U-Bahn fahren ist totaler Rotz. Besser als Auto fahren, sicher. Fahrrad fahren liegt so zwischendrin, doch bei dem Sauwetter dieser Tage, in dem sich Sonnenschein minütlich mit starken Regengüssen abwechseln? Doch selbst im Auto kann ich mir wenigstens aussuchen, welche Musik ich mir anhören muss und ob ich überhaupt Musik hören will. In der U-Bahn geht das nicht. Und seit die Musikgeräte mit einem Lautstärkestopp ausgerüstet sind, sowieso nicht.
Warum ist Trompete, Akkordeon, das Casio-Keyboard am tragbaren Verstärker sowie Melodica und Gesang nicht mit einem solchen Lautstärkestopp versehen? Wir sind natürlich eine völlig unsinnliche Spezies Mensch, verdammenswert, weil man nicht ständig und zu jeder Zeit beschallert werden will. Wäre ich ein Musikus, ich würde mir Schweigegeld erkaufen, indem ich damit drohe, Musik zu machen, falls ich nicht mindestens 5 Euro im Waggon einsammle.
Dies fiele unter den Tatbestand der Erpressung, und es ist den Vertretern der Fahrgastmusik durchaus hoch anzurechnen, dass sie im legalen Rahmen und nach einem Ehrenkodex agieren. Diese Legalität und Ehrenhaftigkeit nervt zwar gewaltig, aber man scheint damit leben zu müssen: Von irgendwas müssen diese Leute ja leben.
Dabei nimmt es sich nichts, ob man mit rumänischer Polka (?) oder energischem Gitarren- Power- Pop geramdöst wird. Einzig Abwechslung bringen gelegentliche Territorialkämpfe konkurrierender Musiker_innen, welche die südosteuropäischen Combos meist für sich gegen die Einzelinterpret_innen entscheiden. Das macht sie nicht besonders sympathisch und hemmt die Spenderlaune drastisch. Selbst in der Armut gilt der Ellenbogen und das Recht des Stärkeren. Diese kapitalistische Scheiße geht auf den Sack.
Das eigentliche Problem liegt jedoch an der Allgegenwart des Lärms, die eine nicht beschallte U-Bahn geradezu als Hort der Glückseligkeit erscheinen lässt. Natürlich ist Fahrgastmusik die Schlange im Paradies, welche die sofortige Vertreibung zur Folge hat. Doch die Außenwelt ist ähnlich grausam: Sie birgt lärmende Baustellen, Gartenarbeit, Straßenverkehr, blökende Kinder, laute Tischnachbarn und vieles mehr.
Indes scheinen Bauarbeiter beispielsweise nur zwischen 6.30 Uhr und 8 Uhr zu arbeiten. Das ist beneidenswert, stört aber meinen Schlaf gewaltig. Verstummt der letzte Schrei des Vorarbeiters und der letzte dreckige Witz des Kranführers, treffen sich lauthals palavernde Nachbarn mit ihren kläffenden Kötern im lauten Hall des Innenhofs, bis man genervt aufsteht und die Termine wahrzunehmen beginnt, die der Tag so bringt. Unausgeschlafen soll man dann also die saublöde Musik in der U-Bahn ertragen?
Derart gepiesackt gehe ich in ein Café, bestelle einen Milchkaffee und will gerade die Zeitung lesen, da stoppt ein Lastwagen am Ufer, zwei Arbeitshosen steigen aus, werfen einen Stromgenerator an und beginnen die Hecken dort zu schneiden. Wat mutt dat mutt, denke ich. Und in diesem Moment fährt eine Straßenkehrmaschine um die Ecke und nimmt mit lautstarkem Gesummse die Arbeit auf. Also gehe ich nach Hause und schreibe vielleicht frustriert diese Zeilen... und schon sieben zwei Gartenbauer den Spielplatzsand mit einem motorbetriebenen Irgendwas. Das ist gut, weil man sonst den Nachbarn beim Schleifen seiner Dielen hören könnte.
Pünktlich, nachdem auch dieser Lärm verstummt ist, klingelt ungebetener Besuch an der Haustür. Eine Nachbarin sammelt Unterschriften gegen die Rumänen in unserer Nachbarschaft. Die würden zu zehnt in einer Wohnung leben, machten Lärm bis in die Puppen und würden an die Autos pinkeln. Nun, ich habe von alledem gar nichts mitbekommen: Weder von den Rumänen, noch von dem Lärm, und ein anpinkelbares Auto besitze ich nicht. Doch so verkehrt können Menschen gar nicht sein, wenn sie tatsächlich an Autos pinkeln, denke ich schmunzelnd. Doch dass sie ihren Sperrmüll einfach auf den Bürgersteig stellen... da blicke ich tadelnd auf. Ja das, das geht gar nicht!
Im Sinne einer guten Nachbarschaft verzichte ich darauf, die gute Frau auf all das hinzuweisen, was mich den lieben langen Tag stört. Aber ich unterschreibe nicht, vor allem, weil das Schreiben an den Rechstausleger der SPD, den Ortsbürgermeister Buschkowsky gerichtet ist. Doch ihre Ausführungen sind letztlich für mich nicht nachvollziehbar, also weiß ich nicht, ob hier Ressentiments gepflegt werden oder die Störung wirklich als peinigend empfunden wird oder beides. Auch weiß ich nicht, ob die Rumänen tatsächlich für all das verantwortlich sind, was ihnen vorgeworfen wird. Als die Nachbarin dann noch sagt, man wolle dem Lärm zum Trotz ja auch um 22 Uhr mal schlafen gehen, empfehle ich mich freundlich, aber bestimmt.
Nun bin ich extra voller Wärme für unsere rumänischen Mitbürger_innen. Sie wohnen bestimmt nicht freiwillig zu zehnt in einer Wohnung, und wahrscheinlich nutzt ein raffgieriger Vermieter den Umstand aus, dass man Wohnungen nicht gerne an Roma im Speziellen und Rumänen im Allgemeinen vermietet. Es sei denn zu völlig überzogenen Mieten. In solchen Verhältnissen wird es natürlich schnell eng zu Hause und es treibt die Menschen auf die Straße, wo sie natürlich nicht dumpf vor sich hinstarren, sondern Zwischenmenschliches ausagieren, gerne auch nach 22 Uhr. Und weil das Bad dauernd besetzt ist, könnten sich dringliche Nöte entwickeln, die möglicherweise am parkenden Fahrzeug entladen werden.
Aber dafür fehlt eben jeder Beweis. Nur weil es sich um Rumänen handelt, kann man ihnen nicht alles, was in der Straße passiert, anlasten. Schließlich lassen Hundehalter ihre Köter vorzugsweise an Fahrräder pinkeln und auf die Straße kacken. Und statt mittels Unterschriften die ohnehin ressentimentgeladene Haltung des Ortsbürgermeisters zu bedienen, könnte man ja auch seine Energie dafür benutzen, die Lebensbedingungen der Gescholtenen zu verbessern, indem man den Vermieter anzeigt und etwas Toleranz an den Tag legt. Man könnte zum Beispiel auch versuchen, mit den Menschen zu reden. In der Regel klappt das ganz gut.
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Sonntag, 22. Juli 2012
Freitag, 30. Mai 2008
Der will doch nur spielen! FarmerBoy sagt: Ich aber nicht!
Dass ich keine besonders hohe Meinung vom Großteil aller Hundehalter dieser Welt habe, ist nur teilweise meinem aufbrausendem Temperament zu verdanken. Die andere Seite tut auch einiges dazu, um das Bild vom ignoranten, verantwortungslosen Hundeliebhaber zu bekräftigen. Ich selber wurde als 6jähriger vom selben Hund gleich zweimal ins Bein gebissen, schuld war nur ich allein: Ich bin nämlich seinerzeit vor dem knurrenden, nicht angeleinten Schäferhund weggelaufen, statt wacker standhaft zu bleiben und Überlegenheit zu demonstrieren.
Der Nachbar, dessen Hunde übrigens alle meine Geschwister mindestens einmal gebissen haben, schenkte meinem Vater zur Wiedergutmachung ein Kaninchen. Ich bekam ein geschientes und für die Zukunft leicht entstelltes Bein. So war das nun mal, auf dem Land, als mit Naturalien gezahlt wurde, weil es nach dem Krieg noch kein Geld gab. Seitdem habe ich ein gesundes Misstrauen Hunden und deren Haltern gegenüber entwickelt, das allerdings keinerlei phobische Züge trägt.
Nun verlangt man ja von hundeunkundigen Menschen, blitzschnell und akkurat zu erkennen, dass ein sich frei bewegender Hund erstens: "total lieb" ist und zweitens: "nur spielen will" oder "einfach nur Angst" vor mir hat. "Entschuldigung", möchte ich dann sagen, "aber ich kenne Ihren Hund nicht. Wenn er mir bellend entgegen läuft, dann stelle ich mir alles Mögliche vor, nur nicht, dass er Angst vor mir hat oder mit mir spielen will."
Denn genauso gut kann ich ja wenigstens von einem der 100Millionen Hundenarren soviel Menschenkenntnis erwarten, dass er sich zugestehen mag: Es gibt Menschen, die von Hunden in keinster Weise belästigt werden möchten. Sie möchten, so unverständlich das sein mag, nicht mit ihnen spielen, sie möchten nicht, dass man ihnen am Schritt herum schnüffelt und ins Gesicht schlabbert. Und gebissen, ja gebissen will überhaupt niemand werden. Aber diese einfache psychologische Einsicht ist dem gemeinen Hundehalter fremd.
Wir leben ja nun in einer Welt, in der von jedem ein verantwortungsvolles Handeln verlangt wird. Fährt man ein Auto, ist man für Schäden verantwortlich, die dadurch entstehen. Zeugt man ein Kind, ist man für dessen Gedeih und Verderb verantwortlich. Hält man aus Gründen der Kompensation seiner persönlichen Machtlosigkeit ein Tier, dass zu einem steht, egal was für ein Arsch man ist, dann trägt man dafür ebenfalls die Verantwortung. Leider, das muss man sagen, will kaum einer die Konsequenzen seines Verhaltens tragen.
Spricht man die betreffende Person auf ein missliebiges Verhalten an, ist oft keinerlei Schuldbewußtsein vorhanden. Man erwartet ja insgeheim ein gerauntes "'tschulligung", eine kleine, aber feine Einsicht, damit man sagen darf: "Der hat mich und meine Angst jetzt aber mal so richtig ernst genommen und wahrscheinlich Besserung gelobt." Doch ganz im Gegenteil gilt die Regel: Das (potentielle) Opfer ist immer selber schuld! Es sind schon fast Gesetzmäßigkeiten: Die Frau wäre nicht vergewaltigt worden, hätte sie sich anständig angezogen. Der Radfahrer oder Fußgänger wäre nicht überfahren worden, wenn er auf dem Bürgersteig gefahren wäre. Der Hund hätte nicht zugebissen, wenn der Passant ihn nicht provoziert hätte.
Gegen solche Dummheit ist man allerdings machtlos! Aber hülfe denn rohe Gewalt? Man ist zunehmend geneigt, es auzuprobieren! Da ist es kein Wunder, dass die Obrigkeit mit Verboten reagiert. In Berlin gilt auf mittlerweile fast allen Grünflächen ein Hundeverbot. Offenbar waren es einige Menschen leid, dass einem ständig irgendwelche Hunde über die Picknickdecke springen, weil sie den von ihren Herrchen fort geworfenen Stöckchen folgen. Auch möchte man besagte Decke nicht versehentlich über die nach Kadaver stinkenden Tretminen legen. In Berlin senkt man den Blick beim Spaziergang übrigens nicht aus Unfreundlichkeit.
Zudem sammelt man dort jährlich ca. 55 Tonnen Hundekot ein. Und das, obwohl die Hundehalter natürlich dazu verpflichtet wären, den Kot mit den überall kostenfrei ausliegenden Papptüten selbst einzusammeln. Aber noch nicht einmal soweit reicht die Verantwortung für das eigene Tier. Dabei könnte man mit dem eingesparten Geld für die Stadtreinigung beispielsweise jedem von Armut Betroffenen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Oder den Eintritt für Theater und Museum senken. Oder Kitaplätze kostenlos vergeben. Oder, oder, oder.
Unterdessen wird in der Mannheimer Innenstadt das einzige kostenfreie Naherholungsgebiet, die Neckarwiese, vollgekackt. Die Bemühung, eine kleine Fläche zu mähen und damit gangbar zu machen, ist für sich gesehen wunderbar, auch die hübschen Schilder mit dem durchgestrichenen Hund. Doch Ikonografie löst offenbar mehr Widerstand aus als irgendein Verständnis für den Grund. Besser als ein Verbot ist daher immer ein Appell an die Vernunft. Denn niemand hat etwas dagegen, wenn jemand seinen Hund über die Wiese führt. Doch wie er das tut, als Teil einer Gesellschaft, das ist der Gegenstand der Debatte.
Der Nachbar, dessen Hunde übrigens alle meine Geschwister mindestens einmal gebissen haben, schenkte meinem Vater zur Wiedergutmachung ein Kaninchen. Ich bekam ein geschientes und für die Zukunft leicht entstelltes Bein. So war das nun mal, auf dem Land, als mit Naturalien gezahlt wurde, weil es nach dem Krieg noch kein Geld gab. Seitdem habe ich ein gesundes Misstrauen Hunden und deren Haltern gegenüber entwickelt, das allerdings keinerlei phobische Züge trägt.
Nun verlangt man ja von hundeunkundigen Menschen, blitzschnell und akkurat zu erkennen, dass ein sich frei bewegender Hund erstens: "total lieb" ist und zweitens: "nur spielen will" oder "einfach nur Angst" vor mir hat. "Entschuldigung", möchte ich dann sagen, "aber ich kenne Ihren Hund nicht. Wenn er mir bellend entgegen läuft, dann stelle ich mir alles Mögliche vor, nur nicht, dass er Angst vor mir hat oder mit mir spielen will."
Denn genauso gut kann ich ja wenigstens von einem der 100Millionen Hundenarren soviel Menschenkenntnis erwarten, dass er sich zugestehen mag: Es gibt Menschen, die von Hunden in keinster Weise belästigt werden möchten. Sie möchten, so unverständlich das sein mag, nicht mit ihnen spielen, sie möchten nicht, dass man ihnen am Schritt herum schnüffelt und ins Gesicht schlabbert. Und gebissen, ja gebissen will überhaupt niemand werden. Aber diese einfache psychologische Einsicht ist dem gemeinen Hundehalter fremd.
Wir leben ja nun in einer Welt, in der von jedem ein verantwortungsvolles Handeln verlangt wird. Fährt man ein Auto, ist man für Schäden verantwortlich, die dadurch entstehen. Zeugt man ein Kind, ist man für dessen Gedeih und Verderb verantwortlich. Hält man aus Gründen der Kompensation seiner persönlichen Machtlosigkeit ein Tier, dass zu einem steht, egal was für ein Arsch man ist, dann trägt man dafür ebenfalls die Verantwortung. Leider, das muss man sagen, will kaum einer die Konsequenzen seines Verhaltens tragen.
Spricht man die betreffende Person auf ein missliebiges Verhalten an, ist oft keinerlei Schuldbewußtsein vorhanden. Man erwartet ja insgeheim ein gerauntes "'tschulligung", eine kleine, aber feine Einsicht, damit man sagen darf: "Der hat mich und meine Angst jetzt aber mal so richtig ernst genommen und wahrscheinlich Besserung gelobt." Doch ganz im Gegenteil gilt die Regel: Das (potentielle) Opfer ist immer selber schuld! Es sind schon fast Gesetzmäßigkeiten: Die Frau wäre nicht vergewaltigt worden, hätte sie sich anständig angezogen. Der Radfahrer oder Fußgänger wäre nicht überfahren worden, wenn er auf dem Bürgersteig gefahren wäre. Der Hund hätte nicht zugebissen, wenn der Passant ihn nicht provoziert hätte.
Gegen solche Dummheit ist man allerdings machtlos! Aber hülfe denn rohe Gewalt? Man ist zunehmend geneigt, es auzuprobieren! Da ist es kein Wunder, dass die Obrigkeit mit Verboten reagiert. In Berlin gilt auf mittlerweile fast allen Grünflächen ein Hundeverbot. Offenbar waren es einige Menschen leid, dass einem ständig irgendwelche Hunde über die Picknickdecke springen, weil sie den von ihren Herrchen fort geworfenen Stöckchen folgen. Auch möchte man besagte Decke nicht versehentlich über die nach Kadaver stinkenden Tretminen legen. In Berlin senkt man den Blick beim Spaziergang übrigens nicht aus Unfreundlichkeit.
Zudem sammelt man dort jährlich ca. 55 Tonnen Hundekot ein. Und das, obwohl die Hundehalter natürlich dazu verpflichtet wären, den Kot mit den überall kostenfrei ausliegenden Papptüten selbst einzusammeln. Aber noch nicht einmal soweit reicht die Verantwortung für das eigene Tier. Dabei könnte man mit dem eingesparten Geld für die Stadtreinigung beispielsweise jedem von Armut Betroffenen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Oder den Eintritt für Theater und Museum senken. Oder Kitaplätze kostenlos vergeben. Oder, oder, oder.
Unterdessen wird in der Mannheimer Innenstadt das einzige kostenfreie Naherholungsgebiet, die Neckarwiese, vollgekackt. Die Bemühung, eine kleine Fläche zu mähen und damit gangbar zu machen, ist für sich gesehen wunderbar, auch die hübschen Schilder mit dem durchgestrichenen Hund. Doch Ikonografie löst offenbar mehr Widerstand aus als irgendein Verständnis für den Grund. Besser als ein Verbot ist daher immer ein Appell an die Vernunft. Denn niemand hat etwas dagegen, wenn jemand seinen Hund über die Wiese führt. Doch wie er das tut, als Teil einer Gesellschaft, das ist der Gegenstand der Debatte.
worte die fallen
Berlin,
Hunde,
Hundehalter,
Hundekot,
Mannheim,
Neckarwiese
Mittwoch, 25. Juli 2007
Ein Wuff gegen Angsterzeuger! Es heisst nicht "Zigeuner", sondern "Sinti und Roma"!
berlin ist ja schon lange nicht mehr die hundestadt nummer eins. das ist ein alter hut, ein mythos, der von der realität überholt wurde. wie jeder mythos, würde ich mal sagen. laut "taz" steht berlin aber immerhin noch zusammen mit oberhausen an 2. stelle. dort gäbe es 113hunde/ km². spitzenreiter sei allerdings herne mit 136hunde/ km².
doch an wievielter stelle steht mannheim? warum halten menschen überhaupt einen hund in einer stadt? klar ist, dass man auf dem land die viecher braucht, um seine viecher vor anderen viechern zu schützen. aber auch nicht jedes landei hat einen hof zu verteidigen, uns so bleibt die frage, wogegen sich die bürger verteidigen möchten?
gegen fremde menschen, also unmenschen. die nichts anderes im sinn haben als harmlose landrover- pendler und hobbygärtner auszurauben. sind die sog. "zigeuner" im lande, kommen die hundehersteller kaum mehr nach mit ihrer produktion. auch polnische oder weissrussische wanderarbeiter sind probate angsterzeuger, denen man mit dem hund beikommen möchte.
doch in der stadt? da gibt es nichts von alledem. die polnischen, türkischen oder rumänischen angsterzeuger warten brav bis zum nächsten sperrmüll. da wandert genug wohlstandsschrott auf den bürgersteig, so dass man nirgends wirklich einbrechen müsste. tun sie ja auch nicht! denn deutsche verbrecher nutzen die gunst der stunde, wenn fremdvolk da ist, um den verdacht von sich zu lenken, weiss doch jeder!
geldinstitute sind übrigens, frei nach bert brecht, die grössten verbrecher. warum hält der staat da seine hand schützend drüber? vielleicht sind sie ja auch plötzlich ehrlich geworden, wer weiss? obwohl man mit hunden aber nicht gegen banken ankommt, gibt es in mannheim ganz schön viele davon.
vielleicht haben hundehalter aber generell keine freunde und brauchen jemanden, der ihnen zuhört? und das ohne zu widersprechen! denn das tun hunde nicht! brav, mein guter! so wie mama früher auch versöhnlich war, wenn man als kind seine pein auf sich nahm, ohne widerspruch! ich muss jetzt aber weg, gassi gehen mit meinem frauchen C. wuff!
p.s. mannheim liegt übrigens auf platz 25 mit 55kötern/ km² (komplettes ranking hier...)
doch an wievielter stelle steht mannheim? warum halten menschen überhaupt einen hund in einer stadt? klar ist, dass man auf dem land die viecher braucht, um seine viecher vor anderen viechern zu schützen. aber auch nicht jedes landei hat einen hof zu verteidigen, uns so bleibt die frage, wogegen sich die bürger verteidigen möchten?
gegen fremde menschen, also unmenschen. die nichts anderes im sinn haben als harmlose landrover- pendler und hobbygärtner auszurauben. sind die sog. "zigeuner" im lande, kommen die hundehersteller kaum mehr nach mit ihrer produktion. auch polnische oder weissrussische wanderarbeiter sind probate angsterzeuger, denen man mit dem hund beikommen möchte.
doch in der stadt? da gibt es nichts von alledem. die polnischen, türkischen oder rumänischen angsterzeuger warten brav bis zum nächsten sperrmüll. da wandert genug wohlstandsschrott auf den bürgersteig, so dass man nirgends wirklich einbrechen müsste. tun sie ja auch nicht! denn deutsche verbrecher nutzen die gunst der stunde, wenn fremdvolk da ist, um den verdacht von sich zu lenken, weiss doch jeder!
geldinstitute sind übrigens, frei nach bert brecht, die grössten verbrecher. warum hält der staat da seine hand schützend drüber? vielleicht sind sie ja auch plötzlich ehrlich geworden, wer weiss? obwohl man mit hunden aber nicht gegen banken ankommt, gibt es in mannheim ganz schön viele davon.
vielleicht haben hundehalter aber generell keine freunde und brauchen jemanden, der ihnen zuhört? und das ohne zu widersprechen! denn das tun hunde nicht! brav, mein guter! so wie mama früher auch versöhnlich war, wenn man als kind seine pein auf sich nahm, ohne widerspruch! ich muss jetzt aber weg, gassi gehen mit meinem frauchen C. wuff!
p.s. mannheim liegt übrigens auf platz 25 mit 55kötern/ km² (komplettes ranking hier...)
Dienstag, 12. Juni 2007
Wohnen! Beobachtungen aus dem Hinterstübchen!
erste impressionen aus der neuen wohnung: ungeduldige autofahrer hupen verzweifelt das müllmobil an, geben dann auf und setzen die einbahnstrasse zurück. überwiegend nette mitbewohner im haus, bis auf die grantige alte dame mit ihrem alten mann und ihren beiden, bestimmt alten hunden. die darüber hinaus auch noch bissig zu sein scheinen. der grantige heimwerker, dem man immer irgendwie im weg ist. eine wohnung mit den ca. 60 kisten, die ausgepackt werden müssen. ein arbeitszimmer, in dem noch das totale chaos herrscht.
ich brauche sehr viel ruhe dieser tage. wie einem käztchen setzt mir der ortswechsel sehr zu, und ich muss mich zurückhalten, die kisten zu beschnuppern und meine drüsen daran zu reiben. wozu auch? am nächsten tag ist sowieso alles wieder ganz anders! kaum habe ich eine kletterroute ausgemacht, schon fehlt mal hie, mal da was und ich drohte abzustürzen, würden meine feinen barthärchen nicht das missing link "erspüren". ach, es ist nicht schön umzuziehen.
es ist aber schön zu wohnen! allerdings: meine freundin C. wird es schon schaffen, die ca. 14 kisten "deko" irgendwo unterzubringen, da bin ich mir sicher. bislang hat sie sich sehr zurückgehalten, aber vielleicht wartet sie, bis ich endlich mürbe bin? ich vertraue sehr darauf, dass sie meine zermürbtheit nicht ausnutzt.
die alte dame mit den zwei hunden hat uns beim umzug sehr argwöhnisch betrachtet. ihre hunde haben offenbar vorrang vor allem anderen, jedenfalls haben sie unsere helferinnen beinahe angefallen, zumindest aber angekläfft. sie hatte ihre tiere zwar zurecht gewiesen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das die kläffer überhaupt tangiert. sie kläfften jedenfalls ungerührt weiter und schnappten nach allem, was in unmittelbarer nähe, quasi bissbereit, weilte. das machte das schleppen von kisten zu einem parqour besonderer güte. als die dame endlich in ihrer wohnung verschwand, schloss sie ihre haustür - ungelogen - zwei mal von innen ab. ich bin deswegen für eine gute, distanzierte nachbarschaft.
man muss nicht zusammen "hausfeste" feiern. eigentlich will ich das auch gar nicht. in berlin lebte ich zuletzt in einem haus, in dem manche leute so verzweifelt und von der aussenwelt abgeschnitten waren, dass sie gerne ein hausfest gemacht hätten. haben sie zwar auch und ich wurde auch eingeladen, aber ich hatte bereits anderes vor. das hat mir keine pluspunkte eingebracht. sowieso war ich untendurch, weil ich immer so unfreundlich war: ich habe nicht jedem, der mir entgegenkam, ein "hallo" ins ohr gebrüllt, sondern dies manchmal nur gemurmelt. da die meisten menschen nur mit sich selbst beschäftigt sind, haben sie das nicht gehört und dachten: "wie unfreundlich".
offensive freundlichkeit ist grässlich: seitdem ich das weiss, grüsse ich jeden im haus, ob er zurück grüsst oder nicht. ich kleide mich in mein bestes lächeln, sogar wenn ich schwere kisten in den vierten stock trage. das wirkt dann vielleicht etwas angestrengt, sogar verängstigend, aber ich kann mir dann sicher sein, von "hausfesten" verschont zu bleiben.
nein, mein zuhause ist eine festung der einsamkeit, ein hort der ruhe. dort soll mich keiner stören können. die welt da draussen ist zu laut und zu betriebsam, als dass ich mich den zwängen einer häuslichen community unterwerfen mag. was denken sich die menschen eigentlich? tür zu, und ruhe ist! ich will mich nicht auf die toilette zurückziehen müssen, um meditieren zu können.
meine freundin C. allerdings ist die einzige, die mich "stören" darf. und weil sie das darf, "stört" sie auch nicht. mein kleines arbeitstierchen, ich habe es sehr lieb! es versorgt mich mit zuneigung und dutzenden von gefüllten sektflaschen. der kater hat geschnurrt!
ich brauche sehr viel ruhe dieser tage. wie einem käztchen setzt mir der ortswechsel sehr zu, und ich muss mich zurückhalten, die kisten zu beschnuppern und meine drüsen daran zu reiben. wozu auch? am nächsten tag ist sowieso alles wieder ganz anders! kaum habe ich eine kletterroute ausgemacht, schon fehlt mal hie, mal da was und ich drohte abzustürzen, würden meine feinen barthärchen nicht das missing link "erspüren". ach, es ist nicht schön umzuziehen.
es ist aber schön zu wohnen! allerdings: meine freundin C. wird es schon schaffen, die ca. 14 kisten "deko" irgendwo unterzubringen, da bin ich mir sicher. bislang hat sie sich sehr zurückgehalten, aber vielleicht wartet sie, bis ich endlich mürbe bin? ich vertraue sehr darauf, dass sie meine zermürbtheit nicht ausnutzt.
die alte dame mit den zwei hunden hat uns beim umzug sehr argwöhnisch betrachtet. ihre hunde haben offenbar vorrang vor allem anderen, jedenfalls haben sie unsere helferinnen beinahe angefallen, zumindest aber angekläfft. sie hatte ihre tiere zwar zurecht gewiesen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das die kläffer überhaupt tangiert. sie kläfften jedenfalls ungerührt weiter und schnappten nach allem, was in unmittelbarer nähe, quasi bissbereit, weilte. das machte das schleppen von kisten zu einem parqour besonderer güte. als die dame endlich in ihrer wohnung verschwand, schloss sie ihre haustür - ungelogen - zwei mal von innen ab. ich bin deswegen für eine gute, distanzierte nachbarschaft.
man muss nicht zusammen "hausfeste" feiern. eigentlich will ich das auch gar nicht. in berlin lebte ich zuletzt in einem haus, in dem manche leute so verzweifelt und von der aussenwelt abgeschnitten waren, dass sie gerne ein hausfest gemacht hätten. haben sie zwar auch und ich wurde auch eingeladen, aber ich hatte bereits anderes vor. das hat mir keine pluspunkte eingebracht. sowieso war ich untendurch, weil ich immer so unfreundlich war: ich habe nicht jedem, der mir entgegenkam, ein "hallo" ins ohr gebrüllt, sondern dies manchmal nur gemurmelt. da die meisten menschen nur mit sich selbst beschäftigt sind, haben sie das nicht gehört und dachten: "wie unfreundlich".
offensive freundlichkeit ist grässlich: seitdem ich das weiss, grüsse ich jeden im haus, ob er zurück grüsst oder nicht. ich kleide mich in mein bestes lächeln, sogar wenn ich schwere kisten in den vierten stock trage. das wirkt dann vielleicht etwas angestrengt, sogar verängstigend, aber ich kann mir dann sicher sein, von "hausfesten" verschont zu bleiben.
nein, mein zuhause ist eine festung der einsamkeit, ein hort der ruhe. dort soll mich keiner stören können. die welt da draussen ist zu laut und zu betriebsam, als dass ich mich den zwängen einer häuslichen community unterwerfen mag. was denken sich die menschen eigentlich? tür zu, und ruhe ist! ich will mich nicht auf die toilette zurückziehen müssen, um meditieren zu können.
meine freundin C. allerdings ist die einzige, die mich "stören" darf. und weil sie das darf, "stört" sie auch nicht. mein kleines arbeitstierchen, ich habe es sehr lieb! es versorgt mich mit zuneigung und dutzenden von gefüllten sektflaschen. der kater hat geschnurrt!
Sonntag, 6. Mai 2007
Brehms Tierleben! Doofpokal für Hunde, Katzen und Tauben! Alle kriegen ihr Fett ab!
die mannheimer gehen seltsam sorglos mit ihrem neckarufer um! leider ist die ganze neckarpromenade dermassen zugemüllt, das es beinahe an eine müllhalde gemahnt. schade eigentlich! zudem sind weite strecken mit hundekot bedeckt, was die suche nach einem lauschigen plätzchen zum ruhen erschwert. meine freundin C. musste sich daraufhin stundenlang meine tiraden anhören, die ich hier nur stark gekürzt wiedergeben kann.
ich dachte immer, dass berlin - immerhin die stadt mit der grössten hundedichte (gefühlte 0,75 einwohner pro hund) - da in führung läge. doch auch in mannheim müsste man einen sogenannten hundeführerschein einführen und die hundesteuer um ein vielfaches erhöhen. wozu eigentlich überhaupt einen hund? gibt es hier keine menschlichen freunde?
freunde sind lästig! sie geben widerworte, sofern sie echte freunde sind. sie sind nie da, wenn man sie mal braucht. im gegenzug darf man ihnen bei ihren dauernd stattfindenden umzügen helfen. dann haben sie auch noch ständig beziehungsprobleme. noch schlimmer ist es aber, wenn sie gerade keine beziehung haben. dann schenkt man ihnen ersatzweise einen hund.
der hund ist immer für sie da, riecht zwar komisch und leidet im fortgeschrittenen alter unter chronischer flatulenz. dafür sind sie treu, etwas dumm auch, aber der mensch sehnt sich nach freunden, die noch etwas dümmer sind als er selbst.
wenn man rüden kastriert, haben sie keine beziehungsprobleme. und keine vaterschaftsklagen am hals, was man von einigen menschfreunden ja öfter unter die nase gerieben bekommt. der kastrierte männliche hund ist ein verlässlicher partner, die sterilisierte hündin auch. die kann aber nun auch wieder beziehungsprobleme haben. ach, es ist nicht leicht! vor lauter freude über die treue des hundes lässt man ihn überall hinkacken. richtigen freunden sieht man kleinere verfehlungen nach!
doch ist der hund nicht für die stadt gemacht. viele stadtmenschen stört das nicht. schade! so ist das tier des menschen freund, doch der mensch? der lebt nur seine egoismen aus! ausgenommen sind vielleicht der blinde oder der schafhirte. letzterer lebt und wirkt in jedoch freier natur. und da gehört er hin, der hund! hat seine gemütliche hundehütte, hat tagsüber freilauf und kann sich austoben, indem er die schafe in den hintern zwackt. der hund ist glücklich in der natur. in der stadt ist er nur glücklich darüber, am leben zu sein und jemanden zu haben, der ihm ab und an das fell ausbürstet.
ein anderes beliebtes haustier ist die katze. die katze ist übrigens kein guter freund. die katze ist wie ein verzogenes kleinkind. ich weiss das, weil ich einige jahre mit einer zusammenlebte. es war nicht meine, sondern die meiner mitbewohnerin. obwohl sie launisch war wie sonst nur die durchschnittlich schizoide berlinerin, mochte ich sie gerne. sie roch auch nicht sehr streng.
es gibt menschen, die behaupten, katzen seien schlauer als hunde. andere meinen, es sei genau umgekehrt. ich finde: katzen sind einfach anders dumm! sei's drum!
stadttauben schlagen hunde und katzen auf der blödheitsskala um längen! oder doch nicht? tauben sind die asozialen unter den vögeln. wenn sie könnten, würden sie trainingsanzüge aus ballonseide tragen. oder leggins und pailettenbestickte sweatshirts, je nach geschlecht.
tauben gurren doof rum, legen ihre eier auf den blanken boden und brüten weiter, wenn ihr ei längst kaputt oder entfernt worden ist. allerdings: vielleicht brüten sie nur deswegen scheinbar weiter, damit sie das kinder- und sozialgeld nicht gestrichen bekommen. wer weiss?
eine bekannte erzählte mir, die täuberiche schauten sich mit ihren täubchen eine wohnung genau an, bevor sie sich auf dem balkon davor einnisteten. kühlschrank für's bier da? einbauküche vorhanden? couchgarnitur im wohnzimmer? ist der fernseher gross genug? wenn diese fragen mit ja beantwortet werden könnten, legte man ein ei direkt auf den boden und wartete mal so ab, was draus wird. ich weiss nicht, warum diese tiere gerne als friedensbringer mit ähre im schnabel abgebildet werden. vielleicht habe sie so das biblische sozialamt respektive die konfessionelle wohlfahrt angekündigt?
man könnte meinen, ich hätte was gegen arbeitslose und sozialhilfeempfänger. dem ist nicht so. ich mag nur keine tauben und menschen, die sich gehenlassen. es sollte dann auch heissen: "die leben wie die tauben vorm balkon!" das wäre eine sehr treffsichere bezeichnung für abgehängte und bildungsferne schichten. bevor ich aus der nummer nicht mehr herauskomme, erkläre ich sie einfach für beendet. schluss! ende! ach, schon zu spät? hmmm...
ich dachte immer, dass berlin - immerhin die stadt mit der grössten hundedichte (gefühlte 0,75 einwohner pro hund) - da in führung läge. doch auch in mannheim müsste man einen sogenannten hundeführerschein einführen und die hundesteuer um ein vielfaches erhöhen. wozu eigentlich überhaupt einen hund? gibt es hier keine menschlichen freunde?
freunde sind lästig! sie geben widerworte, sofern sie echte freunde sind. sie sind nie da, wenn man sie mal braucht. im gegenzug darf man ihnen bei ihren dauernd stattfindenden umzügen helfen. dann haben sie auch noch ständig beziehungsprobleme. noch schlimmer ist es aber, wenn sie gerade keine beziehung haben. dann schenkt man ihnen ersatzweise einen hund.
der hund ist immer für sie da, riecht zwar komisch und leidet im fortgeschrittenen alter unter chronischer flatulenz. dafür sind sie treu, etwas dumm auch, aber der mensch sehnt sich nach freunden, die noch etwas dümmer sind als er selbst.
wenn man rüden kastriert, haben sie keine beziehungsprobleme. und keine vaterschaftsklagen am hals, was man von einigen menschfreunden ja öfter unter die nase gerieben bekommt. der kastrierte männliche hund ist ein verlässlicher partner, die sterilisierte hündin auch. die kann aber nun auch wieder beziehungsprobleme haben. ach, es ist nicht leicht! vor lauter freude über die treue des hundes lässt man ihn überall hinkacken. richtigen freunden sieht man kleinere verfehlungen nach!
doch ist der hund nicht für die stadt gemacht. viele stadtmenschen stört das nicht. schade! so ist das tier des menschen freund, doch der mensch? der lebt nur seine egoismen aus! ausgenommen sind vielleicht der blinde oder der schafhirte. letzterer lebt und wirkt in jedoch freier natur. und da gehört er hin, der hund! hat seine gemütliche hundehütte, hat tagsüber freilauf und kann sich austoben, indem er die schafe in den hintern zwackt. der hund ist glücklich in der natur. in der stadt ist er nur glücklich darüber, am leben zu sein und jemanden zu haben, der ihm ab und an das fell ausbürstet.
ein anderes beliebtes haustier ist die katze. die katze ist übrigens kein guter freund. die katze ist wie ein verzogenes kleinkind. ich weiss das, weil ich einige jahre mit einer zusammenlebte. es war nicht meine, sondern die meiner mitbewohnerin. obwohl sie launisch war wie sonst nur die durchschnittlich schizoide berlinerin, mochte ich sie gerne. sie roch auch nicht sehr streng.
es gibt menschen, die behaupten, katzen seien schlauer als hunde. andere meinen, es sei genau umgekehrt. ich finde: katzen sind einfach anders dumm! sei's drum!
stadttauben schlagen hunde und katzen auf der blödheitsskala um längen! oder doch nicht? tauben sind die asozialen unter den vögeln. wenn sie könnten, würden sie trainingsanzüge aus ballonseide tragen. oder leggins und pailettenbestickte sweatshirts, je nach geschlecht.
tauben gurren doof rum, legen ihre eier auf den blanken boden und brüten weiter, wenn ihr ei längst kaputt oder entfernt worden ist. allerdings: vielleicht brüten sie nur deswegen scheinbar weiter, damit sie das kinder- und sozialgeld nicht gestrichen bekommen. wer weiss?
eine bekannte erzählte mir, die täuberiche schauten sich mit ihren täubchen eine wohnung genau an, bevor sie sich auf dem balkon davor einnisteten. kühlschrank für's bier da? einbauküche vorhanden? couchgarnitur im wohnzimmer? ist der fernseher gross genug? wenn diese fragen mit ja beantwortet werden könnten, legte man ein ei direkt auf den boden und wartete mal so ab, was draus wird. ich weiss nicht, warum diese tiere gerne als friedensbringer mit ähre im schnabel abgebildet werden. vielleicht habe sie so das biblische sozialamt respektive die konfessionelle wohlfahrt angekündigt?
man könnte meinen, ich hätte was gegen arbeitslose und sozialhilfeempfänger. dem ist nicht so. ich mag nur keine tauben und menschen, die sich gehenlassen. es sollte dann auch heissen: "die leben wie die tauben vorm balkon!" das wäre eine sehr treffsichere bezeichnung für abgehängte und bildungsferne schichten. bevor ich aus der nummer nicht mehr herauskomme, erkläre ich sie einfach für beendet. schluss! ende! ach, schon zu spät? hmmm...
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