Grauenhafte Mode in Berlin anno 2004: Alle Jungs, die von sich behaupten, irgendwie kreativ zu sein, tragen plötzlich natogrüne Bergmützen. Der MilitaryLook soll wohl etwas rebellisches, martialisches ausdrücken. Keiner weiß es ganz genau, ist schließlich bloß eine Mode, doch ich bin froh, als die "Mütze" endlich wieder verschwindet. Nicht für lange.
Keiner hätte nämlich gedacht, dass die "Mütze" 3-4 Jahre später in Mannheim wieder auftaucht. Alle Jungs, die von sich behaupten, irgendwie kreativ zu sein, tragen neuerdings diese hässlichen Dinger auf dem Kopf. Womit bewiesen wäre, dass nicht alles gut ist, was aus Berlin kommt. Aus Berlin kommt sowieso nur das, was die Stadt früh ablegt, wie unserer älteren Geschwister ihre alten Styles, die wir dann auftragen mussten.
Was jedoch von Bestand ist, bleibt in Berlin und lässt sich nicht einfach so exportieren. Sobald jemand von außerhalb plötzlich eine Berliner Band oder auch irgendwelche Frisuren usw. "total cool" findet, kann man sicher sein, dass selbige(s) in B. schon etwas komisch riecht! Und Bergmützen, dazu noch natogrüne, haben schon immer gestunken. Das soll an dieser Stelle mal gesagt sein!
Sogar HipHopper beweisen mit ihren obligatorischen BaseCaps wesentlich mehr Sinn für Individualität. Ihre Kappen gibt es in allen erdenklichen Farben und Brands. Jeder hat eine andere Hose, die ihm in den Knien 'rumschlabbert, und kein zirkuszelthaftes T-Shirt ähnelt dem anderen. Warum aber gerade die Nerds und Hipster die Apologeten des Uniformierten sein müssen, erschließt sich auf den ersten Blick kaum.
Aber dann wird klar: In Urzeiten des philologischen Universitätswesens waren z.B. schwarze Rollkragenpullover topmodisch. Jeder trug so einen. Die Studentinnen waren ihren Kommilitonen modisch allerdings immer Meilen voraus: Männer ziehen sich einfach nicht gerne gut an! Ganz oben auf der Liste stehen praktische Kleidungsstücke, und das modische Accessoire (Mütze etc.) ist nur tragbar, wenn es andere Männer auch tragen können. Es könnte ja sonst feminin wirken, da braucht man(n) schon den Maskulinitätstest respektive Tragbarkeitsbeweis.
Ganz umgekehrt verhält es sich mit den Frauen. Wenn zwei auf einer Party das gleiche Kleidungsstück tragen, gleicht das einer mittleren Katastrophe. So ist es kein Wunder, das Innovationen der Haute Couture an der Männermode gähnend vorbeigehen: Der typische, heterosexuelle Mann ist einfach zu primitiv, um seinen Körper adäquat präsentieren zu wollen. Figurbetonung gilt immer noch als weibisch!
Wenigstens die türkischen Jungmänner zeigen, wie es auch geht: Dank ihnen kann man endlich pinkfarbene Hemden anziehen, ohne gleich von einem wütenden, homophoben Mob gelyncht zu werden. Danke! Ihre Experimentierfreude kennt keine Grenzen. Fast ist man versucht, es ihnen gleichzutun und damit gefahr zu laufen, ein FashionVictim zu werden. Mit dieser Gefahr lässt es sich jedoch gut leben, denn sie macht das Leben wenigstens etwas interessanter.
Wie wäre es mit etwas mehr persönlichem Stil, statt den Thrill beim Gefahrensport und BungeeHeiraten zu suchen? Wie wäre es mal mit WickelRock statt OutDoorSandalen? Wie wäre es mit einer kleinen Revolution während der großen Anpassung? Wie wäre es mit Toto statt BadReligion? Wie wäre es, wenn ein kleiner Punk auf seine Punkerfreunde wartet und auf seinem Ghettoblaster laut "Rosanna" von Toto läuft?
Das wäre sehr niedlich! Denn so uniformiert in ihrer NonUniformiertheit Punks auch sind, ihnen gebührt weit mehr als nur 1-2-3 PunkRock mit Bierattitüde. Vielleicht geht dem kleinen Punk die Musik seiner Freunde so dermaßen auf die Nerven, dass er sich sogar unterdrückt fühlt. Jede freie Minute hört er deswegen die Musik, die ihm gerade gefällt. Vielleicht ist er deshalb in seinem Freundeskreis der letzte Anarchist? Unromantische Menschen würden wahrscheinlich in Betracht ziehen, dass vielleicht gerade nichts anderes im Radio gekommen ist.
Doch ich bin ein Romantiker und rufe deshalb aus dem Fenster: Hallo, kleiner Punk! Wenn ich Dir mal wieder am Neckarufer begegne, kauf' ich uns einen Sechserpack! Den trinken wir beide zusammen aus, und Du erzählst mir währenddessen, wie ProgressiveRock und Campieren unter der Kurpfalzbrücke zusammengeht. Und ich erkläre Dir anschließend, warum ein Dasein als Punk nichts mit Äußerlichkeiten zu tun hat, sondern eine Frage der inneren Einstellung ist.
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Donnerstag, 15. Mai 2008
Die Mode und die Mütze! Der kleine Punk und die Anarchie!
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Sonntag, 9. März 2008
Mannheim beleben! Und eine gruselige Liste!
Was in Mannheim noch fehlt? Ganz einfach: Ein Drogenstrich in der Innenstadt! Wem die Unterhaltung in der Lupinenstraße zu gepflegt ist und die Bumsbars in der Innenstadt noch nicht "dirty" genug sind, der hätte hier vielleicht seine Freude. Vielleicht ergibt sich ja in nächster Zeit etwas?
Bald dafür geeignet ist wahrscheinlich die Breite Straße bzw. Kurfürstenstraße. Kommt man demnächst von der Neckarstadt aus in die City, geht man zuerst über den langweiligen, alten Messplatz, überquert die Kurfürstenbrücke mit Blick auf das verwahrloste Neckarufer, um dann galant von der inhaltsleeren Kurpfalzpassage empfangen zu werden.
Danach kommt nichts mehr. Denn Karstadt schließt bald die Pforten, Conrad ist schon weg und sogar der Billigmode- und Ramschladen im ehemaligen Prinz räumt gerade aus. Jetzt schon halten sich zwischen Neckartor und Marktplatz fast nur finstere Gestalten auf. Sie sind die Scouts des Schmuddels und der Bewußtseinserweiterung.
Das hat Folgen: H&M merkt was und zieht erschrocken weiter. Die lustige McDonalds- Lounge muss erkennen, dass sich stylischer CoffeeHouse-Flair nicht mit dem hiesigen Sozialhilfeadel verträgt, der sich dort schlecht gekleidet im protzigen Interieur fläzt. Ach, und Fa. Müller bibbert heute schon am ganzen Leib, und morgen fällt sie tot um vor Furcht.
Was bleibt? Ich möchte hier schließen mit einer der in den 90er Jahren so beliebten Listen. The real horror, bedrückend und all das soll sie sein und uns die nahe Zukunft weissagen. Vorher möchte ich einige Wanderbüsche aus alten Westernfilmen imaginieren, der Wind pfeift dazu um die Kanten der brüchigen Fassaden. Irgendwo zwischen Neckartor und Marktplatz steht ein einzelner Mann, bereit, das zu tun was ein Mann verdammt noch mal zu tun hat. Genug eingestimmt? Na dann mal los:
BanThai-Restaurant, Lotto Kiosk, Mersin Juwelier, Fun Casino, Hotel Holländer Hof, Brückenstraßenapotheke, Mode Sara, Erik's Holland Blumen, Sinh-Thu Mode, Apollo Optik, AShop.tv, Back-Factory, Der Goldladen, Spielpark, Laugeweck (kleinste Mannheimer Kneipe), Kamps, Bülent-Mode, ModeVision, Euro Accessoires Shop, Woolworth, erdbeermund, catwalk, C&M Friseure, Vente Stehkiosk, Mocca Cafe Bistro, Paktia Handyzubehör, Ernsting's family, dm, beate uhse, city spielcenter, point, Alanya-Döner, OneWay, Only You, Markenschuh Outlet, Vodafone, Efendi Döner, NanuNana, Wiener Feinbäcker, O2, Oscar LabelHouse, The PhoneHouse, Allerlei, LöwenPlay Spielcenter, Nordsee, High Voltage Spielpark II, Aytun Immobilien, Back-Factory.
Bald dafür geeignet ist wahrscheinlich die Breite Straße bzw. Kurfürstenstraße. Kommt man demnächst von der Neckarstadt aus in die City, geht man zuerst über den langweiligen, alten Messplatz, überquert die Kurfürstenbrücke mit Blick auf das verwahrloste Neckarufer, um dann galant von der inhaltsleeren Kurpfalzpassage empfangen zu werden.
Danach kommt nichts mehr. Denn Karstadt schließt bald die Pforten, Conrad ist schon weg und sogar der Billigmode- und Ramschladen im ehemaligen Prinz räumt gerade aus. Jetzt schon halten sich zwischen Neckartor und Marktplatz fast nur finstere Gestalten auf. Sie sind die Scouts des Schmuddels und der Bewußtseinserweiterung.
Das hat Folgen: H&M merkt was und zieht erschrocken weiter. Die lustige McDonalds- Lounge muss erkennen, dass sich stylischer CoffeeHouse-Flair nicht mit dem hiesigen Sozialhilfeadel verträgt, der sich dort schlecht gekleidet im protzigen Interieur fläzt. Ach, und Fa. Müller bibbert heute schon am ganzen Leib, und morgen fällt sie tot um vor Furcht.
Was bleibt? Ich möchte hier schließen mit einer der in den 90er Jahren so beliebten Listen. The real horror, bedrückend und all das soll sie sein und uns die nahe Zukunft weissagen. Vorher möchte ich einige Wanderbüsche aus alten Westernfilmen imaginieren, der Wind pfeift dazu um die Kanten der brüchigen Fassaden. Irgendwo zwischen Neckartor und Marktplatz steht ein einzelner Mann, bereit, das zu tun was ein Mann verdammt noch mal zu tun hat. Genug eingestimmt? Na dann mal los:
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Prostitution
Mittwoch, 10. Oktober 2007
FarmerBoy denkt nach! Macht aber nichts!
Es war nämlich so: MetroBoy hatte einmal den Auftrag, gegen gutes Geld Praktikumsplätze für SchülerInnen zu akquirieren. Er war dafür in Berlin- Neukölln unterwegs, genauer gesagt in der Karl- Marx- Straße. Die ist bitte nicht zu verwechseln mit der Karl- Marx- Allee, in der Erich Honecker damals seine Panzer Gassi führte und die Love- Parade gottlob nie statt fand.
Die Karl- Marx- Straße war in der Vergangenheit eine beliebte und recht lange Einkaufsstraße. Es reihte sich ein Geschäft an das andere, eingerahmt vom Karstadt am Hermannplatz und vom Hertie am alten Rathaus. Es gab dort auch edle Boutiquen zuhauf in Familientradition und mit exklusivem Angebot.
Doch wie es sich so verhält, wurden die Vermieter gierig und wucherten die Mieten hoch. Ein Geschäft nach dem anderen schloss rechtzeitig oder ging pleite, und ihrer statt siedelten sich Döner- Läden, Call- Shops, 1€- Buden und Handy- Geschäfte an. Sie alle konnten aufgrund minimalem Einsatz und garantiertem Umsatz bestehen. Es wäre aber bösartig, MetroBoy zu unterstellen, er freute sich nicht mit ihnen und ihrem Erfolg, auch wenn er den Eindruck hatte, dass die Inhaber sich selbst und ihre MitarbeiterInnen ausbeuteten.
Die Kundschaft hingegen wurde zunehmend ärmer, und so blieben von den Traditionsunternehmen zuletzt allein Karstadt und ein paar Klamottenläden übrig. Am Hermannplatz ist noch der Hauch einer Metropole zu spüren. Karstadt denkt aber seit Jahren darüber nach, die Filiale am Hermannplatz zu schließen. Die übrigen Geschäfte mit Tradition protestieren heftig dagegen. Man spricht sogar von Ghettoisierung und Verelendung und übertreibt gewiss. Doch man sehnt sich nach den alten Zeiten zurück.
Diese Gedanken beschlichen FarmerBoy, ehemals MetroBoy, als er wahr nahm, wie viele Tand- und Handyläden in der Kurpfalzstraße so vor sich hin verkaufen. Und er erinnert sich an ganz früher, als es das "Prinz" noch gab: Ein super Laden und so gut sortiert, dass man sich all die "gute" Musik dort anhören konnte, die man sich später über den Malibuversand aus Hamburg jedoch viel billiger bestellen konnte.
Aus irgendwelchen Gründen hat das "Prinz" dann schliessen müssen, und seitdem steht das Gebäude leer. Oder doch nicht ganz: Angeblich hatte sich ein türkischer Modeanbieter ein Jahr dort halten können, musste aber wegen der großen Konkurrenz aufgeben. Auch der Karstadt möchte seine Pforten schliessen, und FarmerBoy fragt sich, was dann wohl aus der Kurpfalzstraße wird.
Es scheint sich sehr zu lohnen, Gebäude leer stehen zu lassen. Offenbar lohnt es viel mehr als sie günstig zu vermieten. Eine Alternative wäre ja, einzelne Räume übergangsweise gegen Zahlung der Nebenkosten an KünstlerInnen oder prekäre Dienstleister zu verpachten. FarmerBoy wäre sehr daran interessiert. Aber Mannheim ist da noch nicht so weit, FarmerBoy muss das endlich einsehen.
Eine weitere Alternative gibt es ja auch noch: Weniger horrende, mehr realistische Mieten für die Läden verlangen! Damit sich das Risiko berechnen lässt und man als UnternehmerIn wieder mal mutig sein kann. Aber dann müssten die Vermieter Not leiden, vielleicht sogar (ver)hungern. Und das will ja auch keiner. FarmerBoy ist ziemlich ratlos. Hmmm!
P.S. MetroBoy ist es gelungen, in zwei von ca. hundert Geschäften Praktikumsplätze zu akquirieren. Karl Marx sei Dank war sein Honorar nicht erfolgsabhängig.
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Freitag, 20. Juli 2007
Ich streue Verdacht! SOKO Blumenkübel versagt!
das mass ist voll: die blumenkübel bleiben leer! so wurde es beschlossen und so wird es sein. die "soko blumenkübel" (ich berichtete) hat auf ganzer linie versagt. die auf der kurpfalzbrücke angepflanzten geranien verschwanden auf geheimnissvolle weise, die stadt kann und will keine neuen mehr beschaffen.
stirbt die geranie nun aus? und wessen schuld ist das wirklich? kann man die ordnungshüter dieser schöngeistigen stadt dafür verantwortlich machen, wenn rabauken - jawohl: höchstwahrscheinlich diese undankbaren jugendlichen - alles schöne in den neckar werfen?
wenn da mal nicht auch sog. kids mit migrantischem hintergrund - federführend!!! - darunter waren. man kennt sie ja, diese verbrecher: erst schlagen sie uns mit dem koran die schönen geranien tot, und dann werfen sie sich mit einem stinkbombengürtel vor die strassenbahn. wo ist der herr schäuble, wenn man ihn mal wirklich braucht, bitteschön?
oder waren es doch wieder diese starr- und stumpfsinnigen rentnerInnen, die ob ihrer dürftigen rente die kurpfalzachsen- verschönerung ins eigene zimmer im seniorenheim verpflanzten? man sollte auch hier ein auge drauf werfen. hausdurchsuchungen sind doch mittlerweile gang und gäbe! diese rentnerInnen: erst uns auf der tasche liegen, und uns dann auch noch unsere schönen geranien klauen. pfui! die sollten sich was schämen!
oder waren es anhängerInnen der mythologischen göttin juno, die nur ein blumenopfer bringen wollten? aber liebe leute: der juni ist schon seit 20 tagen um, schafft euch mal einen kalender an. auch die blumenopfer- zeremonie von yakushi- ji findet eher im april statt. aber die religösen und spirituellen berserker von heute kennen ja kein erbarmen. vergreifen sich einfach an wehrlosen blumen und opfern sie dem neckar. ja, warum denn dem neckar?
der berufsstand der gärtner ist auch nicht ganz unverdächtig: der sommer ist keine klassische blumen- verschenk- jahreszeit. viel zu lange muss man noch auf feste warten, da kommt eine schlecht überwachte brücke doch gerade recht, oder etwa nicht? und hinterher behaupten sie auch noch dreist, es gebe keine geranien mehr. ihr wolltet wohl auf rosen hochpokern, was?
ach, und die sicherheitsindustrie hat auch ein motiv. das ist es, jawohl: die sicherheitsindustrie hat die geranien verschwinden lassen! schliesslich muss man mannheim ja geradezu darauf stossen, auch die kurpfalzbrücke mit kameras überwachen zu lassen. die ist schliesslich noch ein weisser fleck auf der überwachungslandkarte. das ist nicht gut. denn wenn alle anderen plätze in mannheim schon überwacht sind, ja wo gehen sie denn dann hin, die verbrecher? na? sie gehen auf die kurpfalzbrücke, um den dort wachsenden geranien haschisch zu spritzen!
da kann man ja froh sein, dass die sensitive stadt mannheim hier einen riegel vorschiebt und "no, mercì!" sagt. steuergelder sinnvoll anlegen heisst: jugendliche, muslime, rentnerinnen und (blumen)dealer an die kette legen und zur not auch mal erschiessen! ja, wo sind wir denn?
stirbt die geranie nun aus? und wessen schuld ist das wirklich? kann man die ordnungshüter dieser schöngeistigen stadt dafür verantwortlich machen, wenn rabauken - jawohl: höchstwahrscheinlich diese undankbaren jugendlichen - alles schöne in den neckar werfen?
wenn da mal nicht auch sog. kids mit migrantischem hintergrund - federführend!!! - darunter waren. man kennt sie ja, diese verbrecher: erst schlagen sie uns mit dem koran die schönen geranien tot, und dann werfen sie sich mit einem stinkbombengürtel vor die strassenbahn. wo ist der herr schäuble, wenn man ihn mal wirklich braucht, bitteschön?
oder waren es doch wieder diese starr- und stumpfsinnigen rentnerInnen, die ob ihrer dürftigen rente die kurpfalzachsen- verschönerung ins eigene zimmer im seniorenheim verpflanzten? man sollte auch hier ein auge drauf werfen. hausdurchsuchungen sind doch mittlerweile gang und gäbe! diese rentnerInnen: erst uns auf der tasche liegen, und uns dann auch noch unsere schönen geranien klauen. pfui! die sollten sich was schämen!
oder waren es anhängerInnen der mythologischen göttin juno, die nur ein blumenopfer bringen wollten? aber liebe leute: der juni ist schon seit 20 tagen um, schafft euch mal einen kalender an. auch die blumenopfer- zeremonie von yakushi- ji findet eher im april statt. aber die religösen und spirituellen berserker von heute kennen ja kein erbarmen. vergreifen sich einfach an wehrlosen blumen und opfern sie dem neckar. ja, warum denn dem neckar?
der berufsstand der gärtner ist auch nicht ganz unverdächtig: der sommer ist keine klassische blumen- verschenk- jahreszeit. viel zu lange muss man noch auf feste warten, da kommt eine schlecht überwachte brücke doch gerade recht, oder etwa nicht? und hinterher behaupten sie auch noch dreist, es gebe keine geranien mehr. ihr wolltet wohl auf rosen hochpokern, was?
ach, und die sicherheitsindustrie hat auch ein motiv. das ist es, jawohl: die sicherheitsindustrie hat die geranien verschwinden lassen! schliesslich muss man mannheim ja geradezu darauf stossen, auch die kurpfalzbrücke mit kameras überwachen zu lassen. die ist schliesslich noch ein weisser fleck auf der überwachungslandkarte. das ist nicht gut. denn wenn alle anderen plätze in mannheim schon überwacht sind, ja wo gehen sie denn dann hin, die verbrecher? na? sie gehen auf die kurpfalzbrücke, um den dort wachsenden geranien haschisch zu spritzen!
da kann man ja froh sein, dass die sensitive stadt mannheim hier einen riegel vorschiebt und "no, mercì!" sagt. steuergelder sinnvoll anlegen heisst: jugendliche, muslime, rentnerinnen und (blumen)dealer an die kette legen und zur not auch mal erschiessen! ja, wo sind wir denn?
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Donnerstag, 14. Juni 2007
Sonderkommando "Blumenkübel"! Grosse Detektivarbeit auf der Kurpfalzbrücke!
polizisten in mannheim leisten grossartige detektivarbeit! wenn man viel glück hat, kann man sie bei ihrer arbeit beobachten. ich hatte das seltene glück. seitdem weiss ich, dass meine steuergelder gut angelegt sind!
vor einigen nächten ging ich mit meiner freundin C. leicht angetrunken über die kurpfalzbrücke nach hause. wir wollten dort den abend beschliessen. bin ich eigentlich ein trinker? ich muss hier mal eine statistik führen!
auf der brücke standen ein paar jugendliche, die von der polizei am gehen gehindert wurden. die polizisten hatten sie schwer im verdacht, dass die kids die blumen aus den seitlich aufgehängten kübeln dem neckar übergeben hatten, was diese allerdings bestritten.
da hatte einer der polizisten eine grossartige eingebung "ist ja schon komisch: ihr seid hier auf der der brücke und die blumen sind im neckar! wer ausser euch soll es denn sonst gewesen sein?" das war ein zeichen von grossem, detektivischem spürsinn, dem ich beiwohnen durfte.
im selben moment wurde mir zweierlei, nein, dreierlei klar: erstens war ich froh, dass wir nicht vor den kids auf der brücke gewesen sind, sonst wären wir der logik des polizisten entsprechend die einzig möglichen täter. zweitens: die polizisten hatten überhaupt nichts in der hand gegen die jugendlichen, sie hätten einfach gehen können. drittens ist mir gerade entfallen, ich hole diesen punkt nach, sobald er mir wieder einfällt.
meine freundin C. teilte mir eben mit, dass die blumenkübel wieder bepflanzt sind und einige beamte eigens dafür abgestellt sind, diese zu bewachen. eine besonders ehrenvolle aufgabe, wie ich meine! mich erinnert das eigentümlicherweise an diese fotographie aus den 80ern, auf dem hippies den soldaten blumen in die gewehrläufe steckten. sonderbar, die assoziationsmaschine namens hirn, was?
vor einigen nächten ging ich mit meiner freundin C. leicht angetrunken über die kurpfalzbrücke nach hause. wir wollten dort den abend beschliessen. bin ich eigentlich ein trinker? ich muss hier mal eine statistik führen!
auf der brücke standen ein paar jugendliche, die von der polizei am gehen gehindert wurden. die polizisten hatten sie schwer im verdacht, dass die kids die blumen aus den seitlich aufgehängten kübeln dem neckar übergeben hatten, was diese allerdings bestritten.
da hatte einer der polizisten eine grossartige eingebung "ist ja schon komisch: ihr seid hier auf der der brücke und die blumen sind im neckar! wer ausser euch soll es denn sonst gewesen sein?" das war ein zeichen von grossem, detektivischem spürsinn, dem ich beiwohnen durfte.
im selben moment wurde mir zweierlei, nein, dreierlei klar: erstens war ich froh, dass wir nicht vor den kids auf der brücke gewesen sind, sonst wären wir der logik des polizisten entsprechend die einzig möglichen täter. zweitens: die polizisten hatten überhaupt nichts in der hand gegen die jugendlichen, sie hätten einfach gehen können. drittens ist mir gerade entfallen, ich hole diesen punkt nach, sobald er mir wieder einfällt.
meine freundin C. teilte mir eben mit, dass die blumenkübel wieder bepflanzt sind und einige beamte eigens dafür abgestellt sind, diese zu bewachen. eine besonders ehrenvolle aufgabe, wie ich meine! mich erinnert das eigentümlicherweise an diese fotographie aus den 80ern, auf dem hippies den soldaten blumen in die gewehrläufe steckten. sonderbar, die assoziationsmaschine namens hirn, was?
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