustellungsbranche richtet? Arbeitgeber und Gewerkschaft in einem, das kriegt sonst nur Siemens hin. Bravo!
Streiken hingegen andere Berufsgruppen, sieht man 'tschland gerne dem Zerfall entgegensteuern. Die Streiks der Bahn waren ein Riesenthema, nun waren die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) dran: Das geht ja gar nicht! Überall war Chaos!
Busse, Straßen- und U-Bahnen verweigerten ihren Dienst, die BVG musste Privatunternehmen anheuern, um den Anschein von Mobilität zu wahren. Da dies nicht im Ansatz funktionierte, waren die Straßen voller KFZ und FahrradfahrerInnen. Manchen sah man förmlich an, dass sie es sonst gewohnt waren, mit der Bahn zu fahren, so schlingernd war ihr Pfad.
Nun musste man ja trotzdem in die Schule oder zur Arbeit kommen. Und nun kommen wir zur großen Schuld des BVG- Streiks: Ein 14jähriges Mädchen fuhr nur deswegen mit dem Fahrrad zur Schule, weil kein Bus fahren mochte. Und prompt wurde sie überfahren! Von einem KFZ. Und wer ist der Logik der "B.Z." entsprechend schuld daran?
Die streikenden Busfahrer natürlich! Nicht etwa der unfallverursachende KFZ- Führer oder die überaus beknackten Fahrradwege in der Stadt. Oder die Eltern, die ihr zartes Pflänzchen doch hätten zur Schule bringen können. Oder die BVG selber, die ihren FahrerInnen ein lächerliches Einstiegsgehalt von lächerlichen 1400 Euro brutto entrichten. Oder oder oder... Die Welt ist doch so einfach, wenn man einen Schuldigen hat!
Donnerstag, 16. August 2007
Die Stunde des Parkscheinautomaten! Auch mal über die Wahrnehmung nachdenken!
Ist es nicht seltsam, dass wir (die meisten) Menschen zwei Augen haben, aber trotzdem drei Dimensionen damit wahrnehmen können? Mit einem Auge sieht man zweidimensional. Ohne Auge müsste man linear sehen können, aber man sieht: Nichts! Die Ohren sind zwar reduzierter in der Wahrnehmung, dafür aber realistischer: Mit zwei Ohren hört man stereo, mit einem nur mono.Ja, die Wunder der Wahrnehmung. Man sollte sich ständig darüber Gedanken machen. Oder aber darüber, dass die Mannheimer Parkhausbetriebe (MPB) die Parkgebühren erhöhen. Das sollte an sich kein Problem darstellen, da ein Auto ja nicht zum Parken, wohl aber zum Fahren da ist. Die MannheimerInnen können also aufatmen, denn das Leben fängt im Auto an und endet auch dort?
Erstaunlich ist allerdings, dass ein Auto trotz aller Unkenrufe öfter steht als fährt. Da hat man wohl etwas missverstanden! Ein PKW ist leider viel teurer, wenn er steht, als wenn er fährt. Wenn man ein Auto hat, bezahlt man allein für den Besitzstand Steuer, Versicherung und Parkgebühr!
Rentabel ist es also nur, wenn man sich die teuren Fahrtkosten für den VRN oder die Bahn AG spart und lieber seine eigene Penisverlängerung steuert. Denn der Spritpreis ist wahrlich ein Schnäppchen gegen das Beförderungsentgelt organisierter Transportunternehmen!
Logischer hingegen wäre es, überhaupt kein Auto zu besitzen: Man müsste sich nicht mehr ärgern über anfallende Gebühren oder ähnlichen Krimskrams. Doch nach wie vor hält sich das Motto "freie Fahrt für freie Bürger!" Das ist trotzdem etwas umständlich gedacht: Kein seine Bezeichnung verdienender Ökonom würde da seine Unterschrift drunter setzen.
Übrigens: Ohne Auto verlöre die Dreidimensionalität einen Ihrer Schrecken, wenn ich dieses oben bereits erwähnte Lasso an anderer Stelle wieder schwingen darf. Denn trotz diesem offensichtlichem Manko in der räumlichen Wahrnehmung könnte man in Zukunft auf die stereophone Dissonanz des Klanges zweier sich ineinander verhakenden Fahrzeuge verzichten. Zwei Augen und zwei Ohren richteten sich auf Schöneres.
Eine schöne neue Welt also, und ich schenke sie Euch. Ihr braucht sie nur zu nehmen! Aber wahrscheinlicher ist, dass man mich mal wieder ganz falsch versteht oder ignoriert: In Zukunft wird das Auto weniger parken und mehr fahren, das ist gewiss! Doch irgendwann muss gerastet werden, und dann schlägt die Stunde des Parkscheinautomaten!
Mittwoch, 8. August 2007
Streik viel gut! Erpressung gehört zum Geschäft!
ja leute, was ist los? wozu ist denn ein streik gut? was ist seine schärfste waffe? natürlich ist es die erpressung! insofern haben die lokführer gegenüber anderen streikenden einen klaren vorteil: wenn sie nicht wollen, dann läuft gar nichts mehr! was die eigentlich wollen? na, liebe(r) leserIn, dann schau halt nach! (hier...)
als denkender mensch sollte man diesen streik unterstützen, wenigstens mental. denn alles andere basiert auf dem naiven glauben, die wirtschaft regele sich von selbst und da bräuche man gar nicht einzugreifen. für die wirtschaft und seinen job, so lausig er auch bezahlt ist, tut und erduldet der deutsche arbeiter ja alles! aber die zeiten der wilhelminischen obrigkeitshörigkeit sind doch längst vorbei?
denkste: hierzulande hat sich leider die meinung durchgesetzt, dass arbeitnehmervertretungen dem wirtschaftsstandort deutschland schaden, denn: wer streikt, der schädigte das unternehmen selbst, für das er ja arbeitet. somit würde dann alles nur noch schlimmer, weil: mehr leute müssten dann entlassen werden, länger arbeiten oder lohnkürzungen erfahren. manchmal auch gleich alles auf einmal!
mit der bahn allerdings hat man es auch schon ohne streiks schwer: zu teuer ist sie, hat ein undurchschaubares tarifsystem und zu spät kommt sie ohnehin dauernd. da braucht es doch gar keinen streik. was änderte sich durch einen streik? gut: zunächst bezieht sich der streik nur auf den güterverkehr, und das ist nett von der gewerkschaft deutscher lokführer (gdl).
der bdi (bundesverband der deutschen industrie) klagt denn auch sämtliche gewerkschaften der standortschädigung an. was soll er auch sonst tun? im falle des bahnstreiks liegt es aber auf der hand: der industriekomplex wird empfindlich gestört, wenn der transport seiner güter über eine längere zeit nicht erfolgt (hier...).
auch der personenverkehr wird beeinträchtigt, und sicher fährt die bahn tagtäglich millionenverluste ein. doch dies ist nicht allein die schuld der lokführerInnen. sie fordern lediglich eine bezahlung, die der verantwortungsbelastung ihres berufs entspricht.
man könnte ja auch mal den vorstand der bahn in die verantwortung nehmen: letzten endes entscheidet dieser darüber, ob die züge weiter stillstehen oder nicht. denn diese lahmzulegen ist das gute recht der lokführerInnen.
auch andere gewerkschaften sollten mal wieder zum streik aufrufen! das passiert viel zu selten. ausser warnstreiks ist aber nicht viel zu erwarten. um des betriebsfriedens willen zieht man zu oft den schwanz ein (man erinnere sich: der streik (sic!) bei der telekom). dann sage ich aber zu euch: schaut mal nach frankreich!
zum schluss noch ein wort, vielmehr ein lied:
nachtrag (donnerstag 1.34uhr):
man darf in 'tschland nicht streiken, wenn die volkswirtschaft in gefahr ist. so hat das arbeitsgericht in nürnberg entschieden. das urteil ist in allen bundesländern gültig. arbeiterIn, streike so viel du willst, bloss wehtun darf es nicht! (hier...)
als denkender mensch sollte man diesen streik unterstützen, wenigstens mental. denn alles andere basiert auf dem naiven glauben, die wirtschaft regele sich von selbst und da bräuche man gar nicht einzugreifen. für die wirtschaft und seinen job, so lausig er auch bezahlt ist, tut und erduldet der deutsche arbeiter ja alles! aber die zeiten der wilhelminischen obrigkeitshörigkeit sind doch längst vorbei?
denkste: hierzulande hat sich leider die meinung durchgesetzt, dass arbeitnehmervertretungen dem wirtschaftsstandort deutschland schaden, denn: wer streikt, der schädigte das unternehmen selbst, für das er ja arbeitet. somit würde dann alles nur noch schlimmer, weil: mehr leute müssten dann entlassen werden, länger arbeiten oder lohnkürzungen erfahren. manchmal auch gleich alles auf einmal!
mit der bahn allerdings hat man es auch schon ohne streiks schwer: zu teuer ist sie, hat ein undurchschaubares tarifsystem und zu spät kommt sie ohnehin dauernd. da braucht es doch gar keinen streik. was änderte sich durch einen streik? gut: zunächst bezieht sich der streik nur auf den güterverkehr, und das ist nett von der gewerkschaft deutscher lokführer (gdl).
der bdi (bundesverband der deutschen industrie) klagt denn auch sämtliche gewerkschaften der standortschädigung an. was soll er auch sonst tun? im falle des bahnstreiks liegt es aber auf der hand: der industriekomplex wird empfindlich gestört, wenn der transport seiner güter über eine längere zeit nicht erfolgt (hier...).
auch der personenverkehr wird beeinträchtigt, und sicher fährt die bahn tagtäglich millionenverluste ein. doch dies ist nicht allein die schuld der lokführerInnen. sie fordern lediglich eine bezahlung, die der verantwortungsbelastung ihres berufs entspricht.
man könnte ja auch mal den vorstand der bahn in die verantwortung nehmen: letzten endes entscheidet dieser darüber, ob die züge weiter stillstehen oder nicht. denn diese lahmzulegen ist das gute recht der lokführerInnen.
auch andere gewerkschaften sollten mal wieder zum streik aufrufen! das passiert viel zu selten. ausser warnstreiks ist aber nicht viel zu erwarten. um des betriebsfriedens willen zieht man zu oft den schwanz ein (man erinnere sich: der streik (sic!) bei der telekom). dann sage ich aber zu euch: schaut mal nach frankreich!
zum schluss noch ein wort, vielmehr ein lied:
Georg Friedrich Rudolph Theodor Herwegh (1817 - 1875)
- Mann der Arbeit, aufgewacht!
- Und erkenne deine Macht!
- Alle Räder stehen still.
- Wenn dein starker Arm es will.
- Deiner Dränger Schar erblaßt,
- Wenn du, müde deiner Last,
- In die Ecke stellst den Pflug.
- Wenn du rufst: Es ist genug!
- Brecht das Doppeljoch entzwei!
- Brecht die Not der Sklaverei!
- Brecht die Sklaverei der Not!
- Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!
nachtrag (donnerstag 1.34uhr):
man darf in 'tschland nicht streiken, wenn die volkswirtschaft in gefahr ist. so hat das arbeitsgericht in nürnberg entschieden. das urteil ist in allen bundesländern gültig. arbeiterIn, streike so viel du willst, bloss wehtun darf es nicht! (hier...)
Dienstag, 3. Juli 2007
Die Bahn AG im Tief! Doch wo bleibt die Internationale?
jetzt streiken sie: die zugführerInnen der deutschen bahn ag. und was fällt den vom warnstreik betroffenen ein? sie finden das doof, weil: man kommt zu spät oder auch gar nicht zur arbeit! mit dem auto müsse man nun fahren, um den arbeitgeber nicht zu enttäuschen. die armen arbeitgeber, sie gehen sonst zugrunde.
man sieht, wie wenig phantasie die menschen hierzulande haben. statt sich zu solidarisieren und das öffentliche leben dem kurzzeitigen zusammenbruch zu weihen, sorgt man sich um seinen arbeitsplatz und um den fortbestand des ewig gleichen.sicher kann man die forderung um gehaltserhöhungen von bis zu 31 prozent für sehr vermessen halten. aber bei den krankenhausärzten ging es ja auch, und bei den piloten vor einigen jahren ebenso. doch der herr mehdorn hält es nicht mehr für moderat, er sieht arbeitsplätze bei der bahn ag in gefahr. er könnte allerdings selbst kündigen und sein eingespartes gehalt zur schaffung von arbeitsplätzen einsetzen lassen.
der bundesdeutsche neidbürger solidarisiert sich also nicht und
gönnt dem jeweils anderen den aufstieg nicht. da zieht man ihn doch lieber in den dreck mit zurück, in dem man sich ja selbst schon bravourös suhlt. dabei stünde den meisten arbeitnehmerInnen eine gehaltserhöhung von bis zu 31 prozent zu. man traut sich jedoch nicht, sie zu verlangen: der wirtschaft ginge es dann erbärmlich, und man selber würde: arbeitslos.man lässt sich hierzulande ja einiges einreden. statt jedoch die soziale ungerechtigkeit umzukehren, belässt man alles beim alten. die schafe... määääh!
Abonnieren
Posts (Atom)