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Dienstag, 9. April 2013

Planet der Affen! Ein Prequel zu The Walking Dead!

Zombies: einer ist keiner!
Das Szenario ist denkbar einfach: Unsere Welt wird auf lange Sicht unbewohnbar sein, sollte der Raubbau an Ressourcen und die Inkaufnahme von Umweltschäden nicht jäh beendet werden. Eigentlich sollten doch alle Menschen an einem Strang ziehen, haben sie doch die gleichen Interessen. Haben sie die wirklich? Es ist leicht denkbar, dass gerade jene Kräfte, zu deren Gunsten alles verhindert wird, was einer gesunden Umwelt zuträglich wäre, längst davon ausgehen, dass die Erde sehr bald für den Großteil der Menschen unbewohnbar sein wird.

Für die Mächtigen der Welt tritt ein anderer Umstand in Kraft: Dass der Mensch seit jeher mit Prothesen (Stein, Speer, Bogen, Schusswaffe, Laserschwert) gegen eine (menschen-)feindliche Natur kämpft und sich damit einen Vorteil anderen Lebewesen gegenüber verschafft. Je mehr Ressourcen dabei dem Individuum zustehen, desto mehr Prothesen kann er sich bauen und desto größer ist der Vorteil. Das würde bedeuten: Je reicher und mächtiger das Individuum, umso eher ist sein Fortbestand und der seiner Nachfahren gesichert. Der Rest vegetiert vor sich hin oder stirbt. Das beschreibt die Grundzüge des Kapitalismus.

Kämpfen wir also schon längst um die (Um-)Verteilung der letzten Ressourcen, um eine günstigere Ausgangslage für uns zu schaffen? Wäre dem so, dann haben wir den Planeten Erde längst abgeschrieben. So wäre jedenfalls der heute schon verbissen geführte Kampf um allerlei Rohstoffe (darunter auch Wassser) zu erklären. Dies geht selbstredend zulasten des einfachen "Pöbels". Mit ihm die Welt teilen zu müssen käme gar nicht in Frage. Für alle Menschen ist kein Platz auf dieser schrumpfenden Welt. Alles weißt schon heute auf eine in wenige Privilegierte und viele Unterprivilegierte unterteilte Welt hin.

Schon jetzt haben wir eine medizinisch unterversorgte Unterschicht, deren Lebenszeit sich im Gegensatz zu den gutversorgten Wohlhabenden und Ultrareichen bescheiden ausnimmt. Die Benachteiligten einer solchen Gesellschaft wären damit "The Walking Dead". Sie müssten längst umgefallen sein, doch sie haben noch nicht bemerkt, wie tot sie im Grunde sind. Wir hätten da eine Analogie zur gleichnamigen Serie hergestellt, von der ich bislang nur zwei Staffeln habe sehen können, aber was soll's? Würde man die Serie aus dieser Perspektive heraus betrachten, wie ich sie oben dargestellt habe, ergäbe sich daraus Verblüffendes:

Die Überlebenden, die gleichsam infiziert sind und jede störende Moral schnell über Bord werfen, wären demnach Privilegierte in einer untergehenden Welt, die sich, ihre Angehörigen und ihre Weltordnung gegen eine Horde simpel gestrickter und körperlich zerfallender (Ex-)Menschen zu verteidigen haben. Diese zu Unmenschen degradierten (es wird ihnen jedenfalls alles Menschliche abgesprochen) bilden eine Übermacht, die kaum zu bewältigen ist. Sie wollen zwar nur noch fressen, sind sich aber darin seltsam einig: Sie verständigen sich wort- und hierarchielos, folgen einander ohne Kritik und lassen sich gegenseitig in Ruhe. Damit sind sie dem menschlichen Ideal wesentlich näher als die verbliebenen "Menschen".

Da wäre nun die Frage, ob auch in der realen Welt die Armen untereinander solidarischer sind als die Reichen und wie weit die Solidarität auf die jeweils andere Gruppe übergreift. Verlangt wird es von den Armen jedenfalls, dass sie die Verluste riskanter Geschäfte ohne Murren tragen und für den Wohlstand anderer Leute arbeiten. Ob das dumm ist oder solidarisch, entzieht sich meinem Urteil. Fakt ist, dass sich die Reichen nur untereinander solidarisch zeigen (und auch nur da, wo es unbedingt notwendig ist).

In der Serie entscheidet übrigens allein die Fähigkeit zum Denken darüber, ob jemand tot ist oder nicht. Dabei sind jene, die sich noch am Leben wähnen, eigentlich auch schon längst tot. Nur die Untoten, auch Beisser genannt, machen sich keine Vorstellung davon, ob sie lebendig oder tot sind. Sie marschieren jedenfalls sehr "lebendig" und völlig angstfrei auf die "Lebenden" zu und gemeinden einen nach dem anderen ihrem losen Kollektiv ein. Aber sie brauchen dazu auch Köpfchen. Das riecht nun aber schwer nach Sozialismus oder wenigstens Antikapitalismus!

Samstag, 30. März 2013

Democracy for Dummies Lesson 2: You can call me Pfusch!

Auf meine kleine Insel hab' ich's dann doch nicht geschafft. Mir ist kalt um's Herz, so fällt's mir schwer, aus dem Bett zu kriechen und einem Tagewerk nachzugehen: Es ist kalt und grau draußen, vom Frühling keine Spur. Und auch keine Ahnung davon, wie lange er noch braucht. Nur die Uhr wird heute Nacht umgestellt so wie jedes Jahr. Als ob sich damit alles ändern würde außer meinem Tagesrhythmus. Außerdem bedeutet die Zeitumstellung heuer nur, dass der Frühling noch eine Stunde später kommt. Prima!

Bin immer noch auf der Suche, nach einer Arbeit, die mich nicht zu Tode langweilt. Habe sogar ein oder zwei Stellen gefunden, mich darauf beworbe, doch was soll ich sagen? Man erkennt mein Genie einfach nicht! Meine Erwartungen also etwas herunterschrauben? Ganz ehrlich: Lieber hocke ich deprimiert im Bett und starre trübselig aus meinem Schlafzimmerfenster, als dasselbe tödlich gelangweilt von einem Bürofenster aus zu tun. Jedes zusätzliche Stockwerk, in dem sich dieses Bürofenster befindet, ist ein zusätzlicher Anreiz, sich hinauszustürzen.

Worst Case Scene: Wegen der Erderwärmung bricht Eis aus den polaren Gletschern und bahnt sich den Weg in den Golfstrom. Die Fische darin und das Krill bekommen einen Schnupfen, weil die warme Meeresader sich deutlich abkühlt und uns in Europa mächtig kalte Luft bringt. Die Folge: Der Winter bricht nicht ab und bleibt uns erhalten. Wir müssten nur nach Süden ziehen, am Besten nach Afrika ganz runter, doch halt: Da gibt es ja keine Arbeit nicht. Toll: Oben verhungern wir, weil kein Getreide im Schnee wachsen will, und unten will uns keiner.

Naiver Gedanke Nummer 1: Unsere PolitikerInnen sind natürlich vollkommen ahnungslos. Sie stimmen über Gesetze ab, die sie nicht verstehen. Eigentlich sollten sie diejenigen sein, die aus den Bürofenstern springen. Gut, einige Leute wählen sie ins Amt. Und sie wählen nun ja auch keine Experten, sondern Menschen, in die sie ihr Vertrauen setzen, dass sie das Richtige zu tun. Dazu können PolitikerInnen Experten fragen, wenn sie selber von nichts eine Ahnung haben. Leider tun sie es nicht! Sie werden von Experten beraten, die so tun, als würden sie freiwillig ihre Dienste anbieten. Dabei stehen sie in Wirklichkeit im Dienst der Wirtschaftslobbyisten.

Dies führt nicht gerade dazu, dass die direkten Interessen der Bevölkerung vertreten werden, sondern die von einigen Wenigen. Die es freilich verstehen, darzustellen, dass ihre Interessen die Interessen aller sind: Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den "Leuten" auch gut. Sagen sie schon seit Jahren. Stimmt aber nicht. Im Verhältnis geht es der Wirtschaft schon zu Zeiten Helmut Kohls stetig besser, während sich für die "Leute" bestenfalls nichts verschlechtert hat, schlimmstenfalls jedoch deutlich schlechter wurde. Alle Macht geht vom Volke aus? Demokratie musss man sich schon leisten können!

Naiver Gedanke Nummer 2: Und wir glauben auch noch, unsere Würde durch die Mitarbeit in diesem System zu bewahren zu können. Jetzt frage ich mal provokant: Was ist das für eine Würde, wenn ich keine Wahl habe? Wenn ich in einem Land lebe, in dem jeder Bürger zumindest im Durchschnitt reich ist, und zu jeder Arbeit, ob sie mir gefällt oder nicht, gezwungen werden kann, weil ich eben nur im Durchschnitt reich bin, aber real gegen die enorm reichen 10 Prozent der Bevölkerung keine Chance habe? Wenn sich eine Gesellschaft ein paar Superreiche leistet und gleichzeitig auch wachsende Armut? Wo ist da die Würde von Geburt an? Bei den superreichen 10 Prozent?

Naiver Gedanke Nummer 3: Ich hole mir meine Würde zurück! Es wird sowieso viel zu viel gearbeitet. Apropos Würde: Würde weniger gearbeitet werden, würde auch weniger hergestellt und damit weniger verbraucht. Und wenn doch etwas gebastelt wird, dann ohne eingebaute Obsolenzen. Dann hält alles lange und muss nicht dauernd nachproduziert werden. Ohne die teuren Obsolenzen könnte wahrscheinlich genau so billig produziert werden. Das Erdklima könnte sich vielleicht erholen, zumindest aber die Arbeitnehmer. Doch ganz im Gegenteil: Die Produktivität der bundesdeutschen Lohnsklaven hat sogar zugenommen. Und das, obwohl der Krankenstand so hoch ist wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik.

Naiver Gedanke Nummer 4: Ja ist die Welt denn irre? Während die einen aufgrund des hohen Drucks krank werden, arbeiten die anderen eben noch mehr. Und werden dann wahrscheinlich ebenfalls krank. Es wachsen ja genug ausbeutungswillige Idioten nach. Was mir jedoch aufgefallen ist: Es wird zwar mehr in weniger Zeit produziert, doch sinkt der Wert des Hergestellten stetig. Das liegt vielleicht daran, dass keiner mehr die Zeit hat, die Dinge richtig anzupacken. So Sachen wie: Vorher nachdenken, bevor man anfängt zu arbeiten. Sich mit KollegInnen austauschen. Erfahrungen auswerten, reflektieren, Kosten nicht nur überschlagen, sondern ausrechnen usw.

Dann könnte so ein Mist wie mit dem Stuttgarter Bahnhof oder dem Großflughafen BER wohl nicht passieren. Doch leider: Alle müssen sich immer furchtbar beeilen, unter größtem Zeitdruck agieren. Dadurch werden allerdings auch viele Fehler gemacht. Und diese Fehler müssen korrigiert werden, was dazu führt, dass alles viel länger dauert und viel teurer wird, als die knappe Kalkulation es vorgesehen hatte. Tja, so ist das: Kapitalismus ist die Ursache für großen Pfusch. Siehe auch: Kölner Dom oder jeden beliebigen Betrieb, in dem Menschen zusammengepfercht sind und tun was sie tun müssen.

Dienstag, 19. März 2013

Des Bundesbürgers Maulkorb ist die zugefrorene Fresse! Eskapismus ist die Devise!

Wenn Tempelhof zur arktischen Basisstation wird, sind wir gefickt
Reden wir nicht lange darum herum: Der Winter ist der Klimakiller Nummer 1! Wir rasen uns den Kopf schwindlig mit unseren KFZ, weil wir zu faul sind, durch die Kälte zu latschen oder uns in die überheizten Züge des ÖPNV zu setzen. Oder wir lungern daheim dumm herum, regeln das Thermostat in ungekannte Höhen, schalten 17 Stunden am Tag das Licht an und sitzen vor bekloppten Rechnern, während unser zielloses Herumgegoogle eben mal einen kompletten Regenwald verballert. Dann brauchen wir dauernd heißen Tee und eine wärmende Suppe, die den ganzen Tag auf dem Herd köchelt.

Da klingt es doch geradezu pervers, dass uns der ungleich wärmere Süden kaum Gelegenheit bietet, unseren Lebensunterhalt auch nur irgendwie zu verdienen. Wenn man von verdienen überhaupt sprechen darf. Viel schlimmer ist doch, dass gerade ziemlich viele Menschen aus dem Süden in den bitterkalten Norden kommen, um überhaupt eine ökonomische Überlebenschance zu haben. Von wegen singen und tanzen in Griechenland, Portugal, Spanien. Alles wunderbare Länder, doch leider pleite. Und noch nicht voller hässlicher Industrieanlagen. Dann kommen sie in die BRD und sind nicht eher wohlgelitten, bis sie genau so sauertöpfisch sind wie der bundesdeutsche Durchschnitt.

Kälte macht argwöhnisch, dumm und hässlich. Wer dauerhaft mit frieren beschäftigt ist, lächelt nicht. Allerhöchstens sind seine Gesichtszüge beim Versuch, eine Boshaftigkeit in die Welt zu setzen, festgefroren. Das sieht nur aus, als würde er lächeln. Aber drinnen tobt die Wut, witterungsbedingt verhindert zu sein, sein barbarisches Gefasel in die Welt zu kreischen. Des Bundesbürgers Maulkorb ist die zugefrorene Fresse! Sein Wesensmerkmal ist das Ungelenke und der Neid. Der Winter hat auch sein Gutes, es ist wahr.

Aber warum regt sich denn eigentlich alle Welt über all die Hartz IV beziehenden Florida-Rolfs auf? Aus meiner Sicht sollten alle Menschen, die sich in den Süden verdrücken, den Umweltnobelpreis bekommen. Sollen auch sie hier im hohen Norden versauern und den letzten Rest Wald verheizen, nur damit griesgrämige Nordeuropa- Citizens nicht denken, alle Welt würde sich auf ihre Kosten verlustieren? Hat man hier schon daran gedacht, dass der singende und tanzende Homo Sapiens vielleicht die bessere Alternative zum werktätig vor sich hingrienenden Homo Economicus ist? ("Homo is' voll schwul, ey!", hör' ich den bundesdeutschen Prolladel tirilieren)

Ach was, hier arbeitet man, um einmal im Jahr in den Süden zu fliegen und die dort lebenden Menschen zu belehren und sich über den schlechten Service zu beschweren. Wer auch in der BRD keine Arbeit findet, dem wird nahegelegt, nicht etwa in den Süden zu gehen. Nein: Er soll noch weiter in den Norden ziehen, nach Skandinavien gar, wo die Sonne im Winter nicht hoch kommt und im Sommer Urlaub im Süden macht. Industrie ist ein Einfall von vor Kälte bibbernder Vollpfosten, die nur ackern, damit sie nicht einfrieren. Dabei gibt es viele andere Tätigkeiten, um in Bewegung zu bleiben. Wie bereits erwähnt eben singen und tanzen, außerdem vögeln und vor allem: Die Füße in die Hand nehmen und nach dem Süden gehen. Go south, my boy!

Auf eine kleine Insel zum Beispiel. Ach, es bleibt die Sehnsucht. Und ein Lied dafür hab' ich schon:
Eskapismus ist auch keine Lösung
Für meine kleine Insel brauch' ich Pinsel und Papier
zum malen meiner Insel brauch' ich Pinsel und Papier
Ein bisschen grün, ein bisschen rot
und für die Not mal' ich ein kleines Segelboot

Dort lieg' ich dann am Strand und bau' mir mit dem Sand
ein klitzekleines Schloss, nur mit Erdgeschoss
und Türmchen d'rum herum, ja da gucken die Leute dumm
denn das Zeug auf dem Papier gehört ganz alleine mir

Und brauch ich mal ein Brot
ja dann nehm' ich mir mein Segelboot
fahr' zum nächsten Dorf am Hafen
und kauf' mir dort ein Brot zur Not

Und kommt einmal ein Sturm
ja dann geh' ich in den Turm
greife zu Papier und Pinsel
und male einfach eine neue Insel

Ein bisschen grün, ein bisschen rot
und für die Not mal' ich ein kleines Segelboot
Ein bisschen grün, ein bisschen rot
und für die Not mal' ich ein kleines Segelboot
Holz E. von Bald 2013

Freitag, 10. Februar 2012

Ein Besinnungsaufsatz: Besseres für die Mittagspause! Arbeit muss weniger werden!

kriegswichtig: Freiheitsversprechungen
Oft wird mein Blog über das Stichwort "Besinnungsaufsatz" gegoogelt. Da hat wohl ein Deutschlehrer Hausaufgaben aufgegeben, und wissbegierige kleine Schülerlein suchen nun nach Aufsätzen im Internet, die sie liebevoll in ihre Hefte hinein guttenbergisieren können. Ich helfe gerne, wo ich nur kann. Zur Sicherheit sollten KTgorisierer genau prüfen, ob dieser Text der Gattung "Besinnungaufsatz" überhaupt angehört. Das heißt: Man sollte ihn zum Wenigsten gelesen haben, bevor er ausgedruckt wird. Also, liebe Kinder, gebt fein Acht! Ich hab' Euch etwas mitgebracht:

Jede Gelegenheit zur Flucht ist zu ergreifen! Es ist ja auch furchtbar: Man kann nicht einmal zur Mittagszeit in einem Café sitzen, ohne unfreiwilliger Zeuge von Gesprächen über die Arbeit zu werden. Immer und immer wieder langt die Nervensäge am Tisch nebenan mit dem Löffel in die Suppe, schlürft dann appetitlos herum, um hernach wieder über anstehende Arbeitsaufgaben zu referieren. Ihre Begleitung spricht auffällig wenig und beginnt kein Gespräch aus eigener Motivation heraus. Ich habe genug und wandere mit meiner Zeitung und der Tasse Kaffee an einen frei werdenden Tisch aus, um dort zur Ruhe zu kommen. Die Leute am Nachbartisch unterhalten sich über: Richtig! Sie unterhalten sich über: Arbeit!

Haben die Leute nichts Besseres in ihrer Mittagspause zu tun? Können sie nicht einfach entspannen? Wenn sie ihre Pause doch wenigstens noch auf die Arbeitszeit angerechnet bekämen. Aber nicht einmal das. Sie arbeiten am Mittagstisch weiter, natürlich unbezahlt. Und das nur, weil sie mit ihrer Zeit nichts anderes anzufangen wissen, so deformiert von ihrer Arbeit sind sie schon. Und dann belästigen sie unbescholtene Bürgerinnen und Bürger, die ihren Mittag arbeitsfrei begehen und vielleicht einfach nur in Ruhe lesen möchten. Bezahlte Arbeit ist leider allgegenwärtig, obwohl sie doch so grenzenlos öde ist.

Selbst Dinge, die man sonst mit Freude tut, werden öde, sobald man dafür bezahlt wird. Künstlerinnen und Künstler, deren Werke sich verkaufen, wissen ein Lied davon zu singen. Denn Geld zerstört jede Kreativität, jede Sinnlichkeit. Geld macht impotent. Sex zum Beispiel ist schön. Sobald man dafür bezahlen muss, ist er jedoch höchstens triebbedingt notwendig. Doch garantiert ist er nun das Gegenteil von: schön! Warum sollte dann also bezahlte Arbeit schön sein? Sie ist existenzbedingt notwendig. Doch garantiert ist sie nun das Gegenteil von: schön!

Arbeit verliert ihre Unschuld, wie auch der Sex seine Unschuld verliert (nur Katholiken sprechen von Schuld im Zusammenhang mit Sexualität). Arbeit wird erst dann wieder unschuldig sein, sobald sich der Werktätige im Spiegel betrachten kann, ohne sich ernsthafte Gedanken über den Zweck und Sinn seines Daseins machen zu müssen. Erst dann, wenn Arbeit von der Sicherung der Existenz entkoppelt ist, macht Arbeit wieder Sinn. Doch kann etwas, das seine Unschuld längst verloren hat, diese wieder erlangen? Wächst ein Hymen wieder nach? Nur operativ! Folglich müsste man nun doch das verzeihende Element des Katholizismus reanimieren oder wenigstens den Resozialisierungsgedanken des Strafvollzugs, der stets Besserungswille unterstellt, bemühen.

Dies ist nun gerade kein Plädoyer für den anhaltenden Trend, Werktätige mit einem Minimum an materiellem Gut im Tausch für ein Maximum an Wertarbeit abzuspeisen. Es ist dies der Versuch, die existenzielle Absicherung des Individuums von jeglicher Arbeit zu entkoppeln, auf dass sich der Einzelne auf das Wesentliche beschränken möchte und Dinge von hohem gesellschaftlichen oder persönlichen Wert herzustellen in die Lage versetzt würde. Dadurch würde die Zurichtung des Individuums auf die bloße Ausübung eines winzigen Segments zugunsten der Gesamtheit seines Spektrums aufgegeben.

Dies wäre eine Freiheit, über die es sich zu sprechen lohnen würde. Noch dazu gäbe es keine Arbeitslosigkeit mehr, da ein Jeder sich beschäftigen könnte und der Wert einer Arbeit nicht mehr von seiner Bezahlung abhinge. Dem gegenübergestellt seien die Programme der Bundesregierung zur Förderung ehrenamtlicher Arbeit. Es gibt sie also längst: Arbeitskraft, die nicht entlohnt wird und dennoch wertvoll zu sein scheint. Warum aber sollte die Arbeit in einem sog. Ehrenamt, die womöglich den wahren Interessen des Arbeitnemers eher entsprechen als dessen Erwerbsarbeit, nur auf dessen kärgliche Freizeit beschränkt sein? Als eine zusätzliche Leistung des Arbeitnehmers, damit er wenigstens ab und an etwas Sinnvolles leisten kann? Spricht das nicht für die Sinnentleertheit jeder Erwerbstätigkeit?

Auch die Arbeitslosigkeit mit dem Hinweis auf die Belastung der Gesellschaft ist längst obsolet. Erstens leistet sich die Gesellschaft die Arbeitslosigkeit, nicht umgekehrt. Und zweitens: Sobald ich für Geld arbeite, nehme ich einem anderen die Möglichkeit zu einer Erwerbstätigkeit weg. Erst wenn ich die Stelle verlasse, kann er in diese Bresche springen. Was ändert's? Die Zahl der Erwerbslosen bleibt konstant. Um dieses Dilemma zu lösen, muss man ohnehin umdenken. Man muss andere Fragen stellen, z.B.:
  • Wird der Konsum der Menschen künstlich herbeigeführt? Gibt es ein Zuviel an Produkten?
  • Welche Produkte braucht der Mensch tatsächlich? Welche sind im Grunde überflüssig?
  • Welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus?
  • Ist es diesbezüglich sinnreich, dem Gedanken quantitativen Wachstums abzuschwören und ein (wenn überhaupt) qualitatives Wirtschaftswachstum anzustreben? 
  • Ist Wachstum überhaupt noch ein tragfähiger Leitgedanke intra- und supranationaler Wirtschaft?
  • Wie viel Arbeitskraft wäre nötig, um den Erhalt des Notwendigen im Sinne der Menschenwürde (Lebensmittel, Wohnraum, Infrastruktur, Kunst und Kultur etc.) zu garantieren? 
Dies abzuwägen und hernach aus der leichtgängigen Maschine kapitalistischer Verwertungslogik herauszutreten, ist ohnehin längst notwendig, eingedenk sich verknappender Ressourcen und unruhigen (welt-) politischen Klimata. Arbeit muss weniger werden, nicht mehr! Und die Menschen sollten selbst entscheiden, wieviel Arbeit nötig ist. Hier setzt das Versprechen von wahrer Freiheit an. Schaut man sich hingegen noch einmal den arg überstrapazierten Begriff von Freiheit an, dann überkommen einen ohnehin Zweifel:

Welche Freiheit soll das denn sein, wenn die Bürgerinnen und Bürger ihre Zuchtmeister auf demokratischem Wege wählen können? Selbst wenn Freiheit ausschließlich die Freiheit des Konsums bedeuten würde, dann wäre dieses Versprechen nicht im Geringsten erfüllt. Der Gedanke der Freiheit sollte deshalb auf der Emanzipation des Einzelnen der Gesellschaft gegenüber gebaut sein. Die freie und menschenwürdige Entfaltung der Persönlichkeit muss garantiert sein. Wenn dieser Gedanke in einer Demokratie durch den Zwang zur Erwerbstätigkeit unterdrückt wird, dann unterscheidet sie sich nur unwesentlich von klerikalen, wirtschaftlichen oder feudalen Diktaturen.

Und so wird das gesamte Potenzial der Menschen zum alleinigen Nutzen einiger weniger verschleudert. Heute liegt das Geschick der Welt in den Händen von insgesamt 147 Unternehmen (hier...). Jede Gelegenheit zur Flucht ist zu ergreifen!

Sonntag, 8. Januar 2012

Pizza Stagnatione: Vier Irrtümer für die Bunzreplik!

kriegswichtig: ein Fluchtfahrzeug
Es ist übrigens nicht die Kritik an PolitikerInnen gefährlich für eine Demokratie, sondern das Ausbleiben berechtigter (wie auch unberechtigter) Kritik. Dies gilt ebenso für kritische Stimmen innerhalb derselben Partei. Eine Partei ist kein harmonisches Kuschelseminar, sondern ein Sammelbecken verschiedenster Meinungsträger, die sich gefälligst streiten sollen. Es wird übrigens auch kein Amt beschädigt, wenn Kritik geübt wird, sondern höchstens die Person, die es ausübt. Und die erledigen die Beschädigung ihres Amtes in der Regel schon selber. Stichwort "Bundespräsident"

Ziviler Ungehorsam ist und bleibt wichtig für eine moderne, fortschrittliche Gesellschaft. Die Legislative folgt, wenn auch zögerlich, dem Gerechtigkeitsempfinden der Bevölkerung (oder Teilen davon). Wären zum Beispiel die Homosexuellen nicht für ihre Rechte auf die Straße gegangen und hätten sie ihre Sexualität nicht trotz des Verbotes (§§ 175 und 175a StGB - widernatürliche Unzucht und Unzucht zwischen Männern) ausgelebt, könnte man sie heute noch verhaften und entmündigen wie noch in den 60ern des vergangenen Jahrhunderts. Schlimm ist einzig, dass es immer noch (oder wieder) Menschen gibt, die dies begrüßen würden. Stichwort "Versammlungsfreiheit"

Eine Politik, die gleichzeitig auf Wachstum und auf Klimaschutz drängt, kann es nicht ganz ernst meinen. Entweder verzichtet man auf Wirtschaftswachstum, das ist dann gut für das Klima. Oder man verzichtet auf Klimaschutz, dann ist das gut für das Wirtschaftswachstum. Unendliches Wachstum gibt es ohnehin nicht (fragen Sie den Naturwissenschaftler ihrer Wahl), und Wachstum an sich impliziert den Raubbau an sich verknappenden Ressourcen. Wenn Politik wirklich "alternativlos" sein muss, dann ja wohl an dieser Stelle, oder? Stichwort "Klimagipfel" , "Wachstumsbeschleunigungsgesetz"

Die Europäische Union ist eine Wirtschaftsunion und keine Sozialunion. Wirtschaft und Soziales müssen sich zwar nicht gegenseitig ausschließen,aber hey... der Schwerpunkt liegt nun mal bei der Wirtschaft. Und damit sind wir beim Geld anderer Leute. Doch die Demokratie rahmt diese Wirtschafts- und Geldunion immerhin ein. Ihre Mitglieder müssten eigentlich demokratische Staaten sein. Warum aber werden demokratische Prozesse gerade dann ausgesetzt, wenn es brenzlig wird? Wo doch die Alternativen zur Demokratie hinlänglich bekannt sind? Stichwort "alternativlose Politik", "Eigentum verpflichtet", "Volksabstimmung"

Montag, 5. Dezember 2011

Unzurechnungsfähig: KT zu Guttenberg! Klaus Töpfer endlich trocken!

kriegswichtig: schwere Geschütze
Ein wenig traurig bin ich schon: Da hatte ich endlich einen sogenannten regelmäßigen Leser - also jemand, der mir "folgt" - und nu isser wieder weg. Womöglich hat er befürchtet, sich bei mir zu Tode zu langweilen und hat deshalb die Notbremse gezogen. Anders mach ich es ja auch nicht.

Dabei gibt es ja so viel aufzuarbeiten. Mein guter Freund RonJustice (ja, den gibt es wirklich, und zwar hier...), ist schier am Verzweifeln wegen all der Dinge, die sich auf der Welt tun. Er fragt sich sinngemäß, wer uns von dem Albtraum-Märchen (sic!) heilt. Nun, niemand, denke ich und liege damit hoffentlich richtig. Denn vor den Intellektuellen dieses Landes habe ich richtig Angst (Dieter Bohlen, Walter Sinn, Enoch zu Guttenberg, Theo Zehner (sic!) u.v.m. - besseres hat Schland nicht zu bieten).

Aber es gibt auch Gutes zu vermelden: Dieser aufgeblasene Wichtigtuer (nein, nicht KT!), der eigentlich geplant hatte, vor Gericht ordentlich die Sau rauszulassen und seine kruden Thesen zu verbreiten (nein, wirklich nicht KT!), wurde für unzurechnungsfähig (neiein, es geht nicht um KT!) erklärt und in die Psychiatrie überstellt. Wunderbar: Das ist die Höchststrafe für den norwegischen Massenmörder Anders Breivik. Soll er doch seinen Psychiater volllabern.

KT zu Guttenberg allerdings muss sich keine Sorgen machen. Er hat sich von seinem Verfahren freigekauft und sich im Interview mit der ZEIT für unzurechnungsfähig erklärt - zumindest was seine Dissertation betrifft. Er war überfordert und hat deshalb Fehler gemacht. Da gab es keinen Betrug - denn diesen begeht man wissentlich. Der Beweis: zu Guttenberg wusste nichts von seinem (sic!) Fehler. Daher war's auch kein Betrug. Ach so! Wie dem auch sei, das Interview ist wirklich lesenswert: Da entzaubert sich ein Führer und zeigt was er wirklich ist: ein Medienprofi!

So viel Guttenberg war noch nie, noch nicht einmal zu seiner Amtszeit. Alle Guttenbergs haben heuer ordentlich zu tun: zwei Bücher herausbringen (beide wieder nicht selbst geschrieben), in Talkshows herumsitzen und weitere öffentliche Auftritte des ungeschoren Davongekommenen und damit Rehabilitierten (wenn schon nicht habilitiert) sind schon geplant. Die Leute wollen ihren KT zurück. Es gibt zwar eigentlich nichts, was der politisch solide erarbeitet hat, aber er sah halt so gut dabei aus!

Man möchte sich in einen Panzer setzen und mindestens zwei von den "vier Staatsgewalten" wild beschießen: die Presse und die Legislative hat's verdient! Aber ein Panzer braucht so viel Sprit. Der Herr Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister und Ex-Exekutivdirektor der UNEP, ist schwer getroffen, weil die Klimaziele laut Kyoto-Protokoll nicht nur nicht erreicht wurden, sondern die weltweiten CO2- Emissionen noch um rekordmäßige 5,8 Prozent gestiegen sind.

Herr Töpfer ist resigniert und rät zu Schadensbegrenzung. Es könne nicht mehr darum gehen, den Klimawandel zu verhindern, sondern mit den Folgen daraus umzugehen. Wunderbar! Geben wir doch einfach auf! Wahrscheinlich sitzen wir eh alle der Klimalüge auf! Klimawandel gab es schließlich schon immer! Aber selbst wenn die Daten der Klimaschützer nicht stimmen: Wer ist schon so blöd zu glauben, dass es umweltverträglich ist, seine Abgase in die Luft zu blasen? Na, da gibt es viele!

Das Tragische am Herrn Töpfer ist allerdings die Tatsache, dass er vor Jahren durch den Rhein geschwommen ist (im Taucheranzug!), um zu beweisen, dass der Fluss sauber ist. Nun kann man an manchen Stellen durch den Rhein laufen, ohne in Kontakt mit Wasser zu kommen. Die Probleme erledigen sich also immer von selbst. So soll es auch in Zukunft sein!

Eine Bundesregierung jedoch, die sich nicht traut, ihren Bürgerinnen und Bürger (oder den Stromkonzernen) etwas Energiesparen zuzumuten und die es noch nicht einmal schafft, solche Spritfresser wie den im Bild oben aus den Innenstädten zu verbannen, geschweige denn ganz zu verbieten, muss wohl oder übel mit den Folgen eines Klimawandels leben. Man kann zwar ein Vorbild für andere Länder sein, wenn's um die Staatsfinanzen geht. Aber wenn's die Umwelt betrifft - nada, niente?

Sonntag, 5. Dezember 2010

Aktive Sterbehilfe für das Weltklima! Es gibt kein Entrinnen!

Ach, wir sitzen alle in der Falle. Egal, wie sehr man sich bemüht, man kann im Grunde nichts richtig machen. Alles, alles, alles was wir tun und sagen, ist grundfalsch und kann nicht das Rechte sein. Das Gelbe vom Ei schon gar nicht, und das Weiße auch nicht. Es hebt sich sozusagen alles gegenseitig auf und verkehrt es nicht einmal, nein: Es wird lediglich nivelliert zur Bedeutungslosigkeit. Beispiele gefällig?

Geben wir unseren Kindern Süßigkeiten, dann werden sie fett, tun wir's nicht, dann vernachlässigen wir sie und sie werden zu noch soziopathischeren Monstern, als sie es ohnehin schon sind. Erziehung ist an sich schon ein Fehler, Anti-Education aber auch. Die Dichotomie der Verhältnisse verhindert jedes Zwischending. Es wundert und es wundert nicht zugleich, dass Erziehungsratgeber angesichts einer solchen Tatsache die Bücherborde überquellen lassen und erwachsene Menschen vom Schreiben solcher leben können.

Oder die Demokratie: Wählen wir beim nächsten Mal eine andere Partei, weil die jetzige völlig verblödet ist, dann ändert sich nichts zum Guten, sondern nur zu einem anderen Schlechten. Ich muss zugegeben, und das fällt mir nicht leicht, weil ich es immer für gefährlich falsch gehalten habe: Meine Eltern hatten völlig recht damit, wenn sie meinten, dass "die da oben" sowieso machen, was sie wollen. Egal, wer an der "Macht" ist: Es geht nie besonders gut für "die da unten" aus! Warum meine Eltern damals nicht mit der RAF sympathisiert haben, erscheint mir nun mehr als rätselhaft. Mit so einer Einstellung hätte ich wahrscheinlich selber Sprengsätze gelegt. Nicht so meine Eltern!

Ach, und das Klima erst: Schaffen wir unser Auto ab, dann ist das gut für's Klima. Aber dafür ist es ungesund, wenn wir uns stattdessen als Fußgänger oder Radfahrer versuchen. Wozu habe ich eigentlich mit dem Rauchen aufgehört, wenn ich täglich mehrere Tonnen Abgase einatmen muss? Was ist die Quintessenz davon? Sollen wir alle zu Hause hocken bleiben in unserer winterkalten Wohnung? Darinnen ist es aber kalt heutzutag'. Wir wissen jedoch: Heizen ist aktive Sterbehilfe für das Weltklima!

Und der Winter, der Freund von Gevatter Grimm? Er ist der Klimakiller Nummer 1, da folgende Faustregel gilt: Wer viel friert, heizt viel! Kann man sich dem Winter entziehen? Nein! Es sei denn, man fliegt nach dem warmen Süden und überwintert dort. Am Besten kehrt man danach nicht mehr zurück: Das schont die CO² Bilanz und reduziert sie um die Hälfte. Rückflug gespart = Kerosin gespart. Dafür geht man dann den dortigen Einwohnern mit Mülltrennung auf den Keks und lässt sich in national befreiten Wohnghettos nieder.

Aber selbst die Internetrecherche nach einem Reiseziel verbraucht schon so viel Energie, dass man stattdessen mit einer erhellenden, alten Glühbirne im Genick ein schönes Buch lesen könnte. Jeder Suchprozess beansprucht die Riesenrechner von Google so sehr, dass dafür zwischen 2 - 10g CO² verbraucht werden. Da kann man genauso gut Urwälder abholzen. Doch das ist auch schlecht für das Weltklima, von wegen Regeneration und grüne Lunge der Erde und so weiter.

Selbst sich aktiv zur Wehr zu setzen und die schöne, leider jedoch abflauende Sitte des Auto-Abfackelns zu pflegen, hat einen Nachteil: Autos wollen nicht einfach so rückstandslos verbrennen, dafür sind sie einfach nicht gebaut. Zudem zieht der Qualm direkt in die Stratosphäre und macht uns die Ozonschicht kaputt. Die wunderbare Idee, Autobesitzern einfach ein kleines Päckchen mit Anzünder und Streichölzern auf die Wagenräder zu legen, damit dieser sein Fahrzeug selber verbrennen möge, ändert daran nichts.

Wie gesagt: Wir sitzen alle in der Falle! Es gibt kein Entrinnen vor dem Übel, man kann lediglich das Kleinere darunter wählen. So wie meine Eltern damals: Sie waren zwar mit keiner Regierung zufrieden und sahen sich vom Staat um alles betrogen, was sie je geleistet hatten. Aber deswegen den Langhaarigen zu huldigen, die gar nicht einmal wissen, was es heißt, richtig zu arbeiten (das Studentenpack), wäre ihnen ein größeres Übel gewesen, als den lieben langen Tag von den im Grunde ja doch gottgewählten Großmächtigen verarscht zu werden.

Es gibt kein gutes Leben im dialektischen!

Donnerstag, 28. Januar 2010

Der Turm im Niebel! Gletscher sind keine Kühe!


Also mit dem Herrn Niebel von der FDP hat der Post nichts am Hut. Reden wir also über das Wetter: Das Wetter ist scheiße! Reden wir über die Welt: Die Welt ist scheiße - sie funktioniert wie ein Kühlschrank! Während anderswo das Eis schmilzt, die Gletscher kalben und Eisbären sich aus Tarngründen grün färben müssten (heißt ja auch Grünland, das da oben), wird das ehedem tropische Klima der BRD zunehmend vom Permafrost eingeholt.

Im Weltenlauf betrachtet ist die letzte Eiszeit hier gerade mal fünf Minuten her, und schon wieder breitet sich das Eis aus - ganz so als wäre Europa Pro7 und wiederholte Wetterperioden ähnlich hochfrequent wie oben genannter Sender Simpsonsfolgen. Die einzigen, die von diesem Wetter profitieren dürften, wären wohl Autoersatzteilhersteller und Energiekonzerne.

Ich vermute unerlaubte Absprachen der geldgeilen Konzerne mit dem Wetter. Ein Fall für das Kartellamt. Das Wetter möchte es ja auch warm haben, und so bläst der Endverbraucher seine Wärme in die Luft. Damit das geschieht, muss das Wetter ordentlich kalt sein. Kein Endverbraucher heizt die Bude, wenn es, sagen wir mal, 30 Grad Celsius hat (wo zum Teufel ist denn hier auf der Tastatur das Temperaturzeichen?). (Ach da: °).

Man sprach ja bis vor kurzem noch davon, dass bis 2035 alle Gletscher im Himalaja abgetaut seien. Das war vermutlich ein Zahlendreher, eigentlich war das Jahr 2350 oder so gemeint. Grund für viele, an der großen Klimakatastrophe zu zweifeln und wieder dicke Autos zu kaufen.

Umweltverschmutzung: Das große Märchen der letzten Jahrhunderte: Tierarten sterben aus lauter Überdruss an der Welt aus, die Sonne strahlt mancherorts zum Spaß Löcher in den Boden, und in vielen Regionen ist das Wasser knapp - eine Folge lustvollem Entschlackungsdurstens seitens der Betroffenen: Man kippt das überflüssige Wasser einfach weg und hechelt gegen die Hitze.

Oder, wie ein Onkel von mir betonte: Ozon hat es schon immer gegeben! Richtig, lieber Onkel, doch macht es einen Unterschied, wo sich dieses Ozon befindet. Aber nun ist es ja amtlich: Die Gletscher haben noch drei Jahrhunderte Zeit. Und dann tauen sie ganz plötzlich, eine Sache von wenigen Minuten, ach was, Sekunden, ab. Bis dahin bleibt noch genug Zeit zum Skifahren und zum Rodeln. Da findet das ZeitMagazin auch nix dabei, eben mal einen 9Liter-Mercedes-Dingsbums lobzuhudeln.

Apropos Kartelle: Auch die verschwendungssüchtigen Krankenversicherungen scheinen sich abgesprochen zu haben. Nicht mit dem Wetter, nein, untereinander. Obwohl das eher ein Fall für die BVA ist: Von den Großen mit den drei und mehr Buchstaben Versicherte sollen nun monatlich bis zu acht Euro zusätzlich löhnen. Ein Wechsel lohne sich nicht, da die anderen Versicherungen auch nachziehen würden, wenn auch etwas später. Meine Versicherung hat das nicht vor! Hat ja auch mehr als drei Buchstaben im Namen. Und die hat bundesweit auch nur einen Wolkenkratzer. Vielleicht arbeiten sie deshalb effizienter.

Mir fallen da aber auch noch andere Vereinigungen mit drei Buchstaben ein, die mal so gründlich untersucht gehören.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Berufsmäßige Schmarotzer! OBERST klein, WO SIND SIE?

Das Jahr einmal sanft ausklingen lassen? Milde walten lassen und Gleichmut? Mit mir nicht, liebe Sportsfreunde! Was Mist ist, muss beim Namen genannt und angeprangert werden. Es hilft nicht über den üblen Geruch hinweg, einen riesigen Misthaufen mit Weihnachtskugeln zu schmücken. Nein, man muss ihn auch anzünden, auf dass das elendige Geseiere der Menschen endlich aufhöre und der Natur Gerechtigkeit widerfahre.

Die Menschen, das sind alle, die sich selber einen Namen geben können, dies aber lieber von ihren Eltern erledigen lassen. Leider gehöre ich dazu. Ich schäme mich. Man kommt sowas von unfertig auf die Welt und wird seinerseits von unfertigen Menschen in eine unfertige Zivilisation geworfen. Fatal ist, dass die Menschen sich nur allzu gerne als vernunftbegabt darstellen, was der Menschheit aber genauso viel oder wenig bringt, als würde man behaupten, man könne die große Klimakatastrophe verhindern.

Dann tun wir es doch endlich! Wenn es eine Begabung gibt, dann nutzen wir sie doch einmal und reden nicht dauernd davon, was wir tun könnten. Wir könnten zum Beispiel einfach nur Vorbild sein, statt uns dauernd hinter dem Unwillen anderer zu verstecken, à la "wenn diese und jene sich nicht an die Klimaziele halten wollen, dann tun wir es eben auch nicht - ätsch!" Solche Leute habt ihr gewählt? Eine Klimakanzlerin, die gut Wetter machen möchte in Kindergartenmanier? Ihr habt es nicht besser verdient, das muss ich jetzt mal sagen.

Apropos "besser verdienen". Die Ärztesippschaft um den Marburger Bund herum möchte sich mal wieder das Gehalt erhöhen lassen. Möglicherweise zurecht. Aber warum streiken immer zuerst die Ärzte und hinterher die Pflegekräfte, die ja noch viel weniger verdienen? So herum bleibt ja wieder nichts übrig für die wahren Leistungsträger: Die armen Würste, die für wenig Geld viel und hart arbeiten müssen.

Und demnächst noch tiefer in die Tasche greifen müssen, da die FDP sich das Ziel gesetzt hat, Leistungsträger (nach ihrer Definition) steuerlich zu begünstigen. Das sind meistens Menschen, die andere zu üblen Bedingungen einstellen und daher das Rückgrat jeder kapitalistischen Gesellschaft bilden. Dazu gehören aber auch jene, die im Grunde für den selben Arbeitsaufwand ein Vielfaches des Gehalts "ganz normaler" Arbeitnehmer "verdienen" bzw. erhalten.

Sozialbeiträge sollen nun also vom Einkommen unabhängig pauschalisiert werden (Kopfpauschale), und man kann davon ausgehen, dass man sich nicht am derzeitigen Mindestbeitrag orientieren wird. Ist ja auch richtig so: wer unter miesen Bedingungen arbeiten und leben muss, der wird öfter krank und belastet die Sozialsysteme ungleich mehr als ein "Leistungsträger". Liebe Leute, wer diese Partei in die Regierung gewählt hat, kann entweder nicht mehr alle Tassen im Schrank haben oder ist ein berufsmäßiger Schmarotzer! Oder beides!

Ich fordere hiermit jeden FDP- Wähler zum Boxkampf mit einem meiner Lohnsklaven heraus. Meine Männer sind stark im Vorteil: Aufgrund schlechter Krankenversicherungen haben sie keine Zähne mehr zu verlieren. CDU- und Restwähler hingegen können froh sein, dass sie nicht beim Tanken an ihrer Lieblingstankstelle bombardiert werden, wobei wahrscheinlich jeder Autofahrer mehr Schaden anrichtet als ein afghanischer Zivilist und daher ein Bombardement auf deutsche Tankstellen tatsächlich eine Verteidigung der Freiheit wäre. Wo ist Oberst Klein, wenn man ihn mal braucht?

Ach was? Krieg ist keine Lösung? Laut Barrack Obama ist Krieg immer eine Lösung! Womit er wahrscheinlich recht hat: Wer schon einmal versucht hat, gegen destruktive Kräfte in seinem Umfeld anzugehen, der lernt die bittere Lektion, dass Gewaltlosigkeit immer den Kürzeren zieht. Gewalt also immer schön mit Gewalt begegnen, und Dummheit immer mit Dummheit. So kann jeder er selbst bleiben und sein Gesicht wahren.

Konsequent wäre es allerdings gewesen, mit einer solchen Argumentation den (Friedens)Nobelpreis abzulehnen. Damit hätte man möglicherweise das Komitee brüskiert, stünde aber moralisch einwandfrei da. Den Krieg rechtfertigen, während man einen Friedenspreis bekommt, ist irgendwie auch arschcool. Sich aber Klimakanzlerin nennen zu lassen, gleichzeitig Autoneukaufprämien zu zahlen UND eine Klimakonferenz an die Wand zu fahren ist hingegen dreist. Das hat keine Klasse.

Ich wünsche allen Idioten ein Fest, das ihnen quer im Magen liegen soll und ein Neues Jahr, dass sich gewaschen hat. Dumme Entscheidungen sollen nämlich sofort Konsequenzen tragen, gute aber auch! Ein paar Forderungen an das Jahr 2010:
  • Ich will alle halbe Jahre Bundestagswahlen haben! Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn ich mal nicht wählen gehe. Aber wenn ich dann gehe, DANN aus Überzeugung!
    • Ich will, dass die Menschen nett und freundlich zueinander sind und nicht immer so grantig dreinschauen. Außerdem soll Blockwartmentalität und Denunziantentum mit Fußhieben nicht unter fünfzig Schlägen bestraft werden.
      • Ich will, das Religionen und anhängige Parteien mit sofortiger Wirkung verboten werden! Jeder sollte für sich an keinen, an einen Gott oder von mir aus auch an mehrere Götter glauben, aber sich keinesfalls organisieren oder noch schlimmer: predigen dürfen! Sonst: siehe "Stockhiebe"!
      • Ich will ein Rezept erfinden, wie man Dummheit mit Raffinesse begegnen kann und Gewalt mit Sänfte (und das auch wirklich funktioniert). Aber wahrscheinlich würde es schon ausreichen, Religionen zu verbieten!
      Wie hat es der Heiland einmal formuliert und mit Hitzeblick in den Mond hinein graviert? "Seid hilfreich und gut, dann ist ein jeder von Euch ein Superman!" In diesem Sinne: Helau und Alaaf!

      P.S. Ich habe da eine super Idee für eine Mohammed- Karikatur (die sind ja in Vergessenheit geraten): Ein Maler steht mit Pinsel vor einer leeren Leinwand, schwitzend und zitternd. Aus dem Off heraus nur eine ungeduldige Stimme: "Nun mal mich doch endlich, damit endlich Ruhe herrscht!"

      Donnerstag, 8. Oktober 2009

      Esst mehr Kinder! Das Klima wird es Euch danken!

      Seit einiger Zeit, das hat bestimmt mit meinem Alter zu tun, ernte ich nur noch Verständnislosigkeit bei frisch- oder alt(ge)backenen Eltern, weil ich keine Kinder (mehr) haben will. Selbst jene, die es besser wissen müssten (die altbackenen), fallen trotz nerviger Terrorzellen in den Kanon: Ja, da müsse man halt durch, man bekommt im Leben sowieso nirgendwo irgendetwas geschenkt. Und wenn man helfen könne, die Renten zu sichern, dann hätte man eben die verdammte Pflicht...

      Jaja, und der Staat schickt dann unsere Rentenabsicherung in den Krieg, Verzeihung: in den robusten Stabilisierungsauftrag. Meine Minirente wird also am Kundus verteidigt, wunderbar. Mir wäre lieber, man würde dieses unnötige Kriegs- (Verzeihung, es muss heißen: Verteidigungs-) Gedöns einfach abschaffen, dann wäre auch Geld für unsere Renten da. Andererseits: wer im robusten Stabilisierungsauftrag fällt, fällt nachfolgenden Generationen nicht mehr zur Last.

      Bleibt allein noch der Klimaaspekt: Wer in den robusten Stabilisierungsauftrag hinein gezogen wird, der verbraucht ja bis dahin auch jede Menge Ressourcen. Und stößt bis dahin Unmengen an CO² aus. Das könnte man sich ja dann auch mal sparen. Man bepflanzt ja nicht den Acker, um ihn vor der Ernte wieder umzupflügen. Jeder Bauer weiß das!

      Leider sind die von der Natur entfremdeten Öko- und Familienspiesser hier auf dem Irrweg: Wer nämlich erst gar keine Kinder in die Welt setzt, der hilft sogar mit, die Klimakatastrophe und den darauf folgenden Krieg um Ressourcen zu verhindern. Denn was nutzt mir eine Rente, wenn ich überschwemmt wurde vom wilden Wasser oder niedergeschossen von dem, der eigentlich für meine Rente ackern soll? Wer hat da was davon? Ich vielleicht?

      Verteidiger der Elternschaft sind da etwas naiv: Erstens stößt dieser Kadavergehorsam auf, wenn der Staat zum Kinder kriegen auffordert. Zweitens wird viel zu viel Unfug mit den Kindern getrieben: Manche Eltern haben ganze Bücherregale voll von Erziehungsratgebern. Hinterher sind die Kinder aber gar nicht so wie im Buch, sondern irgendwie anders, vielleicht etwas aufsässig und all das. Dabei gibt es nur eine Regel zur Kindererziehung: Einfach konsequent sich selbst bleiben und Kinder nicht zu wichtig nehmen! Alles andere dient nur der Zerstörung des Regenwaldes!

      Drittens aber gilt folgendes: Wenn sich die westliche Gesellschaft - insbesondere Vegetarier- und VeganerInnen - über zu viele Kuh-Fürze aufregt, warum schreit sie nicht generell auf, wenn Kinder pupsen und rülpsen, später sogar in Autos oder Flugzeuge steigen? Ich würde mal sagen, dass es auf der Welt viel mehr Kinder als Rinder gibt. Wenn es jedoch zu viele Kühe auf der Welt gibt, muss man diese halt einfach aufessen. Dabei sind Vegetarier- und VeganerInnen überhaupt nicht hilfreich.

      Seit Jahren predige ich den Leuten die vier Leitsätze für ein CO² -verträgliches Miteinander:
      1. esst mehr Kühe!
      2. esst mehr Autos!
      3. esst mehr Kinder!
      4. fickt das (Renten)system!
      Keiner hört auf mich. Im Gegenteil: man geht verbal auf mich los, droht mit Gewalt und fordert mich zum Selbstmord auf. Das ist gar nicht lösungsorientiert und deswegen nur hilflose Schelte. Ich will ja nur alt werden und meine eigene CO² Bilanz erstellen. Und man kann durchaus konstruktiv sein, das hat früher schon einmal funktioniert (ältere Menschen erinnern sich). Zum Schluss noch ein Vorschlag:

      Wer auf Kühe, Autos und Kinder nicht verzichten mag und dem Rest der Menschheit daher mit dem Untergang droht, dem sei deshalb der Handel mit CO² Obligationen geraten. Es dürfen nur soviel Obligationen herausgegeben werden, wie die Welt an CO² verträgt. Wer dann unbedingt Kinder oder Autos bzw. Kühe haben will, soll so viele haben wie er möchte. Ich verkaufe ihm als Energiesparer und Autofresser gerne meine überflüssigen CO² Anteile. 

      P.S. wieviel CO² wird noch mal in die Stratosphäre geblasen, allein durch die Nutzung der Suchmaschine "Google"?

      Samstag, 12. September 2009

      Ach ja, Wahlen! Heute: Die CDU und Rüttgers Rumänen!

      Allmählich muss man sich ja orientieren. Die Parteien zur Bundestagswahl machen es einem ja nicht gerade leicht: Keiner scheint Wahlkampf machen zu wollen. Wie soll man sich denn da entscheiden, wenn man kein Stammwähler ist?

      Nun, es wäre durchaus an der Zeit, sich einmal zu überlegen, wie man sich die Welt so wünscht. Dann kann man in Ruhe nach einer Partei suchen, die den Wünschen am nächsten kommt. Bei der Partnerwahl macht man es ja schließlich auch nicht anders: Eine unsichtbare Checkliste tragen wir ja alle in unseren Köpfen herum.

      Also: Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen ihren Körper nicht mehr für Geld prostituieren müssen, um am Leben teilhaben zu können. Fürderhin möchte ich gerne, dass sich jeder seinen Interessen und Fähigkeiten entsprechend betätigen kann. Selbstverständliche Dinge sollten kostenlos sein, dass man z. B. Geld für ein Dach über dem Kopf bezahlen soll, ist schlicht pervers.

      Es läuft alles auf das selbe hinaus: Ich würde gerne eine Partei wählen, die sich für das Bedingungslose Grundeinkommen stark macht! Diese Partei hätte eine Vision und würde sich schon allein deswegen von allen anderen unterscheiden. Die CDU scheidet ganz aus, obwohl sie das Bedingungslose Grundeinkommen laut Wikipedia für finanzierbar hält (als angeblich einzige Partei innerhalb der BRD). Trotzdem steht es nicht in ihrem Wahlprogramm.

      Die CDU hat so viel Angst, dass sie diese gerne nach draußen projiziert. Deswegen auch der starke Ruf nach Sicherheit. Da sind Rüttgers Rumänen oder seine "Kinder-statt-Inder"-Kampagne ja beinahe noch harmlos. In der Zentrale der Macht sitzt Schäuble, der Darth Vader der bösen Imperatorin. Gerade ihm das Innenministerium anzuvertrauen, spricht für die Logik der Partei: Selbst durch ein Attentat traumatisiert, versucht er die Welt durch Repressalien und Überwachung sicher (und sauber) zu halten.

      Eine schwere Form einer Paranoia mit starker Strahlkraft. Kommen wir daher zur Energiepolitik: Da Strom preiswert bleiben oder werden soll, braucht man Atomkraftwerke, ganz klar! Frau Merkel hat früher einmal im Zuge der Atomtransporte als Umweltministerin (?) gesagt, das sei wie beim Backen: Ab und an geht halt mal etwas daneben! Diese Bereitschaft zum Risiko ist ihr erhalten geblieben. Und solange der der Staat den Schutz, Transport und die Lagerung der Abfälle bezahlt, bleibt der ach so umweltfreundliche Atomstrom garantiert günstig, versprochen! Ich persönlich bin dafür, dass jeder Atomkraftbefürworter etwas Atommüll bei sich zu Hause lagern sollte! Der Badezimmerschrank ist mindestens genau so sicher wie jede Asse.

      Unterschiedslos zu allen anderen Parteien ist "ARBEIT ARBEIT ARBEIT" das höchste Gut auch in der CDU. Was haben die denn alle mit der Arbeit? Das Leben besteht doch aus so viel mehr: Autofahren, Auto kaufen, Autowaschen, Auto bauen. Für all das gibt es jedoch Maschinen: Leitsysteme, Internet, Waschanlagen, Roboter. Wer aber nicht arbeiten geht, braucht ja gar kein Auto! Ach so, jetzt habe ich es kapiert: Wir sollen arbeiten, um Dinge herzustellen, die wir wiederum kaufen sollen, weil wir sie brauchen um Geld verdienen zu können. Ein ökonomisches Perpetuum Mobile, wer hätte das gedacht?

      Aber liebe CDU: Wie wäre es denn wenigstens mit einem flächendeckenden und menschenwürdigen Mindestlohn? Oder mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen? Dann würde das klappen mit dem Konsum. Aber so? Schade, liebe CDU. Mit uns beiden wird das wohl nichts! Schauen wir mal weiter.