Sonntag, 15. Juli 2007

Kirchen und Schwanzvergleich! Muse & Prahlerei Co. KG!

das christentum ist prahlerisch: überall muss es missionieren und dauernd darstellen, was es alles geleistet hat. selbstverständlich verweist es nicht auf die millionen von menschen, die im namen des heilands bereits gestorben sind. aber das ist eine grosse leistung, wie ich finde.

allein: die milliarden von deshalb niemals gezeugten menschen können sich dafür nicht bedanken. die kirche betrieb sozusagen "mord am noch ungeborenen leben". sie hat daraus gelernt und verbietet ihren schäfchen heute abtreibung und verhütung.

natürlich haben wir auf der erde deshalb noch genug platz. der dank gebührt dem christentum! man stelle sich vor, die nachfahren der nicht- toten machten einem den heiligen arbeitsplatz streitig. oder verstopften unsere strassen? dies führte direkt in eine katastrophe, die menschen fürchten sich davor. man muss das verstehen, denn sie wissen es nicht anders.

ich sage aber: verlasset eure arbeit und tuet muse! wir leben in einer auf leistung ausgerichteten gesellschaft, und das kann auf dauer nicht gut tun. klar: dächten die menschen über ihr leben auch nur eine sekunde nach, wäre es für politik und wirtschaft viel schwerer, einfach mal so durchzuregieren oder kapital zu schlagen. es kann nicht sein was nicht sein darf!

was bleibt: ein diffuses gefühl, das irgendetwas im leben nicht so ganz richtig ist. bevor man aber ernsthaft darüber nachdenkt, verbringt man lieber jede freie minute mit fitness, fernsehen, shopping oder diversen sprachkursen. als wäre es nicht genug, richtet man sein gesamtes leben auf die erwerbstätigkeit aus: eselchen will schliesslich gesund, ausgeruht und fortgebildet zur arbeit kommen. da kann man nicht einfach so feiern oder mal locker lassen.

umgekehrt wäre es doch viel besser. ich möchte gesund, fit und voller elan nach hause zu meiner liebsten kommen. beziehungen sind auch anstrengend, sind aber lohnenswerter als das lob des chefs. gäääähn! es ist doch krank: die meisten menschen sehen ihren lebenspartner seltener als ihre kollegInnen. wäre es dann nicht sogar sinnvoll, im betrieb zu vögeln? wo man sich doch sowieso die meiste zeit dort herumtreibt?

ich muss es immer wieder sagen: arbeit wird überschätzt! das leben spielt sich dort nicht ab! wer länger als fünf minuten über seinen job nachdenkt, wird sicher merken, dass er überhaupt nicht wichtig ist! die menschen kommen damit aber nicht klar: wer sonst nur für die arbeit lebt, erfährt dann einen herben bedeutungsverlust. so geht's einfacher: man orientiere sich an den sechs wichtigten dingen im leben: liebe, liebe, liebe, liebe, laster und müssiggang!

was hat das alles mit der kirche zu tun? nun, sie gehört in diese wichtigtuer- gesellschaft genauso wie der freier zur hure. sie ruft mit lauten glocken die menschen zum gebet und zur ordnung. die kirchtürme ragen hoch in die luft wie ein stinkefinger und brüllen zu uns herab: meiner ist 40 meter hoch, und meine glocken sind aus reinstem guss!

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