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Montag, 23. September 2013

Die bettnässende Mätresse der Kanzlerin ist weg! Jetzt aber den Heimvorteil nutzen!

Nochmal Schwein gehabt: Merkel wird doch nicht Königin! Es sei denn, sie bekommt einen Hofnarren dazu, der die FDP ersetzt. Die SPD steht Gewehr bei Fuß. Sie kann es sich vorstellen, sich von Merkel endgültig zerpflücken zu lassen. Die Grünen zieren sich noch: Sie sind beleidigt wegen des unterirdischen Wahlkampfs seitens der CDU.

Tja, liebe CDU, das ist eine alte Weisheit aus dem Fachgebiet der Sexualität: Man sollte  mögliche Partner nicht mit alter Scheiße beschmeissen. Denn dann wird's nach der Wahl schwer, jemanden zu für gemeinsame Stunden zu finden. Vor allem, wenn die FDP, die bettnässende Mätresse Merkels, nicht mehr in ihr Schlafzimmer darf.

Außer schwarz-grün und schwarz-rot gibt es ja noch eine dritte Lösung. Von der hat sich die SPD aber voreilig distanziert. Gibt es eigentlich noch einen echten Grund, DIE LINKE nicht an einer Regierung zu beteiligen? Der Sozialismusvorwurf ist doch nun wirklich nur noch ein Reflex, dem jede Grundlage fehlt. Im Grunde sind DIE LINKEN die besseren Sozialdemokraten.

Eine rot-rot-grüne Koalition ist die einzige Möglichkeit, Merkel auf lange Sicht loszuwerden. Was soll der SPD denn noch groß passieren? Eine weitere Koalition mit der CDU würde sie völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen. Und eine schwarzgrüne Koalition schweißt die Opposition SPD und LINKE ohnehin zusammen.

Jetzt etwas Arsch in der Hose, mit Grünen und LINKEN eine Koalition bilden und schuften bis zur nächsten Landtagswahl. Wenn diese Koalition bis dahin etwas halbwegs brauchbares zusammenkriegt, dann muss sie sich vor nichts mehr fürchten. Sie hat sogar bis zum Sommer 2014 Zeit. Dann haben DIE LINKEN sogar einen Heimvorteil: Die nächsten Wahlen finden in Sachsen und in Thüringen statt.

Sonntag, 22. September 2013

Wie man Wahlen gewinnt? Das Wahlprogramm einfach nicht öffentlich kommunizieren!

Offenbar geht es 42,5% aller WählerInnen so gut mit Merkels Politik, dass sie die CDU wählen. Oder aber sie sind dement und sitzen im Pflegeheim. Klar gibt es ein Wahlprogramm der CDU. Es wurde im Wahlkampf nicht kommuniziert.

Und ich wage zu behaupten: Ein Großteil der CDU-WählerInnen hat es nicht gelesen. Sie haben das gewählt, was Merkel am besten kann: Gewählt werden. Sie haben Stillstand gewählt. Sie haben eine wankelmütige Person erneut zu ihrer Kanzlerin gewählt, die keinen Nullsatz scheut, um nichts sagen zu müssen.

Hat es eigentlich jemand bemerkt? Dass der Wahlkampf der CDU allein auf der Diskreditierung anderer Parteien und Personen basierte? Ohne selbst auf aktuelle Themen eingehen zu müssen?

Aktuellen Themen wären:
  • Wie steht die Union zur von ihr und der FDP verkackten Energiewende?
  • Wie kann man die BürgerInnen vor Überwachung schützen bzw. welche Pläne haben Arsch und Friedrich bezüglich des Verfassungsschutzes?
  • Wie holt der Staat das den Banken geliehene Geld zurück? Wie verfährt die CDU künftig mit durch Banken in Not geratene Staaten? Welche Regularien sollen für Geldinstitute gelten, damit sich eine Bankenkrise nicht wiederholt?
  • Was ist mit Mindestlohn und Mindestrente?
Darauf hat die CDU scheinbar keine Antworten, die dem Wähler gefallen könnten. Deshalb wird von Themen abgelenkt und darüber beratschlagt, wie man inhaltlich kompetente Kandidaten in der Wählergunst sinken lassen kann.

Na fein, Ihr Experten: Dann weitere vier Jahre Merkel und Seehofer. Ihr werdet schon sehen! Das einzig Positive ist jedoch: Wenn Merkel verkackt, dann war sie's ganz alleine. Allerdings wird sie schon wieder jemanden finden, den sie verantwortlich machen kann. Denn das kann Merkel, wenn auch sonst nichts: An der Macht bleiben! Denn: Sie ist die Kanzlerin der Märkte, nicht die ihrer WählerInnen und schon gar nicht für das ganze Land.

Und die dummen Deutschen haben endlich ihre Königin. Ich gratuliere Euch dazu, Ihr Idioten! Ach, man könnte sich geradezu radikalisieren aus lauter Zorn.

Doch obwohl: Die Hoffnung stirbt zuletzt und die absolute Mehrheit wird vielleicht doch nicht erreicht! Und dann?

Und Trost: Die FDP ist nicht mehr drin im Bundestag und kommt auch nicht mehr rein! Ihr habt's Euch wahrlich verdient. So dumm kann ja auch kein Wähler sein!

Samstag, 21. September 2013

Und morgen wählen? BILD und Deutsche Bank sagen ja!

Wenn die BILD und die Deutsche Bank zur Wahl bitten, dann muss was faul sein? Die moralische Frage lautet, ob man ob solcher Fürredner überhaupt Wählen gehen darf. Die Interessen von Friede Springer und den Lebensmittelspekulanten der Deutschen Bank sind mir persönlich etwas zu einseitig. 

Nur für's Protokoll:
Die BILD habe ich mir nicht etwa gekauft. Sie lag bei mir heute Morgen im Briefkasten. Ich habe nicht darum gebettelt, aber auch nichts dagegen getan. Bitteschön, mein Briefkasten ist voll mit Aufklebern, was alles nicht rein soll!

Meine Aufkleber:
Keine Reklame!
Keine werbegestützten Wochenblätter
Keine Wahlwerbung der NPD!
Keine Wahlwerbung der SPD! (in Neukölln ein und dasselbe)

und nun auch noch:
Keine BILD!

Nun gibt sich BILD sehr neutral und will nur dazu aufrufen, morgen wählen zu gehen. Tatsächlich ist nichts an der heutigen BILD tendenziös. Vielmehr beschwört sie die unrichtige These, dass mehr Stimmen mehr Prozente ergeben. Entweder sind die BILD-Redakteure selbst keine großen Leuchten oder sie trauen ihrer Kundschaft wenig zu: Mehr als 100% kann es bei Wahlen nicht geben (OK, in der Ukraine schon)!

Hofberichtserstattung:
Was die BILD aber schon seit Monaten veranstaltet, kann man nicht anders als Hofberichtserstattung von der königlich-kanzlerischen Regierungskoalition aus CDU/CSU und der FDP nennen. Und dabei alle möglichen Gegner zu mobben, mit allen zur Verfügung stehenden schäbigen Mitteln. Da kann sie heute ja mal auf alle Tendenzen verzichten, nicht wahr? Wenn man seine Leserschaft zuvor schon dermaßen präpariert hat? Euch den Mittelfinger zeigen geht hier leider nicht. Aber ich kann ihn Euch schreiben, Ihr ver.... W... Schw...!

Denn ich kann auch tendenziös, meine Lieben!
Natürlich gebe ich hier keinerlei Wahlempfehlung. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, so viel Liberalität muss sein. Und damit kann auch ein jeder für sich entscheiden, ob er ein blöder Dummbatz  ist oder ein angenehm aufsässiger Mensch, mit dem man auch mal gerne ein Bier abends trinkt.

Also: Wer wird gewählt?
Bei der CDU weiß man ohnehin nicht, ob man Merkel, Deutsche Bank oder Friede Springer wählt. Merkel wäre gerne systemrelevant, die Deutsche Bank ist es. Frau Springer hingegen ist das Furunkel am Knie der Demokratie. Wenn sie das Furnkel am Arsch wäre, wäre die Demokratie wenigsten gezwungen aufzustehen. Aber so kann sie nicht mal mehr laufen.

Wer die Deutsche Bank will, muss Merkel wählen!
So könnte ein Schuh draus werden. Doch wie kann die CDU in den Umfragen nur so weit vorne liegen? Im Grunde geht es vielen Menschen doch zunehmend schlechter bzw. abnehmend gut. Ausschließlich die Wirtschaft bzw. die "Märkte" profitieren von der Agenda 2010, welche die SPD verursacht hat. Dies wird der CDU nun gutgeschrieben, weil die Auswirkungen sich in dieser Legislaturperiode gezeigt haben. Der Großteil der Bevölkerung hat vom "Aufschwung" hingegen nichts.

Im Gegenzug wird die SPD für Sozialabbau, steigende Mieten und sinkende Löhne verantwortlich gemacht (was zwar stimmt, aber auch irgendwie ungerecht ist) und von der CDU deshalb vorgeführt. Daher scheint vielen WählerInnen die SPD unwählbar. Aber mal ehrlich: Die Union hätte die Hartz IV- Reformen ohne weiteres rückgängig machen können! Zeit genug war vorhanden. Warum nur hat sie es nicht getan? Hmmmm? Das sollte sich alle ärmer gewordenen Schlucker mal überlegen, bevor sie ihr Kreuzchen mal wieder im schwarzen Urschleim versenken!

Wenn die Union der SPD verbietet, mit der Linken zu koalieren, dann sollte man als WählerIn mit Trotz reagieren und sie trotzdem wählen oder zumindest nicht die CDU oder gar die FDP. Merkel steckt ihre Energie ohnehin eher in den Machterhalt als ins Regieren. Sie scheint Schland vor Schaden bewahren zu wollen und sagt stets Nein zu Mehrausgaben, um dann wenige Tage später das genaue Gegenteil zu tun. Ihre Fans jedoch schenken ihrer Intention mehr Aufmerksamkeit als ihrem tatsächlichen Handel. Ist das schon Dialektik oder schreit das nach der allseits beliebten Zwangspychiatrisierung einer ganzen Wählergruppe? Die zudem mehr an der boulevardesken Seite der Politik interessiert ist als am Schaden, den sie anrichten kann?

DIE LINKE ist übrigens die einzige der im Bundestag vertretenen Parteien, die keine Großspenden von Konzernen, Banken, Versicherungen und Lobbyisten erhält.
Damit ist sie auch weniger käuflich als die anderen Parteien. Deshalb: Wer die echte alte Tante SPD will, muss DIE LINKE wählen. Die SPD hat es nicht mehr drauf. DIE LINKE ist die letzte Antikriegspartei der BRD, befürwortet die Bankenregulierung und will einen echten Mindestlohn. Sie vertritt die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitslosen und nicht die der "Märkte".

Sie sehen: Ich will unbedingt, dass SPD und DIE LINKE koalieren, notfalls auch mit den Grünen. (Was kann der SPD denn noch passieren? Wovor hat sie Angst? Etwa dass sie unter die 30%-Marke fällt? Haha!)

Die Piraten wurden von den etablierten Parteien und Medien nicht ernst genommen bzw. verlacht, weil sie mitunter etwas naiv versucht haben, den Politikbetrieb aufzumischen. Heute haben sie ein richtiges Programm und treten professioneller auf, was ihnen prompt zur Last gelegt wird: Nun sind sie ja genauso (bl)öde wie alle anderen Parteien. Na und? Dann sind sie ja auch genauso wählbar! Das Wahlprogramm der Piraten ist zumindest weit weniger eine Zumutung als das vieler anderer Parteien. Und: Wer eine Partei im Bundestag haben will, für die das Internet kein Neuland ist, sollte die Piraten wählen. Deren Experten scheinen zumindest nicht direkt von Lobbyisten entsendet worden zu sein.

Die FDP hingegen muss endlich weg! In der FDP sitzen gefährliche Wirrköpfe, deren einziger echter Programmpunkt die Beteiligung im Bundestag ohne jede Gegenleistung ist. Selbsthilfe geht vor, das ist der liberale Urgedanke. Die FDP lebt ihn. Dieser Gedanke ist leider verkürzt auf Wirtschaftliberalität. Als Garant für Bürgerrechte gilt vielleicht noch die parteiintern ungeliebte Frau Leutheusser-Schnarrenberger, das war's aber auch schon. Möglich, dass in der ein der anderen Kommune noch ein guter Liberaler sitzt. Aber Entschuldigung: Wer FDP auf Bundesebene wählt, ist entweder gefährlich dumm oder selbst Mitglied der Partei. Oft läuft das auf's selbe hinaus.

Die NPD muss auch weg! Aber werden dann nicht die ganzen V-Leute arbeitslos? Und würde der Verfassungsschutz dann nicht überflüssig? Und das will scheinbar niemand, also wollen wir es dann auch nicht? Ob deren WählerInnen auch vom Verfassungsschutz bezahlt werden? Bitte eine kleine Anfrage durch DIE LINKE oder demnächst durch die Piraten.

Und die AfD soll bitte dahin gehen, wo ihr Geld liegt! Das ist bestimmt nicht in der BRD, jede Wette!

Und ach, oh weh, die Grünen! ...
Die bewaffneten Pazifisten schaffen es ja noch nicht einmal mehr, ihr ureigenstes Themengebiet für sich zu nutzen. Dass die CDU bzw. die FDP die Energierwende nicht ansprechen, ist nur logisch: Die Regierungskoalition hat es geschafft, die gesamte Bevölkerung gegen den Umbau der Energieherstellung aufzubringen.
Die denkt nun zur Freude von CDU und FDP, dass Umwelt- und Klimaschutz teuer sei und Atomenergie sowie Kohle- und Gaskraftwerke wieder gebraucht würden.
Die Grünen hätten darauf hinweisen müssen, dass die Verteuerung des Stroms nur für Privatkunden und mittelständische Betriebe gilt, nicht aber für die energieintensive Industrie: Ein Geschenk der Koalition an ihre Kumpels, die herkömmlichen Stromerzeuger (hier...).
Eine faire Umverteilung der Kosten wäre möglich. Das hätte Programm sein können. Stattdessen verirren sich diese Vollpfosten in Steuer- und Ernährungsdebatten.

Sonntag, 8. September 2013

Tolle Typen #5: WahlkämpferInnen und ihre Skandale! Update!

Deutlich zu sehen: Steinbrück hat einen Mittelfinger!
Ja geht's noch? Ist denn schon Ẁahlkampf oder lebst Du noch? Ein Skandal nach dem anderen erschüttert die Bunzreplik!

Ein nicht chronologischer Überblick:

 Skandal #1: Kristina Schröder (CDU)
Lässt sich ein Kind machen. Setzt danach das Betreuungsgeld durch. Tritt zur nächsten Legislaturperiode nicht mehr an. 
Eigentlicher Skandal: Nimmt danach das Betreuungsgeld in Anspruch. Und damit: Vorteilnahme im Amt!

Skandal #2: Horst Seehofer (CSU)
Macht anderen ungefragt Kinder. Fremde sollen eine Maut für deutsche Autobahnen zahlen. Deutsche hingegen nicht. Diesbezüglich politisch und strategisch auf einer Linie mit dem GröFaZ. Unterschied: Die Autobahn diente damals indirekt der Feindabwehr. 
Eigentlicher Skandal: Solche Debatten dienen ihm lediglich der Stimmungsmache an den Stammtischen der Stimmtaschen!

Skandal #3: Angela Merkel (CDU)
Weiß von nichts (NSA). Nennt das Internet "Neuland". Hat einen Kanzleramtsminister, der die Geheimdienste nicht kennt. Außer den amerikanischen und britischen. Weiß von nichts (NSU). 
Eigentlicher Skandal: Hat nichts vom Betreuungsgeld.

Skandal #4: Bürgerinnen und Bürger der Bimbesrepublik (CDU)
Wissen von nichts (NSA, NSU, Demokratie). Lieben Politikerinnen und Politiker, die von nichts etwas wissen und von nichts eine Ahnung haben. Denken, dass dies die neue Ehrlichkeit ist. Haben selbst nichts zu verbergen. 
Eigentlicher Skandal: Wissen auch nichts über sich. Überlassen das gerne den Geheimdiensten und den Social Media. Erwirken nach 40 Jahren Akteneinsicht für ihre Enkel, damit sie ihnen was zu erzählen haben.

Skandal #5: Die Grünen (CDU)
Wollen einer fleischfressenden Nation unter anderem Fleischverzicht an einem Wochentag verordnen (Veggieday). Wissen offenbar nicht, dass das in vielen christlich-konservativ geführten Bimbesländern längst Usus ist (besonders bei Katholen und CDU-Mitgliedern).
Eigentlicher Skandal: Ihre Wählerinnen und Wähler fahren mit dem Auto zum Biomarkt.

Skandal #6: Peer Steinbrück (CDU)
Tritt als Bundeskanzlerkandidat an und bereitet der ersten Staatsratsvorsitzenden (CDU) damit ein paar unnötige Schwierigkeiten. Hat zudem vor 14 Jahren für wenige Wochen eine philipinische Haushaltskraft ohne Arbeitsvertrag beschäftigt. 
Eigentlicher Skandal: Zeigt damit der bunzdeutschen Gesamtbevölkerung, dass Politiker mindestens genau so korrupt sind wie sie selbst. Und damit nicht wählbar.

Skandal #7: Christian Wulff (BILD)
Vermutlich echte Freunde leihen ihm große Geldsummen zu einem besonders niedrigen Zins. Baut davon ein Haus, noch dazu ein äußerst hässliches. Lässt sich von Filmproduzenten ins Hotel einladen und vergibt dafür großzügige Filmfördermittel. 
Eigentlicher Skandal: Hat keine Freunde (nicht einmal mehr Kai oder Bettina)

Skandal #8: FDP (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband)
Kennt kaum einer. Keiner weiß, für welche Interessen außer ihren eigenen sie steht. Einzelne MdB verwechseln orientale Teppiche mit Bombenteppichen und schmuggeln schon mal versehentlich Wertsachen durch den Zoll.
Eigentlicher Skandal: Wird aus unerfindlichen Gründen trotzdem wieder gewählt. 

Skandal #9: Alternative fremdschämen Deutschland (BDI/NPD)
Tut so, als wären Währung und "Ausländer" schuld an der Ungleichverteilung des Reichtums. Schuld sind jedenfalls nicht die Ausbeuter oder die Banken. Will die armen Bevölkerungsschichten davon überzeugen, dass sie auf deren Seite stehen. Mag ganz Südeuropa entschieden nicht leiden. Verbringt dort aber gerne ihren Urlaub. Trinkt der Bevölkerung den ganzen Wein weg. Verputzt dabei soviel Grana Padano, Oliven und Chorizo wie sie nur kann. Deren Mitglieder wohnen in exklusiven Wohngegenden und pappen sich Parteiaufkleber auf ihre SUV, Benz- und BMW- Karossen. Verachten ihre schlechtbezahlten, nichtdeutschen Poolreiniger und im allgemeinen Menschen ohne Aktiendepots. Verwechseln Wertpapiere mit Literatur und Vermögensbildung mit Bildung. 
Eigentlicher Skandal: Teile der armen Bevölkerungsschichten glauben sogar, dass die AfD ihnen helfen will. Obwohl die Partei von Ökonomen unterstützt wird, die entweder selbst die Bankenkrise herbeigeführt haben oder sie nicht haben kommen sehen. Und die mit Hans-Olaf Henkel einen Unterstützer hat, zu dem man als denkender und sozialer Mensch reflexhaft eine gegenteilige Position einnehmen muss.

Skandal #10: Jürgen Trittin (CDU)
Der grüne Kriegstreiber, einst mit kinderfreundlichem OLiBa, hat vor 50 Jahren ein Grundsatzprogramm unterschrieben, dass pädophile Wirrköpfe da reingefriemelt hatten. Das ging etwa so: einvernehmlicher Sex mit Kindern und Kinderinnen soll straffrei sein. Also kein Lolliverbot mehr, wenn die kleine Susi mal wieder mit Onkel Daniel rummacht oder was? Nun fliegt's dem Trittin um die Ohren. Recht so!
Eigentlicher Skandal: So etwas fordert man nicht öffentlich ein, sondern treibt's wie die Schwarzen (CDU! nicht DIE Schwarzen). Wozu gibt's denn schließlich einen Babystrich, bitteschön? Oder dunkle Hinterzimmer bzw. geräumige Keller? Stichwort Vollbeschäftigung! Hallo?

Skandal #11: Peer Gynt  Steinbrück (CDU)
Peer zeigt der "Nation" den Stinkefinger, nachdem er in der SZ nonverbal auf die von der Konkurrenz gegen ihn angezettelten Kampagnen antworten soll. Bitteschön: So jemand ist nicht für den Kanzlerposten geeignet, sagen alle, die lieber weiter Leyhmutter Merkel mit der Fotzengebärde behalten möchten. Seriöser sind demnach Kanzler mit NSDAP-Parteibuch wie Connie Adenauer oder Kanzleramtsminister-Ich-kann-Deine-Fresse-nicht-mehr-sehen-Pofalla. Aber was soll's?
Eigentlicher Skandal: Peer geht auf lange Reisen, lässt dabei nichts aus, wird erst reich, dann wieder arm. Als er geläutert zurückkehrt und zu seiner geliebten Solvejg findet, rettet die ihm das Leben und stirbt dabei. Alte Tante SPD, where are you?
 Ja, liebe Bückerinnen und Bücker der Bunzreplik Schland: Sucht Euch Euren Lieblingsskandal aus und setzt am 22.9.2013 Euer Kreuzchen. Auch wenn man dabei nichts richtig machen kann... Verkehrt ist es deshalb noch lange nicht!

Mittwoch, 21. August 2013

FAQ: Kann man sich am Wahlsonntag auch verwählen? Und wer wird Königin?

Vorschläge zur Stimmzettelverschönerung
Es gibt einige grobe Fehlinformationen, was die Bundestagswahl betrifft. Ich möchte mit diesem FAQ helfen, sie zu beseitigen! Und zwar rechtzeitig, bevor wieder alles zu spät ist. Wie beim letzten Mal. Let's go:

Ich habe da eine Frage: Leben wir eigentlich in einer konstitutionellen Monarchie?
Antwort: Nein! Wir leben in einer repräsentativen Demokratie. Da ist der Bürger der Souverän. Er bestimmt mit, von wem er vertreten werden will. Und viel wichtiger eigentlich: Er bestimmt auch mit, von wem er nicht weiter getreten werden will. Das tut er, indem er wählt!

Wozu aber wählen? Man hat doch gar keine Wahl. Es gibt sowieso nur eine Partei, nämlich die CDU. Und unsere Königin. Die anderen Parteien sind doch nur deren Ableger, oder? Wie bei Alien? Die schlummern da in ihren Eiern vor sich hin und springen einem ins Gesicht, wenn man zufällig an ihnen vorbeiläuft.
Antwort: Nein! Dieses Modell existierte unter anderem in der DDR und entsprach nicht dem, was wir unter einer Demokratie verstehen. Dort gab es zum Beispiel einen Staatsratsvorsitzenden. So einen haben wir heute zwar auch, aber sie nennt sich heute Kanzlerin und faltet die Hände so hübsch als Herz vor Ihrem gnädigen Schoß*. Und übrigens: Die Alienkönigin hat nicht Ihre eigenen Kinder gefressen. Und noch ein Unterschied: Wir haben eine echte Opposition im Parlament! Die gab's in der Täterää nicht!

Opposition?
Antwort: Das sind alle die Parteien, die mehr als 5% aller Stimmen erhalten haben und nicht zur Regierungskoalition gehören. Deren Abgeordnete sitzen ab und an im Parlament und tragen oft lustige Namen. Sie zeigen sich gegenseitig ihre neuesten Hüte und geben mit grob gefälschten Kontoauszügen an. Manchmal streiten sie sich auch mit der Regierung. Aber das ist wie beim Wrestling oft nur Show. Das muss man nicht so ernst nehmen.

Opposition?
Antwort: Im Ernst! Die macht auch Politik!

Wie jetzt, die macht auch Politik?
Antwort: Ja doch!

In echt jetzt?
Anwort: Ja! Es ist schließlich ihre Aufgabe. Auch wenn sie selber keine Gesetze vorlegen darf, muss sie dennoch der Regierung ordentlich Contra geben. Die Parteien in der Opposition wurden immerhin gewählt. Und damit vertreten sie all jene, die sie gewählt haben. Sollten sie zumindest!

Wahlen? Was ist das eigentlich? Wer darf wählen?
Antwort: Wahlen ist die Mehrzahl von Wahl. Es dürfen alle wählen, die ein Wählscheibentelefon besitzen.

Sowas hab' ich noch auf dem Dachboden. Aber was ist, wenn ich mich verwähle? Das passiert so oft mit dem dusseligen Ding! Also ich nehm' ja lieber mein Smartphone ...
Antwort: ... das macht nichts. Ich meine das mit dem Verwählen. Dann legt man den Hörer wieder auf und wählt von neuem. So etwa nach vier Jahren. Vorher geht nicht. Bis dahin ist besetzt.

Im Ernst jetzt? Ist meine Stimme bis dahin also gar nicht zu hören?
Antwort: Aber natürlich ist sie zu hören! Sie werden vertreten worden sein, von wem auch immer.

Muss man also gar nicht die Partei wählen, die in den Umfragen am besten wegkommt?
Antwort: Nein! Man muss nicht für die Partei stimmen, die in den Umfragen die meisten Prozente hat. Viele glauben das. Sie denken, sie würden andernfalls verlieren. Das stimmt aber nicht. Ganz im Gegenteil: Man sollte immer nur die Partei wählen, welche die eigenen Interessen und Überzeugungen am ehesten vertritt! So wird ein Schuh draus! Umfragen sind was für Idioten von Idioten.

Also soll ich sowas wie Opel oder Messerschmitt-Bölkow-Blohm wählen?
Antwort: Nein! Ich meinte Parteien, die zur Wahl zugelassen sind. Sowas! Und da können Sie wählen, wen Sie wollen. Aber nicht die Industrie. Die kann man nur indirekt wählen.

Ich soll auf Verlierer setzen? Also auf Leute, von denen ich vorher weiß, dass sie die Wahl gar nicht gewinnen können? Wenn das mein Buchhalter erfährt. Bei den Quoten... das ist reiner Wahnsinn!
Antwort: Bei Wahlen gibt es keine Verlierer, nur Gewinner! Nur: Die einen bilden eine Regierung, und die anderen bilden die Opposition. Wir drehen uns auch irgendwie im Kreis, merken Sie das nicht?

Ach was? Und wenn ich nun aber gar niemanden finde, der meine Interessen oder Überzeugungen vertreten will? Ich meine: Opel baut wenigstens ordentliche Autos und so Zeug.
Antwort: Dann gründen Sie entweder Ihre eigene Partei oder treten einer bereits bestehenden Partei bei. In der FDP zum Beispiel haben das alle so gemacht!

Und wenn ich das nicht will und auch gar nicht wählen möchte? Ist da nicht Fußball? Nein? Warum fällt Fußball da eigentlich immer aus?
Antwort: Sie können ja immer noch kleine Zeichnungen auf den Wahlzettel machen. Häschen zum Beispiel oder Pupsgiraffen sind sehr beliebt. Sie können auch auf den Wahlzettel schreiben: "Die find ich super! Die sollen König werden! Aber die anderen find ich eigentlich fast noch besser". Bitte nicht mehr als 160 Zeichen. Damit wählen Sie ungültig. Ihre Stimme wird jedoch trotzdem allerdings nicht mitgezählt, daher bringt es gar nichts, ungültig zu wählen: Der Stimmzettel wird einfach in die Tonne gehauen. Besser ist es also, sein(e) Kreuzchen korrekt zu setzen.

Häh? Kreuzchen? Mehrere davon? Ist das nicht zuviel Arbeit?
Antwort: Nein. Das macht gar nicht viel Arbeit. Das ist wie Kacken und gleichzeitig in der Nase bohren. Also: Sie haben zwei Stimmen...

Näh! Ich habe nur eine Stimme, das heißt, wenn meine Frau und ich zusammen singen, dann sind wir zweistimmig, ich Sopran und sie Bass. Oder so. Das ist immer so schön. Wir waren ja mal im Chor, aber da war immer so ein Mundgeruch überall. Einer roch so, als habe er gerade geko...
Antwort: ... und zwar die Erst- und Zweitstimme...

Sag' ich doch! Zwei Stimmen: Sopran und Bass! Ich fang immer an: Eins zwei drei... oder wie der Chinese sagt: One two three! Wir sind dann übrigens ausgetreten. Aus dem Chor. Ich sag Ihnen: Da waren welche dabei, die gibt es gar nicht. Führer hätte es sowas nicht gegeben, ab ich sag ja immer ...
Antwort: ... ach vergessen Sie's. Spielen Sie eigentlich auch Blockflöte?

* dieses Bild ist für Dich, RonJustice. Hihi: Lass es einbrennen in Deine Festplatte!

Samstag, 17. August 2013

Tolle Typen #3: Trink, Brüderle! Trink!

Na, wer kennt sie nicht? Trink, Brüderchen! Trink! Die Werbung mit dem frech das R rollenden Kosaken, der die fernsehschauende Nation (brrrrr!) zum Trinken eines pseudorussischen Getränkes aufforderte, nicht ohne das Ü zu einem IE zu machen? Na, alle die jünger sind als ich, können sich wohl nicht erinnern.

Ich selbst bin wiederum nicht so alt wie der Herr Brüderle von der antifaschistischen, nicht- sexistischen sowie linksliberalen FDP. In his bloody old ages hat man noch gelernt, Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Krieg wurde in den 40er Jahren glücklicherweise noch mit Krieg bekämpft, danach wurde er mit Waffenlieferungen bekämpft und siehe da: heute gibt es keine Kriege mehr, sondern nur noch robuste Auslandseinsätze.

Aus eben dieser Zeit stammt auch die Einsicht, dass Alkoholsucht nur mit Alkohol bekämpft werden kann. Droht der Alkoholisierte so viel Quatsch zu reden, wie der Tag lang ist, dann empfielt es sich, ihm noch etwas Trollinger nachzuschenken und dafür Sorge zu tragen, dass er ihn auch wirklich trinkt. Wer trinkt, hält wenigstens die Sabbel und legt sich seinen möglicherweise sexistischen oder urst wirtschaftsliberalen Unsinn nur noch im Kopf zurecht. Um danach herrlich im Suff einzuschlafen.

Dieser Logik folgend weiß man heute noch, dass die Unzulänglichkeiten, mit der die Bahn die Bevölkerung derzeit gegen sich aufbringt, nur mit einem Börsengang zu beheben ist (hier...). Das ist genial und bringt sicher Wählerstimmen auf dem Restpostenmarkt der Demokratie (auch Bundestagswahl genannt):

Die Folgen des unter Mehdorf geplanten, vorbereiteten und abgesagten Börsengangs der Bahn AG, nämlich Personal- und Investitionsmangel, mittels eines Börsengangs zu beheben. Feuer mit Feuer bekämpfen. Danke! Und: Prost, Herr Brüderle!

Ich weiß nicht woher, mir ist jetzt aber irgendwie nach Singen:

Jetzt trink mer noch a Flascherl Wein, hollariaho.
Es muss ja nicht die letzte sein. Hollariaho.
Jetzt trink mer noch a Flascherl Wein, hollariaho.
Es muss ja nicht die letzte sein. Hollariaho.
(Endless Repeat)

Sonntag, 11. August 2013

Tolle Typen #2: Personalmangel: Angela Merkel (CDU) geht für Brandenburg an den Start!

Personalmangel in der CDU: Merkel springt in BraBu ein
Sie hat es nicht leicht: Die Wirtschaftskrise ist noch nicht überwunden, und ganz gegen ihre Gewohnheit gibt es sowas wie eine lästige Opposition, die mindestens so tut, als wolle sie ihr ans Leder. Trotz guter Umfragewerte muss die Kanzlerin umsichtig sein.

Doch wie soll das Land flächendeckend durch die CDU regiert werden? Es herrscht Personalmangel allenthalben. Viele mussten gehen oder ihr Ressort wechseln: Mappus, von und zu Guttenberg, Röttgen, F. J. Jung, Anette Schavan und Helmut Kohl sind schon weg, HP "Baxter" Friedrich wackelt bereits mit dem Hintern und auch sonst zittern alle vor der Grand Dame. Es wird eng. Und Nachwuchs ist nicht in Sicht.

Da muss sie wohl selber ran. Einen großen Coup hat Merkel nun in Brandenburg gelandet. Weil dort die Listenplätze nicht vollständig besetzt werden konnten, springt sie nun unter dem Pseudonym Andrea Voßhoff (MdB) in die Bresche. Das obige Foto zeigt sie links (ohne Brille) auf dem Kanzlerinnen-Wahlkampfplakat und rechts bei der Verleihung eines Bundesverdienstgedöns (ohne Brille) an irgendwen im Bundestag als: Andrea Voßhoff.

So kennen wir sie, ganz praktisch veranlagt und mit viel Gespür für die Logisitk: Merkel kann gleichzeitig als Bundeskanzlerin für das Vaterland und für Brandenburg im Bundestag als Andrea "Booty la" Voßhoff die Seele baumeln lassen. Den Spitznamen hat sie weg: In ihrer Vita gibt sich Voßhoff/Merkel als Bootfahrerin und leidenschaftliche französische-Vokabeln-Lernerin aus. Sowas kann man nur erfinden und ist daher der Beweis für das doppelte Spiel von Merkel/Voßhoff.

Ob die beiden auch gemeinsam in Urlaub fahren, ist frühestens nach den Wahlen im September abzusehen. Keine Sorge: Bei doppeltem Gehalt als Bundekanzlerin und einfachem MdB für Brandenburg ist der ein oder andere Griechenlandaufenthalt drin. Und fällt wohl auch nicht auf. "Wo ist die Bundeskanzlerin/ Frau Voßhoff" ist eine recht selten benutzte Formel im Bundestag.

Nur eine Frage der Zeit, bis Merkel ihr eigenes Kabinett komplett selbst stellt. Bis dahin heißt es allerdings: üben, üben, üben! Und sich nicht erwischen lassen. Wenigstens optisch sollten sich die beiden Kunstfiguren voneinander unterscheiden. Doch Chapeau, Frau Merkel/Voßhoff: Ein Team in (Personal-)Union! Das muss man Ihnen erstmal nachmachen. Gemeinsam erfolgreich eben!

Samstag, 12. September 2009

Ach ja, Wahlen! Heute: Die CDU und Rüttgers Rumänen!

Allmählich muss man sich ja orientieren. Die Parteien zur Bundestagswahl machen es einem ja nicht gerade leicht: Keiner scheint Wahlkampf machen zu wollen. Wie soll man sich denn da entscheiden, wenn man kein Stammwähler ist?

Nun, es wäre durchaus an der Zeit, sich einmal zu überlegen, wie man sich die Welt so wünscht. Dann kann man in Ruhe nach einer Partei suchen, die den Wünschen am nächsten kommt. Bei der Partnerwahl macht man es ja schließlich auch nicht anders: Eine unsichtbare Checkliste tragen wir ja alle in unseren Köpfen herum.

Also: Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen ihren Körper nicht mehr für Geld prostituieren müssen, um am Leben teilhaben zu können. Fürderhin möchte ich gerne, dass sich jeder seinen Interessen und Fähigkeiten entsprechend betätigen kann. Selbstverständliche Dinge sollten kostenlos sein, dass man z. B. Geld für ein Dach über dem Kopf bezahlen soll, ist schlicht pervers.

Es läuft alles auf das selbe hinaus: Ich würde gerne eine Partei wählen, die sich für das Bedingungslose Grundeinkommen stark macht! Diese Partei hätte eine Vision und würde sich schon allein deswegen von allen anderen unterscheiden. Die CDU scheidet ganz aus, obwohl sie das Bedingungslose Grundeinkommen laut Wikipedia für finanzierbar hält (als angeblich einzige Partei innerhalb der BRD). Trotzdem steht es nicht in ihrem Wahlprogramm.

Die CDU hat so viel Angst, dass sie diese gerne nach draußen projiziert. Deswegen auch der starke Ruf nach Sicherheit. Da sind Rüttgers Rumänen oder seine "Kinder-statt-Inder"-Kampagne ja beinahe noch harmlos. In der Zentrale der Macht sitzt Schäuble, der Darth Vader der bösen Imperatorin. Gerade ihm das Innenministerium anzuvertrauen, spricht für die Logik der Partei: Selbst durch ein Attentat traumatisiert, versucht er die Welt durch Repressalien und Überwachung sicher (und sauber) zu halten.

Eine schwere Form einer Paranoia mit starker Strahlkraft. Kommen wir daher zur Energiepolitik: Da Strom preiswert bleiben oder werden soll, braucht man Atomkraftwerke, ganz klar! Frau Merkel hat früher einmal im Zuge der Atomtransporte als Umweltministerin (?) gesagt, das sei wie beim Backen: Ab und an geht halt mal etwas daneben! Diese Bereitschaft zum Risiko ist ihr erhalten geblieben. Und solange der der Staat den Schutz, Transport und die Lagerung der Abfälle bezahlt, bleibt der ach so umweltfreundliche Atomstrom garantiert günstig, versprochen! Ich persönlich bin dafür, dass jeder Atomkraftbefürworter etwas Atommüll bei sich zu Hause lagern sollte! Der Badezimmerschrank ist mindestens genau so sicher wie jede Asse.

Unterschiedslos zu allen anderen Parteien ist "ARBEIT ARBEIT ARBEIT" das höchste Gut auch in der CDU. Was haben die denn alle mit der Arbeit? Das Leben besteht doch aus so viel mehr: Autofahren, Auto kaufen, Autowaschen, Auto bauen. Für all das gibt es jedoch Maschinen: Leitsysteme, Internet, Waschanlagen, Roboter. Wer aber nicht arbeiten geht, braucht ja gar kein Auto! Ach so, jetzt habe ich es kapiert: Wir sollen arbeiten, um Dinge herzustellen, die wir wiederum kaufen sollen, weil wir sie brauchen um Geld verdienen zu können. Ein ökonomisches Perpetuum Mobile, wer hätte das gedacht?

Aber liebe CDU: Wie wäre es denn wenigstens mit einem flächendeckenden und menschenwürdigen Mindestlohn? Oder mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen? Dann würde das klappen mit dem Konsum. Aber so? Schade, liebe CDU. Mit uns beiden wird das wohl nichts! Schauen wir mal weiter.

Donnerstag, 3. September 2009

In der Misosuppe liegt ein Gemüse, das schmeckt mir nicht!

Na, dann stellen wir uns doch mal vor, wir gingen in ein Restaurant und läsen im Menü lauter den Würgreflex bedienende Hässlichkeiten. Wer entscheidet sich in diesem Fall für das weniger Widerwärtige? Und wer verlässt das Restaurant und sucht sich ein anderes?

Nun, wenn man sich einmal umhört, so entsteht durchaus der Eindruck, dass die meisten Leute sitzen bleiben würden und quasi paralysiert das bestellen, was ihnen ihrer Meinung nach am wenigsten Bauchschmerzen bereiten wird. Wenn wir in diesem Bild noch kurz verweilen möchten, um uns in ein anderes zu begeben?

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Okay, das sollte reichen. Nun das andere Bild: Es sind Bundestagswahlen und auf dem Stimmzettel befinden sich lauter den Würgreflex bedienende Hässlichkeiten. Wer entscheidet sich in diesem Fall für das weniger Widerwärtige? Antwort: Die meisten WählerInnen in der Bundesrepublik Deutschland tun das! Man wählt nicht Die Linke, weil man sonst der SPD die Stimmen stielt. Auch nicht Die Grünen, weil man sonst der FDP die Stimmen stielt. Man wählt auch nicht SPD bzw. die CDU, weil man sonst der ein oder anderen Partei Stimmen wegnimmt.

Es ist ein Gehacke sondersgleichen: Man wählt, damit etwas anderes nicht(!) "dran kommt". Wie aber wäre es, einfach mal die Partei zu wählen, mit denen man den größten, gemeinsamen Nenner hat? Wenn man sich einmal nicht einreden ließe, man sei zu doof für die Demokratie, wenn man ganz egoistisch eine Partei wählt, die zumindest verspricht, das zu tun, was man selber auch möchte? Jaja, ich weiß: Dafür müsste man wieder Parteiprogramme lesen und das ist anstrengend.

In einer Demokratie kann man seine Stimme überhaupt nur verschenken, wenn man nicht wählt. Wir leben ja nicht in den Fankurven eines x-beliebigen Fußballstadions, wo sich die Gunst auf Dauer den Siegern hinwendet. Man kann auch für einen Verlierer stimmen. Der kommt dann, überspringt er die 5-Prozent-Hürde, in die Opposition. Die hat die Funktion, Schlimmeres zu verhindern bzw. Besseres zu ermöglichen.

Okay, ich gebe es zu: Es ist verdammt schwierig, ein Gericht zu wählen, wenn einem keine der Speisen zusagt. Aber bitte nicht das geringere Übel wählen, sondern das vielversprechendste Nichtübel. Das ist ein qualitativer Unterschied. Und wer gar nichts findet, der soll bitte seinen Unmut durch einen ungültigen Stimmzettel ausdrücken bzw. das Restaurant verlassen, aber eine deftige Beschwerde hinterlassen. Damit hat man schließlich auch nichts verschenkt!