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Mittwoch, 20. Februar 2013

Skandal in der Pharmaindustrie: Medikamente weisen Spuren von Pferdefleisch auf!

 Holz E. von Bald für Beagle-Online

Spuren von Fleisch in unseren Medikamenten
Ach, die Skandale. Sie nehmen einfach kein Ende. Egal was man kauft: Man weiß nie was drin ist! Hatten Sie in den vergangenen 14 Tagen vielleicht Kopfschmerzen? Haben Sie deshalb auf das Schmerzmittel Equus des Pharmaherstellers Perissodactyla zurückgegriffen?

Nun, es könnte sein, dass dieses Medikament Spuren von Pferdefleisch aufweist. Sagt zumindest die Bundesprüfstelle für Zucht und Abdeckerei: Einige Proben des Medikaments, das migränegeplagten Pferden verabreicht wurden, führten zu Hirnerweichung bei denselben. Die rein vegan lebenden Tiere litten zudem unter Koliken, welche die Migräneanfälle noch verschlimmerten.

Nun blieb den Tierhaltern nichts anderes übrig, als die Tiere zur Abdeckerei zu bringen und sie somit einer Anschlussverwertung (Rößler FDP) zuzuführen. So gelangte das Pferdefleisch in die menschliche Nahrungskette (rauchen, saufen, fressen) und wird nun ganz allgemein als bedenklich eingestuft.

Der Konsument ist es schlicht nicht mehr gewohnt, wenn Fleischprodukte mit einem Male tatsächlich Spuren von echtem Fleisch enthalten. Dies kann beim Homo Consumicans zu Durchfallerkrankungen führen. Außerdem ist es der Umwelt nicht zuträglich, wenn unser Grundwasser zusätzlich mit Fleischanteilen kontaminiert wird.

Was in der Diskussion bislang wenig beachtet wird, ist der Umstand, dass Fleischprodukte mit zu geringem Medikamentenanteil flächendeckende Impfungen beinahe unmöglich macht. Verantwortungsloses Beimengen von Tier kann somit Epidemien auslösen.

Dienstag, 18. November 2008

Kulinarische Missetaten: Schmieren statt abschneiden!

Als mein Schwiegervater sich zu seinem letzten Geburtstag einen Fresskorb wünschte, erntete er ungläubiges Kopfschütteln und auch etwas Gelächter. Allein ich hatte großes Verständnis für diesen Wunsch, denn was gibt es Besseres als aus dem Vollen zu greifen, sich hie und da ein Stück Käse oder Wurst vom Ganzen abzuschneiden? Vor allem, wenn dies alles in einer schönen dunklen Kammer lagert und darinnen reift.

Aber wo kommt das überhaupt her, dass das wunderbare Stücke-Abschneiden so altbacken wirkt und die Devise nun "schmieren" heißt? Noch dazu muss überall Butter oder irgendwelche Paste drunter oder drüber gemessert werden, so dass der wunderbare Geschmack erlesener Käse oder Schinken darunter leiden muss? Das ist doch sowas von neudeutsch, dass es schon kracht!

Und okay, die altdeutsche Fressweise hat gar keinen guten Leumund, von wegen Nazis und so. Es sei hiermit einmal erwähnt und danach nie wieder: Die Nazis haben das Schlemmen nicht erfunden, sie haben höchstens davon profitiert! Sich Zeug auf's Brot zu schmieren ist allerdings eine Erfindung der Nachkriegszeit, die sich fade Häuslebauer haben einfallen lassen, weil sie sich die feine Wurst nicht mehr so ohne weiteres leisten konnten. Man sollte Butter jedoch als das erkennen, was sie eigentlich ist: ein Sattmacher und Geschmacksvernichter!

Etwas mehr Stil hat dann schon das Belegen von Paninis mit würzigem Käse und/ oder Wurst, gerne auch etwas Grünzeug. Von mir aus auch noch mit Pesto unten drunter, das ist jedenfalls die etwas interessantere, mediterrane Variante des Fresszubereitungskomplexes. Aber mal ehrlich: das Öl trieft doch aus dem Butterbrotpapier wie Honig aus einer übervollen Wabe. Muss nicht sein, es gibt Besseres!

Ich selber wünsche mir schon seit Jahren eine Speisekammer, ganz ohne Fenster und mit einer nackten Glühbirne darinnen. Dort baumelt mir die Wurst und der Schinken um die Ohren, wenn ich auch nur hereinkomme. Ein feiner Duft umweht mich, und auch ein Odeur von im Regal gereiftem Käse, ganz wie eine Fleur - und schon bin ich im Himmel einer ausgesuchten Gottheit. In der Mitte des Raumes steht ein Schemel, darob ein Laib Brot und ein Messer. Auf dem Boden finde ich eine bereits entkorkte Flasche samtig-trockenem Rotwein. Mit dem Messer schneide ich Stücke vom Käse und dem Schinken, auch einmal von der Wurst.

Daraufhin schneide ich mir ab einen Kanten Brot, und zwar richtiges Brot und nicht so einen DesignerSchmarrn vom Bäcker um die Ecke. Das alles wird fein platziert auf ein Tablett aus Eichenholz. Auf dem Schemel sitzend verspeise ich andächtig das mir selbst kredenzte, ab und an nehme ich dazu einen Schluck aus der Weinflasche. Bin ich fertig, rülpse ich dreimal kräftig und lasse einen fahren. Dann wische ich mir den Mund mit den Ärmel meines teuersten Hemdes ab, lasse die Krümel den Mäusen als Opfergabe. Ich lösche das Licht und schließe die Kammer mit einem Bartschlüssel ab. Nachts träume ich von der Kammer und dankbaren Mäusen.

So geht das mit dem Essen und dem Geniessen, liebe Leute! Ich will nicht so ein verschämtes GesundheitsBubuMahl, wie es andere Menschen in wohlhabenderer Umgebung begehen. Wo alles fein zerhäckselt, geschnitten, püriert und plastiniert sein muss. Ich will Kuh sehen, wenn ich Kuh esse. Alles andere ist schlicht pervers: Gibt es nicht sogar Stadtkinder, die nicht glauben können, dass die echten Kühe nicht die Kuhfladen sind, sondern die Dinger mit den Beinen? Weil die nämlich nicht so schön püriert sind?

Die Menschen haben Angst vor ihrem Essen und kennen daher nicht den Genuss, einfach in irgend etwas hinein zu beißen. Deswegen zerkleinern sie ihr Essen, denn dann haben sie es schön niedlich und bunt, konsumierbar nur mit einem Löffel und einem Stück bereits vorgeschnittenem Brot. Übrigens: Wikipedia vermerkt unter kulinarischen Spezialitäten aus Mannheim nur "Mannemer Dreck" und "Mannheimer Hafenwasser"! Na denn Prost Mahlzeit. Aber nicht mit mir!

Montag, 13. August 2007

Ohhh Yeah! Die alte Oma Berlin vs. Wucher- Mannheim! [Teil 1]

ohhh yeah, meine lieben leserInnen: ich bin nicht hier, ich bin da! mannheim brauchte eine pause von mir, das habe ich schlieslich eingesehen. deshalb weile ich seit freitag bei der alten oma berlin und lasse es mir schmecken - im wahrsten (sic!) sinne des wortes.

denn wahrer als wahr sind die unschlagbaren preise in mitte, auf'm prenzlauer berg, in kreuzbeg und im friedrichshain. man isst und trinkt für weniger als 10,- euro und ist hinterher sogar satt. anders in mannheim, in dem habgierige gastronomen die faulheit des konsumenten schamlos ausnutzen.

"ja, aber..." höre ich sie verzweifelt klagen. "...die pacht ist doch so teuer und auch das personal! it's my own price my dear. i'm hungry and i'm also tired!" liebe gastronomen: macht euch bitte nicht ärmer als ihr seid. ausserdem nehme ich euch immer noch die 1:1 preisübernahme zur währungsunion 2002 übel.

aber der gourmet ist auch selber schuld, denn er könnte sich ja verweigern: stell dir vor, es gibt essen, aber keiner geht hin! da schaut er dann dumm aus der nicht mehr so weissen wäsche, der herr gastronom! und frau gastronomin ist schlau und sagt: "hier gibt es bald tipp-topp preise, da schlackern dem schlemmer die schwabbelarme vor lauter glück!"

der wucherer macht also dicht, und der dienstleister leistet weiter frohen dienst. da trifft es sich gut, dass das personal in der küche und an der theke in der stunde weit weniger kostet als ein essen. denn selbst die "besser- bezahlten" liegen unterhalb der aktuellen (und lachhaften) mindestlohnforderung von 7,50 €.

ich mache einen aberwitzigen vorschlag für restaurantbetreiber: der durchschnittspreis aller hauptgerichte soll nicht höher sein als der stundenlohn des personals. wenn das personal mehr verdient, zahle ich dann auch gerne etwas mehr. aber dem ach so sehr vom risiko gebeugten wirt die matratze mit geld vollzustopfen, nein! das sehe ich nicht ein!

ein hoch hingegen auf die berliner selbstausbeuter! sie machen mich satt und glücklich! und es gibt dort gott sei dank noch anderes bier als die widerliche plörre von eichbaum und becks! ohhhh yeah, ich bin da. und am donnerstag bin ich wieder hier. es ist mir eine ehre!

Sonntag, 24. Juni 2007

Vor dem Schlafen den Vogel noch erschiessen! Zähneputzen nicht vergessen!

guten tag und gute nacht! ich bin dermassen fertig heute, dass ich jetzt bei tageslicht den wonnigen freuden des "bis- in- den- morgen- schlafens" frönen werde.

ich tat letzte nacht kein auge zu, weiss der hugo warum! es war halt so. dann wurde es hell, und irgend so ein vogel aus der hölle begrüsste den morgen mit einem geschrei, dass ich mir sofort ein luftgewehr, agent- orange und ein bazooka herbeiwünschte. diese militanz ist sonst eher ungewöhnlich für mich, aber mir war so sehr danach.

mich nämlich zu rächen an einem federvieh, das für die nicht nachtschlafenen stunden büssen sollte, ja - meine ganze wut sollte sich entladen an dem flugreptil. wie kann man vögel nur als ein symbol der freiheit betrachten? mich erinnerte er eher an meine unfreiheit!

ich konnte nicht ausschlafen, um 8uhr morgens klingelte der wecker völlig unnötig, wach lag ich ja schon, mit zuckenden augenlidern und nervösen mundwinkeln. ich musste in die milchkaffeehölle. da gab es nichts zu rütteln. ich tat dort meinen dienst, 8stunden lang, ohne unterlass. und wurde ob meiner blässe angesprochen, man erinnerte mich obsoleterweise meiner müdigkeit.

ich habe es bis nach hause geschafft, wankend und erschöpft. meine liebste freundin C. bestellte mir flugs eine ungesunde pizza, die haben wir gegessen - schweigend. sie ist auch sehr müde, bei ihr kommt's aber vom feiern. zwei verschiedene schicksale, doch die augenränder gleichen sich!