das christentum ist prahlerisch: überall muss es missionieren und dauernd darstellen, was es alles geleistet hat. selbstverständlich verweist es nicht auf die millionen von menschen, die im namen des heilands bereits gestorben sind. aber das ist eine grosse leistung, wie ich finde.
allein: die milliarden von deshalb niemals gezeugten menschen können sich dafür nicht bedanken. die kirche betrieb sozusagen "mord am noch ungeborenen leben". sie hat daraus gelernt und verbietet ihren schäfchen heute abtreibung und verhütung.
natürlich haben wir auf der erde deshalb noch genug platz. der dank gebührt dem christentum! man stelle sich vor, die nachfahren der nicht- toten machten einem den heiligen arbeitsplatz streitig. oder verstopften unsere strassen? dies führte direkt in eine katastrophe, die menschen fürchten sich davor. man muss das verstehen, denn sie wissen es nicht anders.
ich sage aber: verlasset eure arbeit und tuet muse! wir leben in einer auf leistung ausgerichteten gesellschaft, und das kann auf dauer nicht gut tun. klar: dächten die menschen über ihr leben auch nur eine sekunde nach, wäre es für politik und wirtschaft viel schwerer, einfach mal so durchzuregieren oder kapital zu schlagen. es kann nicht sein was nicht sein darf!
was bleibt: ein diffuses gefühl, das irgendetwas im leben nicht so ganz richtig ist. bevor man aber ernsthaft darüber nachdenkt, verbringt man lieber jede freie minute mit fitness, fernsehen, shopping oder diversen sprachkursen. als wäre es nicht genug, richtet man sein gesamtes leben auf die erwerbstätigkeit aus: eselchen will schliesslich gesund, ausgeruht und fortgebildet zur arbeit kommen. da kann man nicht einfach so feiern oder mal locker lassen.
umgekehrt wäre es doch viel besser. ich möchte gesund, fit und voller elan nach hause zu meiner liebsten kommen. beziehungen sind auch anstrengend, sind aber lohnenswerter als das lob des chefs. gäääähn! es ist doch krank: die meisten menschen sehen ihren lebenspartner seltener als ihre kollegInnen. wäre es dann nicht sogar sinnvoll, im betrieb zu vögeln? wo man sich doch sowieso die meiste zeit dort herumtreibt?
ich muss es immer wieder sagen: arbeit wird überschätzt! das leben spielt sich dort nicht ab! wer länger als fünf minuten über seinen job nachdenkt, wird sicher merken, dass er überhaupt nicht wichtig ist! die menschen kommen damit aber nicht klar: wer sonst nur für die arbeit lebt, erfährt dann einen herben bedeutungsverlust. so geht's einfacher: man orientiere sich an den sechs wichtigten dingen im leben: liebe, liebe, liebe, liebe, laster und müssiggang!
was hat das alles mit der kirche zu tun? nun, sie gehört in diese wichtigtuer- gesellschaft genauso wie der freier zur hure. sie ruft mit lauten glocken die menschen zum gebet und zur ordnung. die kirchtürme ragen hoch in die luft wie ein stinkefinger und brüllen zu uns herab: meiner ist 40 meter hoch, und meine glocken sind aus reinstem guss!
Sonntag, 15. Juli 2007
Samstag, 14. Juli 2007
Aus der Zeit gefallen! Das badische Verzögerungsmoment!
ein grund zum feiern? immerhin wurde mein blog ca. 3000 mal angeklickt (und ich habe erst im juni angefangen zu zählen). wollen wir mal nicht voreilig sein: die meisten klicks werde ich wohl verursacht haben. mein ständiges bemühen, rechtschreibfehler zu korrigieren, nachdem ich den eintrag veröffentlich habe, trägt grosse schuld.
die feierliche stimmung wird jedoch stark eingetrübt: ich habe grosse angst! an anderer stelle habe ich bereits über das "badische verzögerungsmoment" geschrieben. es beschreibt den umstand, dass die meisten baden- württemberger in einer entschleunigten dimension leben und dem geneigten beobachter geduld abverlangen. sehr viel geduld! sagen wir es mal so: wenn es in der restlichen welt schon ein uhr nachmittags ist, so ist es in bawü erst 1492 (auch kulturell).
es herrscht ein starker trott in mannheim. zwei beispiele: am geldautomaten warten, bis der kunde vor einem die geheimzahl eingetippt hat? zum einschlafen! bis man an der käsetheke endlich bestellen darf? man hat eben nicht mit den kundinnen vor einem gerechnet, die oft ganz still und sehr lange auf eine sorte zeigen. als stünde die zeit still und nur ich bewegte mich durch sie hindurch. es gibt einen roman, der beschreibt ähnliches sehr schön: "42" von thomas lehr. unbedingt lesen!
aber woher rührt meine grosse angst? sie rührt daher: ich habe angst davor, mir das "badische verzögerungsmoment" einzufangen. denn: irgendwoher muss es ja kommen! wer weiss? vielleicht ist das wasser, mit dem man hier versorgt wird, dafür verantwortlich?
der körper des menschen ist angewiesen auf wasser. es versorgt nicht nur die zellen mit flüssigkeit. nein: die minerale in ihm sind die abstrakten pferde, auf denen die neurotransmitter ihre botschaften durch die hirnschale reiten. je nach wasserqualität können informationen schnell, angemessen oder auch langsam ihren bestimmungsort erreichen.
mal angenommen, es wäre wirklich so: ist es da verwunderlich, dass mir angst und bange wird? mein drink ist der drink nach dem hier alle dürsten. wenn mir eines tages die bewegungen der badener und der württemberger nicht mehr auffallen, bin ich doch ebenfalls aus der zeit gefallen, oder? zu hilfe, so helft mir doch!
übrigens: man kann ja über die mannheimer sagen was man will. freundlich sind sie ja schon! und dabei so sauber!
p.s. liebe C. aus berlin, liebe C. aus magdeburg: was sagen die biologinnen zu meiner theorie? sagt mir, dass ich unrecht habe...
p.p.s. ich habe jetzt zur korrektur dieses textes den zählerstand von 2994 auf 2998 getrieben. liest das hier ausser mir überhaupt noch jemand?
p.p.p.s. dann könnte ich mir das korrigieren nämlich sparen ;-)
p.p.p.p.s. und das schreiben erst! (upps - 3000!)
die feierliche stimmung wird jedoch stark eingetrübt: ich habe grosse angst! an anderer stelle habe ich bereits über das "badische verzögerungsmoment" geschrieben. es beschreibt den umstand, dass die meisten baden- württemberger in einer entschleunigten dimension leben und dem geneigten beobachter geduld abverlangen. sehr viel geduld! sagen wir es mal so: wenn es in der restlichen welt schon ein uhr nachmittags ist, so ist es in bawü erst 1492 (auch kulturell).
es herrscht ein starker trott in mannheim. zwei beispiele: am geldautomaten warten, bis der kunde vor einem die geheimzahl eingetippt hat? zum einschlafen! bis man an der käsetheke endlich bestellen darf? man hat eben nicht mit den kundinnen vor einem gerechnet, die oft ganz still und sehr lange auf eine sorte zeigen. als stünde die zeit still und nur ich bewegte mich durch sie hindurch. es gibt einen roman, der beschreibt ähnliches sehr schön: "42" von thomas lehr. unbedingt lesen!
aber woher rührt meine grosse angst? sie rührt daher: ich habe angst davor, mir das "badische verzögerungsmoment" einzufangen. denn: irgendwoher muss es ja kommen! wer weiss? vielleicht ist das wasser, mit dem man hier versorgt wird, dafür verantwortlich?
der körper des menschen ist angewiesen auf wasser. es versorgt nicht nur die zellen mit flüssigkeit. nein: die minerale in ihm sind die abstrakten pferde, auf denen die neurotransmitter ihre botschaften durch die hirnschale reiten. je nach wasserqualität können informationen schnell, angemessen oder auch langsam ihren bestimmungsort erreichen.
mal angenommen, es wäre wirklich so: ist es da verwunderlich, dass mir angst und bange wird? mein drink ist der drink nach dem hier alle dürsten. wenn mir eines tages die bewegungen der badener und der württemberger nicht mehr auffallen, bin ich doch ebenfalls aus der zeit gefallen, oder? zu hilfe, so helft mir doch!
übrigens: man kann ja über die mannheimer sagen was man will. freundlich sind sie ja schon! und dabei so sauber!
p.s. liebe C. aus berlin, liebe C. aus magdeburg: was sagen die biologinnen zu meiner theorie? sagt mir, dass ich unrecht habe...
p.p.s. ich habe jetzt zur korrektur dieses textes den zählerstand von 2994 auf 2998 getrieben. liest das hier ausser mir überhaupt noch jemand?
p.p.p.s. dann könnte ich mir das korrigieren nämlich sparen ;-)
p.p.p.p.s. und das schreiben erst! (upps - 3000!)
worte die fallen
42,
Baden-Württemberg,
Mannheim,
Neurotransmitter,
Thomas Lehr,
Wasser
Freitag, 13. Juli 2007
Eskapismus bei Sonnenschein! Die Zukunft wird im allgemeinen überschätzt!
das wetter wird besser, mein geplagtes hirn wird wieder durchblutet. eigentlich, so könnte man meinen, könnte alles wieder gut werden. merkel hat gestern muslime und muslimas integriert, und unser IM schäuble durfte diese woche mal wieder seine berühmten "denkanstösse" geben.mit den innenministern ist es wirklich seltsam: kaum tritt der jeweils schlimmste einer legislaturperiode ab, kommt ein neuer, der noch schlimmer ist. der vorherige "scharfe hund" wird damit geschichtlich zum waschlappen degradiert. wer damals geglaubt hatte, dass es nach manfred kanther nicht schlimmer kommen könnte, der hat nicht mit dem attentatsopfer schäuble gerechnet.
als jedoch der herr schäuble seinen platz an otto schily abtreten musste, vergass man ganz schnell , wie hart ersterer einst von innen heraus agiert hatte: der schily war gleich zehn mal schärfer! nun gibt es die schöne, weil paradoxe situation, dass der herr schäuble zugleich laxer UND härter ist als sein amtsvorgänger, und er sich also selbst mal wieder "übertrifft". das soll ihm erst mal jemand nachmachen!
demnach wäre es selbstverständlich
wünschenswert, wenn der "bissige" und "kampfbereite" schäuble endlich von der politischen rampe rollen würde. doch das blanke entsetzen träte mit seinem amtsnachfolger ein: welcher politiker wird dann die grundwerte unserer demokratie endgültig in die tonne treten? "weg mit dem verfassungsscheiss" hört man ihn schon rufen, aber man erkennt seine stimme nicht.ich muss das auch nicht wissen: mir reicht es, wenn mich die gegenwart in angst und schrecken versetzt. da brauche ich nicht noch einen blick in die zukunft. "brrrr," würde ich sagen, "mir wird so furchtbar kalt!". dabei wird das wetter doch gerade so schön.
worte die fallen
Innenminister,
Kanther,
Merkel,
Schäuble,
Schily
Donnerstag, 12. Juli 2007
Müde! Ausstellung!
zur zeit bin ich etwas unpässlich. da kommt einiges zusammen: babygeschrei aus der nachbarschaft, schlechter schlaf und viel müdigkeit. natürlich muss ich nebenbei ja auch noch einer erwerbstätigkeit nachgehen - ach was: es sind derer gleich drei!
zusätzlich schreibe ich noch diesen blog, musiziere so vor mich hin und habe, damit ich es nicht vergesse, übernächstes wochenende eine ausstellung. darauf möchte ich hier hinweisen, wer mich mal (wieder) sehen oder live erleben will, muss dorthin kommen:
zusätzlich schreibe ich noch diesen blog, musiziere so vor mich hin und habe, damit ich es nicht vergesse, übernächstes wochenende eine ausstellung. darauf möchte ich hier hinweisen, wer mich mal (wieder) sehen oder live erleben will, muss dorthin kommen:
Am 21.07.2007 wird die Ausstellung
"Give me all your Dreams!"
eröffnet.
Der Künstler Holger Karst stellt dort seine minimalistische Bilderreihe vor:
"die strichmännchen sind bewusst "gesichtlos" und einfach gehalten. allein durch ihre "körpersprache" erhalten sie lebendigkeit.
abgebildet sind ganz alltägliche begebenheiten, die allein durch ihre exhibition absurd wirken."Ort:
"Blau" Jungbuschstrasse 14/ 67159 Mannheim/ 0621. 153271
Termin:
21.07.2007/ 20.00Uhr
Kontakt. Künstler:
aspirateur@poelypussi.org / www.poelypussi.org
na, alles klar? bis morgen, bei allerbester laune...
worte die fallen
Ausstellung,
Blau,
Jungbusch,
pölypussi
Jetzt mal im Ernst! Ein Text zur Freiheit!
wir leben doch in einem freien land? in dieser unserer schönen westlichen welt, deren grundwerte uns ein freies leben garantiert? um es gleich vorwegzunehmen:
jedes herrschaftsystem garantiert seinen "kundinnen" ein gewisses mass an freiheit: die muslima hat sie, der chinesische bauer und der deutsche dorftrottel. die freiheiten unterscheiden sich quantitativ, jedoch nicht qualitativ. wie weit es mit "unserer" freiheit her ist?
es gibt da ein beispiel, um die relativität von freiheit zu verdeutlichen: vor einigen jahren begegnete ich in einer ostberliner bar einem ehemaligen bürger der ddr. er erkannt in mir sofort den "wessi", wohingegen mir die ordnungseinheit "ossi" nicht geläufig war, um ihn zu kategorisieren. dies fiel mir schon immer schwer.
offensichtlich angetrunken erläuterte er mir, wie glücklich mein leben doch schon immer war: mit den silberlöffeln des westens aufgewachsen, ausgestattet mit dem unumstösslichen recht auf reisefreiheit hätte ich die möglichkeit gehabt, die welt kennenzulernen und mich an ihr zu bereichern. er selbst lebte jedoch im "knast ddr".
"lieber landsmann" entgegnete ich, "die freiheit, von der du sprichst, war eine rein monetäre. der westen, so ungern ich es auch sage, ist und war geknechtet von einem kapitalistischen system, das neben etwas reichtum auch viel armut erzeugte. als meines vaters firma pleite ging, hatte meine familie kein geld, um das ausland zu bereisen. ich selbst war gewandet in selbst- und umgenähtes, was mein teenagerdasein nicht eben bereicherte."
der "landsmann" liess das nicht gelten. schliesslich gab es staatliche verfolgung und repression in der ddr, und man hatte keine wirkliche demokratische wahlmöglichkeit, geschweige denn sonst eine wahl gehabt, auch in beruflicher hinsicht nicht (von schäuble, schily, guantànamo, hartzIV etc. war damals noch nicht die rede, sonst hätte ich aber mal losgelegt!).
was mir damals nicht ganz klar war, aber heute umso deutlicher vor augen steht: freiheit heisst, die wahl zu haben! doch die freiheit des westens ist die freiheit der besitzenden klasse (jawohl: "klasse" und nicht "schicht"!), all das zu tun, was monetär machbar ist. die freiheit nimmt proportional zum einkommen des individuums ab.
spitzen wir das mal zu: während der eine noch überlegt, in welchem land er seinen alterssitz bauen lässt, entscheidet der andere, ob er sozialleistungen beziehen möchte oder nicht. will heissen: er verzichtet entweder auf seinen freien willen und ordnet sich unter, oder er verzichtet auf seinen lebensunterhalt! wer hat nun die tatsächliche wahl?
der kapitalistische staat evoziert nun mal verschiedene klassen (des friedens willen von mir aus auch "schichten" oder "parallele gesellschaften"). es handelt sich um ein ganz einfaches prinzip: wo einer für sich den grossen teil des kuchens beansprucht, bleiben für die anderen nur die reste, um die man sich prügeln muss: es gibt nur den einen kuchen!
wer hat das gefühl, tatsächlich eine wahl zu haben? wer entscheidet sich z.b. dazu, heute mal nicht zur arbeit zu gehen, weil er einfach keine lust dazu hat? oder weil er tatsächlich krank ist? wer kann sich dem system ganz entziehen, wenn er nicht mit ihm einverstanden ist?
nur die gelebte anarchie macht es den menschen möglich, in freiheit zu leben: sich selbst zu achten und auf andere zu achten, dies aber herrschaftsfrei? so kann freiheit mehr sein als nur eine monetäre. doch dazu muss der mensch zur freiheit erst "erzogen" werden (in sich ist das ein widerspruch).
die demokratie könnte ein guter lehrmeister sein, denn die bevölkerung eines staates ist ihr souverän. doch wer hat hierzulande das gefühl, er sei tatsächlich der souverän? dies würde ja voraussetzen, er hätte eine wahl!
jedes herrschaftsystem garantiert seinen "kundinnen" ein gewisses mass an freiheit: die muslima hat sie, der chinesische bauer und der deutsche dorftrottel. die freiheiten unterscheiden sich quantitativ, jedoch nicht qualitativ. wie weit es mit "unserer" freiheit her ist?
es gibt da ein beispiel, um die relativität von freiheit zu verdeutlichen: vor einigen jahren begegnete ich in einer ostberliner bar einem ehemaligen bürger der ddr. er erkannt in mir sofort den "wessi", wohingegen mir die ordnungseinheit "ossi" nicht geläufig war, um ihn zu kategorisieren. dies fiel mir schon immer schwer.
offensichtlich angetrunken erläuterte er mir, wie glücklich mein leben doch schon immer war: mit den silberlöffeln des westens aufgewachsen, ausgestattet mit dem unumstösslichen recht auf reisefreiheit hätte ich die möglichkeit gehabt, die welt kennenzulernen und mich an ihr zu bereichern. er selbst lebte jedoch im "knast ddr".
"lieber landsmann" entgegnete ich, "die freiheit, von der du sprichst, war eine rein monetäre. der westen, so ungern ich es auch sage, ist und war geknechtet von einem kapitalistischen system, das neben etwas reichtum auch viel armut erzeugte. als meines vaters firma pleite ging, hatte meine familie kein geld, um das ausland zu bereisen. ich selbst war gewandet in selbst- und umgenähtes, was mein teenagerdasein nicht eben bereicherte."
der "landsmann" liess das nicht gelten. schliesslich gab es staatliche verfolgung und repression in der ddr, und man hatte keine wirkliche demokratische wahlmöglichkeit, geschweige denn sonst eine wahl gehabt, auch in beruflicher hinsicht nicht (von schäuble, schily, guantànamo, hartzIV etc. war damals noch nicht die rede, sonst hätte ich aber mal losgelegt!).
was mir damals nicht ganz klar war, aber heute umso deutlicher vor augen steht: freiheit heisst, die wahl zu haben! doch die freiheit des westens ist die freiheit der besitzenden klasse (jawohl: "klasse" und nicht "schicht"!), all das zu tun, was monetär machbar ist. die freiheit nimmt proportional zum einkommen des individuums ab.
spitzen wir das mal zu: während der eine noch überlegt, in welchem land er seinen alterssitz bauen lässt, entscheidet der andere, ob er sozialleistungen beziehen möchte oder nicht. will heissen: er verzichtet entweder auf seinen freien willen und ordnet sich unter, oder er verzichtet auf seinen lebensunterhalt! wer hat nun die tatsächliche wahl?
der kapitalistische staat evoziert nun mal verschiedene klassen (des friedens willen von mir aus auch "schichten" oder "parallele gesellschaften"). es handelt sich um ein ganz einfaches prinzip: wo einer für sich den grossen teil des kuchens beansprucht, bleiben für die anderen nur die reste, um die man sich prügeln muss: es gibt nur den einen kuchen!
wer hat das gefühl, tatsächlich eine wahl zu haben? wer entscheidet sich z.b. dazu, heute mal nicht zur arbeit zu gehen, weil er einfach keine lust dazu hat? oder weil er tatsächlich krank ist? wer kann sich dem system ganz entziehen, wenn er nicht mit ihm einverstanden ist?
nur die gelebte anarchie macht es den menschen möglich, in freiheit zu leben: sich selbst zu achten und auf andere zu achten, dies aber herrschaftsfrei? so kann freiheit mehr sein als nur eine monetäre. doch dazu muss der mensch zur freiheit erst "erzogen" werden (in sich ist das ein widerspruch).
die demokratie könnte ein guter lehrmeister sein, denn die bevölkerung eines staates ist ihr souverän. doch wer hat hierzulande das gefühl, er sei tatsächlich der souverän? dies würde ja voraussetzen, er hätte eine wahl!
worte die fallen
DDR,
Demokratie,
Freiheit,
Geld,
Kapitalismus,
Ossi,
Wessi
Dienstag, 10. Juli 2007
Kevin und Lea sind die geborenen Terroristen! Entschuldigung: Ich meine natürlich TerroristInnen!
ich habe gestern noch ein highlight vergessen. vielleicht auch absichtlich, denn die "story" wurde schon am samstag gebracht:
die autorin mrs. rowland war vielen pressemeldungen zufolge sehr deprimiert, da sie den letzten band der "harry potter"- reihe fertiggestellt hat. sie habe wie ein schlosshund geheult und aus frust eine halbe flasche champagner aus der minibar eines hotels in einem zug ausgetrunken.
erst danach sei sie nach hause gegangen. das wirft fragen auf: 1. schreibt die frau in hotels? 2. eine halbe flasche champagner aus der minibar ist doch, wenn ich nicht irre, ein halbes piccolo? und das in einem zug ausgetrunken? mrs. rowlands versteht es offenbar, ordentlich auf den putz zu hauen.
was gibt es sonst noch? meine freundin C. und ich sind seit unserem einzug in die neue wohnung die "quasi- eltern" eines säuglings. das bedeutet: wir haben zwar (noch) keinen erziehungsauftrag bekommen, dürfen uns aber die nächte mit krakelereien um die ohren schlagen. pünktlich nachts um 3uhr und frühmorgens um 6uhr geht es los und hört nach nur ca. 30min. wieder auf.
meine freundin C. tangiert das nicht, sie trägt zu ihren träumen neckische ohrenstöpsel, die nur ungestümes schnarchen überwinden kann. aber ich leide unter den nächtlichen lärmattacken. selber vertrage ich keine ohrenstöpsel, ich kriege davon pickel in den ohren.
ich finde es dennoch lobenswert, dass sich die eltern nicht von jedem gekrähe ihres babys irritieren lassen. die kinder gewöhnen sich schnell daran, dass die eltern immer "da sind". ihre laute bekommen diesen gewissen unterton: "bei fuss!" meint man dann herauszuhören.
will man nicht, dass die kinder später an der supermarktkasse rücksichtlos durch hochfrequentes kreischen ihren vom kommerz verwöhnten willen durchsetzen, muss man sie vorher bei nacht ab und an mal überhören. denn kinder sind geborene terroristen. nur durch fachgerechte erziehung macht man aus ihnen umgängliche menschen.
liebe eltern: schmeisst eure bücherwände voller erziehungsratgeber weg und hört ab jetzt nur noch auf mich:
es tut klein- kevin oder klein- lea nicht gut, wenn man auf jeden ihrer noch so kunstfertigen fürze hin begeistert in die hände klatscht und sie damit bestätigt! die kinder in diesem land sind "überbestätigt". sie bekommen davon ein wahnhaftes selbstbild ohne jeden realitätsbezug.
wie sonst liesse es sich erklären, dass jeder pickelige teenager meint, er sei der nächste superstar? oder er wisse schon mit 10jahren wirklich ALLES besser. und das, obwohl nichts davon, was er von sich gibt, dafür spricht?
ich kenne mich mit sowas aus: ich war selber mal kind und aknegeplagt! sicher, die jugend hat das privileg, dumm daherlabern zu dürfen und keinen schimmer von tuten und blasen haben zu müssen. aber man muss ihren unreflektierten kinderquatsch noch lange nicht ernstnehmen!
aber bitte: wer will, dass ihm die kleinen biester auf ewig auf der nase herumtanzen und noch mit 45jahren auf der tasche liegen, statt uns unsere rente zu erarbeiten, der muss seine brut bis zur selbstaufgabe verwöhnen. selber schuld!
die autorin mrs. rowland war vielen pressemeldungen zufolge sehr deprimiert, da sie den letzten band der "harry potter"- reihe fertiggestellt hat. sie habe wie ein schlosshund geheult und aus frust eine halbe flasche champagner aus der minibar eines hotels in einem zug ausgetrunken.
erst danach sei sie nach hause gegangen. das wirft fragen auf: 1. schreibt die frau in hotels? 2. eine halbe flasche champagner aus der minibar ist doch, wenn ich nicht irre, ein halbes piccolo? und das in einem zug ausgetrunken? mrs. rowlands versteht es offenbar, ordentlich auf den putz zu hauen.
was gibt es sonst noch? meine freundin C. und ich sind seit unserem einzug in die neue wohnung die "quasi- eltern" eines säuglings. das bedeutet: wir haben zwar (noch) keinen erziehungsauftrag bekommen, dürfen uns aber die nächte mit krakelereien um die ohren schlagen. pünktlich nachts um 3uhr und frühmorgens um 6uhr geht es los und hört nach nur ca. 30min. wieder auf.meine freundin C. tangiert das nicht, sie trägt zu ihren träumen neckische ohrenstöpsel, die nur ungestümes schnarchen überwinden kann. aber ich leide unter den nächtlichen lärmattacken. selber vertrage ich keine ohrenstöpsel, ich kriege davon pickel in den ohren.
ich finde es dennoch lobenswert, dass sich die eltern nicht von jedem gekrähe ihres babys irritieren lassen. die kinder gewöhnen sich schnell daran, dass die eltern immer "da sind". ihre laute bekommen diesen gewissen unterton: "bei fuss!" meint man dann herauszuhören.
will man nicht, dass die kinder später an der supermarktkasse rücksichtlos durch hochfrequentes kreischen ihren vom kommerz verwöhnten willen durchsetzen, muss man sie vorher bei nacht ab und an mal überhören. denn kinder sind geborene terroristen. nur durch fachgerechte erziehung macht man aus ihnen umgängliche menschen.
liebe eltern: schmeisst eure bücherwände voller erziehungsratgeber weg und hört ab jetzt nur noch auf mich:
es tut klein- kevin oder klein- lea nicht gut, wenn man auf jeden ihrer noch so kunstfertigen fürze hin begeistert in die hände klatscht und sie damit bestätigt! die kinder in diesem land sind "überbestätigt". sie bekommen davon ein wahnhaftes selbstbild ohne jeden realitätsbezug.wie sonst liesse es sich erklären, dass jeder pickelige teenager meint, er sei der nächste superstar? oder er wisse schon mit 10jahren wirklich ALLES besser. und das, obwohl nichts davon, was er von sich gibt, dafür spricht?
ich kenne mich mit sowas aus: ich war selber mal kind und aknegeplagt! sicher, die jugend hat das privileg, dumm daherlabern zu dürfen und keinen schimmer von tuten und blasen haben zu müssen. aber man muss ihren unreflektierten kinderquatsch noch lange nicht ernstnehmen!
aber bitte: wer will, dass ihm die kleinen biester auf ewig auf der nase herumtanzen und noch mit 45jahren auf der tasche liegen, statt uns unsere rente zu erarbeiten, der muss seine brut bis zur selbstaufgabe verwöhnen. selber schuld!
worte die fallen
Eltern,
Harry Potter,
Joanne Rowland,
Kinder,
Ohrenstöpsel,
Rente,
Säugling,
Terrorist
Montag, 9. Juli 2007
Gar nicht lustig! Unser IM Schäuble schnallt den BibleBelt enger!
was gibt es neues in der welt? es gibt zum beispiel seit juli einen kundenfreundlichen donnerstag beim jobcenter, zumindest mal in mannheim. das finde ich lustig, zumal ich mich frage, welche gründe einen algII empfänger davon abhalten könnten, einen termin bis sagen wir mal 16uhr wahrzunehmen. arbeitstätig ist er ja in der regel nicht. die welt ist wirklich seltsam, oder nicht?was gibt es sonst noch? die hessische bildungsministerin will die
schöpfungsgeschichte in den biologieunterricht einbinden. genauer gesagt: sie hätte da nichts gegen! kreationisten aller länder, vereinigt euch! der "bible- belt" wird umso breiter, je fetter das hirn der popen und ihrer lippenleser wird. wer hat eigentlich noch angst vor fundamentalistischen muslimen?apropos organisiertes christenpack: auch das attentatsopfer schäuble lässt mal wieder einen fahren. ich aber finde, man sollte anstatt terrorverdächtiger bevölkerungsteile lieber ihn internieren oder ihn im bedarfsfall zum schutze der bevölkerung erschiessen dürfen. denn der wahre terror, der geht von ihm aus.
und? gibt's noch was? aber ja: der alltägliche wahnsinn schlug auch heute wieder zu. bestimmt auch in deiner unmittelbaren umgebung. augen zu und durch, heisst da die devise.
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